Sachverständige Einschätzung einholen

Diskutiere Sachverständige Einschätzung einholen im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, bei einem neu erstelltem Bodenbelag (Eiche massiv) liefen während der Oberflächenbehandlung mehrere Dinge schief. Nun möchte...

  1. #1 Baustopp, 5. Juni 2012
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    Hallo zusammen,

    bei einem neu erstelltem Bodenbelag (Eiche massiv) liefen während der Oberflächenbehandlung mehrere Dinge schief. Nun möchte ich da einen drauf gucken lassen, der was davon versteht um das optisch nicht vollständig überzeugende Ergebnis objektiv zu bewerten.

    Wer macht sowas? Architekten? Sachverstand für die Oberflächenbehandlung von Holz ist gefragt.

    Wenn ich das google, finde ich nur andere Parkettleger, die sich als Sachverständige anbieten. Aber ich will "meinem" Handwerker nicht einfach einen von der direkten Konkurrenz auf den Hals hetzen. Wie soll der denn objektiv sein?

    Noch was. Das Werk wurde erstellt und die Rechnung, sofort fällig, war natürlich noch am gleichen Abend im Postfach. Nun brauche ich für die fachmännische Begutachtung aber etwas Zeit. Wie gehe ich da korrekt vor?

    Danke schon mal für die Aufklärung!

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  3. #2 Hessekopp, 5. Juni 2012
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    Hallo,

    hast Du die Leistung denn abgenommen, bzw. wurde eine Abnahme vereinbart? Wenn es zu Problemen kommt musst Du das doch in erster Linie mit dem ausführenden Betrieb klären und den Kollegen die Möglichkeit eröffnen nachzubessern. Was willst Du jetzt gleich einen Gutachter an den Start bringen?
     
  4. #3 Baustopp, 5. Juni 2012
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    Das ist 'ne lange Geschichte und ich will hier keinen langweilen. :) Kurzversion: während des Einbaus ist ein dummes handwerkliches Missgeschick passiert, das vom Bodenleger auch anstandslos anerkannt wurde. Er war der Meinung, dass er das wieder hinkriegt (und er hat deswegen garantiert auch jetzt schon drauf gezahlt). Kann ich ja nichts gegen sagen, denn wie er den Mangel behebt ist sein Problem. Nun ist er fertig und findet den Boden natürlich tadellos. Und ich finde, dass man die Spuren (Verfärbungen) der Mägelbeseitigungsmaßnahmen durchaus noch sieht. Das Problem dabei ist wie bei jedem natürlichen Material, dass es produktspezifische Verfärbungen gibt, die absolut gewollt sind, und es gibt Verfärbungen durch fehlerhafte Oberflächenbehandlung.

    Mir geht's auch nicht um Geschmacksfragen. Ich möchte wissen, ob letzteres objektiv erkennbar vorhanden ist (ich denke schon - aber ich kann mangels Sachverstand nicht objektiv urteilen).

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  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 5. Juni 2012
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    Nun - für optische Mängel gibts ein ganz einfaches Kriterium:
    Den (so genannten) unbefangenen neutralen Beobachter.
    Also nicht die Schwiegermutter, die beim letzten Sonntagskaffee das ganze Drama lang und breit mitbekommen hat, sondern z.B. der Versicherungsvertreter.
    Den so kurz vorm gehen mal fragen, ob ihm am Boden was aufgefallen sei. Wenn er "Nein" sagt, liegt kein Mangel vor.
    Antwortet er: Sie meinen die Flecke? Ja, darüber hab ich mich gewundert - dann hat der Bodenleger ein Problem.

    Viel anders geht ein Sachverständiger da auch nicht dran.
     
  6. #5 Hessekopp, 5. Juni 2012
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    gerade bei Holzböden wird es schwierig werden - du kannst es probieren, aber mach Dir nicht allzuviel Hoffnung. Es ist nun mal ein Naturprodukt. Wir hatten ein ähnliches Thema bei Stäbchenparkett in Eiche - da war wohl eine Packung komplett aus der Farbe gelaufen und hätte man das erst mal nebeneinandergelegt ohne sofort zu verkleben dann wäre es möglicherweise aufgefallen. Man versuchte etwas über Schleifen zu erreichen - machte die Sache aber nicht besser. Wir haben einen Abschlag bekommen und die Sache war gut. Wenn die Möbel drin stehen siehst Du nichts mehr davon und zu allem kam hinzu, dass jetzt der Wohnzimmerteppich auf der Stelle liegt.
    Ein Gutachter hätte gegen das Licht betrachtet wahrscheinlich gesagt: Ist halt so - vom Holz her - die Ausführung war handwerklich perfekt. Und ich hätte ihm Recht geben müssen. Bei Stäbchenparkett aber vielleicht nochmal eine ganz andere Geschichte. Der Boden an sich bietet ja nicht unbedingt ein einheitliches Erscheinungsbild - deshalb finde ich Ihn ja auch gut.

    viele Grüße

    HEiko
     
  7. #6 Baustopp, 5. Juni 2012
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    @Ralf: Sehr interessant. Das Dilemma ist in der Tat die Unbefangenheit. Jeder der hier unterwegs ist, ich selbst voran, kennt die Problematik und ist zu einem objektiven Urteil nicht fähig. Das ist auch meine Meinung, deshalb mein Wunsch nach einem unabhängigen Sachverständigen.

    Aber dass der Umkehrschluss auch gilt, finde ich verwunderlich. Der Umkehrschluss ist, dass jeder, der die Problematik nicht kennt, dazu taugt, einen optischen Mangel auszuschließen. Einfach, weil er ihn nicht sieht!? Ernsthaft?

    In diesem Fall könnte ich mir den Sachverständigen tatsächlich sparen. Denn ich find garantiert einen, der den Mangel nicht sieht. Schon allein deshalb, weil heutzutage anscheinend kaum einer weiß, wie ein Massivholzboden aussieht, wenn er neu verlegt ist. Jeder der reinkommt sieht zunächst den hellen Splint. "Ist das normal?" - "Ja, das war so gewollt."

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  9. #7 Baustopp, 5. Juni 2012
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    @Hessekopp: Jaa, aber das ist ja eine Eigenart des Holzes. Genau diese Farbunterschiede will ich ja unbedingt haben. Dem Holz verzeihe ich alles, aber hier geht es um Farbunterschiede, die auf einen handwerklichen Fehler zurückzuführen sind, der anscheinend nicht mehr vollständig korrigierbar war.

    Viel Hoffnung mach ich mir aber in der Tat nicht. Der Boden ist technisch einwandfrei nutzbar und ein Rückbau ist sicher unverhältnismäßig. Die optische Beeinträchtigung ist auch nicht so gravierend, dass ich auf dem Boden nicht wohnen will. Aber andererseits ist dies der Hauptwohnraum des Hauses und ein fluffiger fünfstelliger Betrag wird aufgerufen...

    Vielleicht brauch ich auch einfach nur einen, der mir sagt, dass ich halt ins Klo gegriffen hab. Nach dem Motto, wer sich in Gefahr begibt (sprich: 'nen Handwerker beauftragt), der kommt darin um. :)

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  10. #8 Ralf Dühlmeyer, 5. Juni 2012
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    Überspitzt gesagt ist das juristisch so, ja!
    Es geht natürlich nicht um den einen, der lieber den Dackel des Hausherren (oder anderes) bewundert als den Fußboden, sondern um den idealisierten Besucher, der hinsieht, aber kein maschinenbauender IT-Lehrer :D oder sonstwie oberpingelig ist.
     
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