Salz und Beton

Diskutiere Salz und Beton im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Nach den bei uns doch recht ungewöhnlichen Wetter Ende Jänner/Anfang Februar (Eisregen, Blitzeis, ...) wurde in unserer Gemeinde recht viel mit...

  1. roro

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    Nach den bei uns doch recht ungewöhnlichen Wetter Ende Jänner/Anfang Februar (Eisregen, Blitzeis, ...) wurde in unserer Gemeinde recht viel mit Tausalz gearbeitet, was nun zu einigen Beschädigungen in der Betonbodenplatte im Carport geführt hat (teilweise bröseln die ersten 5-10 mm ab und ich habe Angst, dass das Ganze weiter in die Tiefe geht).


    Wie geht man am besten vor um weitere Schäden zu unterbinden und wie kann man das Ganze sanieren?
     
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  3. Thomas B

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    Ihr habt eine Bodenplatte im Carport?????

    Nun gut,...wenn dem so ist, dann ist eben so.

    Beton muß (sollte zumindest) eine gem. seines Einsatzortes geeignete Rezeptur haben. Wenn mit Tausalz zu rechnen ist (in einer Garage/ Carport per se nichts Ungewöhnliches) muß der Beton eben hierfür geeignet sein.
     
  4. JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Die Angst ist berechtigt. Im Vorfeld wäre es zu verhindern gewesen, wenn ein frost-tausalzbeständiger Beton mit künstlich eingeführten Luftporen verwendet worden wäre (Spezifikation C 30/37 (LP), XD3, XF4 beispielsweise).
    Das Tausalz hat aber mit den Abwitterungen nichts zu tun, da Chloride den Bewehrungsstahl angreifen, nicht aber den Beton selber. Dafür ist der Frost in Verbindung mit einer hohen Wassersättigung (horizontales Bauteil, vermutlich ohne Gefälle) verantwortlich.

    Guter Rat ist nun teuer. Günstige, aber nicht ewig haltbare Variante wäre ein Herunterfräsen der geschädigten Schicht und Applikation einer Beschichtung, vorrangig Klasse OS8 nach DAfStb-Instandsetzungsrichtlinie. Ggfs. teurere, aber länger haltbare Variante wäre Herunterfräsen der geschädigten Schicht und Aufbringen eines Gussasphaltes, ggfs. in Verbindung mit einer Schweißbahn darunter. Dritte Variante: Bodenplatte raus und neu mit geeignetem Beton.
    Frage ist auch, ob die Fläche bewehrt und/oder statisch relevant ist. Wenn man dann fräst, wird die Betondeckung reduziert, dann sollte man in jeden Fall die Variante 2 oder 3 wählen.
     
  5. #4 gunther1948, 26. Februar 2014
    gunther1948

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    hallo
    gibt vielleicht noch eine 4.variante: alle losen teile entfernen und 10-12 cm stahlfaserbeton mit der entsprechenden beton-spezifikation aufbringen und oberfläche flügelglätten. zur nachbehandlung ca. 14 tage mit folie abgedeckt lassen

    gruss aus de pfalz
     
  6. JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Das Flügelglätten eines frost-tausalz-beständigen LP-Betons funktioniert nicht, da die Luftporen an der Oberfläche durch das Flügelglätten zerstört werden.
     
  7. OLger MD

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    könnte zum Beispiel der "XF 4 ohne LP" nach Zulassung Z-3.51-1994 sein. Würde ich aber nicht als Ergänzung auf eine vorhandene Bodenplatte auftragen, da die Druckfestigkeitsunterschiede zu groß sind. Auch nicht mit Verdübelung.

    Bei den Beschichtungssystemen muss darauf geachtet werden, dass es ein dampfdiffusionsoffenes ist - solange es kein 100%ige Abdichtung unter der BoPla gibt.

    Variante 4a: oberflächlich Abfräsen, Haftbrücke und ein PCC-I-Instandsetzungsmörtel auftragen. Dabei kann gleichzeitig ein leichtes Gefälle ausgebildet werden. Im Randbereich etwas mehr abtragen, um mit dem PCC unter Einhaltung der mindestauftragsstärke höhengleich anschließen zu können.

    Bei der Asphaltvariante ist die Schweißbahn (auf einer passenden Grundierung nach Vorbehandlung) ein Muss, erst recht bei so kleinen Flächen, bei denen das Gefälle auch noch irgendwo zwischen 0 und 2% liegt.
    Außerdem sollte eine Randeinfassung hergestellt werden, weil der Asphalt sonst an den Übergängen wegbricht oder sich verdrückt. Auch die Anschlussbereiche müssen angefasst un in der Höhe angeglichen werden, da der Asphalt einige cm aufträgt.
    Die Asphaltvariante an sich ist nicht die schlechteste - nur eben vorher den Beton rausnehmen und an den freien Rändern einen Bord einbauen.

    Bei "weg und neu" hat man während der Restnutzungsdauer die Möglichkeit auch über Pflastersteine oder sickerfähige Pflasterung (sog. Öko-Pflaster) nachzudenken.

    Gruß
    Holger
     
  8. JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Das sehe ich anders. Ein diffusionsoffenes System ist nicht verschleißfest genug und müsste ständig überarbeitet werden. Ich sehe die Gefahr einer Blasenbildung nicht, wenn die Untergrundvorbereitung akurat gemacht und die Beschichtung technisch vernünftig ausgeführt wird (z.B. Arbeitsgang Grundierung bei fallenden Temperaturen am Nachmittag). Beschichtungsarbeiten sind eh ungeeignet für DIY.

    Weiterhin würde ich bei XF4 immer den LP-Beton (trotz aller Nachteile) verwenden. Das ist eine bewährte Bauweise. Warum sollte ich mich dann auf eine Sonderbauweise abseits der Norm (allerdings geregelt durch eine Zulassung) einlassen (außer ich verkaufe das Zeug und verdiene mein Geld damit) ??
     
  9. OLger MD

    OLger MD

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    Grundsätzlich sehe ich das mit der Beschichtung ähnlich.
    Nur hier (abwitternder Beton, Carport, Privatbereich) sehe ich die Fläche nicht als stark befahren an. Auch den Verschleiß sehe ich hier nicht als ausschlaggebend, da in einem Carport (im Gegensatz zu Parkdecks und Tiefgaragen) kaum Lenkbewegungen und selten starke Brems- und Beschleunigungsmanöver ausgeführt werden.
    Vermutlich würden sich auch die Haftzugswerte an den Grenzwerten der ZTV-Ing entlanghangeln, die "Restfeuchte" ... weiß man nicht. Deshalb würde ich bei diesem Anwendungsfall diffusionsoffen beschichten lassen.
    Bei den hier erforderlichen geringen Mengen [im Sanierungsfall] sehe ich noch das Risiko den LP-Gehalt im eingebauten Zusand auch zu erzielen.

    Nutzt man den vorhandenen Beton nach einer Glättung durch Spachtelung als 'Sauberkeitsschicht' und baut mit LP-Beton ein Kappe einschlißlich Gefälle in Mindestdicke mit Bew. nach Riz. KAP X oben 'drauf, ist das sicher eine der dauerhaftesten Lösungen - im Neubaufall sowieso.

    Um das Risiko einer Rissbildung noch weiter zu minimieren kann man unter den Aufbeton eine zweilagige Gleitschicht aus Folie zwischenlegen.

    Gruß
    Holger
     
  10. JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Zweck der Fläche ist die Befahrung, insofern kann ich dem Gedanken nicht folgen. Wenn es meine Platte wäre, käme mir kein diffusionsoffenes System drauf. Ich kenne (mehrere) Kellerböden im Bereich von Weissen Wannen, die mit einem diffusionsoffenen System beschichtet wurden und z.T. nur durch Begang schon abgenutzt werden.
    Im Aussenbereich bei Frost und Befahrung absolut nicht empfehlenswert.
     
  11. roro

    roro

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    Sicher?
    Die Platte existiert nun schon bereits 8 Jahre, und bisher hat es fast keine Veränderungen gegeben. Heuer ist es aber extrem.

    So wie auch das bisher lesen kann, wäre das Abtragen der beschädigten Schicht und das Auftragen einer neuen Schicht die beste Lösung.
    Mit persönlich wurde Asphalt am ehesten Zusagen.
    Danke einmal.
     
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  13. JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Eine gute Wahl, in meinen Augen die technisch und vermutlich auch die günstigste Lösung.
    Nachteil an Asphalt ist aber, dass er im Sommer zu Spurrillenbildung neigt. Ein schwerer SUV bei einer direkt sonnenbestrahlten Fläche kann kritisch werden. Die dreikte Sonnenbestrahlung sollte bei einem Carport aber nicht gegeben sein.
     
  14. roro

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    Ist auf der Nordseite und unter Dach. Sonneneinstrahlung sollte kein Problem sein.
     
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