Sanierung Bungalow-DHH BJ 1974

Diskutiere Sanierung Bungalow-DHH BJ 1974 im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo liebes Forum, meine Partnerin und ich haben uns eine schöne Doppelhaushälfte in Bungalow-Stil (Flachdach), BJ 1974 gekauft. Nun planen wir...

  1. #1 Ostwestfale87, 7. Dezember 2017
    Ostwestfale87

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    Hallo liebes Forum,

    meine Partnerin und ich haben uns eine schöne Doppelhaushälfte in Bungalow-Stil (Flachdach), BJ 1974 gekauft.

    Nun planen wir natürlich, was und wie und wann und ob wir sanieren/renovieren.

    Unabhängig von konkreten Gewerken diskutieren wir derzeit noch, welchen Ansatz wir grundsätzlich wählen, da diesbzgl. auch jeder (Experte) etwas anderes erzählt:
    a) Nur das nötigste, so viel Substanz wie möglich erhalten, rein optische Dinge einige Jahre aufschieben, energetisch erst einmal gar nichts machen.
    b) Gleich alles so wie man es haben will

    Unstrittig sind die Küche (keine vorhanden), zwei sehr ramponierte Fenster, das Klosett auf der Toilette und Dusche, Wanne und Waschbecken im Bad und allgemeine Renovierungsarbeiten (Böden, Wände, Armaturen, etc.).

    Sehr unschlüssig sind wir bei dem großen Bereich "energetische Maßnahmen". Grundsätzlich halte ich den Ansatz für vernünftig, dass Thema Gänzlich zu betrachten und anzupacken. Also nicht einfach ne neue Heizung reinknallen und gut.

    Hier mal einige Eckdaten: Bungalow-DHH, BJ 1974, Beton-Flachdach (dicht), sehr! alte Rohleder-Gasheizung aus dem Baujahr (Nennleistung 22 Mcal/h), Fenster teilweise Kunststoff doppelverglast Anfang 90er, teilweise Holzfenster doppelverglast aus Baujahr, Terassen- und Balkontüren ebenfalls aus BJ. Dach und Fassade nicht gedämmt. Energieverbrauch lt. Energieausweis: 300 kWh/m².

    Klar, spricht eigentlich alles dafür dahingehend ordentlich was zu machen. Aber: Der Nachbar (2 Personen) in der anderen DHH verbrauchte letztes Jahr Gas für knapp 1.000 € im Jahr mit der selben Heizung. Die vorherigen Bewohner (2 Personen) unserer DHH knapp 1.400 € im Jahr. Ist nicht die Welt, da müsste man sicherlich annähernd die Hälfte an Energiekosten sparen, damit sich die Maßnahmen innerhalb einer angemessen Zeit armotisieren.

    Was meint ihr? Erstmal ein Jahr abwarten und schauen was unterm Stich bei rum kommt? Oder lohnt Gas-Brennwert-Heizung auf alle Fälle? Wie (kosten)aufwendig ist eine Dachdämmung und lohnt sich diese?

    Besten Dank schon einmal für die Antworten!
     
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  3. simon84

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    Die Frage die dir niemand beantworten kann ist was willst du erreichen und wie viel willst du ausgeben.

    Persönlich würde ich mir das auch erst mal ein oder zwei Jahre anschauen und dann eine genaue Bestandsaufnahme machen!

    Evtl gibt es dann noch mehr wünsche wie kleine Änderungen am Grundriss, Tür oder Fenster öffnungsrichtung usw.

    Auf keinen Fall würde ich zuerst die Heizung erneuern (vor allem wenn sie noch funktioniert) bevor du dir genau im Klaren darüber bist welche anderen Maßnahmen du machen willst ( Fenster, Türen , Dämmung usw)

    Über gesparte Heizkosten wirst du keine Renovierung kurzfristig wieder reinholen!
     
  4. Andybaut

    Andybaut

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  5. #4 Ostwestfale87, 7. Dezember 2017
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    Danke für die Antwort.

    Änderungen am Grundriss werden wir nicht vornehmen, der ist (in unseren Augen) perfekt.

    Auch könnten wir ohne weiteres die Mittel für eine "Komplett-Sanierung" aufbringen.
    Trotzdem wollen wir alles mit Bedacht machen und nicht blind alles rausreißen.
    Wir gehen bewusst nicht mit dem Anspruch rein, aus nem Altbau nen Neubau zu machen.
     
  6. #5 Ostwestfale87, 7. Dezember 2017
    Ostwestfale87

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    2 Jahre Übergangsfrist räumt uns der Gesetzgeber als Neu-Eigentümer ja immerhin ein. Demnach wird und darf der Schornsteinfeger (zumindest auf Grundlage dieser Bestimmung) zunächst nicht stilllegen.
     
  7. driver55

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    Sehe ich auch so und gehe sogar noch einen Schritt weiter. Zumindest einen Grobplan (Konzept) macht man doch, bevor man sich eine solche "Hütte" zulegt.
    Dann weiss man schon im Vorfeld, ob aus den ursprünglichen 200t€ (Haus) nicht doch 400t€ (nach Sanierung) werden. (Zahlen sind natürlich frei gewählt.)

    Noch nie gehört oder gesehen. Bilder?
     
  8. cschiko

    cschiko

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    Ich lese schon länger leise im Forum mit, aber zu dem Thema melde ich mich nun mal zu Wort.

    Wir haben vor etwas mehr als einem Jahr das Elternhaus meiner Frau übernommen, wohnen dabei weiter mit meinen Schwiegereltern zusammen. Für uns war dabei klar, da es finanziell möglich war, das wir möglichst alles was uns wirklich wichtig ist in "einem Rutsch" umsetzen. Man sollte dabei auch gerade Sachen einkalkulieren die eben viel Dreck mit sich bringen, die setzt man besser (war bei uns halt nicht möglich) vor Einzug um, wenn dies geht.

    Ich würde mir also einen Plan machen, was ihr an dem Haus ändern wollt/müsst, damit es euer Haus ist. Dann würde ich schauen welche dieser Arbeiten mit Dreck bzw. starken Einschränkungen im bewohnten Zustand einhergehen und dies würde ich dann, so möglich, vorher umsetzen. Aus Erfahrung kann ich dabei aber sagen, das sich Fenster auch ganz gut im bewohnten Zustand tauschen lassen (fähige Handwerker vorausgesetzt). Klar kann es dabei immer zu Beschrädigungen der Tapete in den Laibungen kommen, das sollte man im Kopf haben. Wenn ihr die Innentüren erneuern wollt, auch das macht Sinn vor der Gestaltung der Wände. Denn der Abdeckungsbereich des Rahmens kann unterschiedlich sein und so geht das weiter. Also wenn ihr es könnt, würde ich möglichst viel umsetzen, dazu würde für mich ggf. auch die Heizung zählen. Aber eher mit dem Blick das man eventuell ja Heizkörper erneuern bzw. versetzen will etc.. Dazu kommt die Elektrik und so weiter.

    Gut ist dann schon mal das der Grundriss passt! ;-) Es geht aber auch vieles im bewohnten Zustand, wir haben eine Wand rausgenommen, samt Stützsystem für einen Durchbruch. Die Balkendecken wiesen zum Teil auf ~4m Länge 10cm Gefälle auf das wurde ausgeglichen und da im Flur der Estrich unter den Fliesen nicht mehr tauglich war sind wir kurze Zeit dann auf der Kappendecke rumgelaufen. Es geht Vieles, aber man hat so auch viel Dreck im Haus was schon mal an den Nerven zerrt.

    Also Konzept erstellen und dann gucken was machbar ist und welche Punkte man auch gut etwas später machen könnte. Aber wenn es finanziell machbar ist, warum warten?
     
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  10. simon84

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    Ich würde deshalb mit Heizung und Heizkörpern warten, weil sich mit neuen Fenstern oder ggf. einer Fassadendämmung oder Dämmung der obersten Geschossdecke der tatsächliche Energiebedarf für Heizung und Warmwasser massiv ändert.

    Zumindest die Planung sollte stehen.

    Besonders dreckige Wünsche wie zb Estrich mit FBH neu würde ich definitiv auch vor Einzug machen :)
     
  11. cschiko

    cschiko

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    Wenn man es umsetzen kann, warum warten? Insbesondere wenn man binnen 2 Jahren an die Heizung ran muss? Klar ist natürlich das die Heizung dann zum angedachten Gesamtkonzept geplant werden sollte. Daher sollte Grundpunkt wohl sein ein möglichst genaues Konzept zu entwickeln, was man machen will bzw. auch machen muss. Und danach dann z.B. auch die Heizung zu planen, zumindest mit den Fakten die man sicher machen wird.

    In unserem Haus haben die Schwiegereltern vor knapp 5 Jahren die Heizung erneuert, wir haben nun die etwas 40 Jahre alten Holzfenster (2-fach verglast) durch 3-fach verglaste Holz-Alu Fenster ersetzt. Die Heizung mag nun etwas zu "groß" sein, was aber in einem Bau aus dem Jahr 1900 nicht schadet.

    Wie gesagt erstellt ein Sanierungskonzept und schaut dann, bedenkt dabei die Punkte was Muss gemacht werden, was will man anpassen UND was macht davon in der Art Dreck das man es besser vorher ändert.
     
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Sanierung Bungalow-DHH BJ 1974

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