Sanierung des Anbaus

Diskutiere Sanierung des Anbaus im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Huhu, wir sind mit der Sanierung unseres Anbaus schon ziemlich weit voran geschritten. Es sollen zwei Kinderzimmer und ein Badezimmer entstehen....

  1. #1 Cassyporzelan, 06.12.2018
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    Huhu,

    wir sind mit der Sanierung unseres Anbaus schon ziemlich weit voran geschritten.

    Es sollen zwei Kinderzimmer und ein Badezimmer entstehen.

    Entkernt bis aufs Mauerwerk; neue Zwischenwände mauern lassen; FBH und Estrich legen lassen; neue Dachbalken (Flachdach) und neues Dach machen lassen; neue Fenster sind auch drin.
    Neue Sanitärrohre und Vorbereitungen sind drin. Elektro komplett neu gemacht (selber, Mann ist Elektriker)
    Aktuell werden die Innenwände verputzt.

    Nun wird die Decke in Eigenleistung abgehangen. Dämmung, Dampfsperre und Konstruktion sind uns soweit bekannt, da wir das auch schon in anderen Räumen gemacht haben.

    Wie lange muss man den Putz trocknen lassen, bevor man die Konstruktion anbringen kann? Auf den Außenwänden wurde der Putz dicker aufgetragen, da mehr ausgeglichen werden musste. Bei den neugemauerten Innenwänden wurde nur ca. 5-10 mm geputzt.

    Wir würden gerne noch vor Weihnachten fertig werden und so schnell wie möglich anfangen...
    Wer Kinder (und vielleicht sogar Zwillinge) hat wird eventuell verstehen, dass man nach über einem Jahr gerne Mal wieder zusammen in einem Bett schlafen möchte und es daher "eilig" hat.
     
  2. #2 simon84, 06.12.2018
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    Ca 10-14 Tage dann ist der Putz trocken.

    Ob es jetzt ein Beinbruch ist, wenn ihr schon früher die Decke einzieht weiss ich nicht.
    Auf der einen Seite sperrt ihr ja dann die Feuchtigkeit in der Dämmebene ein, auf der anderen Seite sind das (vermutlich?) nur wenige cm.

    Auf Nummer sicher wäre mind. 10 Tage zu warten nachdem der Putz fertig ist.
     
  3. #3 Cassyporzelan, 06.12.2018
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    Danke Simon84,

    der Anteil an geputzter Wand, die unter der Dampfbremse ist, ist in der Tat relativ gering. Das Meiste ist ja die Holzkonstruktion und dann eigentlich nur der Platz für die Profile.
    Dann werden wir dieses Wochenende nur das Material kaufen und nächstes Wochenende dann loslegen. Dann haben wir 7 Tage dazwischen. Die Räume sind ja auch schon geheizt (FBH läuft mit) und können leicht gelüftet werden.

    Schade, aber vielleicht klappt's ja noch zwischen den Feiertagen mit der Fertigstellung. Haben immer nur, wenn überhaupt die Wochenenden und wenn jemand nach den Kids guckt.

    VG
     
  4. #4 Cassyporzelan, 07.12.2018
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    Dann die nächste Frage: wieviel von welcher Dämmung macht Sinn?

    Es geht natürlich um das Flachdach. Wir haben die Holzbalken durch einen Zimmermann komplett erneuern lassen und ein neues Foliendach vom Dachdecker. Da sind nur 4 cm Dämmung drin wegen Kondenswasser.
    Wir dämmen von innen zwischen den Holzbalken.

    Platz ist genug, so um die 30 cm. Aber dieFrdie ist, was Sinn macht, denn die Wände sind von außen ungedämmt und bestehen aus KS.
    Von innen ist nur noch die Putzschicht.

    Der Anbau war wohl ursprünglich nur als Garage geplant und wurde später von den Vorbesitzern zu Wohnraum umgebaut.

    Das das keine idealen Werte gibt ist logisch, aber wir brauchen dringend den Platz für unsere Kinder. Das Haus platzt bald

    Außendämmung ist finanziell und vom Grundstück her (Grenzbebauung) nicht möglich.
    Von einer Innendämmung sehen wir ab, da man da im Zweifel mehr Schaden als Nutzen anrichtet.

    Nun also die Frage, womit und wieviel. U-Werte kann ich nicht nennen.
     
  5. #5 simon84, 07.12.2018
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    @Cassyporzelan will hier absolut nicht den blockwart spielen und was ihr macht ist eure Sache.

    Aber 1. grenzbebauung ehem Garage und dann Nutzung als beheizter Wohnraum ?

    Ist die Nutzungsänderung genehmigt ?

    Wer hat es geplant ?

    Das kann sonst ganz schnell ein Desaster mit Nutzungsunterlassung werden.

    2. wenn ihr dämmt, dann so viel wie die enev vorschreibt.

    3. wenn ihr die u Werte nicht kennt müsst ihr euch damit auseinandersetzen und sie rausfinden.

    4. je weniger Dämmung auf der innenSeite desto besser.

    5. grenzbebauung sicher nur an einer Seite, also ist eine aussendammung an den restlichen Seiten sowie oben und unten möglich


    6. kein Geld zum bauen bzw für dämmung interessiert leider die enev nicht, wenn du ein Gebäude unnutzt dann ist die Dämmung zu erfüllen
     
  6. #6 Fabian Weber, 08.12.2018
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    Alle Punkte von Simon beachten, aber für nachträgliche Dämmung an Altbauten gibt es bei Grenzbebauung Ausnahmen, da darf die Dämmung über die Grundstücksgrenze zum Nachbarn rüberragen.

    Steht im jeweiligen Nachbarschaftsrecht des Bundeslandes.
     
  7. #7 simon84, 08.12.2018
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    Bei so einer Grenzbebauung kann man sehr oft 2 Seiten außen dämmen, und die 3. Seite innen.

    Wenn Platz im Dach vorhanden ist, gibt es keinen Grund nicht voll gem. EnEV zu dämmen, der Mehrpreis für dickere Dämmung fällt nicht ins Gewicht und du sparst auf lange Sicht Energieaufwände.

    Also mind 16 cm WLG040 Dämmung rein !
    Wenn wirklich genug Platz da ist kannst du ja Dämmmaterial mit WLG040 verwenden und sparst so...


    Wenn du FBH legen lässt, musst du ja sowieso im Fußbodenaufbau stark dämmen um die EnEV einzuhalten und das ist auch sehr gut so, denn sonst heizt du das Erdreich mit (Energiekosten!!)
    Dämmung Boden z.B. 8 cm Puren FAL oder etwas vergleichbares (WLG023 oder WLG024)

    Außenwände (die vermutlichen 2 Seiten nicht an der Grenze), da kannst du z.B. einen üblichen WDVS Aufbau machen, falls du es in Eigenregie machst ist das auch nicht so teuer.

    Statt Putz geht auch eine Holzverkleidung
     
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  8. #8 Cassyporzelan, 09.12.2018
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    Huhu,

    Danke für eure Antworten.

    Nutzungsänderung ist natürlich eingetragen.

    Das mit der Grenzüberschreitung für eine nachträgliche Dämmung wusste ich nicht. Da informiere ich mich Mal für unser Bundesland. Danke!

    Wenn ich theoretisch nur renoviere, muss man dann immer die EnEv einhalten? Das kontrolliert doch niemand? Das "Haupthaus" ist außen gar nicht (nur verklinkert) und am Dach nur mäßig gedämmt... (Ja wir haben noch einiges zu tun ;-))
    Wer schaut denn jetzt, ob ich hier irgendwelche Werte einhalte?
    Bitte nicht missverstehen. Mir geht es nicht darum es absichtlich nicht zu tun, sondern generell darum, dass diese Punkte doch eigentlich erst bei Verkauf einer Immobilie (oder eben Neubau oder Neubau von Anbauten) zum Tragen kommen?

    Also hier war noch niemand, der sich das mal angucken wollte ... :-D

    Wir haben uns für 240 mm WLS035 Rockwool Klemmrock entschieden. Das dürfte locker irgendwelche Normen zumindest bei der Dachdämmung zufrieden stellen.


    Bei der FBH konnten wir übrigens aufgrund der Aufbauhöhe ich glaube nur 8 cm Dämmung einbringen.
    Mehr ging auch hier im Haupthaus leider nicht. Teils gegen Erdreich und teils gegen unbeheizten Keller.

    Wir wissen, dass das nicht ideal ist, aber besser als vorher. Der Keller ist auch noch dran.... Und der Garten... Und ja das Dach (zumindest innen)
    Altbau Ole!

    Uns wird nicht langweilig!
     
  9. #9 Fabian Weber, 09.12.2018
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    Schau mal in die ENEV, da steht genau beschrieben, welche Maßnahmen zwingend zu erbringen sind.

    Zum Beispiel der Tausch von Heizkesseln die älter als 30 Jahre sind usw.

    Kontrollieren wird das im Normalfall niemand, was aber eher an der Unterbesetzung der Baubehörden liegt. Das entbindet einen natürlich trotzdem nicht, die geforderten Maßnahmen umzusetzen.

    Welche Mindestanforderungen für Dein Haus gelten, kann Dir auch ein Energieberater sagen.
     
  10. #10 simon84, 09.12.2018
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    Eine EnEV Polizei gibt es (noch) nicht.

    Zum Zeitpunkt der Nutzungsänderung (Vorher Garage? Jetzt beheizter Wohnraum) musst du die EnEV einhalten (vollständig).

    Ansonsten ist das eigentlich je nach Bauteil bei einer puren Sanierung meist so geregelt, dass du alles was du machst, so machen musst, dass die EnEV eingehalten wird,
    z.B. dämmst du, dann in der Stärke die die EnEV erfüllt, nicht weniger.

    Das heisst jetzt nicht, dass du dämmen musst. Sondern, wenn du dämmst, dann musst du "richtig" dämmen.

    Dach bzw. oberste Geschossdecke ist immer vorgeschrieben, bei Eigentümerwechsel innerhalb von 2 Jahren.

    Heizungswärmeerzeuger/"Ölheizung" nach 30 Jahren ist nur bei Eigentümerwechsel und auch nicht für alle Wärmeerzeuger. Ist aber oft trotzdem sinnvoll.

    Boden dämmen ist auch vorgeschrieben wenn du einen neuen Aufbau machst, also Estrich raus und neu rein.

    Und es gibt noch die Regelung, dass du wenn du kernsanierst (in Bezug auf aufgewandte Kosten in der Regel mehr als 1/3 von den Kosten eines vergleichbaren Neubaus), dann musst du nicht nur EnEV für bestimmte Bauteile einhalten sondern den aktuell gültigen EnEV Mindeststandard eines Referenzgebäudes.


    Wer plant denn eure ganzen Sanierungen ? Was sagt euer Planer, Energieberater, Architekt, Ingenieur dazu ?
     
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  11. Cassyporzelan

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    Ich plane....

    Vorher ein Raum und ein Bad zu zwei Räumen und einem Bad.

    War alles ziemlich problemlos, da wir das alte Dach quasi 1:1 ersetzt haben (nur statt Bitumenabdeckung Folie) und sonst halt so Standard. Boden raus und FBH und neuer Boden rein.

    Aufgrund der Zwillinge haben wir bisher bis auf die Entrümpelung und Entfernung der Boden-, Decken- und Wandbeläge alles vom Fachhandwerk machen lassen. Wenn wir mehr hätten selber machen wollen, hätte uns einfach die Zeit gefehlt. (Außer wir wollen ihnen die Zimmer zum Schulbeginn schenken... :-p)

    Für euch erfahrene Fachmänner bestimmt total irre und falsch.

    Unsere Haussanierung habe auch ich geplant. Da war wohl nur der Boden dran (auch Boden raus und FBH und Estrich rein) und ein paar Decken neu.
     
  12. simon84

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    Wenn es vorher schon genehmigt als beheizter Wohnraum war, dann hattest du ja jetzt keine Nutzungsänderung.

    Also musst du nur die Bauteile dämmen, welche du anfasst.

    Mir ist es eigentlich ziemlich egal ob du EnEV einhälst oder nicht, was ich eigentlich mitteilen wollte:

    Wenn man schon dämmt, dann ist man vom EnEV gerechten dämmen nicht weit weg, meistens nur etwas zusätzliches Material. Das meiste kostet eh meistens die Arbeitszeit.

    Und es gibt durchaus verschiedene Möglichkeiten diesen Anbau gut zu dämmen.
     
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