Sanierung DG-Wohnung, ehemals Raucherwohnung, (tapezierte) Wände voller Nikotin

Diskutiere Sanierung DG-Wohnung, ehemals Raucherwohnung, (tapezierte) Wände voller Nikotin im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen! Ich habe vor Kurzem eine Wohnung erstanden, die essentiell ihrem Bauzustand von 1970 entspricht. Dementsprechend wird sie vor...

  1. #1 Baunoobienoob, 8. Juli 2015
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    Hallo zusammen!

    Ich habe vor Kurzem eine Wohnung erstanden, die essentiell ihrem Bauzustand von 1970 entspricht. Dementsprechend wird sie vor ihrer Weiternutzung komplett saniert.

    Die vorhandene Bauexpertise deckt aber leider eine Besonderheit dieser Wohnung nicht ab. Es handelt sich hierbei nämlich um die ehemalige Wohnung eines starken Rauchers mit mindestens 20 Jahren Dauerberäucherung ohne auch nur eine einzige Zwischenrenovierung.

    Ich habe ein Foto aus dem am schlimmsten betroffenen Bereich der Wohnung (Wohnzimmer) hochgeladen. Die Wände sind aus Vollziegeln gefertigt, mit (vermutet) Kalkputz verputzt und mit einer Vinyltapete (weich, nachgebend) tapeziert, wie im 2. Foto zu sehen ist.
    Die Decke ist ebenfalls tapeziert, besteht aber aus Gipskartonplatten. Direkt darüber ist der unausgebaute Spitzboden.
    Der Boden ist stark abgenutztes Parkett.

    Die restlichen Räume scheinen vom Qualm größtenteils verschont geblieben zu sein, aber aufgrund der teils bräunlich kolorierten Tapete ist das schwierig einzuschätzen.
    Gerüche sind aktuell keine zu vernehmen, da das Wetter trocken und die Wohnung schon seit einigen Monaten unbewohnt und gut durchgelüftet ist.

    Da ich aber keine bösen Überraschungen erleben und auch ein gesundes Raumklima frei von Schadstoffen sicherstellen möchte, bitte ich deshalb um Ratschläge, wie bezüglich einer Sanierung von derart verrauchten Räumen am besten vorzugehen ist, besonders in Bezug auf die Gipskartondecke.

    Geplant für die eigentliche Sanierung ist der Auftrag von Putz statt Tapete und ein anschließender Farbanstrich.

    Meine bisherige Recherche hat ergeben, dass die sicherste Methode das Abschlagen und erneute Auftragen des Innenputzes und vermutlich das Abreißen und neue Aufsetzen der Gipskartondecke darstellt. Das wäre natürlich die teuerste Methode, aber auch nicht die abwegigste, wenn sowieso für die Elektrik und Sanitärinstallationen viel Putz aufgestemmt werden muss.
    Häufiger wurde empfohlen, die Tapete abzureißen und Sperrgrund aufzutragen. Das ist natürlich viel billiger, soll wohl aber die Atmunsfähigkeit der Wände und Decken eliminieren und Schimmel begünstigen.

    Was wäre euer Rat?

    Ich bedanke mich im Voraus!

    Mit freundlichen Grüßen,

    Pete

    belag.jpg
    tapete.jpg
     
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  3. Julius

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    Hm, offenbar hast Du noch nie eine WIRKLICH verräucherte Wohnung gesehen...
    Das auf Deinen Fotos ist jedenfalls sowas von harmlos!

    Was für einern "Putz" möchtest Du denn aufbringen?
    Etwa Strukturputz (ggf. welcher Art)?
     
  4. #3 Baunoobienoob, 8. Juli 2015
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    Statt Tapete soll einer der vielen fertigen Struktur-/Dekorputze aufgebracht werden. Vermutlich wird es ein Rollputz auf Kunstharzbasis bzw. mineralischer Basis.

    Verrauchte Wohnungen blieben mir bisher tatsächlich erspart. :)
     
  5. #4 Baunoobienoob, 10. Juli 2015
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    Nochmal eine Kurzfassung, falls der Text zu ausschweifend ist:

    Rauchablagerungen an der Wand (siehe Bilder). Tapete abreißen und Putz abschlagen oder Sperrgrund auftragen und die Saugfähigkeit der Wand verringern (evtl. Schimmelrisiko)?
     
  6. R.B.

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    Was für ein Aufwand für eine Mietwohnung.
    Wenn da wirklich etwas im GK stecken würde, dann würdest Du das riechen, trotz lüften.
    Rollputz wirst Du verfluchen sobald die ersten Schäden durch die Mieter produziert wurden, die ausgebessert werden müssen.

    Also, alte Tapete runter, neue Tapete drauf. Raufaser oder irgendwas einfaches, robustes. Dann überstreichen und fertig. Wenn die Farbe später nicht gefällt, dann ein Neuanstrich. Sollte sich der Geschmack ändern, dann Raufaser runter und was Neues drauf.
     
  7. Baumal

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    so wie das dekor der vinyltapete ausschaut stammt sie
    noch aus den 70`er jahren.

    geraucht hat da auch keiner oder nur sporadisch, vermutlich wurde seit
    1970 nicht gestrichen. den putz abschlagen? bist du des
    wahnsinns fette beute?
     
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  9. #7 Baunoobienoob, 10. Juli 2015
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    Danke soweit für die Tipps!

    Dass seit 1970 nicht gestrichen wurde, kann ich bestätigen. Dass der Vorbesitzer Kettenraucher war, hat auf Nachfrage der Sohn des Vorbesitzers gesagt, weil auf die weißen Flächen aufmerksam gemacht wurde, wo früher überall Bilder im Wohnzimmer hingen.

    Die Wohnung soll übrigens keine Mietwohnung werden, sondern bleibt in der Familie, weshalb der genannte Mehraufwand überhaupt erst in Frage kommt.

    Wäre eine vernünftige Vorgehensweise Tapete ab, Tapetengrund, dickes Renoviervlies und Anstrich?
     
  10. R.B.

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    Das hatte ich auch in Wohnungen in denen nie geraucht wurde. Die Tapeten verfärben sich mit der Zeit alleine schon durch das Licht das drauf fällt. Dazu kommt dann der Staub der in unserer Luft ist, wechselnde Temperaturen, Feucht, usw.

    Wenn man den Untergrund schön glatt hinbekommt, ansonsten muss man aufpassen, dass das nicht unter dem Vlies sichtbar wird. Ich habe gerade 2 KiZi mit einer ganz feinen Raufaser tapeziert und danach gestrichen. Wirklich "rauh" ist die ja nicht, und wenn man nicht mit der Nase an der Tape hängt, sieht man die Körnung nicht einmal. Aber die Geschmäcker sind ja verschieden.
     
Thema: Sanierung DG-Wohnung, ehemals Raucherwohnung, (tapezierte) Wände voller Nikotin
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