Sanierung kl. Einfamilienhaus - Kellerprojekt

Diskutiere Sanierung kl. Einfamilienhaus - Kellerprojekt im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; guten Abend, Kurz zum Objekt: wir konnten uns für moderates Geld ein kleineres Einfamilienhaus (außen 7x7m) von 1950 in Calw in begehrter...

  1. crurer

    crurer

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    guten Abend,

    Kurz zum Objekt:
    wir konnten uns für moderates Geld ein kleineres Einfamilienhaus (außen 7x7m) von 1950 in Calw in begehrter schöner Südwesthanglage leisten. Das Haus steht frei auf einem kleinen Grundstück halb im Hang (das Kellergeschoss) und muss im Grunde komplett saniert werden. Es steht auf Lehmboden z.T. Felsig. Einen Energieberater habe ich bereits hinzugezogen und einen entsprechenden Energiebericht erstellen lassen indem ungefähre Kosten für energetische Sanierungen gelistet sind. Angestrebt wird von uns ein kfw100 Haus. Derzeit leben wir noch in unserer Eigentumswohnung. Zum Haus sind es nur 10min mit dem Fahrrad. Das Haus ist zum Teil finanziert. Bei den derzeitigen Zinsen habe ich eine monatliche Belastung von gerade mal 150€/mnt. Hinzukommen lediglich Strom/Wasser mit ca. 30€/mnt. Jedenfalls kann ich es mir leisten, mir reichlich Zeit zu lassen und somit so viel wie möglich in Eigenleistung vorzunehmen. Das spart zumindest vorerst Handwerkerkosten. Ich habe vor das Haus von unten beginnend zu sanieren, da ich denke hier das meiste ohne viel know how, wie z.B. bei einem neuen Dach nötig, machen zu können. Zum Glück hat das Haus immerhin ein Streifenfundament, was nicht unbedingt üblich ist für Häuser in dieser Lage (sind alle mehr oder weniger gleich alt). Anfangs gingen die Abwässer in eine Grube, diese wurde 1968 durch Steingutrohre, quer durch den Keller gelegt, mit Anschluss an das Abwassernetz abgeführt. Die Rohre wurden aber seinerzeit nachträglich schlampig verlegt, sodass die Anschlüsse alle mehr oder weniger undicht wurden. Ich habe jetzt den kompletten Keller fast bis auf Fundamentunterkante ausgehoben um alles trocknen zu lassen. Achso: der alte Bodenaufbau bestand geginnend ab Lehmboden: Bundsandsteine ca.15cm, dünne brökelige Betonschicht ca.5cm, Estrich, Fliesen. Ein neues Abwasserrohr habe ich auch schon verlegt. Jetzt habe ich ca 30cm von Boden bis Dachpappeschicht (erste Zeigelreihe über Fundament). Bis zur Vertikalabdichtigung soll dann auch der neue Boden gehen. Am Kellerboden soll nicht unbedingt gespart werden, bedeutet ich möchte diesen sogut wie möglich dämmen, da zwei der vorderen Räume auch als Wohnraum genutzt werden sollen. Geplant habe ich eine Wärmepumpe und Fussbodenheizung. Puhhhh.....haufen schreiberei....jetzt ab zu meinen konkreten Fragen zur Kellersanierung:
    1. Geplant habe ich ich eine 10cm Perimeterdämmung darauf eine Betonschicht ca. 13cm (evtl. mit Armierung), dann wäre noch genug Platz für Fussbodenheizung + Bodenbelag. Frage: Ist das so schon optimal oder sollte ich evtl. mehr Bodendämmung und weniger Beton einplanen oder lieber erst Beton als Bodenplatte und danach Dämmung und darauf Estrich mit Fussbodenheizung.
    2. Vom Hang drückt in jedem Fall nässe rein, da eine Drainage ganz offensichtlich fehlt. In jedem Fall werde ich das Haus von außen abgraben um a: von außen abzudichten und zu isolieren und eine Drainage zu legen. Frage: Sollte ich lieber den Kellerboden vorher fertig machen, um das Fundament nicht noch mehr zu belasten indem es von außen auch noch freigelegt wird? Das Haus hat auf der Hangabgewanten Seite ein paar Risse, die aber lt. Gutachter nicht weiter kritisch sind.
    3. Um für ca. 40qm Kellerboden eine 15cm dicke Betonschicht herzustellen werden ca. 200 Sack Fertigbeton benötigt. Die kosten bei ca. 4,50€/sack ca. 950€. Dazu noch die schlepperei und das anmischen, verteilen.....Frage: würdet Ihr empfehlen das lieber mit Fertigbeton anliefern lassen. Problem dabei: Das Haus steht so ungünstig dass ein mind. 50m langer Schlauch von Betonpumpe aus gelegt werden muss. Das kostet ca. 2000€. 1000€ für 6qm Fertigbeton + 1000€ für die Pumpe. Hinzu kommt, dass ich vor dem Haus, also im Hang einen Kelleranbau, am besten auf Schwedenplatte, anbauen würde. Ca. 7x2,20m. Die könnte dann am besten mit dem Fertigbeton mit erschlagen. 8qm kann mit einer Lieferung angefahren werden - würde sich also anbieten. Andererseits 1000€ sparen, ist auch nicht so schlecht. Zeit hätte ich ja. Wenn selber machen dann am besten wohl mit einem Durchlaufmischer, den könnte man dann direkt im Kellerraum positionieren, als mit einem Standartbetonmischer oder?

    Ich freue mich auf adäquate Antworten.

    Gruß Chris
    www.e-bikefreun.de
     
  2. #2 Gast036816, 23.04.2012
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    du solltest dir einen fachkundigen zur seite nehmen der dich berät. schliess mit demjenigen einen dienstleistungsvertrag als berater ab und bezahle nach aufwand.

    deine ideen bei deinem vorgehen haben bereits so viele fallstricke dass du u. u. nicht fertig wirst. ich kann mir gut vorstellen, dass es sinnvoller ist von oben nach unten zu arbeiten und nicht von unten nach oben. dabei kann es sein, dass du einige dinge 2 mal machst.

    dann solltest du bestimmte tätigkeiten an fachfirmen vergeben. bei einem haus den keller freilegen und abdichtungsarbeiten an den kellerwänden durchführen hat so manchen heimwerkern überfordert.

    für deinen anbau benötigst du sowieso einen fachmann oder eine fachfrau.
     
  3. #3 kappradl, 24.04.2012
    kappradl

    kappradl Gast

    200 Sack Fertigbeton bewegen? Spart den Gang ins Fitnessstudio für die nächsten Monate.
    Abgesehen davon, wie willst du den Beton in ausreichender Menge und Zeit anmischen.
     
  4. Hfrik

    Hfrik

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    Mit Hand am Arm und nem Freifallmischer, wie zu Vaters und Grossvaters Zeiten. Alternativ mit Schaufel und Bodenplatte für 2 grosse Häufen, und immer schön von rechts nach links und wieder zurück schippen. Letzteres ist dann richtig Knochenarbeit. 20 Kubikmeter per Freifallmischer anrühren und per Schubkarre zum Einsatzort bringen ist zu zweit zwar Arbeit, aber durchaus machbar. Arbeitsscheu sollte man allerdings nicht sein.
    P.S. mal prüfen, welche Mischart für welche Anwendung aktuell noch zulässig ist. reines Handmischen für Stahlbeton ist heute glaube ich nicht mehr zulässig (Laienahnung), Rezeptbeton mit Freifallmischer könnte auch eingeschränkt worden sein (früher soweit ich weis bis B25)
     
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