Sanierung mit neuer FBHz - Mischer und Umwälzpumpe auf jedem Stockwerk sinnvoll?

Diskutiere Sanierung mit neuer FBHz - Mischer und Umwälzpumpe auf jedem Stockwerk sinnvoll? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Wir haben im Februar ein Haus Bj 1992 gekauft und dieses seither grundlegend saniert, u.a. die Heizanlage. Situation alt: Gasbrenner mit...

  1. #1 markus1972, 12. Mai 2013
    markus1972

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    Wir haben im Februar ein Haus Bj 1992 gekauft und dieses seither grundlegend saniert, u.a. die Heizanlage.

    Situation alt:
    Gasbrenner mit Warmwasserspeicher sowie Pumpen aus dem Baujahr.
    Erdgeschoss mit Fußbodenheizung, Keller, 1. OG und DG mit Heizkörpern. Also zwei Heizkreise.

    Situation neu:
    Neue Gasbrennwerttherme und Warmwasserspeicher.
    Neuer Estrich in 1. OG und DG mit Fußbodenheizung. Keller weiterhin Heizkörper.
    Im 1. OG und DG wurden Mischer mit jeweils eigenen (nicht Hocheffizienz) Umwälzpumpen verbaut, die das von der Therme angelieferte Wasser auf Heizkörpertemperatur in den Heizkreis der Fußbodenheizung des jeweiligen Stockwerks einmischen.
    Die alten Pumpen (Zirkulation/Umwälz) im Heizungskeller wurden belassen.

    Ich habe Zweifel, dass diese Lösung optimal ist. Denn soweit ich gelesen habe, arbeitet eine Brennwerttherme effizient bei niedrigen Temperaturen, wie sie für Fußbodenheizungen benötigt werden. Hier wird aber das Wasser auf Temperaturen für Heizkörper gebracht. Zum zweiten sind in unserem Haus nun zwei Pumpen mehr verbaut, als wenn nur eine Pumpe im Keller für die Umwälzung sorgt. Das kostet vermutlich zusätzlich elektrische Energie und ist eine Fehlerquelle. Zum dritten sind die alten Pumpen nicht getauscht worden, was meiner Recherche nach prozentual die größten Einsparungen erbracht hätte.
    Ich habe diese Zweifel auch bereits mit dem Heizungsbauer besprochen. Er sagte, es läge an den zu engen Leitungen im Steigstrang. Diese hätten eine direkte Versorgung der Fussbodenheizkreisläufe verhindert. Aber da das Haus nahezu bis auf den Rohbauzustand zurück gebaut wurde und auch der Steigstrang komplett offen lag, frage ich mich, ob die Steigleitung soviel größer hätte sein müssen, dass man sie nicht in das Haus gebracht hätte bzw. ob die komplexe Mischer-/Pumpenlösung nicht teurer ist, als neue Steigleitungen einzuziehen.

    Was sagen die Experten hier dazu, sind meine Zweifel berechtigt oder unbegründet (was mir natürlich am liebsten wäre)?

    Viele Grüße,

    Markus
     
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  3. #2 markus1972, 15. Mai 2013
    markus1972

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    Habe heute nochmal mit dem Handwerker gesprochen und die Gründe für seine Konsturktion sind:

    Die neuen Rohre im Streigstrang hätten inkl. Isolierung knapp 10cm betragen müssen, was aus Platzgründen angeblich sehr hoher Aufwand geworden wäre.

    Zum anderen hat er die restlichen 3 Heizkörper im Keller angeführt. Diese sind m.E. aber egal, weil die Abstellkammer hätte ich zur Not auch mit Strom auf Bedarf beheizt...
     
  4. R.B.

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    Ohne zu wissen welchen FBH Flächen da angeschlossen wurden, kann man zur Dimensionierung der Leitungen nicht viel sagen.

    Ich sag´s mal so, durch ein 28er CU Rohr kriegt man schon verdammt viel Energie, und je nachdem wo die Leitung liegt, braucht´s 100% Dämmung, evtl. auch weniger. Macht also irgendwas um 9cm. Durch so eine Leitung kriegt man problemlos 10kW mit FBH verträglichen Temperaturen (Spreizung), und auch bei 14kW stürzt das Haus noch nicht ein. Jetzt müsste man noch die Druckverluste betrachten, aber bei 2x5m (VL und RL) und den o.g. Daten, sind das grob 50mbar. Bei den EFH typischen Leitungslängen reden wir also von irgendwas um 50-100mbar.

    Warum er nun die Lösung mit den Regelstationen gewählt hat, tja, da kann man nur spekulieren.

    Manchmal lohnt auch ein Blick in die Unterlagen der Therme, und was dort zu den Heizflächen steht die man anschließen kann.

    Fazit: Für eine ordentliche Bewertung fehlen alle relevanten Daten. Es könnte sein, dass Dein Heizungsbauer den richtigen Riecher hatte, zumindest sieht er ja was vor Ort Sache ist, es wäre aber auch gut möglich, dass er die gewählte Lösung einfacher umsetzen konnte.

    Gruß
    Ralf
     
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