Sanierung Zweifamilienhaus

Diskutiere Sanierung Zweifamilienhaus im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Liebe Foristen, ich saniere gerade ein Zweifamilienhaus aus dem Jahr 1953 und benötige ein wenig Hilfe bei der Auswahl eines dazu passenden...

  1. faust

    faust

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    Liebe Foristen,

    ich saniere gerade ein Zweifamilienhaus aus dem Jahr 1953 und benötige ein wenig Hilfe bei der Auswahl eines dazu passenden Heizsystems.

    Folgende Daten zum Haus fallen mir spontan ein:
    • Standort 47178 Duisburg
    • 1,5 geschossig mit Spitzboden, unterkellert
    • Erdgeschoss ca. 85 m² + ca. 15 m² beheiz. Zimmer im Souterrain, Dachgeschoss ca. 80 m²
    • Jahrgang 1953 mit Holzbalkendecke (wird zukünftig vermietet)
    • Anbau zweigeschossig (Wohnzimmer) 1974, Stahl-Betondecke
    • Gaubenerrichtung und Dachsanierung mit Dämmung der obersten Geschossdecke 1994
    • Ölheizung mit Ölbrenner von 2010
    • Warmwasseraufbereitung über Durchlauferhitzer (Wassereinlauftemperatur nur bis 25 °C)
    • Dämmung hauptsächlich ca. 8 cm WDVS (Keller und Fensterlaibungen ungedämmt)
    • Oberste Geschossdecke war mangelhaft mit ca. 100 mm Glaswolle gedämmt
    Solltet ihr noch weitere Informationen benötigen, so werde ich versuche diese nachzureichen.

    Der Grundriss des Grundstücks befindet sich im Anhang
    (Haus in Nord-Süd-Ausrichtung, Garage und Schuppen an westlicher Grenze, Garageneinfahrt an westlicher Grenze, Anbau im Erdgeschoss ist entsprechend der Zeichnung geplant mit südlich angrenzender Terrasse, an östlicher Hausseite Zimmer im Souterrain mit Fenster).

    Der Energiebedarfsausweis gibt einen Endenergiebedarf von 190,1 kWh/(m²a) und einen Primärenergiebedarf von 221,3 kWh(m²a). Der Ölverbrauch lag in den letzten Jahren bei ca. 2600 l.

    Folgende Sanierungsmaßnahme sind bislang geplant:
    • Neuer Aufbau des Bodens im Dachgeschoss: Aufgrund einer geringen Deckenhöhe von ca. 220 cm soll der neue Bodenaufbau natürlich möglichst niedrig ausfallen. Aktuell sieht mein Plan wie folgt aus:
    - Aufbau eines Fehlbodens bestehend aus Holzleisten, welche seitlich an die Holzbalken geschraubt werden und OSB-Platten, welche auf diese Leisten aufgelegt und geschraubt werden.
    - Anbringen einer Dampfbremse auf Fehlboden und Holzbalken.
    - Füllen der Taschen mit einer Schüttung aus Blähglasgranulat.
    - Anbringen von Auflagerdämmstreifen auf Holzbalken und Randdämmstreifen an den Wänden.
    - Schwimmende Verlegung von Knauf GifaFloor Presto 25 mm Trockenestrich.
    - Aufkleben von MAINCOR Trockenbausystemplatten (25 mm) mit 12,5 cm Verlegeraster und integriertem Aluverbundrohr (16 mm x 2 mm). Der Hersteller wurde von einem bekannten Heizungsinstallateur empfohlen.
    - Abschließend Verlegen einer Trittschalldämmung und Laminat oder Klick-Vinyl als Oberbelag.
    - Der Gesamtaufbau sollte somit geringer als 70 mm ausfallen.

    • Umstellung des gesamten Hauses auf Fußbodenheizung
    • Zwischensparrendämmung des Daches mit Glaswolle in Eigenleistung nach Absprache mit Energieberater
    • Ausbessern der aktuellen Mängel im WDVS
    • Neue Fenster und Haustür im ganzen Haus (KfW gefördert)
    • BAfA geförderter Umstieg auf Wärmepumpe

    Da ich gerne die Fußbodenheizung in Eigenleistung verlegen möchte (aufgrund der Schwierigkeit eine gute Fachfirma zu finden, insbesondere in der jetzigen Corona-Zeit), benötige ich Tipps für HLB und das Erstellen eines Verlegeplans.

    Des Weiteren bräuchte ich Tipps für die neue Heizungsanlage:
    • Der Energieberater schlägt eine Sole-Wärmepumpe vor. Von angefragten Heizungsbauern habe ich bislang leider Corona- und auslastungsbedingt noch keine Angebote erhalten.
    • Luft-Wasser-Wärmepumpe wäre mit gewisser Hilfe in Eigenleistung umsetzbar. Hier schwebt mir z. B. eine Panasonic Aquarea vor.
    • Wie sieht eine optimale Warmwasseraufbereitung für zwei Haushalte und 6 Personen aus? Von zentraler Warmwasseraufbereitung mittels Wärmepumpe wurde mir aufgrund der Legionellengefahr abgeraten (daher der Tipp zur Beibehaltung der Durchlauferhitzer). Der Energieberater rät natürlich aus Effizienzgründen zu einer zentralen Warmwasseraufbereitung.

    Für Tipps und Anmerkungen bis ich euch sehr dankbar.

    Viele Grüße
     

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  2. #2 Sanierer82, 21.01.2021
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    Warmwasser kann man auch mit Wärmepumpe und Frischwasserstation machen.

    Bei zwei Einheiten evtl. einfacher zwei kleine Panasonic Wärmepumpen als eine große?

    Die Ölheizung von 2010 wird doch bestimmt noch ein paar Jahre leben. Hier könnte man überlegen, erst einmal Verbrauchsdaten im sanierten Zustand zu sammeln (Wärmemengenzähler einbauen) und dann die Wärmepumpe(n) auch wirklich passend auszulegen.

    Generell auch mal bei den rosafarbenen Hhaustechnikern vorstellig werden...
     
  3. faust

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    Hallo Sanierer,

    vielen Dank für deine Rückmeldung.

    Das mit der Ölheizung habe ich natürlich auch schon überlegt. Das Problem ist, dass wir einen verklinkerten Außenkamin haben, der bei dem Vorhaben einen Anbau zu errichten ein wenig stört. Natürlich könnte man jetzt quasi drumherum bauen, aber wenn man sich in ein paar Jahren zu einer Wärmepumpe entscheidet, dann wird es natürlich schwierig das zurückzubauen bzw. vernfünftig in Dachgeschosshöhe zu dämmen.
    Außerdem ist dann noch nicht Frage, wie es mit der Förderung in ein paar Jahren ausschaut.

    Bei den Kollegen im rosafarbenen Forum bin ich auch schon vorstellig geworden, habe dort aber leider bislang noch keine Tipps erhalten, die mich weiter bringen. So langsam bekomme ich das Gefühl, dass das Ganze ein wenig zu komplex ist.

    Viele Grüße
    Sebastian
     
  4. #4 Donpepe, 21.01.2021
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    Moin,

    ja das Thema ist komplex und gerade wenn energetische Sanierung und die WP ohne belastbare Verbrauchsdaten gleichzeitig geplant ist, wird es nicht einfacher.

    Zwei WP würden dieses Problem etwas entzerren und bringen auch bei der Abrechnung, Auslegung und Nutzerverhalten (ERR für die Vermietung etc) Vorteile. WW würde ich in der Einliegerwohung mit einem DLE machen, da es so auf keinen Fall Problem gibt...

    Wie ist den dein Nick im haustechnikdialog...? Habe ds Thema noch nicht wahrgenommen...

    GRüße
     
  5. faust

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    Moin Donpepe,

    der Voreigentümer hat die Nebenkostenabrechung für seinen Mieter auf einem Bierdeckel erledigt. Das war fernab jeglicher Standards, aber irgendwie waren Mieter und Vermieter zufrieden damit. Das macht es natürlich jetzt nicht einfacher.

    In die Einliegerwohnung kommen meine Schwiegereltern, insofern besteht noch der Gedanke auch dort auf ERR zu verzichten bzw. erstmal nicht zu nutzen.
    Da die Heizungsbauer nicht aus dem Quark kommen, kann ich gerade nicht einschätzen, ob die Kombination SWP mit Tiefenbohrung bzw. Korb oder eine (bzw. deinem Vorschlag nach zwei) LWWP besser ist (sind).

    Im HDT findest du mich unter Sebastian_H2.

    Viele Grüße
    Sebastian
     
  6. faust

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    Noch ein kurzer Nachtrag: Theoretisch könnte der aktuelle Ölbrenner auch verbleiben, jedoch hat mich ein Heizungsbauer darauf aufmerksam gemacht, dass der Raum, indem der Öltank steht, neu abgedichtet werden müsste. Ich kann mir vorstellen, dass das ein nicht unerheblicher Aufwand sein dürfte.
     
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