Sanierungsvorhaben

Diskutiere Sanierungsvorhaben im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo werte experten und Mitglieder :D wir haben ein Haus aus den ca 1950er geerbt und wir wollen es sanieren. (nur EG mit kalten dachboden)...

  1. #1 MadBean, 11.08.2020
    MadBean

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    Hallo werte experten und Mitglieder :D

    wir haben ein Haus aus den ca 1950er geerbt und wir wollen es sanieren. (nur EG mit kalten dachboden) aktuell ca. 140m2 (die straßenseitige wand hat 45cm die restlichen außenwände 25cm)

    Es wurde immer wieder was gemacht. zb das dach ist aus den 90er, Außenfassadedämmung aus den 90ern.

    Im prinzip befindet sich der altbau in einem guten zustand (kein schimmel, kaum feuchte wände)

    Irgendwan in den 60ern wurde ein zubau gemacht welcher 2 Teile des jetzigen Hauses verbunden hat.
    d.h. es sind 2 gebäude mit unterschiedlichen aufbau. Beim ersten Teil ist der Fußboden ca 60cm über dem Boden draußen und mein 2ten Teil ist er nur ca 13cm drüber. d.h. stufen im Haus.

    Es ist eine sehr dünne schicht pappe im Mauerwerk im 1. Teil welche komischerweise ca 8cm oberhalb des jetzigen fußboden ist (man sieht dass die Zeigelmauern darunter leicht feucht sind)

    in 3 räumen haben wir holzdielen darunter sand, schlacke, erde, hier wissen wir noch nicht wie tief das geht.
    in den restlichen beton oder estrich, was darunter liegt, wissen wir noch nicht

    es gibt nru einen kleinen keller, der unter dem 1. Teil liegt und ist schlauchförmig von der einen seite auf die andere mit einer breite von ca. 3-5m

    Wir haben vor einiger zeit schon auf Messen mit diversen leuten gesprochen und hatten auch schon einen Baumeister hier. Folgendes haben wir zusammengetragen was wir alles machen wollen:

    - Neue Fenster (3fach verglasung)
    - Decke vom Dachgeschoss aus dämmen
    - Den "zubau" von damals weg und einfach vergrößern (wohn ess küche)
    - Komplett neuen Fußbodenaufbau (dazu später)
    - Neues Heizungssystem mit FBH, aktuell Öl mit radiatoren
    - Alle wände werden vsl unterschnitten und eine Horizontalspeere eingelegt, welche mit der Sperre des neuen Fußbodens verbunden wird, ebenso vertikalisolierung draußen.
    - neue Fassadendämmung (da die aktuelle nur 8cm hat und kaum klebefläche hat)
    - Decken werd abgehängt
    - KNX system


    Aktuell haben wir das haus soweit, dass wir alles entrümpelt haben, den putz haben wir überall abgeschlagen , die decke lassen wir verputzt mit den darunterliegenden Heraklit (schreibt man das so?) einfach so hängen.
    Zzt. entfernen wir die Holzböden und der nächste Schritt wäre, dass wir jeden raum ca. 50-60cm ausheben (beim kellerbereich nicht möglich denk ich mal..) und eine neuen Fußbodenaufbau machen bis zum U-Beton damit der Trockenleger die Wand durchschneiden kann und dann gleich mit der isolierung auf dem Beton verbinden (flämmen) kann. Dies wollen wir noch dieses Jahr schaffen, damit das Haus im Winter "austrocknen" kann. (mit dem restlichen ÖL)

    1. Frage: Fußbodenaufbau
    viele sagten:
    - Schotter
    - XPS platten
    - Folie
    - beton
    -Bitumenbahn
    - Dämmung (Styroporkügelchen oder so was :D)
    - Estrich mit Fußbodenheizungsrohre
    Ist der aufbau richtig?

    Jetzt ist es nachtürlich etwas schwierg Schotter in jedes Zimmer zu führen.
    Wir haben da was Von schaumglasschotter gehört. Sehr leicht im gegensatz zu schotter.
    Verwendet man das einfach statt dem Schotter oder deckt das schon mehrere aufgaben ab? Preis unterschied zu Schotter?

    Wie dick sollen die einzelnen Schichten werden? Wie tief soll man graben? Wie mach ich das beim bereich wo der keller drunter durch geht?
    Wird die betonplatte bis zur wand aufgefüllt?
    Estrich schwimmend richtig?

    2. Frage:
    Lüftungskonzept

    Da ich schon öfter gehört habe das wenn man einen altbausaniert und neue Fenster einbaut, das quasi das Haus luftdicht eingepackt wird so könnte schimmel entstehen.
    Das will ich auf keinen Fall, so etwas kenne ich aus meiner Kindheit und möchte ich nicht mehr erleben.

    Jetzt spiele ich mit Gedanken einer zentralen Wohnraumlüften, jedoch ist diese denke ich mal im Atlbau realtiv schwer nachzurüsten oder? (dachboden und keller als aufstellort anscheinen nicht so toll, weil zu kalt und gefahr von kondenswasserbildung). und wo verlegt mandie Rohre dafür.
    Ebenso kostet das auch ein heiden Geld, das Gerät hat bei bekannten 12.000 ca gekostet.

    Dezentrale Lüftung haben meine Eltern und finde ich relativ laut, besonders für Schlafräume.

    oder langt es einfach paar mal zu lüften?
    Kondensatbildung an den Fenster will ich ebenfalls nicht.

    3. Frage:
    Außenfassade
    wieviel cm sind sinnvoll? kann man das so pauschal sagen oder ist das je nach Taupunktberechnung?

    4.Frage:
    Müssen eig Wasseranschlussrohre (also das, was vom Anbieter kommt) aufgrund des Alters getauscht werden? oder Stromkabel? oder halten die Ewig und haben keine Qualitätseinbußen?!

    5. Frage:
    Heizungssystem
    Gas oder Wärmepumpe?
    luftwärmepumpe mit PV anlage
    oder Tiefenbohrung erdwärme?


    Das wärs erstmal, ich hab noch so viel mehr fragen, welche mir nie auf einmal einfallen. Ich hoffe ihr könnt auf ein paar punkte Antworten und weiterhelfen :)

    LG aus Österreich
     
  2. #2 simon84, 11.08.2020
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    Mit der Planung anfangen und ein Budget aufstellen
    Und dann priorisiert abarbeiten
     
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  3. #3 MadBean, 11.08.2020
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    naja wir planen im prinzip alles selber
    und zum budget, soviel wie es kostet, soll es kosten. Wir wollen alles lieber ordentlich anstattt dann irgendwann nachzubessern.
     
  4. #4 Fred Astair, 11.08.2020
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    Das, und das "Sprechen auf Messen mit diversen Leuten" in Verbindung mit der Restaufschlauung durch ein Internetforum ist der sicherste Weg für einen absoluten Baulaien, mit Bravourauf die Nase zu fallen und massenhaft GeldGeld zu verbrennen.

    Nimm Dir einen Architekten oder guten Bauingenieur und lass auf Grund eingehender Untersuchung ein Konzept erarbeiten.
     
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  5. #5 Manufact, 11.08.2020
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    @Fred Astair : Dem kann ich nur zustimmen :)
     
  6. #6 MadBean, 11.08.2020
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    vor jeden "Teil-Bauvorhaben" werden wir mit einen Fachmann darüber reden. ich will nur grundinformationen zu diesen themen haben.

    So eine Sanierung ist doch kein hexenwerk denke ich. zb beim fußbodenaufbau, hier ist der aufbau doch immer gleich wenn man eine U-beton platte nachträglich "einbaut"?!

    Unterschnitten wird um auf 100% sicher zu sein, dass keine feuchte mehr aufsteigt.

    Ein Energieberater wird uns aj auch noch sagen (hoffe ich), wieviel CM dämmung sinnvoll ist, ebenso etwas zur lüftung, nur ich möchte immer gern mehrere meinungn haben.

    Grundidee zum nachrüsten einen Zentralen Wohnraumlüftung möchte ich auch sammeln.

    Nur weil hier jemand dann einen tipp gibt, heißt dasd ja nicht, dass ich das so zu 100% umsetze
    :D

    Ihr sagt immer jede Sanierung ist Obejktabhängig. Aber in meinen fall, was könnte man hier anders machen als was ich geplant habe? ich würde gernen wissen worauf der "spezialist" (architekt) schaut um dann zu entscheiden was das beste ist?!

    Nicht falsch verstehen, alles nur eine Frage :)

    lg
     
  7. #7 simon84, 11.08.2020
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    schwieriger als Neubau in der Regel schon
    Einfacher als eine Autobahn Brücke, ja das durchaus
     
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  8. #8 Fred Astair, 11.08.2020
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    Schön, dass Ihr mal "drüber redet" aber eine umfassende Planung ersetzt das Reden nicht.
    Aha, das klingt schlau und wegweisend: Der Bodenaufbau ist also immer gleich. Lass uns doch mal teilhaben an Deinem Wissen.
    Als Erstes kannst Du uns mal erklären, was "U-beton" ist.

    Das Wichtigste: Er schaut, und zwar mit seinen eigenen Augen, nicht mit Deinen. Und er misst, rechnet, gleicht mit Gesetzlichkeiten ab, entwirft und verwirft solange, bis er mit Dir ein gesamtheitliches Konzept abgestimmt hat und wenn Du ganz großes Glück hast, macht er noch alle Anträge, vergibt mit Dir zusammen die Aufträge und überwacht die ausführenden Arbeiten.
    Der kostet natürlich Geld, aber sicher weniger, als das was Du mit Deinem Dilettantismus in den Sand setzen wirst.
     
  9. #9 MadBean, 11.08.2020
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    Das war eine art frage und keine behauptung. Naja die betonplatte auf dem Schotter. welche dann geflämmt wird und darauf kommt ne dämmung




    der Baumeister war schonmal vorort, wo das Haus im Prinzip noch so war wie am anfang.

    Dieser Baumeister wird uns vorraussichtlich auch den Stempel geben für den EinreichPlan geben (welchen mein Schwiegervater gezeichnet hat - und der ist kein Bauingenieur oder ähnliches)

    Ich will hier keine Behauptungen aufstellen oder ein Besser wisser sein, ich möchte nur wissen, was man denn anders machen kann.
    Mach ich nen neuen bodenaufbau, wo das haus auf streifenfundament steht und ich somit erdberührung habe, dann mach ich doch einfach wie schon gesagt:
    -schotter
    -Folie
    -Beton
    -Isolierung (bitumenbahnen oder ähnliches)
    - Dämmung
    - Estrich mit heizung

    Hier kann man je nach haus doch nichts anders machen oder??

    Ebenso ist das unterschneiden der wände doch auch nichts falsches oder? wenn ich auf 100% sicher gehen will wegen aufsteigende (horizontale) feuchte, ist unterschneiden die beste möglichkeit oder etwa nicht?!

    versteh mich bitte nicht falsch Fred Astair

    lg
     
  10. #10 simon84, 11.08.2020
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    Die ersten 8cm bringen viel "mehr" als die zweiten 8cm.
    16cm ist trotzdem besser als 8cm.
    8cm ist WESENTLICH besser als 0cm.

    Frag mal deine Frau/Mann, die/der kann es dir erklären :e_smiley_brille02::e_smiley_brille02::e_smiley_brille02:

    Was "Klebefläche" bedeutet bitte erklären.

    Spass beiseite, im Altbau wenn vollflächig schon 8cm Styropor gedämmt ist würde ich da erstmal nix planen.
    Da bist du mit dem U-Wert schon einem guten Bereich.
     
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  11. #11 matschie, 11.08.2020
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    Naja ne Autobahnbrücke ist auch kein Hexenwerk :shades Es soll Leute geben die damit ihr Geld verdienen..

    aber genau wie bei einer Sanierung gehört eben auch Erfahrung und Wissen dazu, das richtig über die Bühne zu bekommen. Gerade bei einer Sanierung würde ich nix ohne eine vernünftige umfassende Planung machen. Und da ihr das offenbar nicht selber könnt, sucht euch jemanden der euch hilft!
     
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  12. #12 MadBean, 12.08.2020
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    Ein unabhängiger von einer Firma hat ein Teil der Fassade runtergenommen und geschaut wie verklebt wurde, auf der Platte war kaum kleber, also zu wenig kleber.
     
  13. #13 simon84, 12.08.2020
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    OK das heisst die Dämmung ist mechanisch defekt, fällt von der Wand und muss sowieso erneuert werden? Ja dann natürlich gleich stärker neu ausführen.

    Ansonsten, nur weil ein "Unabhängiger" von einer Firma dir etwas erzählt dass es nicht gut verklebt ist heisst ja noch lange nicht, dass man gleich das ganze Haus neu machen muss oder ? Sonstige Schäden an der Fassade ?
     
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