Sat-Anlage im Garten

Diskutiere Sat-Anlage im Garten im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich möchte nun eine Sat-Anlage in meinem Garten positionieren und habe noch folgende Fragen: Der Mast (feuerverzinkter Stahl,...

  1. #1 Gast70810, 12.10.2015
    Gast70810

    Gast70810 Gast

    Hallo,

    ich möchte nun eine Sat-Anlage in meinem Garten positionieren und habe noch folgende Fragen:

    Der Mast (feuerverzinkter Stahl, Durchmesser 50mm) soll 80 cm in die Erde eingelassen werden und schaut dann 1,20 Meter aus dem Boden heraus.
    Reicht für die Verankerung einer 85cm Schüssel eine 80cm Retention mit Beton, oder ist dies nicht zulässig?

    Muss die Schüssel bei dieser Höhe überhaupt geerdet werden?
     
  2. #2 SteveMartok, 12.10.2015
    SteveMartok

    SteveMartok Gast

    Ja.
    Doch.
    Nein.

    Frage: Warum wird hier der Fachbegriff Retention gebraucht?
     
  3. #3 Gast70810, 12.10.2015
    Gast70810

    Gast70810 Gast

    Danke für die Antwort. Würden Sie diese jedoch etwas konkreter formulieren? Ist diese Vorgehensweise okay, oder muss noch etwas beachtet werden?
     
  4. #4 karo1170, 12.10.2015
    karo1170

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    Wenn das ein vernünftiges Rohrhülsenfundament wird, sollten 0,8m Tiefe ausreichen.

    Wenn der Mast ohnehin erdfühlig im Rohrhuelsenfundament steht und die Befestigungen metallischer Art miteinander verbunden sind, nein.
     
  5. Julius

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    Inwiefern noch konkreter?
     
  6. #6 Gast70810, 12.10.2015
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    Alles Bestens. Vielen Dank für die Antworten.
     
  7. Dipol

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    Wenn dadurch niemand gefährdet wird, darf man der Unvernunft freien Lauf lassen und Gartenantennen sogar an labilen Ständern anbringen und vom Wind umpusten lassen.

    Antennen, die min. 2 m Abstand unterhalb der Dachrinne/Dachkante und max. 1,5 m Wandabstand einhalten, befinden sich in der als sicher bezeichneten Fassadenzone und sind von blitzstromtragfähiger Erdung mit min. 16 mm² Cu, 25 mm² Al oder 50 mm² Stahl befreit. Bezüglich Potenzialausgleich und ÜSG siehe unten.

    Min. 0,8 m Frosttiefe reichen vorbehaltlich des Betondurchmessers statisch aus.

    Ein auf 0,8 m Tiefe einbetonierter Mast hat keine nennenswerte Erdfühligkeit und ist kein normkonformer Antennenerder.

    Nur nach Blitzschutznorm sind < 10 Ohm Erdfühligkeit empfohlen, DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) schreibt für Antennenerdungen Tiefenerder mit Mindestlängen von 1 x 2,5 m oder 2 x 1,5 m (mit doppeltem Abstand der Erderlänge) vor, die direkt ins Erdreich einzutreiben sind. In Angleichung an die Blitzschutznorm sind die Köpfe von Vertikalerdern nach Entwurf der IEC 60728-11 künftig um 0,5 m unter Grund zu versenken, womit ein Rohr aktuell noch auf 2,5 m und künftig auf 3 m Tiefe direkt ins Erdreich versenkt werden müsste um als normkonformer Antennenerder zu gelten.

    Die aktuelle IEC 60728-11 geht nicht auf Freilandantennen ein, daher ist im Gegensatz zu einer alten VDE 0855 Teil 1 auch keine blitzstromtragfähige Erdungsverbindung des Antennenträgers zum geerdeten Schutzpotenzialausgleich des Gebäudes mehr gefordert. Wie bei der Statik gilt: Wird niemand gefährdet, darf man LNB und Antennenleitungen einem Blitzschlag opfern. Wenn St. Florian versagt ist ein LNB relativ schnell gewechselt, gebratene Erdkabel wieder auszubuddeln ist nicht so einfach.

    Erd- oder Freileitungen in Blitzschutzzone LPZ 0A sind weniger durch relativ seltene Direkteinschläge als die viel häufigeren Überspannungsschäden aus Einschlägen in die Nachbarschaft gefährdet. Zum Sach- und Personenschutz im Gebäude sind wenigstens die Schirme aller ins Gebäude ein-oder austretenden Kabel und Leitungen möglichst nahe dem Gebäudeeintritt in den Schutzpotenzialausgleich einzubeziehen.

    Entgegen landäufiger Meinung sind Gartenantennen im Sicherheitsranking deutlich hinter konventionell geerdeten Dachantennen einzustufen. Auch bei dichter Bebauung und ohne Monster-Leitungslängen ist dafür ein PA mit mehr als nur einem 4 mm² Kupferdraht und energetisch koordinierte SPD 1 Blitzstrom- und SPD 2 Überspannungsableiter sinnvoll. Ein vollständiger Schutzpotenzialausgleich ist nach Normenreihe DIN VDE 0100 ohnehin vorgeschrieben und für Antennenanlagen nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) unabhängig von der Netzform auch ein Erder Typ A oder B gefordert.
     
  8. #8 Gast70810, 01.11.2015
    Gast70810

    Gast70810 Gast

    Hallo nochmal,

    ich habe noch eine Frage so folgender Thematik (die mich fast zum Verzweifeln bringt)

    Die Sat- Anlage ist installiert und nach der Feinjustierung habe ich nun auch 100% Signalstärke.

    Nun gibt es allerdings ein Problem:

    Das Kabel vom LNB direkt an den Fernseher angeschlossen funktioniert super. Wie schon oben geschrieben, 100% Signal.

    Nun ist es allerdings so, dass die Kabel der Antennendosen aus sämtlichen Räumen von meinem Elektriker in den Zählerkasten gelegt wurden.

    Jetzt wollte ich das Kabel, welches vom LNB kommt, mit dem Kabel zur Antennendose im Wohnzimmer mit einem Sat-Adapter verbinden. Leider bekomme ich hierbei aber kein Signal mehr.
    Im Fachmarkt wurde mir der Adapter für dieses Vorhaben empfohlen.

    Was mache ich falsch? Gibt es ggf. zwei verschiedene Frequenzen, dass dies so nicht funktioniert?

    Gruß

    Thomas
     
  9. #9 karo1170, 01.11.2015
    karo1170

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    Sollte sich bei der Konstellation mit einem Spiegel und mehreren Teilnehmern zwischen LNB und Enddose nicht noch ein Multischalter befinden?
     
  10. Dipol

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    Wenn mit Zählerkasten ein abgeteiltes Schwachstromschott im Zählerschrank gemeint ist, wäre die Installation okay, eine Leitungsführung woanders oder im Unterverteier hingegen normwidrig und eine F-Verbinder darin noch weniger fachgerecht.

    Es gibt deutlich mehr als nur zwei Frequenzen und ahnungslose User, die zuerst handeln und dann fragen, für den Einbau von Verschlimmerungen selbst mit technisch überholten F-Aufdrehsteckern prädestiniert.

    Ohne Kenntnis was du als "Adapter" bezeichnest, kann man dazu nichts sagen. Die blitzschutztechnische Kompetenz des Fachmarktverkäufers kann ich nicht beurteilen, befürchte aber, dass das ein SPD 2 Überspannungsschutz (Stoßstrom 8/20 µs) ist. Für Dachantennen und die blitzschutztechnisch noch nachteiligeren Garten-Antennen sind nur SPD 1 Blitzstromableiter (Stoßstrom 10/350 µs) energetisch richtig koordiniert.

    Beide Schutzbausteine können nur die Spannungsdifferenz zwischen dem Schirm und dem Innenleiter egalisieren aber nicht bewirken, dass sich sich Blitzströme auf dem Kabel in Wohlgefallen auflösen. Bei fehlenden PA der Kabelschirme sind beide ÜSG nutzlos, wird ein SPD 2 Überspannungsableiter hinter einem Erdwinkel installiert, wirkt er immerhin gegen induktive Blitzstromeintragungen bei Einschlägen in die Nachbarschaft.

    Nicht wenn beim TE ein Single-, Twin-, oder Quad-LNB werkelt.

    Auch wenn die Schludrigkeit oft genug unterläuft: Eine Enddose ist nach korrekter deutscher Fachdefinition keine Stich-/Einzeldose sondern eine intern mit Abschlusswiderstand terminierte Richtkoppler-Dose oder auch eine Sparversion mit einem internen 7 dB Dämpfungsglied.
     
  11. #11 Gast70810, 01.11.2015
    Gast70810

    Gast70810 Gast

    Genau, es handelt sich um einen Quad-LNB, welcher ja eigentlich keinen Multischalter benötigt.
    Wenn ich das Kabel vom LNB direkt an den Fernseher schraube, habe ich ja auch ein super Signal.

    Bei dem Sät-Adapter handelt es sich um eine F-Kupplung. Sonst stehen hier leider keine weiteren Daten drauf.

    Was muss ich denn nun machen, um an der Dose ein Signal zu bekommen?

    Vielen Dank im Voraus.
     
  12. Dipol

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    Womit klar ist, dass der LNB und der Receiver funktionieren.

    Primär ermitteln ob du die F-Verbindung oder dein Elektriker die Antennendose nicht fachgerecht angeschlossen hat. Ein Leitungsdefekt ist zwar unwahrscheinlich aber aus der Distanz auch nicht gänzlich auszuschließen. Ein Leitungsdefekt ist wenig spaßig, wenn die Verlegung entgegen DIN 18015 nicht zugfähig in Leerrohren erfolgt ist.

    Die Hitliste laienhafter Do-it-yourself-Fehler führen fehlerhafte F-Steckermontagen ohne Geflechtkontakt oder mit Feinschluss eines Geflechthärchens zum Mittelleiter an. Antennendosen im typischen Asiendesign sind anfällig für Mittelleiter-Kontaktfehler, ohne Antennensignal wurde vermutlich keine Funktionsprüfung vorgenommen.

    Wenn man als blutiger Laie Hilfe braucht, sollte man sich auch zu sicherheitsrelevanten Warnhinweisen zum PA bzw. einer unzulässigen Leitungsführung durch Unterverteiler äußern.
     
  13. #13 Gast70810, 02.11.2015
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    Gast70810 Gast

    Der Wählerkasten ist unterteilt. Auf der linken Seite sind die Stromanschlüsse inkl. Sicherungen etc.
    Auf der rechten Seite, sind die ganzen LAN-, Antennen, sowie Telefonkabel.

    Die auf der rechten Seite beschriebenen Kabel, wurden in Leerrohre verlegt.

    Verstehe ich Sie also richtig, dass die Verbindung mit einer F-Kupplung funktionieren müsste, wenn ausschliesslich beide Leiter Kontakt miteinander haben, ohne dass die Abschirmung Kontakt mit dem Leiter hat?
     
  14. #14 Diamand, 02.11.2015
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    Wenn Abschirmung und Innenleiter Kontakt miteinander haben so hast du einen Kurzschluss Fabriziert.
    Also überprüfe mal ob nicht irgendwo die Abschirmung, es genügt ein einziger dünner Draht, mit dem Innenleiter in Kontakt ist wenn ja Fehler beseitigen.
     
  15. #15 SteveMartok, 02.11.2015
    SteveMartok

    SteveMartok Gast

    Liegt, wie Dipol schon vermutet, mit Sicherheit an fehlerhafter Montage der F-Kupplung, irgend eines F-Steckers oder der Anschlussdose.
    Dann noch überprüfen, ob es wirklich die richtige Sat-Leitung zum gewünschten TV ist, hab schon oft erlebt, dass Leitungen falsch beschriftet waren, dann wird versucht und probiert und es funktioniert einfach nicht, weil man die ganze Zeit an der Leitung zum SZ statt zum WZ rumdoktort.
     
  16. #16 Gast70810, 02.11.2015
    Gast70810

    Gast70810 Gast

    Okay, dann werde ich dies nochmals überprüfen. Die Koaxilkabel vom Elektriker und meine sind nicht identisch. Wäre dies für die Fehlersuche noch relevant?
     
  17. #17 SteveMartok, 02.11.2015
    SteveMartok

    SteveMartok Gast

    Glaube ich nicht, alles an aktuellen Leitungen passt eigentlich gut zusammen, auch wenn irgendwelche Dämpfungs- oder Schirmungsangaben nicht identisch sind. Probleme kenn ich persönlich nur, wenn wirklich Uralt-Koax irgendwo verbaut ist, was dann meist auch noch für Breitbandkabel mal gedacht war, das ist ja hier nicht der Fall.
     
  18. Dipol

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    In einem abgeschotteten Fach des Zählerschranks ist das - vorbehaltlich normkonformen PA der Schirme der Kommunikationskabel - fachgerecht.

    Im Zählerschrank bietet es sich an die F-Einzelverbindern gegen einen 4-fach Erdblock zu tauschen und den mit 4 mm² Cu-Draht am geerdeten Schutzpotenzialausgleich anzuklemmen. Das ersetzt aber nicht den Eingangs-PA der LNB-Leitungen, der bei Freiland-/Gartenantennen noch wichtiger als bei einem BK-Anschluss ist.

    Damit die 13/18 V vom Receiver am LNB auch ankommen können, müssen auch beide Schirme durchverbunden sein und dürfen keinen Feinschluss gegen den/die Mittelleiter haben. F-Stecker müssen auf den 1/10 Millimeter zum jeweiligen Kabel passen und bei Tri- und Quadshield-Kabeln sind auch beidseitig beschichtete Folien bei der Steckermontage abzusetzen

    BTW: In Foren ist die Anrede per du üblich.:winken
     
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