Sat-Installation - Preisgestaltung

Diskutiere Sat-Installation - Preisgestaltung im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, bei unserem Neubau war der Kabelanschluss inklusive. Extra sollte dann die Sat-Installation sein. Über einen Preis wurde nicht...

  1. PhilHH

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    Hallo,

    bei unserem Neubau war der Kabelanschluss inklusive. Extra sollte dann die Sat-Installation sein. Über einen Preis wurde nicht gesprochen.

    Selber geliefert wurde: Schüssel + Zub., LNB, Multischalter

    Elektriker stellt folgendes in Rechnung:

    1. Sat-Anlage installieren inkl.Kabelverlegung vom Keller zum
    Sat-Spiegel (Schüssel auf dem Dach befestigt, vier Coaxkabel von LNB in den Keller gelegt (Rohbau), 4 F-Stecker montiert, Erdung gelegt, Schüssel auf Astra eingestellt
    2. Sparrenhalter (Material) liefern und montieren

    Preis: 400,-Eur + Mwst

    Selber wurden dann die weiteren Kabel im Keller mit F-Steckern versehen und an den Multischalter angeschlossen.

    Mit so einem Preis hätte ich nie gerechnet, da nach meiner Einschätzung das Material 100 Euro nicht übersteigt und der Arbeitsaufwand überschaubar ist.

    Über eure Einschätzung wäre ich dankbar.

    Gruß
     
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  3. Radiot

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    Vernünftige Dachsparrenhalter kosten schon mehr als 100€.
    Wenn die "Erdung" korrekt gemacht wurde, sind 400€ für die gesamte Installation ein Schnäppchen.
     
  4. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Lass dir das mit der Erdung schriftlich bestätigen, in deiner Aufstellung steht nichts davon, dass die gemacht wird.
     
  5. Julius

    Julius

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    Doch:
    Fragt sich nur, ob damit die Blitzschutzerdung der Antenne oder der Potentialausgleich des Multischalters gemeint ist. Nötig wäre BEIDES!

    Zum Preis:
    Für den genannten Lieferungs- und Leistungsumfang keinesfalls überhöht, eher zu billig (fachgerechte Ausführung vorausgesetzt, aber die wurde ja nicht bestritten).

    Wieviele Minuten/Stunden siehst Du als "überschaubar" an.
    Oder liegts nur daran, daß Du zwar als selbst stehen kannst, aber kaufmännische Kalkulation (noch) nicht gelernt hast...?
     
  6. PhilHH

    PhilHH

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    Danke soweit.

    Die Erdung muss noch angesprochen werden. Das hatte ich nur dazugeschrieben, da ich eine angeschlossene Potentialausgleichsschiene gesehen habe.
    Ist das keine Pflicht für den Elektriker, wenn eine Sat-Anlage installiert wird?

    Arbeitszeit kann ich nicht einschätzen.

    Gruss
     
  7. Dipol

    Dipol

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    Es ist immer das gleiche Elend. Neubau und dann fehlen die Anschlussfahnen für einen Isolierten Blitzschutz oder auch nur eine suboptimale konventionelle Antennenerdung.
    Ein gewerblicher Auftragnehmer schuldet ein Werk nach den Anerkannten Regeln der Technik. Elis Standardausrede "Wenn ich die Erdung mit angeboten hätte, wäre ich zu teuer gewesen", zieht vor Gericht nicht.

    Hier kannst du die angebotenen Leistungen auf Ihre Normkompatibilität abchecken.

    Wundere dich aber in der heutigen Normenflut nicht, wenn dein Eli mittelschwere Kenntnislücken der Normen hat, das ist nämlich bezüglich Blitzschutz, Erdung und Potenzialausgleich nach meinen leidvollen Erfahrungen völlig normal.
     
  8. Jonny

    Jonny

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    Dann ist die 'Erdung' unterm Dach Regieleistung,

    Grüsse
    Jonny
     
  9. PhilHH

    PhilHH

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    Danke.

    Ich fasse zusammen, Blitzschutzerdung des Mastes und der CoaxKabel zum Multischalter müssen nach DIN fachgerecht ausgeführt sein. Dies sollte/muss im Leistungsumfang des Elektrikers bei Installation einer Sat-Anlage inkludiert sein.

    Wenn alles fachgerecht ausgeführt wurde ist der verlangte Preis gut.
     
  10. Dipol

    Dipol

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    Bei Gesetzen ist ein Soll stets ein Muss. Die Normen sind zwar maßgeblich für die Anerkannten Regeln der Technik, aber nach einem BGH-Urteil nur Empfehlungen.

    Bevor man sehenden Auges in einen Bauprozess schlittert, sollte man entweder einen detaillierten Einheitspreisvertrag mit allen Einzelpositionen, oder einen Pauschalvertrag vereinbaren, der dann auch völlig allgemein gehalten sein kann.

    Beispiel: Eine Satellitenantenne mit 85 cm Durchmesser mit x Sternleitungen komplett und fix und fertig mit normgerechter Erdung und Potenzialausgleich.

    Damit überlässt man zwar dem Auftraggeber die Auswahl der Materialien, aber es muss auch ausnahmslos alles normkonform sein. Bei einem Einheitspreisvertrag mit Einzelpositionen ist der Streit über fehlende Positionen vorprogrammiert.
    Erstellt der Auftraggeber oder sein Fachingenieur ein Leistungsverzeichnis, sind früher übliche unfaire AGBs, nach denen auch nicht gelistete Positionen zu erbringen seien, rechtlich unhaltbar. In diesem Fall müssen Zusatzleistungen vergütet werden.
    Ja, aber die vorgesehene Ausführung ist vermutlich nicht 100%tig normkompatibel.

    Antennenkabel dürfen z. B. nach DIN 18015 nur zugfähig in Leerrohren oder Kabelkanälen verlegt werden. Diese Norm wird aus Kostengründen mindestens ebenso oft missachtet wie die Vorschriften zu Blitzschutz, Erdung und Potenzialausgleich aus Unkenntnis. Und noch ein Detail: Nicht annähernd jeder Eli verwendet anstelle der technisch überholten F-Aufdrehstecker zeitgemäße Kompressionstecker.
     
  11. PhilHH

    PhilHH

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    Habe ich als Laie leider versäumt. Es war eher so "soll ich Ihnen auch die Sat-Anlage installieren ... das muss bis morgen entschieden sein, da der Dachsparrenhalter dann installiert werden muss ..." ... "öhm, ja Sat-Anlage bitte installieren".

    Das war unser mündlicher Vertrag ohne Leistungsumfang und Preis :o
     
  12. Julius

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    Dann besteht Vergütungsanspruch (nur) in Höhe des mittleren ortsüblichen Preises.
     
  13. PhilHH

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    Gibt es hierfür denn Übersichten?
     
  14. Julius

    Julius

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    Kann es im Prinzip geben.
    Ich hab aber keine für HH.
    Und aktuell sollten sie auch sein...
     
  15. elo22

    elo22

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    Nein, es gilt EN 60728-11:2012-06.

    Lutz
     
  16. Dipol

    Dipol

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    Es ist ja objektiv schwer zwischen DIN-, VDE-, Europäischen EN-, Internationalen IEC- und internationalen EN-Normen den Überblick zu bewahren, zumal die Numern nicht unbedingt gleich sind.

    Die EN 60728-11:2012-06 ist eine DIN-Norm, man spart sich meistens nur die drei DIN-Buchstaben davor. Manche halten sich lieber an der gleichlautenden VDE 0855-1 fest.
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Nur der Ordnung halber. Eine EN ist niemals eine DIN. Es gibt aber ENs die dann als DIN, genauer gesagt DIN EN veröffentlicht werden. VDE ist wieder ein anderes Thema. Dort macht man sich zumindest die Mühe und vergibt neue Nummern. :mega_lol:

    Gruß
    Ralf
     
  18. Monti

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    Der Aufwand für die Erdung hängt auch von einem evtl. vorhandenen Blitzschutz und der genauen Montageposition ab.

    Die Erdung der Coax-Kabel muss an drei Stellen erfolgen: mastnah, vor und hinter dem Multischalter. Wichtig ist es dabei, keine Erdungsschlaufen zu bilden.
     
  19. PhilHH

    PhilHH

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    Elektriker teilt mit, dass durch ihn nur die Erdung des Mastes und nicht der Coax-Kabel stattgefunden hat.
    Die Coaxkabel habe ich lediglich über den Multischalter an die Potentialausgleichsschiene angeschlossen.

    Elektriker sagt, dass es sich bei der Erdung auch nicht um einen direkten Blitzschutz handelt (beim Direkteinschlag wäre eh alles hin), sondern um Überspannung bei einem Einschlag in der Umgebung abzubauen.

    Rechnung des Elektrikers habe ich als Anhang beigefügt.
     

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  21. Dipol

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    Niemals eine DIN aber irgendwie doch??? :bounce:

    Nur der Fakten halber zitiere ich mich selbst:

    Das war meine Antwort auf den Beitrag von elo 22/Lutz, in dem der DIN EN 60728-11 die Eigenschaft als DIN-Norm abgesprochen wurde. Lutz lehnt sich manchmal etwas vorschnell aus dem Fenster, aber er weiß ganz genau wie er meine Beiträge einordnen muss.

    Sorry, aber das verrät eine erhebliche Unkenntnis der historischen Zeitabläufe und stellt die Dinge auf den Kopf! Bei Blitzschutz, Erdung und Potenzialausgleich bildeten die alten deutschen DIN VDE-Normen das Vorbild für die europäisch oder intermational harmonisierten IEC-, CENELEC- oder EN-Normen.

    Aber keine Regel ohne Ausnahme. Dann kläre bitte mal auf, für welche europaweit oder international harmonisierte Elektro- oder Bau-Norm es in Deutschland nicht bereits einen nationalen Vorläufer gab. Ich bin gespannt!
     
  22. Dipol

    Dipol

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    Das vorhersehbare Problem eines Einheitspreisvertrags mit unvollständiger Leistungsbeschreibung!

    Die PA-Erdung an der Haupterdungsschiene ist nach EN 60728-11 nur bei einer Antenne im Schutzraum der Fassade oder einer isoliert angebrachten Fangstange vorgesehen. Bei der nicht mehr zeitgemäßen konventionellen Direkterdung ist nach EN 60728-11 schon seit Jahren ein "schleifenfreier" PA-Anschluss gefordert. Das bedeutet, dass der PA bei einer erdungspflichtigen Antenne ausschließlich an der Masterde angeschlossen und werden und auch nicht unten zusätzlich vermascht werden darf!

    Einer der Punkte den kaum ein Eli und auch nur wenige Blitzschutzfachkräfte kennen, obwohl diese Vorschrift schon lange genug besteht.

    Woran erkennt man blitzschutztechnische Inkompetenz? Durch Pauschalaussagen frei von jeglichem Bezug zur Blitzstromstärke!

    Die Antennenerdung ist kein Ersatz für eine Blitzschutzanlage, gehört aber begrifflich zum Äußeren Blitzschutz. Die häufigsten Blitze haben eine Stromstärke von 20 bis 50 kA. Ein normgerecht ausgeführter 16 mm² Cu-Erdleiter ist sehr wohl zur Ableitung von galvanischen Blitzstromeintragungen in doppelter Größenordnung und nicht nur induktiven Einkopplungen geeignet.
     
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Sat-Installation - Preisgestaltung

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