Sauberkeit von RC-Baustoffen

Diskutiere Sauberkeit von RC-Baustoffen im Baubiologie Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, wir werden demnächst unsere Aussenanlagen anlegen. Dazu brauche ich natürlich tonnenweise Frostschutz &Co für meinen Lehmboden. Im...

  1. JPtm

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    Hallo,

    wir werden demnächst unsere Aussenanlagen anlegen.
    Dazu brauche ich natürlich tonnenweise Frostschutz &Co für meinen Lehmboden.

    Im Endeffekt wäre es mir egal ob ich da RC oder Neuware hinschütte. Solange das Zeug tragfähig ist und den Anforderungen genügt ist das iO.

    Woraus besteht jetzt genau das RC-Material? Wie wird/kann sichergestellt werden, dass das wirklich "unbelastetes" Material ist. Ich habe da etwas Angst wenn ich mir das Vorgehen bisher bei uns anschaue. Da wird von Handwerkern ein Bauschuttkontainer bestellt aber natürlich wandern da z. T. auch andere Dinge rein (Miwo usw). Das wird noch nicht einmal versteckt. Jeder Mitarbeiter vom Entsorgungsunternehmen kann/muss das sehen.
    Bei uns im Ortstteil fielen ca. 150 Bomben runter. Die Überbleibsel sehe ich im Garten. Pro 10m² habe ich locker 1-2 Eimer voller Schutt. Ist bei den Nachbarn überall so. Da sind auch Wellasbestreste usw. dabei. Ich sammel die extra in einer Tüte und schmeiße die dann beim nächsten Wertstoffhofbesuch in den zugehörigen Asbestkontainer. Ich würde nicht darauf wetten, dass das alle so tuen. Da wird mit Sicherheit auch fix mal was im Bausschutt landen. Gibts ja genügend Baustellen im Ort.
    Wird bzw. kann sowas überhaupt sinnvoll aus solchen Bauschuttkontainer ausgefiltert werden?
     
  2. C. Schwarze

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    Gute Frage.
    Denke es liegt an der Arbeitsmoral des Recyclers bzw deren Mitarbeiter das grob auszusortieren

    Geh mal durch die Baugebiete nach Regen, wieviele Plastikanteile oben auf den Recyclingmaterial liegt, bevor gepflastert wird.

    Bei Blumenerde ist's ähnlich. Fehlwürfe bei den Leuten, grob aussortiert und kaufst später den Müll deines Nachbarn zurück.
     
  3. Osnabruecker

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    RC wird güteüberwacht und hat in der Regel auch ein Prüfzeugnis, kannst du bei deinem Lieferanten anfragen. Es wird aber auch ein paar Fremdbestandteile haben,

    Auch im öffentlichen Straßenbau etc. wird RC eingesetzt (teilweise sogar gefordert). Was für die (teilweise grüne) öffentliche Hand gut ist, soll für dich auch reichen, oder?

    (Ich habe bei mir auch RC einbauen lassen...)
     
  4. JPtm

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    Wird da eigentlich der normale private Bauschutt für verwendet oder sind dass eher Reste von Großbauten, wenn da zb mal nen fette bettonierte Halle abgerissen wird?
     
  5. SvenvH

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    Ich hab letztes Jahr vor meinem Haus aufgebaggert und mit Betonrecycling aufgefüllt. Mir ging es erstmal nur darum mehr Parkplätze zu haben, das heißt der Schotter dient aktuell noch als Oberbelag. Das Recyclingmaterial stammt tatsächlich von Großbaustellen und wurde auch auf Schadstoffe überprüft. Dennoch war da jede Menge Eisen, Kunststoff, und kleine XPS Reste drin. Hab da einiges rausgesammelt. Wenn ich mir den Bauschutt auf deren Recyclingplatz anschaue, ist das meiner Meinung nach ausgeschlossen das auch der Private Bauschutt untergemischt wird. Das kann man eigentlich nur tief vergraben.:D Also bis auf den Müll war das fast reiner Beton mit ganz wenig Ziegelreste.
     
  6. SvenvH

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  7. #7 JPtm, 10.06.2021 um 10:18 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 11.06.2021 um 14:17 Uhr
    JPtm

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    Sehe ich halt ähnlich.
    Als wir das Haus kauften, standen im Schuppen literweise alte Faben, Ölreste & Co. Ich hab die eingesackt, zum Wertstoffhof, meine 10€ bezahlt, fertig.
    Mein Vater hätte die mit Sicherheit im nächsten Bauschuttkontainer verschwinden lassen. Viele Andere mit Sicherheit auch.
    Wir rissen einen 8m Kamin ab, ölbefeuert. Da gab es Teilbereiche die waren durchgesottet bis auf den Außenputz. Extra beim Versorger angerufen, ja, soll ich mit in den Bauschutt schmeißen. Ka wieviel Ölreste in dem Kamin waren. An einem zweiten Kamin waren Kohleöfen. Pauschal 10€ pro Ofen, die echt schwarzen Einzelteile sollte ich in den Bauschuttkontainer schmeißen. Hat sich der Mitarbeiter auf dem Wertstoffhof extra angeschaut, weil wenn anderer Schutt dann eben nimmer Pauschalbetrag sondern wiegen.

    Ich sah mal eine Doku, dürfte so 2015 erstellt worden sein. Da wurden Wohnblocks In Hamburg saniert. Die Journalisten sind dann an die Kontainer, haben Proben entnommen. Resultat: Alle Fliesen waren mit asbesthaltigen Klebern verklebt worden. Stand dort offen rum, keine Sicherheit, keine Asbestkennung, die Bauarbeiter waren mäßig begeistert als die das hörten. Haben das ohne Schutz rausgebrochen usw. Galt bis dahin als normaler Bauschutt.

    Es müsste ja quasi jeder Kontainer penibel überprüft werden. Da reicht es nicht 1x pro Halbjahr da ne Stichprobe zu machen. Das ist doch unrealistisch.
     
  8. SvenvH

    SvenvH
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    Da hab ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Immer alles ordentlich sortiert und auf dem Recyclingplatz kam alles wieder zusammen. Irgendwann hab ich das dann aufgegeben. Ich war aber zunächst auch unsicher ob ich mir das mit dem RC Schotter antun soll. Aber bei gut 50t zum Preis von 12€/t zu Edelschotter zum Preis von rund 60€/t viel die Entscheidung recht einfach, und hab das auch nicht bereut.
     
  9. JPtm

    JPtm

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    500€ oder 3000€, das ist schon ein Unterschied. Ich weiß allerdings nicht wo bei uns die aktuellen Preise liegen. Wenn ich das weiß entscheide ich.
     
  10. Hantago

    Hantago

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    Bei uns gibt es einen Produzenten, der verwertet quasi ausschließlich den Ausschuss des benachbarten Betonsteinwerks. Da ist mal eine Folie drin, mal ein Stück Holz von einer Palette, aber sonst 100% Betonbrösel. Keine 5 Kilometer weiter ist der Platz, wo man privat und gewerblich seinen Bauschutt abkippen kann, entsprechend sieht auch das RC-Material von dort aus: mit Erde gestreckt, Asphalt, Ziegel, Plastik, Holz...
    Also vielleicht mal verschiedene Anbieter anschauen, da gibts schon Qualitätsunterschiede.
     
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