Schaden die Wurzeln eines Tannenbaums der Kellerwand?

Diskutiere Schaden die Wurzeln eines Tannenbaums der Kellerwand? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Zusammen, so kurz vor Weihnachten stell ich mal ein Tannenbaum-Thema ins Forum. Wir haben vor unserem Haus im Abstand von ca. 1,5m eine...

  1. Dagmar E

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    Hallo Zusammen,
    so kurz vor Weihnachten stell ich mal ein Tannenbaum-Thema ins Forum.

    Wir haben vor unserem Haus im Abstand von ca. 1,5m eine mittlerweile über 6m hohe stattliche Tanne stehen. Nun haben wir Bedenken, dass die Wurzeln dieser Tanne die betonierte Kellerwand angreifen bzw. sogar durchbrechen können :mauer.

    Aber bevor wir alles aufgraben um nachzuschauen, und dabei die vielleicht völlig unschuldige Tanne verletzen, gebe ich die Frage der Auswirkung der Tannenwurzeln an die Experten dieses Forums weiter. Danke im Voraus für eure Hilfe. Die Tanne wird es euch ggf. auch danken :).
     
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  3. ISYBAU

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    Tanne oder Fichte ? Hinweis: Die Fichtennadeln piecksen.

    Grundsätzlich sind Baumwurzeln schon in der Lage Mauerwerk zu schädigen. Ob Sie es tatsächlich tun (können) hängt von der Konstruktion ab (Fugen, Ritzen Spalten vorhanden?) und der Baumart und damit Art der Wurzeln ab. Entsprechende Umweltbedinungen (z.B. dichter Untergrund und lockere Auffüllung am Bauwérk) können auch dazu führen, dass sich Baumwurzeln A-typisch verhalten.

    Also die Antwort lautet: Ja! kann, muss aber nicht.
     
  4. Dagmar E

    Dagmar E

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    Es ist eine Tanne. Wahrscheinlich bleibt uns nichts anderes übrig als aufzugraben :cry
     
  5. #4 Jürgen Jung, 5. Dezember 2007
    Jürgen Jung

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    @ Isybau

    auch eine betonierte Wand? :yikes
     
  6. ISYBAU

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    Hallo Jürgen, ich kenne nicht alle Forschungsberichte zu diesem Thema, aber doch einige zum Thema Wurzeln und unterirdische Infrastruktur.

    Wurzeln wirken ja unterschiedlichst auf Bauwerke !

    Zum einen sind es physikalische Einwirkungen durch den Wurzeldruck. Diese wirken, wenn die Wurzel in Hohlräume wir z.B. Bauwerksfugen oder auch Risse eindringen können.

    Die chemischen Einwirkungen sind auch nicht ganz ohne .... aber für unsere massiven Bauwerke eher kein grösseres Problem, weshalb ich das gar nicht ausbreiten will.

    Dazu kommen ja noch die Fragen der Standsicherheit und der übertragung von Kräften durch den sich im Wind wiegenden Baum.
     
  7. #6 Jürgen Jung, 5. Dezember 2007
    Jürgen Jung

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    Danke

    @ Robert

    Dann werde ich das mal einem Bekannten als Hinweis geben

    Der sich vor Jahren 2 Kastanien mit ca. 2,50 m Abstand von seinem Keller (Std.) gepflanzt hat

    Die Dinger sind inzwischen riesig geworden, sein Pflaster hat er in Teilbereichen schon mal neu legen müssen

    Gruß aus Hannover
     
  8. studi

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    gehören tannen nicht zu den pfahlwurzlern?

    sollte weniger ausmachen als wenn da ein flachwurzler stünde.
    genaues kann man aber wohl nie vorhersagen, jede tanne wächst anders :shades

    lg
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 5. Dezember 2007
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    Ich hoffe, Du studierst nicht GaLa-Architektur :yikes
    [​IMG]
    MfG
     
  10. ISYBAU

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    das sieht aber stark nach einer fichte aus :)
     
  11. bernix

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    Tannen und Fichten sind Flachwurzler:
    Probegrabung machen: 0,5m breit an der Stelle an der der Baum am Dichtesten am Haus steht.
    Ich gehe mal davon aus, dass du nicht allzuviele Wurzeln antreffen wirst, da es unter dem Dachüberstand üblicherweise eher trockener ist...
     
  12. vincenz

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    ob der Wurzelraum

    allerdings für die nächsten 54m Höhe (wenn abies alba) ausreicht?
    rätselt Vincenz
     
  13. #12 wasweissich, 5. Dezember 2007
    wasweissich

    wasweissich Gast

    schade

    finde ich es , wenn ein baum (tanne , wuchshöhe 30,40,50m zu erwartende wuchsbreite 10-12m oder mehr ) 1,5 meter von der wand gepflanzt wird .tannen sind auch eher schnellwachsend , daher erlebt der pflanzende auf jeden fall auch das zwangsende....es gibt doch genug buschig aufrecht wachsende pflanzen , die nicht solch wehementes wachstum, vor allem in die höhe,an den tag legen..........
    soviel zu sinn oder unsinn von bäumen an der wand

    die wurzeln der tanne würde ich eher als harmlos (wenig agressiv ) bezeichnen , und eine direkte gefährdung einer betonwand sehe ich eher nicht. ich hätte mehr angst um die dachrinne , die dachpfannen , und und und....

    j.p.
     
  14. studi

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    öhm, sorry dass ich so spät nochmal drauf eingeh...eben erst wiederentdeckt.

    nu hab ich aber schon an meinem bio abi gezweifelt und wiki-weiss-alles befragt und da steht tiefwurzelnde bäume... kaum seitentriebe.

    soviel zum thema galabau

    :winken
     
  15. #14 Jürgen Jung, 17. Dezember 2007
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    tja

    bei uns in DK sind im Sturm vor ein paar Jahren alle flachwurzelnden Tanne und Kiefern umgefallen, aber die haben dann wohl kein Abi?
     
  16. wasweissich

    wasweissich Gast

    es heist ja auch baumschule und nicht baumgymnasium..............
     
  17. #16 Jürgen Jung, 17. Dezember 2007
    Jürgen Jung

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    upps

    Tanne:

    Meist tiefreichende Pfahlwurzel, die sich später zu einer Herzwurzel weiterentwickelt.
    Das tiefreichende Wurzelsystem führt dazu, daß Tannen besser als andere Nadelbäume im Boden verankert sind und weniger vom Sturm geworfen werden. Nach den großen Stürmen Anfang März 1990 wurde der Sturmwurfanfall im Staatswald Bayerns ausgewertet. Dabei hat sich herausgestellt. daß die Fichte (bezogen auf die jeweilige Gesamtholzmasse) fast viermal stärker sturmwurfgefährdet ist als die Tanne.


    Fichte.

    Wurzel:
    Flachwurzler, (deshalb sehr Windbruchgefährdet)

    :think:think:think

    Die Tannen in DK waren dann wohl doch Fichten :biggthumpup:

    Sorry
     
  18. wasweissich

    wasweissich Gast

    und die sache wird dadurch kompliziert , das ein baum , ob tanne , fichte , eiche ,und werweisswelchernoch die wurzeln nach der beschaffenheit des bodens , nährstoffangebot und wasserzufuhr auch noch variiert . wenn alles in der oberen schicht passt , gibt sich die tanne durchaus mit flachem ballen zufrieden , passt es oben nicht , wird die fichte zusehen , dass die flachen wurzeln schon tief sind...........

    j-p-
     
  19. #18 Jürgen Jung, 17. Dezember 2007
    Jürgen Jung

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    hehehe

    gibt es denn keine genormten Bäume oder haben die die DIN nicht gelesen? ;)
     
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  21. wasweissich

    wasweissich Gast

    genormt wird da schon , ist den bäumen aber egal..........mittlerweile wird schon versucht die nordmanntanne zu klonen (die "perfektgewachsenen" ), um den perfekten weihnachtsbaum zu bekommen , bisher mit mässigem erfolg.....siehe äussere bedungungen , wetter ...............
     
  22. #20 Jürgen Jung, 17. Dezember 2007
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    ich sags ja

    die lesen die Normen nicht ;)
     
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