Schallbrücke bei DHH ???

Diskutiere Schallbrücke bei DHH ??? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, Wir haben eine Ziegel-DHH an eine Holzständer-DHH angebaut. Wir beobachten nun folgende Situation: Wenn der Nachbar seine Musik sehr...

  1. HiComm

    HiComm Gast

    Hallo,

    Wir haben eine Ziegel-DHH an eine Holzständer-DHH angebaut.

    Wir beobachten nun folgende Situation:
    Wenn der Nachbar seine Musik sehr laut aufdreht, bekommen wir allenfalls ein klein wenig der Bässe mit. Man muss das Ohr an die Wand halten um mit Mühe die Musik "verstehen" zu können.

    Anders sieht es beim Klopftest aus. Wenn mein Nachbar oder ich "normal" mit der Faust an die Kommunwand klopfen, ist das sehr (!!!) deutlich beim jeweiligen Gegenüber zu hören.

    Ist das bereits ein eindeutiger Hinweis auf eine Schallbrücke? Oder ist das normal? Habe leider keine Erfahrung diesbzgl..

    Besten Dank im Voraus
     
  2. PeMu

    PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Hallo HiComm,

    aus was besteht denn die "Kommunwand"?

    Eine Seite Holzständer, eine Seite Ziegel?
    Dämmung dazwischen?
     
  3. geigei

    geigei

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    hört sich nicht so an als wenn eine Dämmung dazwischen wäre... :motz
     
  4. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Schallbrücke ?

    "aber" wenn ich schon ein Ziegelhaus an ein Holzhaus anbaue dann würde ich die Haustrennwand min. mit der Rohdichte 2.0 erstellen ... "drum" frag ich mal welche Rohdichte "nun" die Haustrennwand bei Ihnen hat ... bzw. wie stark diese Wand ist ???
     
  5. #5 Thomas Praefcke, 22.01.2004
    Thomas Praefcke

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    Aufgrund obiger Beschreibung lässt sich nichts konkretes sagen..... Selbst wenn man in der Wohnung steht, wäre eine genaue Beurteilung nur schwer möglich, da z.B. unbekannt ist mit welcher Stärke auf die Wand geklopft wird.

    Der Schall von lauten Lautsprechern "spüre" ich weniger als einen Schlag auf die Brust. Beim Klopfen wird die Wand sehr effektiv zum Schwingen gebracht. Somit ist klar, dass dies mehr zu hören ist.

    Es wäre zu klären welcher Schallschutz geschuldet wird und dieses dann durch einen Gutachter zu überprüfen.

    Obiger Fall hört sich aber nicht besonders schlimm an. Vor ein paar Wochen wurde im Fernsehen mal gezeigt wie der Nachbar das Betätigen der Lichtschalter im Nachbarhaus hören konnte.
     
  6. mls

    mls Bauexpertenforum

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    hrb mit eignung als kommunwände haben durchweg ordentliche schallschutzwerte - gleiche schublade, wie schwere massivwände.
    hilft aber nix, wenn schallbrücken (mörtelbatzen) da sind - speziell bei dieser reihenfolge (erst holz, dann massiv) kann das vorkommen ...
     
  7. hicomm

    hicomm Gast

    Hallo,

    erstmal danke für die Infos.

    Die Holzständer-Kommunwand ist ca. 20cm -25cm dick und mit Mineralwolle gedämmt. Innen und außen hat sie meines Wissens OSB Platten (doppelt).
    Außen wurde noch so eine schwarze Folie bzw. Gewebebahn angetackert.
    Unsere Kommunwand ist aus 17,5cm Ziegeln gemauert (Fa. Kellerer, mehr weiß ich leider nicht).
    Zwischen den beiden Kommunwänden wurde ca. 4cm Mineraldämmung eingelegt.
    Sorry, bin leider nicht vom Fach, kann daher keine sehr detailierten Angaben machen (Festigkeit etc.) ... ;-(
    Wir haben darauf geachtet, dass beim Hochziehen unserer Wände diese Zwischendämmung immer sauber verlegt war. Allerdings ist mir jetzt aufgefallen, dass sich unter der untersten Steinreihe etwas Mörtel gegen das Holzständerwerk des Nachbarn gedrückt hat. Kann das schon die ganze Ursache sein? Oder ist das unrealistisch, dass dieser "Körperschall" sich dermaßen über so eine einzelne Brücke überträgt?

    Danke schonmal im Voraus
     
  8. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "jeder"

    Mörtel ist natürlich eine Schallbrücke ... "aber" die Alarmlichter gehn bei mir an wenn ich 17,5 Haustrennwand lese ... Kellerer sagt mir natürlich was ... "ABER" dem sein Programm geht auch die ganze Palette rauf und runter ... sprich damit kann ich nichts anfangen ... "wie" gesagt Holz und Mauerwerk da klingelt der Schallschutz und ich bleib dabei min. Rohdichte 2.0 um da halbwegs noch einen brauchbaren Schallschutz zu erzielen ...
    "aber" auch beim Kellerer dürfte die Rohdichte 2.0 eigentlich "nur" mit Beton- bzw. Schwermörtel verfüllte Ziegelsteine zu erreichen sein.

    "was" war hinsichtlich Schallschutz vereinbart bzw. welche Steine wurden den "nun" eingebaut ... wär "hier" die Frage ???

    MfG
     
  9. mls

    mls Bauexpertenforum

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    jetzt wird´s heiss:
    holzbau mit "osb aussen+innen+(nehme ich an) direktbeplankte gipskartonplatte innen" is ned das optimum - könnte aber schalltechnisch reichen (kommt auf einzeldicken an).
    interessant finde ich, wie das thema brandschutz berücksichtigt wurde: 2 gebäudetrennwände jeweils in f90 (wie das "eigentlich" üblich ist) sehe ich nicht.
    die bauaufsichtsbehörden haben sich aus diesem thema auch weitestgehend zurückgezogen, die verantwortung liegt beim planer. mal nachhaken, ja?

    die 17,5er mw-wand ist selbstverständlich "f90" - der erf. schallschutz wird mit 17,5er mw schon bei geringen rohdichten erreicht - da sehe ich kaum e. fehlermöglichkeit (mit 900kg-scherben wird das wohl niemand machen wollen...)
    gemurkst wird (wenn überhaupt) bei
    - der ausführung (mörtelbatzen statt dämmung in der trennfuge)
    - bei der planung (randanschluss, treppen-/pfetteneinbindung)
    ich vermute, die gebäudetrennwand wurde nicht geklebt? beim kleben würde eher selten ein missgeschick geschehen...
     
  10. HiComm

    HiComm Gast

    soweit ich weiß, wurde aufgrund des Anratens meines Architekten die Kommunwand des Holzständerhauses auf f90 ausgelegt (keine Ahnung wie).
    Die 17,5er Ziegel unseres Hauses haben eine Rohdichte von 1,4-1,6. Soviel habe ich jetzt erfahren.
    Daher nochmal meine Frage: Ist es möglich, dass eine einzelne Schallbrücke (Mörtelbatz) am äußersten Rand der Kommunwand ausreicht, um Klopfgeräusche an dieser Wand fast 1:1 zu übertragen? Oder muss ich bei so einer Beobachtung von sehr vielen Schallbrücken ausgehen? Oder ist sowas bei Doppelhäusern eh normal?
    Wie gesagt, normaler Luftschall überträgt sich praktisch nicht zwischen den beiden Häusern. Auch Hämmern und Bohren an anderen Wänden als der Kommunwand ist nicht oder nur sehr gedämpft zu hören.

    Danke nochmal...
     
  11. #11 hscholl, 26.01.2004
    hscholl

    hscholl

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    ja,

    ... ein Batzen könnte reichen !
    IN NRW sind diese Gebäudetrennwände als Holzständer in F90/F30 - B auszuführen (von außen nach innen)

    mfg hajo scholl
     
Thema:

Schallbrücke bei DHH ???

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