Schallprobleme bei Rigipswand

Diskutiere Schallprobleme bei Rigipswand im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich bin neu hier im Forum und habe eine konkrete Frage: ich wohne in einem Altbau von 1891 und habe in einem Zimmer einen...

  1. #1 killerspots, 22.01.2018
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    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und habe eine konkrete Frage:

    ich wohne in einem Altbau von 1891 und habe in einem Zimmer einen Raumteiler aus Rigips eingezogen, um das Schlafzimmer vom Arbeitsplatz abzutrennen. Habe eine normale einfach beplankte Rigipswand aufgestellt, auf Boden, Decke und Wand mit U-Profilen befestigt. Soweit alles schön.

    Nun gab es vor dem Bau der Wand schon immer einige Geräusche vom über uns lebenden Nachbarn, der offensichtlich quietschende Dielen hat. Nun hat sich das sogar noch verstärkt in den letzten Wochen und mit der Wand noch mal zusätzlich. Und es wird täglich doller und schlimmer. Die Wand ist gedämmt und ich war eigentlich auch der Meinung, dass ich einen selbstklebenden Dämmstreifen an der Decke installiert habe. Aber so nach und nach fange ich an an meinem eigenen Verstand zu zweifeln.

    Nun ist die Frage, was ich konkret machen kann, weil der Herr über uns nun blöderweise von zuhause aus arbeitet und auch noch ein Nachtmensch ist. Sprich, der geht täglich durch seine Wohnung, egal ob Tag und Nacht... :(

    Ein Schreiner kommt demnächst, um die Dielen bei ihm zu prüfen. Die haben wir aber bereits vor einigen Wochen von einem Fußbodenleger fixieren (schrauben und nageln) lassen und bei ihm knarrt auch in der Wohnung selber nichts mehr. Trotzdem ist die Geräuschkulisse seitdem noch stärker als davor...Außerdem deutete der Schreiner schon an, dass es bei Altbauten durchaus zu solchen Geräuschen kommen kann. Ich befürchte etwas, dass ich die Arschkarte gezogen habe...

    Was könnte ich denn ggf. nun noch tun? Die Wand wieder einreissen und irgendwie an der Decke neu anbauen und fixieren? Kann ich das ggf. sogar irgendwie tun, ohne die komplette Wand wieder abzuhauen? Nur den oberen Teil irgendwie umbauen/ausbauen/reparieren?

    Und was meint ihr, woher diese Geräusche noch kommen können, wenn beim Nachbarn die Dielen mittlerweile eigentlich sogar fest sind und bei ihm in der Wohnung nichts mehr knarrt und knackt? Ich verzweifle hier langsam....

    Danke für eure Ideen und Anregungen.
     
  2. #2 Fred Astair, 22.01.2018
    Fred Astair

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    Du hast eine schwingende Decke über Dir und den großen Fehler gemacht, die Trockenbauwand dagegenlaufen zu lassen.
    Ein Fachmann hätte da einen gleitenden Anschluss gebaut. D.h. die Wand endet einige Zentimeter unter der Decke und aus meheren Streifen wird ein Distanzstück gebaut, was von beiden Seiten von den doppelten Gipskartonlagen umschlossen wird aber nicht mit diesen verbunden ist.
    Gleitende Anschlüsse sind sogar bei Betondecken notwendig. Um wieviel mehr erst bei alten Holzbalkendecken.
    Hier kommt der nächste Fehler. Es ist ganz und gar nicht normal, eine Wand nur einfach zu beplanken. Auch wenn Trockenbauer kein Ausbildungsberuf ist, so ist es doch nicht ganz ohne Kenntnisse sinnvoll, sich an solch ein Projekt zu wagen. Auch wenn Herr Hornbach Dir das einreden will.
     
    Jo Bauherr gefällt das.
  3. #3 killerspots, 22.01.2018
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    Danke für die Info. Wobei das Einfach-Beplanken ja jetzt nicht das Problem darstellt, oder? Die Entscheidung war ja meine, es nur einfach zu beplanken, da ich Platz sparen musste und wollte und die neue Wand nicht zu dick werden lassen wollte. Was übrigens im Vorfeld mit mit einem Fachmann besprochen und durchgesprochen wurde (wobei er mich auf die schwingende Decke nicht hingewiesen hat!). Aber okay, ist nun so wie es ist. Was kann ich dagegen nun tun?
     
  4. #4 Fred Astair, 22.01.2018
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    Einmal abreißen und neu.

    OT:
    Bitte auf Fullquotes verzichten, zumal kein Grund dafür besteht, wenn der zitierte Beitrag direkt davor steht.
     
  5. Alex88

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    Sorry, Fred, dass ich dir widersprechen muss, Trockenbauer ist sehr wohl ein Ausbildungsberuf und zwar schon seit den siebzigern..
    mein Vater war der erste Azubi in Bayern, hat die Meisterprüfung als Trockenbauer gemacht, ebenso mein Bruder und ich selbst

    bezüglich dem TE geb ich dir recht, mit einem Fachmann kann er das nicht abgesprochen haben, denn der hätte was anderes angeraten
     
  6. #6 Fred Astair, 22.01.2018
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    Sorry, das ist mir wirklich neu. Habe ich das mit der nicht erforderlichen Meisterpflicht bei der Handwerksrolle verwechselt.
    Man lernt doch immer noch dazu.
    Meine Empfehlung für den Herrn Vater. :bierchen:
     
  7. Alex88

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    Richtig, die Meisterpflicht hat man abgeschafft, aber in größeren Betrieben geht es nicht ohne,
    Danke, gebs weiter, aber der gehört noch nicht zum alten Eisen, obwohl er immer mehr an meinem Bruder abgibt
     
  8. #8 Andybaut, 22.01.2018
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    das Problem ist klar.
    Schall ist eine schwer einzuschätzende Größe und teilweise nur sehr aufwändig zu minimieren.

    Das Problem kann auch sein:
    Der Empfängerraum ist nun kleiner und dadurch ändert sich die empfangene Lautstärke.
    PlanungsPraxis Schallschutz in Wohngebäuden

    Ein gleitender Anschluss ist leicht umsetzbar und man merkt schnell ob es was bringt. Das würde ich vermutlich auch als erstes versuchen.
    Wenn das aber nicht hilft wird´s schwierig.
     
  9. Alex88

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    um den gleitenden Anschluss zu realisieren, muss er die Wand nochmal abbauen
     
  10. mk940

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    Sollte in seinem Fall jetzt kein großes Problem darstellen. Ich würde die Gelegenheit nutzen und gleich eine zweite Lage drauf ballern. Schrauben suchen, Platten runter, UW von der Decke runter, Profile kürzen, Gipsriegel und UW wieder drauf. Die erste Lage bisschen putzen, wieder drauf ballern, spachteln und gleich ne zweite Lage drüber. Dann hast du bis auf die Spachtelmasse keinen Materialverlust gehabt und wertest deine Wand auch noch auf.
    Wie oft man von Bauherren hört, dass man mit einfachen Beplankungen Platz sparen möchte auf kosten der Stabilität, Schallschutz oder Brandschutz... In den wenigsten Fällen käme es dabei tatsächlich auf die 25 mm "Platzverlust" an...
     
  11. #11 killerspots, 24.01.2018
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    Danke für eure Anregungen. Und ja, ich bin kein Fachmann, keine Frage. Der Anreiz war auch weniger es höchst professionell zu machen, sondern auch "mal" gemacht zu haben. Dass es in Bezug auf die Schallentwicklung nun doch kleinere Probleme gibt, ärgert mich ja selber. Aber ist nun so und damit muss ich entweder leben oder etwas dagegen tun. Klar hätte ich mir nen Fachmann holen können, der mir das macht. Ist nur leider in Berlin aktuell auch nicht die einfachste Sache (überall wird gebaut, Handwerker haben Vorlaufzeiten von mehreren Monaten) und kostet auch immer etwas, was ich in dem Fall ehrlich gesagt dann lieber selber mache.

    Zur Umsetzung und zum Verständnis: Wieso sollte ich eurer Meinung nach nun doch noch ne zweite Lage drauf packen? Habe den Sinn davon noch nicht zu 100% verstanden, besonders in Bezug auf mein Problem. Da die Wand bisher schon gut mit Dämmstoff gefüllt ist, gehe ich gerade weniger davon aus, dass die Doppelbeplankung große Vorteile beim Schallschutz mit sich bringt. Vor allem, weil mein Problem ja von der Decke ausgeht.

    Ich überlege aktuell, wie ich nun nachträglich das U-Profil von der Decke und damit die Verbindung der Wand zur Decke lösen kann.
     
  12. #12 MrDitschy, 24.01.2018
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    Könntest evtl. die komplette Wand unterhalb dem Decken U-Profil durchsägen und mit der neuen zweiten Lage Gipskarton über das abgesägte Stück bis kurz an die Decke überplanken (Sägeschnitt sollte schon 5-10mm sein, oder mehr ... oder gleich den kurzen Streifen an dem Deckenprofil entfernen und einen neuen kürzeren Streifen reinschrauben). Im oberen Wandbereich ggf. die Schraubenlöcher der zweiten Lage vorbohren, um die lose Gipsplattenwand mit den Schrauben leicht heranziehen zu können (oder du hast ein Helfer, der von der anderen Seite dagegendrückt). Könntest aber auch obenrum nur einen ca. 20cm Streifen statt eine ganze 2te Lage dranschrauben - um erstmal zu sehen, ob es auch hilft.
    So erhältst du zumindest einen ähnlichen gleitenden Anschluss ... wobei der Schall da auch etwas übertragen wird, evtl. an die Rückseite der zweiten Lage oder 20cm Streifen im oberen Bereich kurze Filzstreifen dazwischen klemmen!?

    Hoffentlich verständlich.
     
  13. #13 killerspots, 26.06.2018
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    Hallo zusammen. Ich habe mich vor einigen Wochen daran gemacht und die oberen 40cm der einen Wandseite noch einmal geöffnet, um an das oben liegende U-Profil zu kommen, um zu schauen, wo genau das Problem her resultiert. Ich habe in der Tat Dämmstreifen vergessen einzuarbeiten, was ich nun nachträglich getan habe. Da die C-Ständer nicht bis zur-U-Profilkante gingen, sondern ich etwas SPielraum gelassen habe, konnte ich das U-Profil von der Decke lösen und den Dämmstreifen nachträglich einarbeiten. Ich habe dann gleich noch einmal die Schrauben versetzt und bin direkt in die Holzbalken gegangen, da ich diese vermutlich beim ersten Mal nicht direkt getroffen habe.

    Nun war es einige Wochen auch entspannt und ruhig und ich glücklich.

    Aber nun kommen seit einigen Tagen wieder vermehrt Geräusche auf, die gefühlt täglich lauter und lauter werden. Ich höre mittlerweile jeden einzelnen Schritt des Nachbarn über mir, als ob sich in den vergangenen Wochen seit dem Umbau noch mehr Druck aufgebaut hat, obwohl ich eigentlich den Abstand zwischen Decke und U-Profil und die Verbindung zur Decke mehr und mehr minimiert habe.

    Was ist eure Meinung hierzu? Was kann ich noch tun? Obere Wand um 10cm kürzen und nachträglich einen gleitenden Deckenanschluss einsetzen? Wie genau kann ich mir diesen vorstellen, baulich betrachtet? Wie wird die Verbindung zwischen dem nach unten versetzten UW-Profil und der Decke hergestellt, was dient als Belankungsstreifen, wie man es hier sieht?
     
  14. #14 Fabian Weber, 26.06.2018
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    Jetzt hast Du so einen Aufwand betrieben und trotzdem den gleitenden Deckenanschluss nicht gebaut, warum?
     
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