Schallschutz einer Holzbalkendecke erhöhen.

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  1. #1 Bauen2005, 1. April 2014
    Bauen2005

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    Hallo,

    wir haben ein 3 Familienhaus gekauft , wo die Wohnung im DG von oben saniert werden soll.

    Der Momentane Aufbau ist folgender

    Alle 60cm-70cm Sparren in 10x20
    Dazwischen ein Einschubboden mit circa 5 cm Asche Sand Gemisch.
    Oberhalb der Asche cirka 5 cm Luftschicht
    Unterhalb des Einschubbodens circa 5 cm Luftschicht
    Auf den Balken liegt lediglich ein Dielenboden und ein Teppichboden.

    Dadurch ist das ganze Objekt sehr hellhörig.

    Wir möchten einen Maximalen Schallschutz erzielen , aber die Kosten nicht aus den Augen verlieren.
    Ein Einbringen von einem Estrich etc kommt leider aufgrund der Bewohnung nicht in Frage


    Im Zuge der Sanierung ist nachfolgendes angedacht:
    von oben nach unten


    Laminat bzw Fliesenbelag
    Trittschalldämmung bzw bei Fliesen Entkopllungsmatte
    darunter 25mm Fermacell Estrichplatte ,
    darunter 20 mm EPS Dämmung oder alternativ Hanftrittschalldämmung
    darunter 19 mm OSB
    das OSB liegt dann lediglich minimalst befestigt auf einer 1 cm Hanftrittschalldämmung auf , welche auf den Holzbalken liegt.

    zwischen den Dachbalken ist angedacht die Ascheschüttung herauszunehmen , und auf den Einschubboden Gehwegplatten zu verlegen sowie 40-60mm Steinwolle., so das oberhalb des Einschubbodens keine Hohlräume vorhanden sind.

    Im Verkehrsbereich , sollen zusätzliche Balken in 10x20 eingezogen werden , wodurch sich der Abstand deutlich verringert.

    Die Statik würde dies aufgrund geringer Spannweiten von 4 Metern zulassen

    EINE Sanierung von unten ist gegenwärtig noch NICHT möglich , dar diese Wohnung vermietet ist


    Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Decke von unten mit GKP beplankt werden , mit Abhängern und Auffüllen mit Steinwolle

    Was ist hiervon zu halten???????????????????
     
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  3. Julius

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  4. ultra79

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    @Julius: eine etwas differenziertere Antwort würde dem Fragenden sicher mehr helfen.

    @TE:
    1) Frag deinen Statiker
    2) OSB sollte auf den Balken verschraubt werden - ob da irgendwas zwischen den Platten und den Balken ist ist unerheblich für den Schall - die SChraube ist die Schallbrücke
    3) du solltest versuchen die Decke von oben und unten öffnen zu können - das was du vorhast ist sehr umfangreich und ich bezweifle das man das "mal eben so von oben" machen kann.
    4) hast du schon einen Bauakustiker befragt?
    5) Laminat ist Trittschallmäßig schwierig. Teppich ist besser - aber auf Holzbalkendecke auch keine Wunderwaffe
     
  5. #4 Friedl1953, 2. April 2014
    Friedl1953

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    Den Aufbau hast Du dir selbst ausgedacht, stimmts? Du hast hier eine größere Aktion vor, da müssen doch auch die paar Euronen für eine Schallschutzexperten darin sein. Das Ergebnis ist auf Grund von nicht gegebener Vergleichbarkeit vollkommen ergebnisoffen.
    Zwei Dinge führen zu meiner Vermutung (DIY-Planung), Entkoppelung der Tragschicht (OSB) und Gehwegplatten in den Gefachen.
    Immer wieder das Gleiche, zig mal hier gelesen, Entkoppelung der OSB mit gleichzeitiger Befestigung. Wenn ein Effekt erzielt werden soll muss die OSB schwimmend verlegt werden (wenn ausführungstechnisch und statisch möglich). Als Entkoppelungsmaterial Sylomer. Einen Effekt mit der Beschwerung zwischen den Gefachen halte ich für nicht gegeben.
    Es kommt hier einiges mehr an Last auf die Decke, hat das ein Statiker frei gegeben? Wenn das statisch so problemlos ist dann frage ich mich warum Zusatzbalken im Verkehrsbereich. Eine Unterscheidung der statischen Ansprüche einer Holzbalkendecke zwischen Verkehrsbereichen und anderen Bereichen habe ich noch nie gehört. Na ja, vielleicht sagt gunther dazu was.
    Wie ultra schon geschrieben hat, Fliesen und Laminat sind wohl die denkbar schlechtesten Beläge was den Trittschall angeht. Amerikaner erreichen Trittschallschutz nur durch Mega dicke Spanteppiche.:yikes

    Zusammenfassung wie immer, geh zu einem Schallschutzexperten und lasse Dir ein Konzept erstellen. Danach zum Statiker zur Überprüfung der statischen Situation. Wenn das geklärt ist, fachmännisch ausführen, kleinste Fehler können im Schallschutzbereich alles wieder zunichte machen. Falls Du eine Adresse für den Schallschutzexperten brauchst, kannst Du die gerne per PN bekommen.
     
  6. th_viper

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  7. #6 Friedl1953, 2. April 2014
    Friedl1953

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    Neee genau das ist kontraproduktiv. Nicht sich selbst was rauslesen sondern von einem Experten planen lassen, gerade im schwierigen Schallschutzbereich. Ich habe mein ganzes Berufsleben immer wieder mit Schallschutz/Holzdecken zu tun gehabt und bin meilenweit vom Schallschutzexperten entfernt. Das ist zu Anspruchsvoll für DIY-Planung.
     
  8. ultra79

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    Kannst du kurz erklären warum nicht? In Altbauten findet man das doch oft und die DIY Fraktion wird immer dafür getadelt das das herausgenommen wird, weil dann keine Masse mehr da ist.
     
  9. lastdrop

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    Darf man sich als Laie jetzt nicht einmal mehr in ein Thema einlesen?
     
  10. #9 Friedl1953, 2. April 2014
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    Dürfen darf man das, es kommt nur auf die Schlussfolgerung an. Wunderbares Beispiel zu diesem Thema ist der hier immer wieder auftauchende U-Wert Rechner. Man muss auch verstehen was geschrieben wird oder wie der U-Wert Rechner bedient wird. So lange man solche Informationen nicht als Anleitung für DIY-Planungen sieht, kein Problem.
     
  11. #10 Friedl1953, 2. April 2014
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    Bewußt schreibe ich, "vermute" oder "halte ich". Es gibt für einen solchen Aufbau keine geprüften Vergleichsaufbauten, deswegen kann keiner sagen ob so was am Ende zielführend ist. Beschwerung kann ich berechnen wenn diese vollflächig, mit einem definierten Gewicht und einer Trittschallmatte mit einer bestimmten Steifigkeit aufgebaut wird. Ob zusätzliche Beschwerungsplatten im Gefach was bringen, "nobody knows". Die Problematik ist doch da, schwer, leicht, schwer, leicht usw. Ist einfach ein Spiel ohne zu definierden Ausgang.
     
  12. ultra79

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    Okay - verstehe.

    Ich kann nachvollziehen was der TE vorhat - und das wichtigste dabei wird die Statik sein. Wenn die passt würde ich die Gewehgplatten einbringen wenn die Decke mal offen ist, und die Beschwerung oberhalb der OSB-Schicht nicht möglich ist (Aufbauhöhe). Aber ja - definiertes Ergebnis gibt das nicht.

    @TE: Die abgehängte Unterdecke ist ein ganz wesentlicher Bestandteil für den Schallschutz - ohne die wirst du kaum zu einem befriedigenden ERgebnis kommen. Aber wichtig ist Statik und evtl. Bauakustiker...
     
  13. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ja. die kompensiert die verschlechterung durch zusätzlich eingebaute balken. hoffentlich.
     
  14. #13 Friedl1953, 2. April 2014
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    Richtig!!!!

    Bitte streiche evtl.!!!!
     
  15. #14 Inkognito, 2. April 2014
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Grundlegend ist die Variante Trockenestrich mit TSD und ggfs. abgehängte Decke schon eine Lösung nur eine Vielzahl von Schwingern einzubauen ohne deren Resonanzbereiche zu untersuchen kann den Schallschutz durchaus verschlechtern. Und wenn die Wohnung darunter bewohnt ist, dann würde ich die Stakung oder besser gesagt sogar die Dielen nach Möglichkeit in Frieden lassen, insbesondere mit Gehwegsplatten oder dem zusätzlichen Einbau von Balken - das das mit Pech Beschädigungen verursacht, ist ein nicht unerhebliches Risiko

    Ansonsten sei noch die zulässige Verformung angesprochen, nicht dass Sie durch das Einbringen von Lasten diese überschreiten und dadurch Schäden an z.B. Trennwandkonstruktionen darunter verursachen.

    Und bleibt die Frage: Warum? Grundsätzlich bin ich ja für ein soziales Umfeld wo man auch mal Dinge für seine Mieter tut, zu denen man nicht mit der Pistole auf der Brust gezwungen wird - aber mit einem Trockenestrich kommen Sie ihnen schon ein gutes Stück entgegen und das ohne Not, soweit ich das verstanden habe...


    PS: Auf der Homepage des Trockenestrichherstellers, den Sie bereits genannt hatten, gibt es eine schöne Übersicht über Möglichkeiten und was wie gemacht werden muss um welchen Trittschallschutz zu erzielen.
    PPS: Luftschallschutz ist wieder was anderes!
     
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  17. Neutal

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    Schön und gut was hier so alles geschrieben steht. Es wird keinen entkoppelten Aufbau für einen DIY er geben. Bei vielen alten Häusern ist eine Aussteifende Schale Pflich, da kann man nicht mal eben was in schwimmend zaubern.
    Eine Balkendecke ist vom Schall her gesehen erstmal der Gau am Bau. Es gibt aber hunderte von Ansätzen und Möglichkeiten in div Preislagen um hier sehr gute Ergebnisse zu erzielen.
    Als erstes muß ein Statiker sein OK geben, dann der Akustiker( ob man den wirklich braucht?) oder versierte Handwerker einen Mehrfach entkoppelten Aufbau herstellen
     
  18. #16 gunther1948, 2. April 2014
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    hallo
    gibts im whs-bau nicht.

    gruss aus de pfalz
     
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Schallschutz einer Holzbalkendecke erhöhen.

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