Schaltbare Steckdose

Diskutiere Schaltbare Steckdose im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hi, da wir demnächst unser Wohnzimmer renovieren werden, hatten wir vor, neben der Steckdose des Deckenfluters eine zweite, schaltbare Steckdose...

  1. #1 Baumeister70, 26. Februar 2008
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    Hi, da wir demnächst unser Wohnzimmer renovieren werden, hatten wir vor, neben der Steckdose des Deckenfluters eine zweite, schaltbare Steckdose anzubringen.

    An der Tür befindet sich bereits ein Doppelschalter, von dem nur einer benutzt wird, vom anderen führt jedoch auch eine schaltbare Phase zur Verteilerdose.
    Was wäre jetzt der günstigste Weg, um vom einen Eck des Zimmers (Schalter, darüber gleich Verteilerdose) zum anderen Eck (schaltbare Steckdose) zu kommen?

    1) Leitung im Estrich des Bodens? (Stegleitung oder "runde Leitung"?)
    2) Leitung in der Sockelleiste des neuen Holzbodens, welcher zur neu gelegt wird (Stegleitung oder "runde Leitung"?)
    3)Die zweite schaltbare Phase, die zum Verteilerkasten führt, wird im Moment noch weitergeleitet zur Deckenlampe, dort kommen also zwei getrennt voneinander schaltbare Phasen an. An der zweiten hängt nichts dran, man könnte dort also ein kabel über ca. 1,5m Betondecke, die Wand runter legen und schon wäre man dort.
    Doch ist es so einfach, einen Schlitz in eine Betondecke zu stämmen/flexen?

    4) Wie sieht es denn mit einer "Ein-Ader-Lösung" aus? Schließlich ist neben der zukünftigen schaltbaren Steckdose bereits PE und N vorhanden. Man müsste also nur noch eine dünne Ader (L) in Sockelleiste/Betondecke legen. Ist das zulässig?

    Was wäre Euerer Meinung nach die einfachste Lösung?

    mfg
     
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    1.) Gut
    2..) Auch gut
    3.) Nix gut
    4.) Garnix gut

    Immer daran denken, daß die üblichen Lichtschalter max. 10A schalten können.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Baumeister70, 26. Februar 2008
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    Danke schonmal, doch kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum diese von mir beschriebene "Ein-Kabel-Lösung" nicht zulässig ist.

    Das es Probleme machen kann, eine Leitung in die Betondecke zu bekommen, dachte ich mir. Da ist also nicht die fehlende Sicherheit/VDE, ... das Problem, sondern der Aufwand, oder?

    mfg
     
  5. Julius

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    Nei, das ist schon ne Frage der Sicherheit:
    Weil nämlich L und N eines Stromkreises nicht getrennt geführt werden dürfen (der PE hingegen dürfte schon, müßte dann aber nen höheren Querschnitt haben)!

    Und Stegleitung wäre für beide Verlegeweisen unzulässig, ebenso Einzeladerleitungen ohne Rohr.

    Welche Absicherung (Bemessungsstrom) hat der Stromkreis?
     
  6. Julius

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    Lösung 3 hingegen wäre von der elektrischen Seite her in Ordnung (solange geeigneter Leitungstyp Verwendung findet).
    Warum Ralf daszu "nein" gesagt hat, weiß ich nicht.
    Das Problem ist hier ggf. rein statischer Natur (Schwächung der Stahlbetondecke).
     
  7. Rüganer

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    Wäre Funk keine Alternative?
     
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    Die Lösung 3 ist elektrisch schon OK, aber aufwändig. Ich hätte vielleicht schreiben soll, Lösung 3 "weniger gut".

    Bei der Lösung 4 muß ein Rückleiter "N" mitgeführt werden. Daher "nix gut".

    Gruß
    Ralf
     
  9. Kaempfer76

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    Wenn Du doch sowieso Kabel legen mußt warum dann nicht direkt ein neues vom Schalter und das andere in der Decke liegen lassen. Wer weiß schon was noch alles gemacht wird!
     
  10. #9 Baumeister70, 27. Februar 2008
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    man müsste einen ziemlich langen Schlitz ins Mauerwerk hauen, da erscheint mir die Lösung mit dem Kabel in der Sockelleiste besser.
    Das man nur L hinführt, da ja PE und N schon vorhanden sind, wird dann wohl auch nichts.

    Was liegt denn besser in der Sockelleiste? Runde Leitung oder Stegleitung?

    mfg
     
  11. R.B.

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    Die Sockelleisten die für Kabelverlegung geeignet sind, können problemlos mit einem NYM-J (also runde Leitung) verwendet werden.

    Gruß
    Ralf
     
  12. Julius

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    Was sehr gut ist.
    Denn - wie ich schon schrieb - sind Stegleitungen dafür ungeeignet und unzulässig!
    Sie müßte auf voller Länge allseitig von mind. 1cm Putz bedeckt sein...
     
  13. #12 Baumeister70, 28. Februar 2008
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    ok, vielen Dank
    Dann also NYM-J

    Was für eine Adernstärke sollte man denn verwenden?
    Es sind ca. 12m von der Unterputz-Verteilerdose zur Steckdose. Das ganze in Sockelleiste, das gesamte Stockwerk ist mit B16 abgesichert.

    Außerdem wird an der Steckdose nie mehr als eine Stehlampe angeschlossen sein.

    je dünner, desto beser wäre es also
    mfg
     
  14. Jonny

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    1,5mm² ist der Mindestquerschnitt für feste Verlegung.

    Grüsse
    Jonny
     
  15. R.B.

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    Mit 3x2,5 bist Du auf der sicheren Seite. Bei 3x1,5 könnte es knapp werden mit "12m + x", zumal wenn da irgendwo vielleicht noch 10m dazwischenhängen.

    Ich tendiere bei Steckosen immer zu 2,5er weil der Preisunterschied zu 1,5 nicht so gewaltig ist.

    Es ist egal was da später dranhängt. Die Vorsicherung erlaubt 16A und darauf kommt es an. Ob da später nur ein Lämpchen oder ein 2kW Staubsauger angeschlossen wird, ist irrelevant.

    Gruß
    Ralf
     
  16. #15 Baumeister70, 28. Februar 2008
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    ob eine 2,5mm-Leitung reinpasst muss ich erst noch überprüfen.
    Doch müsste es doch "legal" sein, eine 1,5mm-Leitung zu verwenden?
     
  17. R.B.

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    Eine 1,5 ist OK. Beachte aber die max. Leitungslänge die bei etwa 18m liegt (gerechnet ab LS).

    Deswegen mein Verweis, mit 2,5 liegst Du auf der sicheren Seite.

    Gruß
    Ralf
     
  18. #17 Baumeister70, 28. Februar 2008
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    ok, danke
     
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    Nein, es ist möglicherweise nicht zulässig.
    Allerdings ist der begrenzende Faktor bei Überlänge hier der Spannungsfall.
    Den etwas zu überschreiten wäre von der Sicherheit her unkritisch.
    Es muß nur sichergestellt werden, daß trotzdem die Abschaltbedingungen eingehalten werden (Kurzschluß und Schutzmaßnahme bei indirektem Berühren). Also messen/denken/rechnen!

    Das größere Problem ist, daß mit 98% Wahrscheinlichkeit der vorhandene (Serien-)Schalter ungeeeignet ist, eine Steckdose zu schalten, wenn die Stromkreisvorsicherung wie bei Dir 16A hat!

    Abhilfe: Häöher belastbarer Schalter oder ein Dosenrelais zwischenschalten.

    Bei Betrachtung all dieser Punkte (samt der aufwendigen Leitungsverlegung) empfehle auch ich die schon erwähnte Funkschalter-Lösung!
     
  21. #19 Baumeister70, 3. März 2008
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    ok vielen Dank
    Dann lassen wir das mit der Steckdose vermutlich doch sein, denn wenn man zwei möglichkeiten hat, die Lampe zu schalten, muss man immer erst suchen, wo man sie ausgeschaltet hat, um sie einschalten zu können.
    Eine Wechselschaltung wäre natürlich das ideale, dafür müsste aber auch noch ein Wechselschalter bei der Lampe installiert werden, was das ganze zu kompliziert macht.

    mfg
     
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