Scheune / Stall umbauen zum Wohnhaus

Diskutiere Scheune / Stall umbauen zum Wohnhaus im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo ich bin neu hier und habe direkt einmal einige Fragen, ich hoffe ich bin im Richtigen Forenbereich Wir planen den ehemaligen Stall (Bj ca...

  1. #1 doityourself123, 18.01.2018
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    Hallo ich bin neu hier und habe direkt einmal einige Fragen, ich hoffe ich bin im Richtigen Forenbereich

    Wir planen den ehemaligen Stall (Bj ca 1965 Massivbauweise) der an unser Wohnhaus angebaut ist zu einem Doppelhaus umzubauen in das irgendwann mal mein Bruder einziehen will wenn es fertig ist.
    An der Gebäudehülle wird nichts verändert und die Umnutzung sollte bei uns kein Prolem sein. Ich habe deswegen bald einen Termin mit dem Bauamt.
    Vorher hätte ich noch einige Fragen die abzuklären wären.

    Die Scheune müsste ja nach der Enev umgebaut werden.

    In der Enev steht:
    "Reine Nutzungsänderungen von beheizten oder gekühlten Gebäuden ohne bauliche Maßnahmen an der Gebäudehülle fallen nicht unter die enev
    Bei Nutzungsänderungen, die mit einer Erweiterung des Gebäudes um beheizte oder gekühlte Räume verbunden sind, müssen in Abhängigkeit davon, ob ein neuer Wärmeerzeuger eingebaut wird, die Anforderungen der ENEv erfüllt werden."


    Ich verstehe das So:
    Wenn die Räume beheitzt waren und nur umgenutzt werden ohne das eine neue Heizung eingebaut wird muss ich nicht nach der ENEV umbauen und bekomme die Umnutzung eingetragen.
    Sobald der Bau fertig wäre und die Umnutzung eingetragen ist könnte ich "kurz darauf" die Heizung erneuern.

    Was wäre also wenn im ehemaligen STall eine alte Elektroheizung vorhanden wäre?
    Dann müsste man ja theoretisch nicht nach der enev umbauen, ist das korrekt.
    Wer Überprüft die "vohandene" Heizanlage und im Anschluss den Umbau wenn er fertig ist.
    Kommt da jemand vom Bauamt und schaut sich den fertigen bau an? oder macht sowas der Architekt (brauche ich den überhaupt für so ein vorhaben?)
    Eine weitere Frage: welches Baujahr hat das Wohnhaus nach der Umnutzung? 1965 oder das Jahr der Fertigstellung? wäre es 1965 wäre der einbau der neuen Heizung sowie eine spätere Dämmung der Fassade sogar Förderfähig als Einzelmaßnahme über KFW und BAFA

    Hintergrund der Frage:
    Es ist nicht so das wir nicht irgendwann in ein paar Jahren nach der EnEv (erachte ich ja prinzipiell als Sinnvoll) umbauen wollen, aber wir wollen das nach und nach machen so wie Geld vorhanden ist da wir nur ungern einen riesen Kredit aufnehmen möchten.
    Ich bitte also darum keine Diskussion loszutreten ob die ENEV sinnvoll ist oder nicht.


    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe
     
  2. #2 Andybaut, 18.01.2018
    Andybaut

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    Hallo,

    also wenn die jetzige Nutzung ein Stall ist, dann wird dir niemand glauben, dass es hier nur eine Umnutzung ist.
    Ja, du brauchst einen Planer für die Umnutzung.

    Aber:
    das kommt immer auf das Baurechtsamt an. Wenn du Glück hast wirst du in der Baugenemhigung keinen Hinweis auf die Einhaltung der ENEV finden.
    Das wäre aber aus meiner Sicht die absolute Ausnahme, da dies immer Standardpassagen sind.

    Rechtlich sicher bis du nur bei der Einhaltung. Alles andere wäre gesetzeswidrig. Ob du das Risiko eingehen willst musst du dir selbst beantworten.
     
  3. #3 simon84, 18.01.2018
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    Diese Ausnahmeregelung ist mMn hauptsächlich gedacht für Gebäude mit gemischten Wohnungen und Geschäftsräumen, wo evtl. mal eine Wohnung zum Büro wird oder umgekehrt.


    Einen ungedämmten Stall mit einer Elektroheizung (vermutlich Notheizung/Frostwächter für die Kühe oder Schweine) würde ich nicht bewohnen wollen.

    Vermutlich ist das ganze nur Erdgeschoss.
    Eine dreiseitige Außendämmung ist alleine schon aus Eigeninteresse sinnvoll und kann sicherlich leichter in Eigenleistung angebracht werden als z.B. bei einem 7 Meter hohen EFH.

    Die Fenster und Türen gehören auch erneuert, sonst hast du damit keinen Spaß ;)

    Ich vermute daher, dass alleine aus praktischen Gründen aus der Nutzungsänderung ein kompletter Umbau wird.
    Solche Umbauten kann man sehr toll ausführen, würde definitiv zu einem Architekt raten, der Referenzen mit solchen Projekten hat.

    Konkret zu den Fragen:

    Du musst erstmal genau recherchieren was "beheizter Raum" im Sinne der EnEV heisst.
    Kannst du selber Googeln.
    Im Endeffekt geht das nur wenn die Elektroheizung eine echte Heizung war und die Räume permanent auf 18-20 Grad gehalten hat. Wird nicht der Fall sein.

    Es kann sehr gut sein, dass niemand die Heizung und den Umbau prüft. (Normalfall).
    Eine "Abnahme" ist nicht vorgeschrieben.
    Wenn dein Bauamt das ganze Vorhaben aber verdächtig findet, kann es gut sein, insbesondere auf dem Land, dass sie mal schnell wen vorbeischicken, und dann?

    Wenn die Nutzungsänderung genehmigungsfrei ist (LBO prüfen!) dann brauchst du theoretisch keinen Architekt.
    Ansonsten brauchst du jemand der Vorlageberechtigt ist. Je nach Bundesland kann das auch ein Maurermeister oder Zimmerermeister sein.
    Aber: Hast du schon mal einen Nutzungsänderungsantrag gesehen ? Da wirds dir übel, was du alles an Unterlagen und Zeichnungen einreichen musst!

    Den Hintergrund deiner Idee verstehe ich total.

    Ich kann dir nur raten von Anfang an alles sauber durchzuplanen und so gut es geht anhand konkreter Angebote oder Materiallisten zu schätzen.

    Sonst findet man bald die Scheune im Immobilienscout unter "Landjuwel für handwerklich Geschickte" wieder.

    Soll heissen du kannst dich hier ordentlich verschätzen, verplanen und übernehmen.

    Rechne mal mindestens mit 1000 Euro / qm Kosten die auf dich zukommen.

    Das Baujahr deines Anwesens ist weiterhin 1965
     
Thema: Scheune / Stall umbauen zum Wohnhaus
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