Schimmelbeseitigung und Fenstereinbau

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  1. #1 Blauzahn, 16.09.2018
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    Hallo Zusammen

    Ich suche eine Lösung für gleich zwei Probleme: Schimmelbeseitigung und Fenstereinbau. Kurz zum Hintergrund: Ich habe in meiner Altbauwohnung ein Fenster ausgebaut, da es links und rechts des Fensters sowie über dem Fenster geschimmelt hatte. Die Fensteröffnung, so wie sie jetzt aussieht, ist im Anhang in Bild 1 zu sehen (die Fensterbank habe ich übrigens mittlerweile auch entfernt).

    Das Fenster war wie folgt eingebaut: Die Fugen waren ausgeschäumt. Die Laibungen links und rechts des Fensterrahmens waren aus Gipskarton + Styropor gefertigt. Der Rundbogen war eingekoffert mit Gipskarton und dadurch entstandene Hohlraum mit etwas Dämmwolle gefüllt (siehe Bild 2). Die Fenstereinfassungen sind aus Sandstein. Das Fenster wurde mit einem Fugendichtband (Kompriband) eingebaut, das aber von außen mit Silikon zugeschmiert war. Innen war kein Fugenanschlussband verwendet worden.

    An dieser Stelle muss ich eine wichtige Besonderheit erwähnen: Zwischen dem Rundbogen und der äußeren Wand ist ein 1 bis 4 cm breiter Spalt (siehe Bild 3). Dieser Spalt geht etwa 40 cm nach oben und ist teilweise mit Schimmel bedeckt. Der Grund für den Spalt scheint Folgendes zu sein: Auf der Fassade befindet sich über dem Fenstersturz nach einem kurzen Stück Ziegelwand ein Sandsteinsims (siehe Bild 4). Die Außenwand angefangen vom Fenstersturz bis zur Oberkante des Sandsteinsims ist nicht mit der Ziegel-Innenwand verbunden (daher der Spalt). An dieser Stelle ist die Außenwand nur eine Ziegelbreite (+ Außenputz) dick. Es gibt also oberhalb des Fensterrrahmens eine massive Wärmebrücke.

    Ich möchte jetzt den Schimmel beseitigen (Problem 1) und das alte Fenster wieder so einbauen (Problem 2), das kein Schimmel mehr entstehen kann.

    Zu Problem 1: Zur Schimmelbeseitigung habe ich mir FK12 und FK14 von Fakolith gekauft. Ich hätte aber auch kein Problem damit, andere Mittel wie Chlor zu verwenden. Nun meine Frage: Wie bekomme das Schimmelmittel in den oben beschriebenen Spalt rein? Könnte ich eine Pumpsprühflasche verwenden, um das Mittel einzuspritzen? Ideal wäre es, wenn die Pumpsprühflasche nicht senkrecht gehalten werden müsste und es eine flexible Verlängerung gäbe, die man an die Sprühflasche anschließen kann, um diese quasi als Sonde in den Spalt einführen zu können. Gibt es so etwas? Und wie sieht es mit Spraydosen aus, die Chlorbleiche enthalten? Gibt es solche Sprays überhaupt? Bei meiner Internetrecherche habe ich nichts dergleichen gefunden.

    Zu Problem 2: Wie baue ich das Fenster wieder ein? Meine bisherige Idee wäre: 1) Kompriband aufkleben und Fenster verschrauben. 1) Die linke und rechte Fensteranschlussfuge ausschäumen; mit einem diffusionsdichten Fensteranschlussband überdecken und anschließend auf der linken und rechten Seite Multipor-Laibungsplatten anbringen (die Platten habe ich bereits gekauft). 2) Die Fuge an der Unterkante des Fensterrahmens ausschäumen, mit Fensteranschlussband überdecken und anschließend die Fensterbank wieder anbringen. 3) Die Fläche zwischen der Oberkante des Fensters und dem Rundbogen mit Mörtel bzw. Putz bedecken (der Mörtel würden dann einen Teil des Sandstein-Fenstersturzes bedecken). Den Rundbogen und den Spalt zwischen Außenwand und Rundbogen auch mit Mörtel überdecken. Dann ein Fensteranschlussband sukzessive anstückeln (durch Verkleben), um die gesamte Fläche von der Fensteroberkante bis zum Rundbogen zu bedecken. (Das Fensteranschlussband würde also die ersten paar Zentimeter des Rundbogens bedecken.) Darauf käme dann wieder eine entsprechend zugeschnittene Multipor-Laibungsplatte. Würde das so Sinn machen? Und was sollte ich mit dem oben anschließenden Hohlraum (siehe obige Beschreibung) machen?

    Ein Fensterbauer, den ich zu diesem Problem befragt habe, meinte, ich solle auf das Fensteranschlussband verzichten, und die Laibungsplatten entweder bis an die Sandstein-Einfassung setzen oder alternativ erst ausschäumen und dann die Laibungsplatten bis auf den Schaum setzen.


    Was meint ihr dazu? Ich würde mich sehr über jeden Tipp freuen.
     

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  2. #2 Manufact, 16.09.2018
    Zuletzt bearbeitet: 16.09.2018
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    Lieber TE, sorry, ich verstehe Deine Beschreibung leider nicht wirklich.

    Einige grundsätzliche Fragen zur Schimmelbekämpfung kann ich Dir aber beantworten:
    Als Alternative zu Fakolith kannst Du z.B. Mellerud Algen- und Moosentferner verwenden (gleicher Wirkstoff, quartäre Ammoniumverbindung).
    Genausogut geeignet ist aber 70%iger Alkohol (bevorzugtes Mittel laut Umweltbundesamt) - dieser hat den Vorteil, daß er rückstandsfrei verdampft.
    Wenn Du eine "Gloria"-Spritze hast, säge einfach den starren vorderen Teil ca. 10 cm nach dem Handgriff ab und schiebe einen im Durchmesser passenden Schlauch darauf.
     
  3. #3 petra345, 16.09.2018
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    Der Schimmel oberhalb des Rundbogens muß nicht unbedingt bis zum letzten Krümel bekämpft werden. Wir leben seit Jahrtausenden in einer Welt mit Schimmelsporen. Der Schimmel über dem Fenster ist eingeschlossen und stört nicht sehr.

    Wichtiger ist der richtige Einbau des Fensters. Die Dämmung an den Seiten war doch offenbar eine gute Lösung. Sonst hätte man dort Schimmel vorgefunden.
    Oben war offenbar ein Spalt verblieben, in den warme Innenluft eindrang, an der Innenseite der Außenwand kondensierte und den Schimmel verursachte.
    Auch hat man offenbar oben mit der Dämmung gespart. Diese sichtbaren Hohlräume dürfen nicht sein. Dort konnte warme Luft einströmen und diese Dämmstücke haben dem tatenlos zusehen müssen.

    Die vorgemauerte Fasadenwand hat doch offenbar nur wenige Verbindungen mit der Innenwand. Das war die Dämmung der damaligen Zeit mit den damaligen Mitteln. Diese Dämmung gilt es zu erhalten und möglichst zu verbessern, ohne daß warme Innenluft an die kalte Außenwand gelangt. Das muß mit einer lückenlosen Dämmung vermieden werden.


    .
     
  4. #4 Fabian Weber, 16.09.2018
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    Naja Petra345,

    Die Dämmung seitlich und oben war ja höchstwahrscheinlich genau die Ursache für den Schimmel. Das ist dann nämlich wie eine Innendämmung ohne Dampfbremse.

    Ich saniere auch gerade Fenster im Gründerzeitaltbau.

    Also innen Putzmörtel Glattstrich machen, dann Kompriband auf äußeren Rahmen kleben und Fenster einsetzen, dann Fenster verdübeln, dann ausschäumen oder mit Wolle ausstopfen (Wolle = besserer Schallschutz). Dann innen Fensteranschlussband kleben und die Leibung nur mit Kalkzementputz verputzen.

    Oben im Sturz fehlt Dir jetzt noch was, da würde ich aber eine Rahmenverbreiterung aus Holz, die genau den Bogen beschreibt ergänzen.

    Lass das Multipor weg, das ist doch wieder eine potentielle Innendämmung.
     
  5. #5 simon84, 16.09.2018
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    Hier wäre vielleicht ausnahmsweise mal eine kalziumsilikat Platte evtl sinnvoll :) auch wenn ich sonst kein fan bin.

    Andere frage da Wohnung, was sagt denn die WEG dazu wenn du Fenster umbaust ? Oder gehört dir das ganze Haus ?
     
Thema: Schimmelbeseitigung und Fenstereinbau
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