Schimmelvermeidung

Diskutiere Schimmelvermeidung im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Hallo in die Runde, ich hoffe ich bin hier richtig als Mieter, der ein wenig Einfluss auf die baulichen Änderungen hat, damit unser...

  1. #1 rattapeng, 27.11.2023
    Zuletzt bearbeitet: 27.11.2023
    rattapeng

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    Hallo in die Runde,
    ich hoffe ich bin hier richtig als Mieter, der ein wenig Einfluss auf die baulichen Änderungen hat, damit unser Schimmelproblem gelöst wird. Bringe als Ingenieur grundsätzlich ein technisches Verständnis mit, thermodynamische Vorgänge sollten mir halbwegs bekannt sein...

    Es schimmelt hinter den Kleiderschränken
    Leider so schlimm, dass mir sogar sämtliche Kleidung in den Schränken geschimmelt ist.
    Da gerade auch ein Kleinkind im Raum schläft ist das Thema besonders heikel.
    Ebenso schimmeln alte Rucksäcke / Sporttaschen, die unter dem Bett gelagert wurden.

    Das Haus ist meines Wissens nach aus den 60ern, der Keller unter unserer EG Wohnung ist ungedämmt.
    Der Fußboden ist super kalt. Die Fenster wurden vor ca einem Jahr im Zuge einer Renovierung erneuert (Zweifachverglast, pseudo Zwangsbelüftung in der nur die äußerste Dichtung ca 3 abeschnitten wurde).

    Die Heizkörper befinden sich auf voller Länge unter den Fenster und werden per Smarthome tagsüber auf 22,5 und nachts auf 19 °C gefahren.

    Luftfeuchtigkeit liegt in der Regel zwischen 55 und 65%.
    Ich lüfte min. 3 mal täglich stoß durch die gesamte Wohnung. Je nach Temperatur/Witterung eben unterschiedlich lange.

    Ja, jetzt mag die erste Reaktion sein "Selbst Schuld, wenn du nen Schrank an die Außenwand stellst. Und dann noch 4,5m davon..."
    Leider gibt es keine wirkliche Alternative, die Möbel zu stellen.
    Das Bett (ca 50cm hohes Boxspring, mit 15cm Füßen und einem 1,60m textilen Kopfteil) macht da halt auch überhaupt keinen Sinn, wenn mir das plötzlich anfängt zu schimmeln. Außerdem ist der Raum auch mein Vollzeit Homeoffice Arbeitszimmer. In der kalten Ecke ist mir das an den Füßen zu kalt.
    Dadurch, dass das Fenster nicht versetzt wurde ist die "Südwand" nicht zum Aufstellen der Schränke zu gebrauchen, ebenso scheidet die Ostwand aus, da man sonst direkt in die Schränke läuft.
    Ich hoffe ihr versteht das Dilemma. Soll ja auch kein Raumplanungsthema werden...

    Im Wohnzimmer steht die Couch locker 20cm weg von der Wand. Der Raum wird auch nur abends benutzt, seltsam, dass es hier überhaupt schimmelt...

    Ich habe mich vorab ein wenig informiert und es sollte ab einem gewissen Abstand zur in Ordnung sein, zumindest rechtlich für mich als Mieter. Daher habe ich einfach vor die 2cm Scheuerleisten ein 5cm Kantholz gelegt um daran die Schränke auszurichten und um genug Abstand zur Wand zu haben.
    War nix, mir sind alle Klamotten im Schrank, vor allem im zweiten von links und in den anderen unten, verschimmelt. Jetzt steh ich da, die Schränke vermutlich Schrott, alle Klamotten Schrott, wenn man sie nicht bei 60° reinigen kann, falls das überhaupt genügt. Vor allem Lederjacken, Wintersportjacken und sowas sind evtl. nicht zu retten.

    Mein Vermieter ist da aber sehr zuvorkommend und würde das mal bei seiner Versicherung anfragen.

    Ein Sachverständiger war auch schon da. Der hat den Wänden in der schlimmen Ecke links und im Wohnzimmer
    keine auffällige Feuchtigkeit attestiert. Allerdings den Wänden kalte 13°C bei 5° Außentemperatur (das war aber am ersten oder zweiten Tag, nachdem es bei uns jetzt plötzlich so kalt geworden ist)

    Da muss man ja kein Experte für sein um zu sehen, dass es hier natürlich schon Probleme durch Kondenswasserbildung gibt.

    Vorschlag vom Sachverständigen waren Calciumsilikatplatten an der betroffenen Außenwand und in der Ecke.

    Vorschlag vom Vermieter eine dezentrale Pendellüftungsanlage in Schlafzimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer und Küche.

    Klingt auf den ersten Blick natürlich ziemlich komfortabel und nach der eierlegenden Wollmilchsau.

    Wenn man genauer recherchiert (was bei der Flut an Werbevideos und Texten der Hersteller ziemlich schwierig ist), dann werden aus dem 85% Wirkungsgrad mal schnell 50... Außerdem ist die Geräuschdämmung nicht optimal, die Dinger scheinen anfällig gegen Wind und die "Filter" halten vielleicht Fliegen ab, aber das wars dann wohl auch...

    Ich habe irgendwie die Befürchtung, dass diese Dinger mir weder das Schimmelproblem abnehmen, noch dass sie mir das Lüften zuverlässig abnehmen. Benötigt ja auch 24/7 offene Zimmertüren und ich heize tagsüber ungenutzte Räume unnötig mit.

    Und wärmere Luft habe ich damit auch noch nicht hinterm Schrank. Im Winter letzten Jahres habe ich in der Ecke links oben im Schlafzimmer 8 oder 9°C gemessen bei draußen irgendwas -10 - 0°C. Da war eine Pfütze auf dem Boden.


    Ich bin irgendwie noch nicht ganz zufrieden mit der Lösung.
    Könnte man das Geld nicht sinnvoller ausgeben?

    z.B. Calciumsilikat an den betroffenen Wänden und hinter der Heizung.
    Kellerdeckendämmung im Trocken- und Waschmaschinenraum direkt darunter.
    Wahlweise die Installation von Heizkörpern dort unten (das Arbeitsfeld meines Vermieters).
    Lüfter wie diese Dinger von Mouldex (Eckenlüfter oder Hinterschranklüfter)


    Bin auf eure Tipps gespannt...
    Beste Grüße
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  2. #2 nordanney, 27.11.2023
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    Zu den dezentralen Lüftern kann ich Dir sagen, dass die gut funktionieren. Habe selbst in jedem Raum einen. Bei Grundlüftung tatsächlich kaum zu vernehmen, lüftest Du auf höherer Stufe, hörst Du sie je nach Modell schon. Beim Wind ist es abhängig, wo sie verbaut sind. Habe dabei (fast) kein Thema bei mir, nur wenn es echt stürmig ist.
    ABER die Filter halten mehr als Fliegen ab. Durch mehr oder weniger dauerhaft geschlossene Fenster haben weder ich noch eine meiner Töchter im Frühling/Sommer Probleme mit Heuschnupfen. Habe aber auch Pollenfilter verbaut. Und wenn Du alle drei Monate die Filter tauschst/säuberst (ja nach Filterart), merkst Du, was für Gammel tatsächlich abgesaugt wird und/oder erst gar nicht in die Bude kommt.
    Sind keine komplette Problemlösung für Dich, aber grundsätzlich tolle Geräte.
     
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  3. BaUT

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    Sicher dass nicht oben auf dem Flügelrahmen ein Lüftungsautomat von RegelAir oder so montiert ist und somit auch die innere Dichtung einen Lüftungsdurchgang hat?
    Fenstertausch vor einem Jahr? Da muss es doch ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 geben. Lass dir das mal zeigen!
    Das ist für Bestandsgebäude mit einem Wärmeschutzstandard von vor 1995 viel zu feucht!!!
    Bei allen Lüftungsvarianten brauchst du Überströmöffnungen unter den Innentüren damit Luft aus dem Luv-Zimmer über den Flur ins Lee-Zimmer strömen kann und dort durch die Fortluftöffnungen rausverschwindet.

    Zum Thema Möbel an der Außenwand:
    Bei einer 30er Hbl-Wand mit einem U-Wert > 1 W/m² K) kannst du gar nichts hinstellen, denn jedes größere Möbel stört dann die raumseitige Erwärmung der Wand und erhöht dann das Schimmelpilzrisiko dahinter. Die Innendämmung aus CaSi müsste schon recht dick ausfallen um einerseits zu dämmen und andererseits die trotzdem anfallende Raumluftfeuchte in der Tiefe der Platte zu puffern.
    Ich wohne auch in so einer Bude und bei mir stehen an den Außenwänden nur kleine Schränke auf Füßen und 10 cm von der Wand weg und in einigen Sockelbereichen habe ich Sockelheizungen installiert (quasi beheizten Sockelleisten).
     
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  4. #4 rattapeng, 27.11.2023
    Zuletzt bearbeitet: 27.11.2023
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    Danke für die schnellen Antworten :28:

    Gut zu wissen, dass es zu funktionieren scheint.
    Musst du noch normal Lüften oder reichen die Dinger?
    Musst du dann die Türen offen lassen?
    Hast du an den Heizkosten was gemerkt?
    Kriegst du damit die Luftfeuchtigkeit gut runter?

    hat sich der Sachverständige angeschaut, Lüftungsautomat ist nicht vorhanden. Nach dem Konzept kann ich mal fragen...

    Wenn es wirklich kalt draußen ist, dann komm ich frisch nach dem Lüften mal auf 35% oder so, aber in der Übergangszeit kratze ich so gerade eben an der 4 vorne, wenn überhaupt.
    Jedes Mal wenn ich lüfte, dann komm ich nach 2 Stunden spätestens wieder auf 10-15% mehr, nach 3-4h bin ich sicher wieder über 60%.
    Ich koche mit Deckeln auf den Töpfen, beim Duschen/Baden ist die Tür zu und ich lüfte zeitig danach alles raus. Ich lüfte vor dem Schlafengehen sehr spät um 12 und sofort nach dem Anziehen wieder. Decken werden auf nen Stuhl gehängt oder so, dass das Bett frei ist.

    Keine Ahnung wo die ganze Feuchtigkeit her kommt, aber wir haben ne Menge davon...
    Gerade im Wohnzimmer finde ich das sehr sehr seltsam, da sind zwei Personen abends ein paar Stunden, Tür ist offen...

    Heißt in dem Fall muss man schauen, dass die Türen eventuell gekürzt werden?

    Naja wie gesagt, ich hab keine andere Möglichkeiten das zu stellen. Höchstens weiter weg von der Wand, das ist nicht das Problem.
    Ich kann rechts und links auch je ca 50cm zu den Wänden frei lassen, wenn es hilft.

    Wenn die Innendämmung dick ist stört mich das nicht, da kommts nicht auf 10cm an....
    Beheizen möchte ich auf eigene Kosten eigentlich nichts,

    Kann ein Lüfter hinter dem Schrank denn helfen, die kalte Luft da wegzuschaffen und die Wandtemperatur zu erhöhen?
    Wie gesagt, er hat 13°C gemessen, wundert mich nicht, dass da was schimmelt...

    Jetzt gerade 20,5°C, 58% und 14°C Wandtemperatur in der Ecke unten

    Macht eine Dämmung der Kellerdecke eigentlich Sinn?
    Ich denke die Dämmaßnahmen kommen günstiger als die Lüftung, oder?
    Ich hab ja auch das Problem, dass mir der Staub auf dem Boden und alles was darauf gelagert ist, ebenfalls schimmelt. Kann doch nicht sein...




    Mal grundsätzlich, stimmt das hier grob?
    Will ihm das mal vor Augen führen, dass es wohlmöglich mehrere Maßnahmen braucht statt nur der Lüftungsanlage.
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  5. BaUT

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    Ersetz mal bitte den Zementputz durch Kalkzementputz.
    Im Übrigen bin ich mir nicht sicher wie gut UBAKUS die kapillaraktive Innendämmung abbilden kann.
     
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  6. #6 rattapeng, 27.11.2023
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    Okay, ändert die Werte nicht großartig.

    Ja, aber wenn das Zeug gesättigt ist, dann spätestens hab ich ja wieder Probleme.


    Also mir nen Trichter mit dem 3D Drucker zu drucken und einen 12V PC Lüfter mit Arduino Temperatur/Luftfeuchtigkeitabhängiger Reglung und Dimmung, damit es beim Einschlafen nicht nervt, würde jetzt nicht das aller größte Problem darstellen.

    Kann sowas helfen um die Oberflächentemperatur selbst da unten auf schnucklige 20° oder so zu kriegen?
    Könnte das Ding auch direkt über die Heizung bauen und den einen Meter Richtung Wand zu pusten. Mir wäre es sogar egal, wenn da ein Rohr hinführt, ist ein Vorhang davor...
     
  7. #7 nordanney, 27.11.2023
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    1. Natürlich lüfte ich nicht mehr zusätzlich - es ist aber das gesamte Objekt einbezogen.
    2. Türen schließen? Wer macht so etwas und warum? Ich kenne Türen bei mir und den meisten Menschen als Dekoelemente. Türen schließen höchstens, wenn mal ein Kind Ruhe haben will oder umgekehrt (oder es im WC duftet). Davon abgesehen ist aber auch unten genug Luft/Abstand zum Boden.
    3. Habe keinen Unterschied, da ich sowohl beim letzten Neubau als auch jetzt im sanierten Haus gar nicht erst auf die Idee gekommen bin, keine Lüftungsanlage zu nutzen. ABER: Wenn Du dauernd die Fenster für eine Querlüftung öffnest, verbrauchst Du am Ende mehr Heizenergie. Also gehe ich von einer kleinen Heizkostenersparnis aus.
    4. Wie Punkt 3. - kein Vergleich möglich. Aber ich habe kein Problem mit zu hoher Luftfeuchtigkeit.
     
  8. #8 rattapeng, 27.11.2023
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    klingt gut!
    wie gesagt, die Bude durch den eiskalten Fußboden generell nicht sehr angenehm. Türen zu scheint die Wärme ein bisschen besser in den Räumen zu halten bzw hält die kalte Luft aus den nicht benutzten Räumen fern.

    Ja, aktuell muss sowieso zu sein, da der <1 jährige nicht überall hin soll...
     
  9. #9 Gast 85175, 27.11.2023
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    Also gut.

    Es kommt drauf an. Bei einer nur mittelgradig tauglichen Wärmedämmung, ist es oft ausreichend einfach nur die Luftfeuchte zu senken. Bei eher katastrophalen Wärmebrücken und vollkommen ungedämmten Uralt-Bauteilen funktioniert das aber nicht. Wenn die Oberflächentemperatur der Bauteile innen weit genug absinkt, dann gibt es da unweigerlich Kondensat, das kannst bei der Nutzung als "Wohnraum" dann nicht verhindern.

    Wir müssten jetzt also erst einmal hingehen und feststellen, ob sich Kondensat rein nur über die Senkung der Luftfeuchte überhaupt verhindern lässt. Wir sind hier im Großraum "technischer Mindestwärmeschutz" unterwegs. Wenn der techn. Mindestwärmeschutz (DIN 4108) nicht gewährleistet ist, dann brauchen wir über die Senkung der Luftfeuchte mittels Lüftung eigentlich erst gar nicht reden.

    Erst wenn wir bei der Gebäudehülle (Oberflächentemperaturen innen) in dem Bereich unterwegs sind, in dem die Senkung der Luftfeuchte tatsächlich funktionieren kann, können wir über die Lösung mittels Lüftung nachdenken...

    Der erste Step wäre es mE, erst einmal die Oberflächentemperaturen innen unter einigermaßen stabilen Randbedingungen (einige Tage relativ stabile, aber doch eher kalte Aussentemperaturen) zu messen. Damit kommt man in erster Näherung schon sehr gut darauf, ob die Senkung der Luftfeuchte überhaupt funktionieren kann. Viel mehr als die Oberflächentemperaturen und eine Tabelle mit den Taupunkttemperaturen braucht man dazu nicht, der Ingenieur darf sich auch gerne mit dem Mollier-hx-Diagramm dran machen, muss aber nicht sein...

    Als Komplikation bekommst da die Möbel oben drauf. Was bei den Schränken passiert ist, der Wärmestrom aus dem Raum wird durch die Möbel teilweise abgeschnitten, die Möbel wirken da wie eine zusätzliche "Innendämmung". Das führt zu noch niedrigeren Oberflächentemperaturen hinter den Möbeln und da die Möbel halt nunmal nicht "wasserdampfdicht" sind, zu Kondensat...

    Die Möbel etwas von der Wand abzurücken halte ich für einen Ratschlag, der eher ins Hausfrauenforum gehört. Da aber Vermieter und Juristen solchen Unsinn gerne glauben, ist es doch anzuraten es zu tun, auch wenn man so niemals genug Wärme hinter große Schränke bekommt, wenn man es nicht tut, dann werden alle erst einmal behaupten es läge am Abstand...

    Ich hacke da deshalb drauf herum, weil Du als Mieter halt irgendwie mit dem Vermieter einig werden musst, und ich es nicht für sehr schlau halte, Maßnahmen vorzuschlagen die evtl. nicht funktionieren. Das macht dann technisch nichts besser und im Verhältnis zum Vermieter alles nur noch schlimmer...

    Ich gehe gerade aus der Erfahrung heraus davon aus, dass es da mit einer Lüftung alleine nicht getan sein wird. Was Du beschreibst lässt auf sehr schlecht gedämmte Bauteile schliessen, in Verbindung mit dem Baujahr in den 1960ern ist da erst einmal das Schlimmste anzunehmen und das Gegenteil müsste erst bewiesen werden. Da das Beste anzunehmen halte ich für Traumtänzerei...

    Was Du bisher gemessen hast ist nur eingeschränkt verwertbar.

    Der Bereich von -10C bis 0C ist etwas groß, wenn sich da bei -10C aussen innen 9C einstellen wäre das schon kritisch, aber evtl. doch noch ohne größere bauliche Maßnahmen zu retten. Wenn sich da schon bei 0C aussen 8C innen einstellen, dann sehe ich in der ersten Einschätzung eher schwarz... Man darf da in der vereinfachten eindimensionalen Betrachtung ein lineares Verhalten unterstellen, kann also ein Digramm basteln und vom Punkt 20Caussen/20Cinnen durch den Punkt 0Caussen/8Cinnen eine Gerade ziehen und kommt dann zb bei -5Caussen bei 5Cinnen raus. Wir kommen da unter realistischen Annahmen (Kondensat kann auch in großen Mengen unter der Bauteiloberfläche entstehen, wo es noch kälter als an der Oberfläche ist) schnell zu absurd niedriger Luftfeuchte, die da noch zulässig wäre, das ist dann die Todeszone, das wird dann ohne Wärmedämmung niemals was...

    Wenn der Leidensdruck entsprechend hoch und der Vermieter entsprechen stur ist, dann hilft oft nur Auszug, oder basteln. Manche bekommen es hin das Problem mit ein paar "PC-Gehüselüftern" zu beseitigen, wenn man es schafft genug Wärme hinter die Möbel und unter das Bett zu blasen, dann ist alles gut... Wenn die Wärme nicht reicht, dann hat man einfach nur mehr Wasser hinter die Schränke gepustet... Das ist zwar alles nicht schön, aber wenn Alternativen wie Umzug, Innendämmung, etc. nicht bald möglich sind, dann ist sowas oft ein brauchbares Provisorium... Dem Ingenieur ist sowas nicht zu schwör und so... Verstehstschon.

    Die Senkung der Luftfeuchte mittels ausreichender Belüftung ist übrigens immer anzuraten, nur damit das nicht falsch verstanden wird. Das Spielchen funktioniert nämlich in zwei Richtungen, bei hinreichend hoher Luftfeuchte bringt auch die beste Wärmedämmung nichts und im Graubereich ist ohne Lüftung alles nichts...
     
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    Ich fasse mal kurz zusammen:
    1. EFM Haus(?) Stockwerke unbekannt aus den 60ern Mauern, Dach, Keller alles ohne Dämmung mit vielen Wärmebrücken.
    2. Fenster vor einem Jahr neue Fenster vergasung unbekannt ohne Falzlüfter.
    3. Renovierung vor dem Einzug(?) vor ca. einem Jahr = Farbe/Tapeten/Fußboden/... (?) = hübsch aber bringt nichts.
    4. Heizung Typ Baujahr unbekannt Heizkörper mit Hübschen App gesteuerten Reglern Tags 22,5°C nachts Absenkung auf 19°C = hübsch, aber negativer effect.
    5. Kleinkind, Mama, Pappa (Dauer Homeoffice) 7 Tage 24H im Haus 3x täglich zu lüften = finde den Fehler = wo kommt die Feuchtigkeit her...?
    6. EG über unbeheiztem Keller.
    7. Vermietererwartungen, Nutzerverhalten/Erwartungen (Heizen, Lüften) und Haus passen so nicht zusammen.
    Meine Ansicht:
    • Sofort Feuchte gesteuert automatisiert Nutzerunabhängig Lüftung einbauen ist (sowieso) erforderlich da (viele) Nutzer aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend Lüften, was übrigens auch bei gut Gedämmten Häusern zu Schimmel führt.
    • Sofort Tags und nachts durchgehend gleichbleibend auf min 22°C heizen = keine App!...um die Wände/Böden/Decken warm und trocken zu bekommen/halten. (Ja es muss mehr geheizt werden das ist aber unvermeidbar bis die Wände,... trocken sind)
    • Schnellstmöglich Zusätzliche Fußboden Sockelheizung umlaufend an den Außen Wänden installieren damit Mieter Schränke egal welche wo und wie viele an die Wände (= Gegen die Sockelheizung) stellen können.
    • Wenn später z.B. Geld für eine außen Dämmung usw., oder eine gar eine Luftwärme Pumpe da ist können die Temperaturen im Haus auf 20-21°C gesenkt werden und die App an den Heizköppern kann wieder (Vorsichtig) genutzt werden. Dafür braucht dann im Haus/am Nutzerverhalten nichts geändert werden.
     
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  11. #11 rattapeng, 27.11.2023
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    Gute Idee,
    ich könnte mir nen kleinen Datenlogger schnappen und ein paar Tage messen.
    In den nächsten Tagen kündigt sich ja was halbwegs stabiles um 0 Grad an.

    Welche Messstelle schlägst du vor? Aktuell messe ich auf ca 1m Höhe am anderen Ende des Raumes.
    Oder soll ich einfach ein Protokoll über den Tag schreiben, wo ich Außentemp, Innentemp, Wandtemp und Feuchtigkeit aufnehme und alle paar Stunden mal notiere?

    Bin ich voll bei dir, aber leider wurde die Wohnung von jemandem geplant, der noch ein verstecktes Ankleidezimmer oder nur 3 T-Shirts hat.

    Logisch, ich will mir das auch nicht anmaßen, das fundiert zu entscheiden, aber ich mach mich lieber vorher schlau und kann frühzeitig Bedenken melden.
    Mein Vermieter hat mir auch von unreflektierten 85% Effizienz der Pendellüfter geschwärmt. Aber da es auch sicher kein Lüftungskonzept oder ordentlich "eingestellte" Fenster gibt, gehe ich davon aus, dass er das Problem nicht gewohnt ist und auch nicht mehr weiß als ich.

    Ich kann ja mal fragen, ob er ne Dokumentation zu der Wand hat.
    Es ist aber zumindest von außen erkennbar, dass ziemlich nah an der Ecke ein Halter von einer Regenrinne ins Mauerwerk läuft.
    Im Wohnzimmer ist ein Bohrung inkl Kabelführung, vermutlich Temperaturfühler für die Heizung an der Stelle im Mauerwerk.
    Keller ragt zu allem Glück natürlich auch noch nen guten halben Meter aus dem Boden heraus.

    Reden wir von einem einzigen Punkt (genau der Eckpunkt) oder von der tiefsten mittleren Temperatur direkt oberhalb der Fußleiste?


    Ne, der Vermieter scheint ein Interesse daran zu haben, dass alles passt. Die Miete ist auch nicht ohne.
    Bei den Immobilienpreisen und Zinsen und oder praktisch keinen attraktiven alternativen Mietwohnung muss ich hier klar kommen.
    Dieser Hinterschranklüfter von Mold-Ex sieht ja zumindest aus, als ob er ne Menge Theater hinter dem Schrank machen könnte...

    Also könnten wir bei der Lüftungsanlage schon von einem Komfortgewinn sprechen, so lange das Teil halbwegs hochwertig ist?
    So ein Bayernlüfter dürfte vermutlich das Budget sprengen, hm?









     
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    Fenster einstellen damit deine Neuen Fenster noch dichter werden als sie sowieso schon sind (!) bringt keine Verbesserung für euch(!) = Du scheinst das Problem mit dem zu viel zu wenig Lüften nicht verstanden zu haben = ein Fensterfalzlüfter macht das Fenster mit Absicht undicht und soll schließen bei Wind = die Neusten Modelle sind fast Unsichtbar... auf scharfen Fotos die Ganze Fenster von außen zeigen sehe ich (oft) ob da Falzlüfter sein könnten.

    Die Alte Undichte Haustür ist in deinem Fall positiv(!) weil die wie früher 60ern für Trockene Heizungsluft sorgt! aber das reicht wohl bei weitem nicht!

    Gäste WC Lüfter = Gut! Feuchtegesteuert? Heizung auf 1 = sehr schlecht, Tür auf = nochmal Schlecht!

    Fußbodenleistenheizung mit Warmwasser = einfach an die bestehende Heizung anschließen.... sollte doch einfach machbar sein wenn dein Vermieter Heizungsbauer oder so was ist. Dann soll er/sie seine/deine "Lehrbaustelle/Testbaustelle" mal umstellen von Optimierung Heizenergie Verbrauch (die einem toll gedämmten Bau funktioniert) auf passt zu dem ungedämmten 60er Jahre Bau aber dazu können andere mehr sagen... ich als Laie denke hier könnte der Hase im Pfeffer liegen, wenn z.B eine Nacht Abschaltung/Absenkung noch mit der App an den Heizkörper Reglern kämpft spart das genau nichts und die Wände können schön nachts auskühlen.

    Zum mehr lüften kann ich nur sagen da gibt´s Leute, die haben rund (fast) um die Uhr die Heizung überall auf 4 und ein bis zwei fenster Fenster auf Kipp und lüften noch 5-6 Täglich durch. Eigentlich heizen die zum Fenster raus und haben sehr Trockene Luft ja das gibt´s noch und alles ohne Schimmel.
    Denen sage ich sie brauchen nur 4–5 Mal täglich durch Lüften und Kippen nur ein fenster so lange in der Küche gekocht wird...
    Bei euch denke ich könnte 5-6 mal täglich sicher notwendig/möglich sein ohne das ihr erfriert bei 24/7 Anwesenheit. :bef1006:

    Meine Glaskugel sagt 2-3 Datalogger die Luftfeuchte und Temperatur Protokollieren alle sagen wir mal 15 Minuten Aufzeichnen und eine App würde euch bestimmt helfen.
     
  13. #13 Gast 85175, 27.11.2023
    Gast 85175

    Gast 85175 Gast

    Das ist ne gute Frage. Aus technischer Sicht gilt es eigentlich die kältesten Stellen zu finden... Was bringt es dir eine "durchschnittliche" Stelle an der alles nur halb so wild ist zu loggen, wenn an den kalten Stellen dann doch das Kondensat runter läuft?

    1960 hatte viele Leute nicht viel mehr als 3 Hemden... Wie auch immer, vor 60 Jahren sah man das alles halt anders...

    Naja ich bin ja auch Vermieter. Man kann da schon auf die Idee kommen, es erst einmal mit den eher günstigen Lüftern zu versuchen, so eine komplette Innendämmung mit CaSi ist halt deutlich teurer, eine Aussendämmung sowieso...

    In Eckbereichen (Aussenecken) hast es immer mit sog. "geometrischen Wärmebrücken" zu tun. Ein Halter einer Regenrinne ist zwar auch eine geringe punktuelle Wärmebrücke, aber bei eher flächigen Problemen darfst da getrost erst einmal die geometrische Wärmebrücke annehmen.

    Siehe oben. Nochmal: Wir reden über Oberflächentemperaturen. Wie viele Punkte an denen das Kondensat runterläuft wären für dich denn OK? Oder wie viele m²?
    Sollte es so sein, dass es da tatsächlich nur punktuell oder auch nur streifenartig Probleme gibt, dann könnte man mit teilflächigen Dämmungen arbeiten, was zwar oft nicht sehr toll aussieht, aber halt doch deutlich billiger ist...

    Ich weiß nicht was ein "Mold-Ex" ist, aber ich habe schon Bastellösungen mit diesen "Silent-PC-Lüftern" gesehen, die bei reduzierter Drehzahl wirklich sehr leise laufen...

    Vom Komfort her gewinnt die Lüftungsanlage fast immer, sogar die dezentrale Variante. Man muss noch etwas aufpassen, im Winter wird es gerne mal unangenehm trocken, was man ggf. durch herunterregeln der Anlage korrigieren kann.
    Darum geht es aber bei der Schimmelproblematik eigentlich nicht. Wenn man versucht es rein nur über die Lüftung zu machen, dann muss man die Luftfeuchte permanent gering halten, weil wenn es nur den halben Tag lang kondensiert, dann reicht das dem Schimmelpilz halt trotzdem noch.... Mit einer reinen Fensterlüftung schafft man das nicht sicher, vor allem nachts im Schlafzimmer nicht. Um die Luftfeuchte ununterbrochen zu drücken, braucht es die ununterbrochene Lüftung.
    Oder es braucht halt eine Dämmung, für ununterbrochen höhere Oberflächentemperaturen, man kann das in einem breiten Bereich so oder so sehen...
     
    hansmeier gefällt das.
  14. #14 rattapeng, 27.11.2023
    Zuletzt bearbeitet: 27.11.2023
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    Danke für deine Einschätzung

    Mit nicht eingestellt meinte ich, dass man da halbherzig irgendwas gemacht und keine Fensterfalzlüfter eingebaut hat.
    Dass die Feuchtigkeit nur über Lüften raus kann ist mir auch bewusst, aber es geht halt spätestens in der Nacht nicht mehr.


    Nein, kein Lüfter, das hast du falsch gelesen, es ging nur darum, dass man den Windfang nicht komplett auskühlen lässt (da steht der Kinderwagen drin) und ich werde auch das 99,95% ungenutzte Gäste WC nicht heizen wie blöd, wenns da schimmelt, dann ganz ehrlich ist mir das bumms und ich lass die Tür zu, schimmeln tuts da aber nicht, weil es dort eh kalt und trocken ist.
    Also sollte ich dann lieber die Tür zu lassen und einfach weiter auf 1 heizen oder was wäre dann das am wenigsten schlimme? ;)

    Wusste nicht, dass es sowas gibt, das klingt doch nach einer ziemlich interessanten Lösung, die auch halbwegs kostengünstig für ihn erscheint?!
    Natürlich in Kombi mit einer Belüftung?!
    Ich kriege die Schränke aber nicht hochgesetzt, dass die Luft darunter zirkulieren kann, dann muss man doch mit Lüfter die Luft von den Seiten dahinter fördern, oder?

    Da kämpft nichts, das Thermostat mach die Heizung so weit auf, dass die Zieltemperatur erreicht wird. Wenn die Nachtabschaltung der Heizung reinhaut, dann macht das Thermostat voll auf, anders würde ein manueller das ja auch nicht tun....
    interessant wären dann ja die Oberflächentemperaturen, dass er die Nachtabsenkung anpasst.

    Ja geht halt nicht oder ich hab die Zeit nicht, wenn ich in nem Meeting Marathon gefangen bin, dann kann ich nicht 5-10 Minuten mal schauen, dass da keiner zur Tür rein kommt und manchmal muss ich auch schnell reagieren, da kann ich dann nicht durch die Wohnung huschen und wieder alles zu machen.
    Die automatische Belüftung würde solche Sachen ja doch sehr komfortabel lösen.

    Ich organisier mal was...








    Dachte nur, weil das ja nicht hinter dem Schrank ist und zumindest nicht fürs Hauptproblem sorgt und die Messwerte extremst nach unten zieht, dass da auch keine 20cm Dämmung helfen würden. Aber klar, zu kalt ist zu kalt, egal wo. Lässt sich auf jeden fall schön messen da...

    Zu viele Hobbies, die alle Equipment brauchen, Arbeit, Frau....


    Glaubst du, dass 4 Kernbohrungen + Elektrik (okay, die könnte von den Rolladenkästen kommen) billiger kommen als 15-20m² von den Platten inkl. Installation?

    War nur ne Idee, aber vermutlich wäre das erst bei einem nasse-Wand-Problem kritischer zu betrachten, oder?

    Nur die eine schlimme Stelle in der Ecke, die eigentliche Wand ist ein bisschen wärmer, aber ja, natürlich ist keine Stelle akzeptabel

    ah, die Links durften nicht gepostet werden, weil zu wenig Beiträge
    Antischimmellüfter / Schimmelvorsorge

    Deine Meinung? Lüftungsanlage und Heizung hinterm Schrank?
    Klingt überzeugend finde ich...
     
  15. #15 Tikonteroga, 28.11.2023
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    Ich habe auch mal in einer Erdgeschosswohnung älteren Baujahrs gewohnt. Nach meiner Erfahrung war es besser, wenn die Temperatur nachts nicht (!) abgesenkt wurde und möglichst in allen Räumen möglichst gleich und möglichst konstant gehalten wurde. Wenn die Temperatur konstant gehalten wird, kann möglicherweise zumindest fürs Wohlbefinden eine etwas niedrigere Temperatur gewählt werden, als der Höchstwert (22,5 °C) deiner aktuellen Spanne.

    Vielleicht entsteht ein Szenario, dass die Außenbauteile über Nacht stark auskühlen und am Tag durch das Aufheizen der kalten Wände durch warme Konvektionsluft der Heizung kondensat entsteht, die Wand feucht wird und durch das ständige auskühlen und wieder aufheizen nicht richtig trocknen kann, weil ein Tageszyklus dafür zu kurz ist.

    Wenn du sagst, dass der Fußboden sehr kalt ist, dann hast du in deinem Schlafzimmer ja nicht nur das Problem dass du zwei Außenwände hast sondern zusätzlich noch eine Kellerdecke mit möglicherweise sehr niedrigen Temperaturen.
     
  16. #16 rattapeng, 28.11.2023
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    Aber mal ganz ehrlich, das funktioniert im Schlafzimmer doch nicht, ich kann nicht nachts so warm schlafen, wie ich es tagsüber brauche...
    Ich hab mich gerade an die min/max Funktion des Thermometers erinnert -->min 18.2 / max 20,6 damit ist die Spanne, die sich dann ja tatsächlich im Raum ergibt, deutlich kleiner...


    Na klar, in der "schlimmen Ecke" kommt alles zusammen.
    Ein einfach verglastes uralt Kellerfenster ist auch direkt in der Nähe :biggthumpup:
     
  17. #17 Fred Astair, 28.11.2023
    Zuletzt bearbeitet: 28.11.2023
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    Dann hast Du bestimmt eine Klimaanlage im Sommer laufen?
    Kellerfenster im Schlafzimmer?
     
  18. #18 Tikonteroga, 28.11.2023
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    Ja, das mit dem Kellerfenster, dass im Keller in der Nähe des Schlafzimmers war, war bei mir auch so. Ich sagte ja auch "möglichst", wenn du im Schlafzimmer zum Schlafen nicht 22,5 °C möchtest kann ich verstehen, das hatte ich auch nicht. Aber ich hatte die 22,5 °C auch nicht tagsüber im Wohnzimmer. Eine zweite Erfahrung war, dass wenn man eine Nachtabsenkung durchführt bzw. zeitliche und örtliche Temperaturunterschiede in der Wohnung herstellt, dann nicht um so viele °C. Vielleicht 1 °C.
     
  19. #19 rattapeng, 28.11.2023
    Zuletzt bearbeitet: 28.11.2023
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    Nein, auch im Sommer ist die Wohnung durch den Keller sehr kalt.
    Es ist 2m von der kalten Ecke ein Kellerfenster IM KELLER UNTER DEM SCHLAFZIMMER


    Da ich aber tagsüber in dem Zimmer arbeite brauche ich da min 20 21 grad, sonst frieren dir die Finger ein.
    Kalte Füße nerven schon genug...

    Aber ich habs ja auch geschrieben, die Temperatur, die sich dann im Raum ergibt ist ja deutlich weniger gespreizt (Delta 2,4K)






    Jetzt gerade übrigens 0°C draußen, Wand 13,1, Zimmer nach dem Lüften 18,5 und 42%
    das wird gleich schnell wieder hoch gehen
     
  20. #20 rattapeng, 28.11.2023
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    Jetzt schon wieder 19,1 und 51% und 14,2 in der Ecke
     
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