Schnurgerüst in Baustelleneinrichtung enthalten?

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  1. #1 Dieter3011, 4. Januar 2016
    Dieter3011

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    Hallo Community,

    in unserer Ausschreibung für den Rohbau ist das Aufstellen eines Schnurgerüsts nicht explizit ausgeschrieben. Unser Architekt sagt allerdings,
    dass diese ein Hilfsmittel des Bauunternehmens ist und keine zusätzliche Ausschreibung benötigt. Der BU sieht das anders. Wer ist hier im Recht?
    Die Grobabsteckung wurde durchgeführt, der Vermesser (durch mich beauftragt) kommt zum Feinabstecken nochmal vorbei und schlägt lediglich seine Nägel in die Bretter ein und geht wieder.
    Für 600€ würde mir der BU das Schnurgerüst aufstellen. Finde ich persönlich für 12 Pfähle einschlagen und 8 Bretter drannageln für überteuert...

    Vielen Dank im Voraus!

    Grüße Dieter

     
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  3. Thomas B

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    Baustelleneinrichtung und Schnurgerüst sind m.E. schon zwei Paar Stiefel. Auch kann ich in der Beschreibung der Baustelleneinrichtung kein Schnurgerüst herauslesen. Ich schreibe dieses jedenfalls immer separat aus.
     
  4. #3 Dieter3011, 4. Januar 2016
    Dieter3011

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    Ok. Vielen Dank. Und die Argumentation das diese Leistung ein Hilfsmittel für das Einschalen seiner Bodenplatte ist und keine explizite Ausschreibung benötigt, greift vermutlich ebenfalls nicht?
     
  5. RMartin

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    Hmmm...als Bauherr bist Du gemäß VOB ja für die Übergabe der Hauptachsen verantwortlich. Okay, Dein Vermesser misst sie ein; das schriebst Du bereits. Aber er muss sie schon wo drauf kenntlich machen.
    Wenn es da bei Dir andere Möglichkeiten als ein aufzubauendes Schnurgerüst bei Dir für gibt, dann könntest Du dies machen; beispielsweise an angrenzendem baulichen Bestand oder sonstigen unverschieblichen Punkten auf dem Grundstück sehr nahe des Baufeldes.

    Ansonsten muss da wohl was passieren....
     
  6. #5 Dieter3011, 4. Januar 2016
    Dieter3011

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    Ok, dann werde ich hier erst garnicht diskutieren und es wie so vieles was nicht ausgeschrieben ist, schlucken! Eventuell haue ich die 12 Pfähle ein und nagel die Bretter selbst. Dann kann der Vermesser in Ruhe seine Nägel fixieren.
    Wer spannt denn die Maurerschnur? Müsste ich das dann ebenfalls machen, oder macht das dann i.d.R. der BU?
     
  7. RMartin

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    Ironie nutzt hier nichts.
    Ist halt vieles nicht immer beim ersten Draufschauen so wie man es sich wünscht.

    Man könnte natürlich mal versuchen freundlich mit dem BU zu reden und ihm zu sagen, dass ein ordentliches Schnurgerüst seine weiteren Arbeiten beim Einmessen vereinfacht und es für ihn bestimmt sehr von Vorteil ist wenn er sich 'sein' Schnurgerüst selber baut. Evtl. einigt man sich zu 50/50.
    Die Firma fängt ja gerade erst an; da sollte man doch noch 'Dickfreund' sein?!

    (Wenn selber gemacht wird: Beim Befestigen der Bretter darauf achten, dass diese in der gleichen Höhe sowie waagerecht ausgerichtet werden.)
     
  8. Thomas B

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    ...denn am Schnurgerüst werden ja nicht nur die Gebäudeecken markiert, sondern auch die Höhenlage.

    Mal eben selber reingedöngelt und fertig ist die Laube? Wohl eher nicht.

    Wie oft willst Du den Rohbauern noch bei anderen Punkten kostenreduzierend zur Hand gehen?
     
  9. #8 Dieter3011, 4. Januar 2016
    Dieter3011

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    Genauso sieht es aus. Ich versuche alles mit einem Lächeln und Witz hinzunehmen. Ich weiß wie ich Vorort damit umzugehen habe, möchte mir aber ungern alles ans Bein binden.
    Die Maurer werden von mir trotzdem 1-2 x die Woche mit Mittagessen versorgt weil ich die Hoffnung habe, dass Sie sich mehr Mühe geben.

    Ich werde mit unserem BU sprechen und das Gerüst selbst bauen. Anleitungen habe ich bei einigen Vermesser gefunden. Schlauchwaage ist vorhanden und Satz des pythagoras beherrsche ich ebenfalls :) Eventuell kann mir der Maurer dann wenigstens die Schnur spannen, nachdem der Vermesser die Feinabsteckung gemacht hat.

    Grüße Dieter
     
  10. reezer

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    ich halte das für keine gute Idee, die Wahrscheinlichkeit daß du das so machst das es passt ist nicht recht hoch.
    Aber das musst du selber wissen .
    600 Euro für das Schnurgerüst sind jetzt nicht direkt geschenkt, aber auch nicht total überzogen.
     
  11. #10 Dieter3011, 4. Januar 2016
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    Verstehe ich nicht? Eigentlich möchte ich das garnicht. Allerdings muss ich schauen wie ich die Fehler des Architekten ausbügel.
     
  12. #11 stockstadt, 4. Januar 2016
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    Lass den Architekten die Pfosten reinschlagen .... ist doch bloß ein Hilfsmittel :mega_lol:
     
  13. Thomas B

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    Nun...ein Schnurgerüst muss über längere Zeit dauerhaft stehen bleiben: Erstmal wird das Schnurgerüst irgendwo aufs Grundstück gestellt, dann wird ausgehoben (Baugrube). Das Schnurgerüst sollte dies überleben, muss also in einem entsprechend großzügigen Abstand zum Baugrubenrand erstellt werden. Auch rumpelt da schon mal ein Arbeiter dagegen. Dabei aber sollten sich die Eckpunkte des Gebäudes nicht verschieben ;).

    Und: Auch wenn man später davon nichts mehr sieht, definiert so ein Schnurgerüst die exakte Lage des Hauses auf dem Grundstück, ist also tatsächlich wichtig! Sollte später etwas nicht passen (Lage des Hauses, der Höhe oder was auch immer), ist doch bereits jetzt klar wer Schuld sein wird: Der Bauherr, der als Laie so etwas selber hingezimmert hat. Auch wenn nicht wirklich "Schuld", so wird man davon wohl erstmal ausgehen. Oder Ansprüche würden damit abgewehrt werden. Let it be!
     
  14. Yilmaz

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    Wie bereits von Thomas geschrieben hat die Schnurgerüst mit Baustelleneinrichtung nicht zu tun.

    Entweder liefert der BU oder der vermesser. Meistens ist es bei BU günstiger. Aber 600 Euro für 4 Ecken überteuert.
    Mit freundlichen Grüßen
     
  15. #14 Nutzername, 4. Januar 2016
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    Wie sollen denn eigentlich die 600€ zusammenkommen? In Eurer Auschreibung wird es ja sicherlich eine Position für Stundenlohnarbeiten geben? Wieviel Stunden soll der Spaß denn dauern?

    Mal davon abgesehen, dass diese Unvollständigkeit der Leistungsbeschreibung erkennbar war - gleich zu Anfang so 'ne Nummer (wie RMartin schon schrieb) würde mich etwas stutzig machen. Am besten mal das Gespräch suchen, vielleicht hat Dein AN mit dem Thema Vermessung schlechte Erfahrungen gemacht. Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen - es kann m.E. auch nicht schaden, mal zu Beginn die Fronten zu klären. Natürlich immer freundlich und sachlich bleiben.
     
  16. #15 Nutzername, 4. Januar 2016
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    Das Vor-/Erhalten des Schnurgerüsts ist Nebenleistung. Natürlich muss es vernünftig gebaut sein (3 Planzstäbe reichen nicht). Das ist dem TE aber sicher klar.
     
  17. Thomas B

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    Also ein paar Stunden kann das schon dauern. Und einer alleine wird das in der Regel auch nicht machen, sondern da werden sicher zwei Handwerker werkeln. Aber EUR 600 erscheinen mir auch hochpreisig, zumal die eigentliche Einmessung der Gebäudeeckpunkte ja noch on top kommt (der Vermesser will sicher auch etwas Geld haben).

    Komisch finde ich, dass der Architekt meint, daß dies bei der Baustelleneinrichtung dabei zu sein habe. Kennt er seine eigenen Ausschreibungstexte etwa nicht? Wer weiß wie viele offene Posten, die nach Nachträgen schreien da noch kommen? Oder war es nur eine Ausnahme...kann ja mal passieren, dass man etwas vergisst!

    Das ist ja so nicht ganz richtig! Hätte der A. das Schnurgerüst gleich zu Anfang korrekt mit erfasst und ausgeschrieben, so wäre es ja auch nicht umsonst gewesen und Du hättest es wahrscheinlich ohne Murren und Knurren bezahlt. Nur weil es jetzt eben nachträglich/ vermeintlich zusätzlich kommt, schmeckt es eher bitter.
     
  18. Whizzy

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    Schnurgerüst u.ä. ist ein Hilfsmittel des Rohbauers, das keiner Ausschreibung bedarf, siehe ATV DIN 18299.
     
  19. #18 Ralf Dühlmeyer, 4. Januar 2016
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  21. #19 Dieter3011, 4. Januar 2016
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    Das widerspreche ich zum "Teil". Wären diese kosten zuvor bekannt gewesen, hätte ich diese natürlich geschluckt, weil es benötigt wird. Dann hätte ich aber hinten raus bei einem anderen Gewerk "gespart". Es war ja nicht nur das Schnurgerüst, sondern auch der Ringerder der nicht ausgeschrieben war. Hier wurde nur der Fundamenterder ausgeschrieben. Also sind wir bisher bei knapp 1.300,00 € zzgl. MwSt. Ich habe natürlich einen Zuschlag einkalkuliert, aber wenn es beim Rohbau schon so losgeht ;) :think
     
  22. Thomas B

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    Das sehe ich nicht so!

    Sollte das Schnurgerüst zB in der Baustelleneinrichtung enthalten sein, so hätte man es erwähnen müssen. So wurden in der Position ja auch andere Dinge beschrieben: Verkehrssicherung, Baustellenbeleuchtung, Maschinen, Geräte, Werkzeuge, Bauzaun, Schutzwände, Schutzdächer,...usw. usf.

    Soll das Schnurgerüst Teil der Baustelleneinrichtung sein, was ja durchaus möglich ist, so hätte man es hier eben auch beschreiben/ erwähnen müssen. Dann hätte es der BU auch kalkulieren können.

    Als notwendige Nebenleistung betrachte ich das Schnurgerüst übrigens nicht (kann aber sein, dass ich damit rechtlich falsch liege), denn dieses wird ja nicht selten nicht vom BU, sondern vom Vermesser bzw. gemeinsam mit ihm erstellt, könnte aber ebenso von einem gänzlich Fremden (Fachmann) erbracht werden. Es wäre dann also kostentreibend, wenn der BU dies mal mit einkalkuliert und später macht es dann ein anderer...letztendlich muss die Leistungsbeschreibung eben erschöpfend sein. Hier hat's gefehlt. Ende.
     
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Schnurgerüst in Baustelleneinrichtung enthalten?

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