schornstein schaut so weit raus

Diskutiere schornstein schaut so weit raus im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, habe mir heute den aktuellen Stand meines EFH-Baus angeschaut. Mir ist aufgefallen, dass der Schornstein (Schiedel, hinterlüftet,...

  1. martin65

    martin65 Gast

    Hallo,

    habe mir heute den aktuellen Stand meines EFH-Baus angeschaut.

    Mir ist aufgefallen, dass der Schornstein (Schiedel, hinterlüftet, zweizügig) so weit aus dem Dach raussteht, ca. naja 2 Meter. Kommt wohl daher, dass er nicht ganz mittig geplant wurde und das Dach eine starke Neigung von 45 Grad besitzt.

    Der Schornstein steht einige zehn Zentimeter über dem First über. Muß das so sein? Sind das Vorschriften?

    Überhaupt: Wie ist es mit der Wind-Anfälligkeit? Stellt das ein Problem dar? Wieviele Millimeter bewegt sich denn so ein Schornstein im Wind? Abgedichtet am Dach ist er mit Bitumen-Matten.

    Kann man den Schornstein jetzt überhaupt noch verkürzen -- sagen wir -- zwei Elemente (=50cm) herunternehmen?

    Danke für Antworten.
     
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  3. Bruno

    Bruno

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    Genaueres steht in der Feuerungsverordnung FeuVO Ihres Bundeslandes, meist in § 9. Die Verordnungen sind von Land zu Land unterschiedlich, Beispiele:

    NRW:
    Die Mündungen von Schornsteinen und Abgasleitungen müssen den First um mindestens 40 cm überragen oder von der Dachfläche mindestens 1 m entfernt sein

    Bayern:
    Die Mündungen von Kaminen und Abgasleitungen müssen bei Dachneigungen bis einschließlich 20 Grad die Dachfläche um mindestens 1 m, bei Dachneigungen von mehr als 20 Grad den First um mindestens 40 cm überragen

    Über Abweichungen kann ggf. verhandelt werden, zumindest in Bayern.
     
  4. martin65

    martin65 Gast

    Hallo Bruno,

    aha, das ist ja interessant. Habe mich nämlich schlau gemacht und bin auf die Regelung gestossen, die Du für NRW zitiert hast. Demgemäß müsste mein Schornstein an der Kante zum Dach hin lediglich Wurzel von 2 Meter hoch sein, d.h. 1,41m. Genau ist mein Schornstein dort aber 2,25m hoch.
    Wenn es aber in Bayern -- da steht mein Haus -- genau so ist wie Du's sagst und nicht anders, na dann ist es regelkonform -- schaut aber seltsam aus und ist der höchste Schornstein weit und breit.

    ODER?? Wer hat noch so einen hohen Schornstein? :Brille

    Hätt ich des bei der Planung gewusst...

    Hmmm, vielleicht kann mich hier ja noch jemand beraten:

    1. Ein Nachteil dieser Höhe ist die Windanfälligkeit. Das ist das, was mir am meisten Sorgen bereitet. Kann mir hierzu ein Fachmann oder ältere Bauherren beschreiben, welche Probleme im Laufe der Jahre wg. Windanfälligkeit auftreten können. Z.B. Belastung am Eintrittspunkt des Schornsteine in das Dach?
    Was kann man sinnvollerweise tun, um den Schornstein auszusteifen?

    2. Hat diese Höhe des Schornsteins nur Nachteile oder auch Vorteile?

    3. Schornstein ist von SCHIEDEL. Es ist ein Fertigteilschornstein, der an allen vier Ecken bewehrt ist, d.h. durch die Ecken ist Stahl durchgeführt und in Spannung gebracht. Führt das zu einer besonderen Stabilität, so dass (1) kein Problem darstellt? Kann man einen solchen Schornstein überhaupt noch vernünftig kürzen, falls es dafür eine Sondergenehmigung gäbe?

    4. Kenne mich bei Schornstein-Verkleidungen gar nicht aus. Welche Verkleidung ist denn zu empfehlen
    a. zwecks Aussteifung
    b. zwecks Verschönerung (bspw. breite Verkleidung lässt hohen Schornstein nicht so lang wirken)

    Recht herzlichen Dank für weitere Infos.

    Ist auch sicher ein Thema, zu dem hier noch nicht so viel steht!
     
  5. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "mmmh"

    was stört mich bei der Aufzählung ?

    Schiedel Fertigteilkamin mit integrierter Eckbewehrung ... seinerzeit als der Kamin von Schiedel geplant wurde und zur Freigabe vorgelegt wurde hätt man das Dach dazu eigentlich gesehn (!) ... das heisst der Überstand über Dach stand fest ... seh ich des richtig ... "wenn" ja dann müsste dieser Kamin eine
    biegesteife Ausführung mittels verschraubter Bewehrung aufweisen ... "plus" Schiedel hat doch die Sparrenaussteifung im Programm ... "normalerweise" schreibt Schiedel diese Sparrenaussteifung bei solch ein Kamin im Freigabeplan vor ... sprich vielleicht sollten Sie sich mal diesen Freigabeplan zu Gemüte führten !?
    .
    Thema Dachüberstand ... "ja" da kann ich auch ein Liedchen davon trällern ... meine Erfahrung geht dahin das die Fertigteilkamine des öftern über´s Ziel schiessen ... in solch ein zweifelhaften Fall (!) sollte man den Kaminkehrer der der Schornstein ohnehin abzunehmen hat vor Ort zittieren und
    ganz höflich fragen ob man ned den einen- oder anderen Stein kürzen dürft ... ist eigentlich kein grosser Akt sofern der noch nicht verblecht wurde ... Regeln Vorschriften hin- oder her bevor ich mich ein lebenlang mit dem ellenlangen Teil über Dach zu Tod ärgere mess ich lieber mit dem Kaminkehrer exakt nochmal nach und der entscheidet dann ob´s passt bzw. ob man sich von einem Stein (33cm hoch) ned verabschieden kann (!)

    Sollte "nur" ein Tip sehn ... "und" auch "nur" weil ich weiß daß die Kaminhersteller es oftmals einfach zu gut meinen :)
     
  6. bauhexe

    bauhexe

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    Anderer Ansatzpunkt:
    Was für eine Heizung hängt dran?
    Bei Gas - Brennwertgeräten sind glaub ich, Ausnahmen möglich. Aber bitte erst mit dem Kaminkehrer sprechen! Nur der ist allmächtig, und er muß auch abnehmen, bevor geheizt werden darf.
     
  7. MaRo

    MaRo Gast

    Unser Kamin (Isomit ASS) musste noch mit einer massiven, den Kamin umlaufenden Eisenschelle (Bandeisen: ca. 10 x 100 mm) oben am Dachgebälk abgefangen-stabilisiert werden. Er kommt ziemlich firstnah raus, der Kamin. Darauf hat der (sehr genaue) Schornsteinfeger bestanden :deal , erst dann hat er alles "abgenommen". Er meinte, sonst könnte der Kamin "kippen". Da unser Dachboden mit ca. 4 m recht hoch ist, erscheint es plausibel den Kamin am Dachausgang nochmals derart zu fixieren.

    Ob das nun wirklich nötig ist? Es ist halt nun "sicherer" :lock .
     
  8. martin65

    martin65 Gast

    Nach einigen Telefonaten ist das Resultat:

    Es bleibt wie's ist!

    Der Schornsteinfeger möchte es nicht anders abnehmen.

    Von Schiedel ist der Schornstein so wie er ist (bewehrt an allen vier Ecken, jedoch ohne weitere Fixierung nach der EG-Decke(!)) freigegeben. Das wundert mich ein wenig, aber wenn die's berechnet haben, soll's halt so sein. Mein BL will noch eine Fixierung in der OG-Decke anbringen.

    Danke für die wertvollen Hinweise.
     
  9. HaJue

    HaJue

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    Eine biegesteife Bewehrung muß nach meinem Kenntnisstand mindestens über ZWEI Fixierungspunkte geführt werden und den unteren um eine gewisse Länge überragen. Steht m.E. alles in der Typen-Statik, die man sich vom Hersteller zumindest in den relevanten Auszügen geben lassen sollte. Hatte vor Jahren bei PLEWA kein Problem damit, kam nach Anforderung sofort. War bei der Abnahme durch den Kaminkehrer dann auch hilfreich.
    Gruß HaJue
     
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  11. martin65

    martin65 Gast

    Also es ist so:

    Kamin wird einbetoniert in die Kellerdecke und EG-Decke.

    Ein Meter über der EG-Decke befindet sich die Verschraubung der Bewehrung.

    Darüber muß er keine Fixierung mehr besitzen (angeblich) -- aber immerhin ist der Kamin über der Verschraubung noch ca. 5 Meter hoch.

    Sollte ich nochmals nachfragen?
     
  12. HaJue

    HaJue

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