Schüsselung Zementestrich - schwimmender Bodenbelag?

Diskutiere Schüsselung Zementestrich - schwimmender Bodenbelag? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Bei uns wurde vor ca. 12 Wochen Zementestrich verlegt. In den großen Räumen zwischendurch und bei allen Türen wurden vom Estrichlieger Fugen...

  1. rola20

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    Bei uns wurde vor ca. 12 Wochen Zementestrich verlegt.
    In den großen Räumen zwischendurch und bei allen Türen wurden vom Estrichlieger Fugen gemacht. An diesen Fugen schüsselt der Estrich nun teils ca. 3-4mm hoch. Wir möchten gern den schwimmenden Parkett über diese Fugen verlegen. Lt. Estrichleger müssten die im Estrich gemachten Fugen nicht nur bei einem geklebten Parkett sondern auch bei einem schwimmenden Parkett übernommen werden.
    Was können wir nun tun? Einfach drüber legen (die Parkettdielen sind 2m lang)? Lt. Estrichleger geht die Aufschüsselung mit der Zeit zurück. Man könnte angeblich versuchen den Boden an diesen Stellen ein wenig nass zu machen und zu beschweren - dann ginge er auch ein paar mm zurück.
    Was können wir machen. Wir stehen kurz vor dem Boden legen.
    Vielen Dank!!
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 25. Juli 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Bauwerksfugen...

    sind im Belag zu übernehmen - na klar.
    Und - hat schon jemand die Restfeuchte des Estrichs gemessen?
    MfG
     
  4. #3 Achim Kaiser, 25. Juli 2007
    Achim Kaiser

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    Der Estrich trocknet zum Raum hin ab, deswegen zieht er sich hier einfach etwas zusammen .... nachdem der Trocknungsvorgang ziemlich lange dauert bis der Estrich *durchgetrocknet* ist, kommt es zwangsweise zum Schüsseln, mal mehr oder weniger stark, je nachdem wie stark oder wie schnell an der Oberfläche die Restfeuchigkeit entzogen wird.

    Den Estrich anzufeuchten bringt kurzfristig vielleicht etwas Minderung der Aufschüsselung in dem Bereich, führt aber dazu dass die Feuchtigkeit anschliesend in den Parkett wandert und der reagiert ziemlich beleidigt auf den Feuchtigkeitsanfall und quillt oder verzieht sich.

    Notwendige Estrichfugen mit dem Endbelag zu überbauen war schon immer eine denkbar schlechte Idee .... Abschlussleisten setzen und der Estrich kann sich dann im Laufe der Zeit legen ohne das großere Probleme auftreten.
    Die Fugen würden ja nicht aus Jux und Tollerei vorgesehen, sondern weil es dafür eine Notwenidgkeit gibt.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  5. rola20

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    Restfeuchte 1,76% gemessen vor ca. 2 Wochen mit einem CM-Messgerät.
    Ich kenne einige Leute, die den schwimmenden Parkett über Estrichfugen verlegt haben. Es gibt keine Probleme.
    Wer will schon quer durch Wohnzimmer eine Fuge bzw. eine Leiste sichtbar haben?
    Geht die Schüsselung zurück oder nicht. Wenn ja - wieviel geht sie zurück - bis es wieder eben ist?
    Vielen Dank.
     
  6. Lukas

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    Schön hin, schön her.

    Die Aufschüsselungen werden dafür sorgen, daß die Anforderungen an die Ebenheit nicht erfüllt werden, wenn man durchlegen möchte.

    Schnitte, welche als Sollbruchstelle während der Trocknung dienen, werden nach Trocknung kraftschlüssig verbunden, stellen also keine Fuge mehr dar und sind ergo nicht zu übernehmen.

    Durch die Raumgeometrie kann sich allerdings, oberbelagsabhängig, die Notwendigkeit der Anordnung weiterer Fugen ergeben.

    Für den, der sowas nicht schön findet, gibts Sonderkonstruktionen. Ob er allerdings den dafür notwendigen Preis schön findet???

    Gruß Lukas
     
  7. rola20

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    Welche Sonderkonstruktionen könnten das sein?
     
  8. Lukas

    Lukas

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    Die Frage ist richtig. ;)

    Eine pauschale Antwort wäre falsch.

    Grob gesagt fängt es bei der Planung an.
    Grundriss, Estrichsystem, Klebesystem...

    Enden tut es beim Kunden, der sich bereit erklärt auf DIN und aRdT zu pfeifen.
    Es soll ne Menge geben, was auch ohne funktioniert, nur darf dann die alleinige Haftung nicht beim Ausführenden sein.

    Gruß Lukas
     
  9. rola20

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    Eine ganz entscheidende Frage ist noch offen:
    Bildet sich die Schüsselung des Estrichs an den Fugen und im Randbereich mit der Zeit zurück?
    Zeitraum?
     
  10. Lukas

    Lukas

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    Ja.
     
  11. #10 Erdferkel, 26. Juli 2007
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    das habe ich aber anders gelernt...

    Nach meinem bescheidenen Kenntnisstand hat ein ZE beim Erreichen einer Restfeuchte von 2% seine Haushaltsfeuchte erreicht. Das bedeutet, daß die Verformung damit abgeschlossen ist und er belegereif ist.
    Dieser Zustand ist bei günstigen Bedingungen nach vier Wochen zu erwarten und nicht nach ein paar Jahren. Kein Fliesenleger, der noch bei Troste ist, würde einen geschüsselten Estrich belegen.
    Die beschriebenen Veränderungen durch das Zusammendrücken der Dämmung und dem damit verbundenen Abreißen der Silikonfugen ist dagegen völlig normal.
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 26. Juli 2007
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    Der war echt gut. Wo kommt denn diese Idee her. 4 Wochen bei CT gehen nur mit mech. Trocknungshilfe.
    MfG
     
  13. #12 Erdferkel, 26. Juli 2007
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    ...eben, wie ich schon schrieb: "...bei günstigen Bedingungen..." Es wird nunmal überall von 28 Tagen Mindestrocknungszeit gesprochen.
    Daß man das in der Praxis kaum erlebt steht auf einem anderen Blatt. Mir ging es aber nicht um die vier Wochen, sondern um die Aussage auf bau.de, daß der Estrich nach ein paar Jahren immer noch schüsseln würde (in diesem Beitrag geht es übrigens auch um "vier Wochen" und sogar "in der Regel").
     
  14. Berni

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  15. Robby

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    Und erst nach/kurz vor erreichen der Verlegereife biegt der sich in die andere Richtung...

    Das dauert meist Monate bis das ganz abgeschlossen ist!
     
  16. rola20

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    Jetzt habt ihr mich total verwirrt. Ich fasse zusammen:
    Alter der Zementestrichs - >12 Wochen
    Restfeuchte (gemessen mit CM Gerät) vor 2 Wochen - 1,76%
    Schüsselung am Rand und an den Sollbruchstellen - teils 3 bis 4mm
    Bleibt die Schüsselung nun so oder geht sie noch zurück?
    Verlegereife wäre mit 1,76 ja schon erreicht, oder?
    Gibt es hier niemanden der den schwimm. Belag über die Estrichtrennfugen verlegt hat?
     
  17. #16 Hendrik42, 26. Juli 2007
    Hendrik42

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    Bei uns ist nach meinem Verständnis im Wohnzimmer die Fuge zwischen zwei "Estrichplatten" verharzt/verklebt worden. Dann wurde Parkett schwimmend verlegt.

    Bis die Schüsselung vollständig zurück geht, dauert es Monate, würde ich sagen. Kommt aber sicher auf alles mögliche an...

    Gruß, hendrik
     
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  19. rola20

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    War bei euch auch eine Schüsselung an der Fuge?
    Warum muss man die Fuge verharzen?
    Nach welcher Zeit ist die Schüsselung zurück gegangen?
     
  20. #18 Hendrik42, 27. Juli 2007
    Hendrik42

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    Ich kann nicht mehr sagen, ob es an der Fuge eine Schüsselung gab oder ob vorher verharzt wurde, da hat sich der Bodenleger drum gekümmert. Wie Lukas (der ist ja vom Fach) schon schrieb:

    "Schnitte, welche als Sollbruchstelle während der Trocknung dienen, werden nach Trocknung kraftschlüssig verbunden, stellen also keine Fuge mehr dar und sind ergo nicht zu übernehmen."

    Ich denke, so ist das bei uns gelaufen. Dass der Estrich grundsätzlich an den Rändern geschüsselt hat, kann ich danach sehen, dass nach ein paar Monaten im (gefliesten) Flur die Fugen zwischen den äußeren Fliesen am Boden und der schmalen Fliese an der Wand (wie heisst das nochmal?) gerissen sind, weil die Schüsselung wieder zurückgegangen ist.

    Gruß, Hendrik
     
Thema:

Schüsselung Zementestrich - schwimmender Bodenbelag?

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