Schweissbahn unter Estrich in Eigenleistung

Diskutiere Schweissbahn unter Estrich in Eigenleistung im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Langsam aber sicher stellt sich heraus, dass sich mein BT weigert, eine Schweissbahn unter den Estrich im Keller zu legen. Ok, werde noch genau...

  1. Arno

    Arno Gast

    Langsam aber sicher stellt sich heraus, dass sich mein BT weigert, eine Schweissbahn unter den Estrich im Keller zu legen. Ok, werde noch genau klären, welche rechtlichen Möglichkeiten ich habe, aber ich gehe erstmal davon aus, es selber machen zu müssen. Da kommen natürlich gleich einige Fragen auf:

    Kann ich

    a) eine G200S4 talkumiert verwenden? Oder gibt es besseres, sinnvolleres?

    b) diese mit einer "Handlötlampe" verarbeiten. Diese Brenner mit der kleinen blauen Dose, oder muß ich mir was spezielles (im Baumarkt?) besorgen? Wenn letzteres, was u. mit welchen Kosten muß ich da rechnen?

    c) Ist die Vorgehensweise richtig, wärend dem Abrollen erwärmen und dann mit einer kleinen Walze andrücken?

    d) wie hoch sollte ich an den Wänden hoch gehen? Fußbodenaufbau ca. 13cm, bin aber nicht ganz sicher?

    e) Könenn die Wandflächen verputzt werden, wenn da die Schweissbahn drauf ist? Sprich, hält Putz auf Schweissbahn oder muß ich diese dann vor dem Putzen vorbehandeln?

    f) Könnte ich alternativ auch Asfaltbahnen nehmen und diese mit Bitumenkaltkleber (Dachlack) verkleben? War ein Tip meines Onkels, welcher aber auch nicht vom Baufach ist.

    Gruß
    Arno
     
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  3. #2 Michael Prieß, 20. September 2003
    Michael Prieß

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    bräuchte man wie so oft mehr Infos, um überhaupt was dazu sagen zu können.
     
  4. MB

    MB Gast

    Das Zauberwort..

    ... heißt Selbsklebebahnen und Voranstrich auf Emulsionsbasis.

    Voranstrich auf Lösemittelbasis ist für Innenräume nicht geeignet (Vergiftungs- und Brandgefahr).

    Wenn Sie selbst verschweißen wollen (was mit einer Handlötlampe nicht geht, aber mit einem Brenner aus dem Baumarkt), müssen Sie genau den Punkt zwischen nicht ausreichend erhitzt und verbrannt treffen. Außerdem müssen Sie Bitumenspritzer vermeiden, das Zeug ist bis zu 250 °C heiß.

    Also entweder fertig zugeschnitte und damit nahtlose EPDM-Bahn oder bituminöse Selbstklebebahn. Auslegen, ausrichten, Schutzfolie abziehen, antreten, fertig.
     
  5. Arno

    Arno Gast

    Welche Infos denn?

    Aber soviel schonmal:

    Die Variante f) ist vom Tisch !!!!

    Der Keller erhält Fußbodenheizung, wird zwar nicht bewohnt, aber das was rein kommt, ist recht teuer und hat absolut was gegen Feuchtigkeit!!

    Weiterhin was zum Haus/Keller insgesamt:
    - Die Bodenplatte steht auf einer PE Folie (nicht sonderlich dünn und die Bahnen ca. 1m breit).
    - Sauberkeitsschicht oder Kies unter dem Haus gibt es nicht. Unter der Folie ist Lehmboden (laut Gutachten schlecht bis nicht versickerungsfähig).
    - Grundwassser liegt noch lange nicht an, von der Seite kein Problem.
    - Verfüllt wurde der Arbeitsraum mit Sand/Kies gemich. Weiterhin sind Drainagerohre (leider die gelben flexiblen) gelegt worden, mit Flies umwickelt und mit mit Grobkies verfüllt.

    @MB: Vertig zugeschnittene EPDM-Bahn bedeutet, die ist für den ganzen Keller in einem Stück? Oder wenigstens für einen Raum?
    Haben die bituminösen Selbstklebebahnen einen Nachteil gegenüber dem Verschweißen?

    Gruß
    Arno
     
  6. Arno

    Arno Gast

    bituminöse Selbstklebebahn

    @noch eine weitere Frage, gibt es eine genaue Bezeichnung/Hersteller für diese Selbstklebebahnen ? Google hat da nicht zuviel zu rausgespuckt.
    Haben die eigentlich Nachteile gegenüber der Schweißbahn?

    Gruß
    Arno
     
  7. MB

    MB Gast

    Wir kreisen

    .. das Problem ein :)

    Also die fertig zugeschnittenen "Gummi"-Bahnen gibt es in allen möglichen Zuschnitten. Wenn natürlich die Innenwände schon stehen, ist das hinfällig. Teuer ist es auch.

    Die Selbsklebebahnen haben einen großen Nachteil gegenüber "normalen" Bitumenschweißbahnen: sie sind teurer.

    Wenn die PE-Folie ausreichend (ca. 1 m) überdekct wäre, käme auch kein Wasserdampf rein. Wenn die aber nur 1 m breit sind, müßten die verschweißt sein.

    Sie müssen jetzt aber unterscheiden, ob Sie gegen Wasserdampf von unten abdichten wollen, denn dann reicht PE-Folie mit ausreichend Überdeckung.

    Oder eben gegen Wasser von oben. Dann würde es ja Sinn machen, die Dämmung auch zu schützen. Also die Selbstklebebahnen auf die Dämmung zu kleben. Schweißen hgeht da ja ohnehin nicht.
     
  8. MB

    MB Gast

    Antwort vergessen

    Suchen Sie bei Dachbahnenherstellern nach Produkten. Meistens heißen die SK-Bahnen. Hier een paar Hersteller (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
    - Esha
    - Vedag
    - Kebu
    - Braas (heißen jetzt anders, aber so findet man die noch)
    - Icopal
    - Bauder
    - Sarnafil
    - VAE-Plan
    - Mogat
     
  9. bauworsch

    bauworsch Gast

    Bevor Ihr Euch

    weiter Gedanken über das Bekleben der Bodenplatte im Keller macht, solltet Ihr Euch erstmal Gedanken über den Ausführungsmangel bei der Dränung machen.
    Nur so.
    Ich will Eure Unterhaltung aber nicht stören.
     
  10. MB

    MB Gast

    Welche Drainung?

    Da ist doch keine :)

    Oder andersrum: wie ist der Keller denn abgedichtet. Hatten wir doch schon mal. Wenn er gegen nicht stauendes Sickerwasser abgedichtet ist, kann man den schwarzen Peter zwischen falscher Drainanlage und falscher Abdichtung hin und her schieben.
     
  11. Arno

    Arno Gast

    Noch offene Fragen:

    Hallo!

    Aus der Ursprungsfrage sind bislang c) d) und e) noch nicht wirklich beantwort. Kann jemand was dazu sagen?

    @bauwursch und MB:
    Hatte noch vergessen, dass selbstverständlich eine Hohlkelle gemacht wurde (diese Abschrägung an der bodenplatte) und alle Wände (incl. Der Hohlkelle) mit Bitumenmasse 3mm verspachtelt wurden. Auch gibt es noch 80mm Perimeterplatten.
    Wieso ist die Drainung falsch? Was ich hier so mitbekommen habe, ist das gelbe Rohr sicher nicht die beste Wahl. OK, leider hatte ich da bei Baubeginn keine Ahnung von. Allerdings hat dieses (glaube es nannte sich Fränkisches-Drainrohr) scheinbar irgendeine Zulassungsnummer erhalten. Kann ich denn da rechtlich überhaupt etwas gegen den BT machen, dass er dieses verwendet hat?
    Ist die Drainung überhaupt bei diesem Boden zwingend notwendig bei diesem Keller? Ich verstehe es in der DIN fast so, dass man sie sogar hätte ganz weglassen können. Oder sehe ich das jetzt föllig falsch?
     
  12. bauworsch

    bauworsch Gast

    Das mit der Dränung

    hängt vom Lastfall ab.
    Was hat denn das Baugrundgutachten für Ergebnisse gebracht? So wie es sich liest, wurde wohl eine Ausführung mit Abdichtung gegen Bodenfeuchte und nicht stauendes Sickerwasser ausgeführt ( 3 mm KMB ), da ist eine Dränung erforderlich.

    Das Problem der gelben Rohre ist eineseits, dass sich diese nicht ( oder nur sehr schwer ) in einem gleichmäßigen Gefälle verlegen lassen und dass die Wassereintrittfläche ( Schlitzung ) nicht ausreichend für den zu erwartenden Wasserzudrang ist.
    Die Zulassung nach irgendeiner DIN wird sich wohl auf die DIN 1187 beziehen, dies ist jedoch lediglich eine Güterichlinie und weist noch lange nicht die Eignung nach DIN 4095 aus.

    Sie können dem Bauträger eine Mängelanzeige schicken, dass die Ausführung der Dränung nicht den Anforderungen nach DIN 4095 entspricht. ( Ist an jedem Richtungswechsel der Dränleitung ein Spül- und Kontrollschacht angebracht?)

    zu c) kann ich weniger sagen, bei d) sollten Sie bei einem Betonkeller zumindest bis OK Fertigfußboden gehen, bei einem gemauerten Keller optimlaerweise bis an die horizontale Sperrschicht über der erster Steinreihe, sofern diese bitumenverträglich ist.
    Der Puz hält direkt auf der Abdichtungsbahn weniger, hier sollten Sie einen Putzträger zusätzlich anbringen, das kann aber in Verbindung mit der Stärke der Bahn möglicherweise zu einem dickeren Aufbau als an den Wänden drüber führen.
     
  13. Arno

    Arno Gast

    Drainung

    Ein Spul- und Kontrollschacht wurde nicht angebracht. Ist dieser laut DIN vorgeschrieben?

    Gibt es eigentlich noch Möglichkeiten der Sanierung? An einer Seite ist auf einer Länge von 6m die Garage gebaut worden.

    Gruß
    Arno
     
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  15. Plewka

    Plewka

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    Re: Das Zauberwort..



    Nur zum Verständnis:
    An anderer Stelle (mit 200S4 Schweissbahn) wurde darauf hingewiesen diese nicht mit dem Untergrund zu verkleben. Es ist vom Material abhängig, ob man es mit dem Untergrund verklebt oder nicht?
    Es erschien mir logisch eine mechanisch strapazierfähige Schweissbahn_nicht_ mit dem Boden zu verkleben, damit sie sich etwas hindrücken kann. Dazu passt dieses nicht.
     
  16. MB

    MB Gast

    Da fehlt der Zusammenhang

    Es ist dann sinnvoll, eine Abdichtung NICHT vollflächig zu verkleben, wenn der Untergund noch zuviel Feuchte enthält.

    Damit soll der Dampfdruck verteilt werden. Im Grunde reicht es aber tatsächlich, die Bahnen lose zu verlegen und nur die Nähte und Stöße zu verschweißen.

    Vollflächige Verklebung ist andererseits wieder eine größere Sicherheit gegen Unterläufigkeit durch einen Riß in der Bahn.
     
Thema:

Schweissbahn unter Estrich in Eigenleistung

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