Schweißbahn zum Abdichten eines Kellers?

Diskutiere Schweißbahn zum Abdichten eines Kellers? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hi, mein Keller (am Hang, eine komplett offene Seite) soll zur Wohnung ausgebaut werden. Nachdem wir den feuchten Magnesiaestrich entfernt haben,...

  1. #1 nothin2g, 4. Juli 2011
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    Hi,

    mein Keller (am Hang, eine komplett offene Seite) soll zur Wohnung ausgebaut werden. Nachdem wir den feuchten Magnesiaestrich entfernt haben, konnten wir das Feuchtigkeitsproblem lokalisieren: Zwischen der Bodenplatte und der ersten Steinreihe ist keine Horizontalsperre angebracht. Die Sperre liegt nur zwischen erster und zweiter Steinreihe.
    Die untersten Steine sind zur hälfte dunkel gefärbt und feucht. Diese Feuchte hat sich scheinbar über den Montagegips auf die wandverkleidenden Rigipsplatten übertragen.
    Würde hier eine Schweißbahn, die bis zur Horizontalsperre hochgezogen ist, Abhilfe schaffen?

    Viele Grüße
    nothin2g
     
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  3. #2 Halbwissender, 4. Juli 2011
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    Bei reiner Bodenfeuchte

    also ohne Wasser in tropfbarer Form, ist dies sogar noch heute im Beiblatt 1 der Din 18195 - 4 so drin. Nur muss man die auch gegen ablösen sichern (verwahren). Alternativ wäre eine Maßnahme nach WTA Merkblättern möglich. Hier ist eine eingestemmte Nut mit Hohlkehle aus Sperrmörtel und Dichtschlämme vorgesehen.
     
  4. #3 Carden. Mark, 4. Juli 2011
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    BB1 der 18195 = ohne "-4" da diese BB für 4, 5 + 6 gilt.
    Dem Rest stimme ich zu :)
     
  5. #4 Halbwissender, 4. Juli 2011
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    Bezieht sich auf den Lastfall die 4, ansonsten macht die Ausführung auch keinen Sinn (wenn man da überhaupt von Sinn sprechen kann?) m. M. nach wurde so ein immer noch häufig anzutreffender Fehler oder besser sinnfreie Ausführung, als machbar darzustellen :)
     
  6. #5 nothin2g, 4. Juli 2011
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    Vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Für mich als Laie (mit nicht-tropfender Feuchte im Keller) heißt das: Schweißbahn aus Bitumen bis zum Sperrband sollte mein Feuchtigkeitsproblem beheben? Gegen die Ablösung hilft doch der Druck von oben durch Estrich und seitlich durch den Putz, nehme ich an?
    Welches Handwerk ist denn zur korrekten Durchführung dieser Tätigkeiten im Stande?
     
  7. #6 Halbwissender, 4. Juli 2011
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    Genau das ist das Problem, die Bahn hält nicht durch den Putz und ist ohne zusätzliche Maßnahmen nicht überputzbar. Daher der Vorschlag mit Dichtschlämme... Die ist (mit Nebenarbeiten) überputzbar
     
  8. #7 nothin2g, 4. Juli 2011
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    Wäre Wand -> Bitumen -> Styropor -> Putz eine möglichkeit?
     
  9. #8 Halbwissender, 4. Juli 2011
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    Eher nicht... eher Bitumenbahn an Wand, Kappleiste (o.ä.), Streckmetall, Putz
     
  10. #9 Carden. Mark, 4. Juli 2011
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    Die Bahn muss durch NICHTS irgendwo befestigt werden.
    Sie muss nur sich selber und etwaige weitere Schichten tragen.
    Die Wasserangriffsart "Bodenfeuchtigkeit nach 18195-4", um die geht es hier offensichtlich, verlangt nur das trennen von kapillaren Baustoffen.
    Hierzu etwaigen Putz unter der Dachdichtungsbahn auf der ersten Schicht abnehmen und die Schweißbahn von der Bodenplatte herkommend bis an die Dachdichtigsbahn heranführen. Wenn die 1. Steinreihe ordentlich grundiert wird läßt sich die Schweißbahn hier ausreichend fest ankleben.
    Dann den Estrich davor führen und gut ist es.
    Kappleisten bedarf es nicht.
    Es braucht KEINE wasserdichte Verbindung.
    Gegen drückendes Wasser hilft eine Abdichtung von INNEN eh kaum.

    Bisher ist noch nicht beantwortet (gefragt) worden, ob die erste Steinreihe, auf der die DDB liegt über dem Estrich liegt. Wenn Nein, dann Schweißbahn vom Dachdecker einbringen lassen. Wenn Ja, stellt sich die Frage wieviel cm. Was für ein Aufbau auf dem Estrich / Sockel ist geplant.
     
  11. #10 Halbwissender, 4. Juli 2011
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    Das stimmt nur bedingt. Die Bahn muss gegen ablösen (abkippen) gesichert sein. Das schafft ein Putz nicht. Eine Kappleiste (WA Profil oder ähnliches) reicht eh nicht um einen druckwasserdichten Anschluss zu sichern. Da braucht es schon Anpressschienen nach DIN 18195 - 9. Aber das ist hier gar nicht Thema Ein Estrich "könnte" das herstellen, muss aber nicht. Das scheitert meist an der Höhenlage
     
  12. nothin2g

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    Der Aufbau ist momentan: Bodenplatte, Mörtelschicht, Stein (halbe höhe feucht), Mörtelschicht mit DDB, Stein, Mörtel, Stein usw. Der alte Estrichaufbau (Dämmung, Folien, Estrich etc...) war ca. 9 cm hoch.
    Eine Estrich mit Fußbodenheizung wäre am Ende der Idealzustand.
    Wenn gewünscht kann ich auch ein Foto machen.
     
  13. #12 Halbwissender, 4. Juli 2011
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    Estrich mit FBHZG müsste hoch genug sein. Dann brauchts unter der Konstruktion eh eine Abdichtung. Am besten als Dampfsperre. Die am Rand hochgezogen bis über die Horizontalsperre bis OK Boden und fertig die Laube.
     
  14. nothin2g

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    Wenn die Bodenoberkante höher als die Horizontalsperre liegen soll, würde der Raum ca 25 cm (eine volle Steinhöhe?) niedriger werden :D
     
  15. #14 Carden. Mark, 4. Juli 2011
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    So viel zur Anforderung aus der DIN 18195-4.

    Die 18195-9 bezieht sich im Bezug zur 18195-4 auf Gebäudesockel, untere und obere Abschlüsse auf der der Wasserseite zugewandten Seite.
    Das von Dir genannte sichern vor abkippen kann hier, da kein Wasserbeanspruchter Anschluss vorliegt, regelgerecht durch ein reines ankleben auf den gereinigten und grundierten Wandbildner erfolgen.

    Falls ich hier falsch liege, zitiere mir bitte die Quelle.
    Ich lerne gerne dazu.
     
  16. #15 Carden. Mark, 4. Juli 2011
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    Daher meine Frage nach der Höhe.
    Es gibt tatsächlich immer noch 12,5 cm Steinhöhen, evtl. dann auch nur als Kimmsteine.
    Also - beantworte nun meine Frage.
    Wie hoch kommt der Estrich.
    Wie hoch liegt die Sperre (offensichtlich 25 cm)
    Was hast Du als Folgeaufbau gedacht.
    Was für ein Sockel.
     
  17. nothin2g

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    [​IMG]
    Hier mal eine Illustration. Foto kann morgen geschossen werden falls notwendig.
     
  18. #17 Carden. Mark, 4. Juli 2011
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    Ich will keine schönen Graphiken oder Bilder - ICH WILL MEINE FRAGEN BEANTWORTET HABEN :D
     
  19. nothin2g

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    Der Estrich wird definitiv höher als 9 cm, da aktuell keine Fußbodenheizung verbaut war. Genau kann ich dies leider noch nicht sagen.
    Was meinst du mit Folgeaufbau und Sockel?
    Die Sperre liegt folgerichtig auf ca. 25 cm (Augenmaß)
     
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  21. #19 Halbwissender, 5. Juli 2011
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    Ich würds dann mal so vorschlagen

    schwarz = vorhandene Abdichtung im Mauerwerk
    Grün = Fußbodenkonstruktion
    Grau = V60 S4 AL 0,1 bis Oberkante Boden auf die Dichtschlämme mit Voranstrich aufgeschweißt
    Blau = Dichtschlämme, an die Horizontalsperre herangeführt
     
  22. nothin2g

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    Danke für das Illustration!
    Was spricht dagegen das V60 bis zur Horizontalsperre zu verlegen?
     
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