Schwere Ziegel

Diskutiere Schwere Ziegel im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, für ein EFH möchte ich mich für schwere Ziegel entscheiden. Außenmauerwerk ist 36,5 , Innenwände 24, 17 und 11,5. Der Außenlärm ist...

  1. Bodo

    Bodo Gast

    Hallo,
    für ein EFH möchte ich mich für schwere Ziegel entscheiden.
    Außenmauerwerk ist 36,5 , Innenwände 24, 17 und 11,5.
    Der Außenlärm ist relativ hoch, deshalb ist mir sehr gute Schalldämmung wichtig. Die Heizkosten können ruhig höher liegen, als bei NEH. Geheizt wird mit Grundofen plus FBH.
    Welche Ziegel soll ich nehmen ? (Typen, Rohdichte etc. ).
    Gleichzeitig möchte ich auf bewährtes Material zurückgreifen,
    daß schon länger auf dem Markt ist.
    Danke für Tipps !
    Bodo.
     
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  3. #2 C.. Schwarze, 22. April 2003
    C.. Schwarze

    C.. Schwarze Gast

    Wie man mir hier schon erklärt hat, planen Bauherren nichts, planen tun nur Archis und Statiker.
    Bauherren dürfen sich was wünschen, zahlen und hoffen oder allenfalls grobe Vorstellungen abgeben.

    Egal mit welchen Material Sie bauen möchten, seit dem 01.01.03 müssen eben die Werte der EnEV erreicht werden- das erklärt ihnen wiederum einer(Archi oder ein anderer Studierter).
    Wie Sie die Gesamtwerte erreichen ist eine andere Seite.

    Wenn Sie wie gesagt, auf Schallschutz besonderen Wert legen, müssen z.B. auch auf die Deckenauflager besonderen Wert legen.
    (Suchwort R 500, G 200 DD, Horizontalsperre, Massivdach)
    Auflager der Kellertreppen, Verbindungen der Türen und nicht zu vergessen die Schallschutzfenster, deren Rolladenkästen und ähnliche nicht zu verachtene Dinge.
    Estrich, Trittschall und Schallwege(Keller,Wände) fallen mir auch noch ein.

    MfG

    C. Schwarze



    Sie kennen nicht zufällig Blücher, Ebel, Fischer & Co.?
     
  4. mls

    mls Bauexpertenforum

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    nix neues ...

    die frage war - fast wörtlich - vor ein paar tagen in bau.de, http://www.bau.de/forum/energie/596.htm
    die reaktion des dortigen fragestellers ist lesenswert .. naja, eigentlich nicht ;)

    ... das nur zur erläuterung, weil die beantwortung jeder frage zeit kostet.
     
  5. TAMKAT

    TAMKAT

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    Na ja, was soll ich da sagen, da bei uns ( Gott sei dank) fast ausschließlich Zeischalig gebaut wird wäre mehr Schall Schutz kein problem.

    Kalksandstein Rohdichte ab 2,0 17,5 er oder 24 ger Wand, 10 cm Wärmedämmung, Verblender. Termisch getrenntes Auflager der Decke und der Treppen, Schallschutzfenster, u.s.w.

    Erfüllt ganz locker die EnEV, Normale Heitzkosten.

    Der Kunde ist König, kein Architekt und kein Statiker würde etwas gegen diese Kalksandstein Wände haben.

    Eins dürfen wir nicht vergessen, Passivhäuser, Drei Liter Häuser, oder Nullenergie Häuser sind in Deutschland die ausnahme, und werden es auch bleiben, auch wenn in Bayern mehr dieser Häuser gebaut werden, bleiben sie doch die ausnahme.
    Der allermeiste teil der Häuser werden im Rahmen der EnEV gebaut. Das sind den die "Normalen" Häuser.

    Also was soll das?
    Wenn der Bauherr es so möchte, und Fachlich nichts dagegen spricht, ist es O.K.

    Ich möchte nicht verhehlen, dass es mich schüttelt wenn ich allein das Wort Kalksandstein höre, ich habe lieber Poroton. Aber was soll es, ich muß nicht drin wohnen, ich muß es vor allem nicht bezahlen.

    TAMKAT
     
  6. #5 C.. Schwarze, 22. April 2003
    C.. Schwarze

    C.. Schwarze Gast

    @TAMKAT

    Wenn Sie 2schalige Bauweise bevorzugen, mauern Sie den Klinker mit oder ohne Luftschicht. Verfugen Sie den Klinker beim Mauern gleich mit aus, oder kratzen Sie die Fuge frei, und warten mit dem Ausfugen.
    Wenn Sie verschiedene Hausseiten mauern, gibt es bei Ihnen den auch Ecken mit vertikalen Silkonfugen von unten bis oben?
     
  7. Gast

    Gast Gast

    Berg suchen

    Alles, was nicht nach Haus aussieht, wegschlagen. Genug Berg drumrumlassen.
     
  8. TAMKAT

    TAMKAT

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    Meistens wird Kerndämmung verlangt, dass heißt ohne Luftschicht, aber zwichen Verblender und Kerndämmung ist immer ein Luftspalt von 1 bis 2 cm. Was aber keine Luftschicht nach DIN ist.

    Nein die Verblender werden nicht sofort verfugt. Es wird ausgekratzt, und später vom Fuger ausgefugt. Der Fuger macht einige mußter in verschiedenen Farben, der Bauherr sucht sich das aus was ihm am besten gefällt.

    Selbstverständlich werden an den Hausecken und an der Garage vertikale Dehnungsfugen hergestellt. In einigen fällen (KS Verblender) auch in den Fensterbrüstungen.


    TAMKAT
     
  9. #8 C.. Schwarze, 23. April 2003
    C.. Schwarze

    C.. Schwarze Gast

    aha, und wozu das Ganze? was hat sich den nach dem Erfinden des Silikons geändert, das daraus eine Selbstverständlichkeit wird?
     
  10. TAMKAT

    TAMKAT

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    Auch das ist eigendlich einfach.
    Früher waren die Wände einschalig. Gern genommen wurden Bimsblöcke, die von außen nur verputzt wurden. Die ganze Wand wurde aufgeheizt, und die Umweld gleich mit. Alle Wände hatten annähernd die gleiche Themeratur. Wenn die Wände Risse bekamen, hatte das Konstruktions bedingte ursachen.
    Das ganze gab es dann auch in Ziegelsteinen (Bundesformat), man hatte den Außenputz gespart, und schön aussehen tats auch.

    Dann wurde Zweischalig gebaut, anfangs mit 24 ger Bimsblöcke, als Wärmedämmung gab es 2 cm mit Teerpappe Kaschierte Styropor Platten. Die Verblendung wurde ohne Dehnungsfugen gemauert. Die folge davon waren Risse an den Ecken.

    Dann wurde die Wärmedämmung immer besser, und immer dicker.
    Alle drei Elemente der Zweischaligen Wände hatten nun jeweils eine hauptfunktion. Die Innere Wandscheibe 17,5 oder 24 ger Wand hat tragende Funktionen, die Wärmedämmung soll die Wärme in der inneren Wandscheibe halten. Die Zweite schale die Verblendung soll das ganze verstecken und schön ausschauen.
    Natürlich hat das ganze eine gesamtfunktion und spielen ineinander.
    Nun ist die Verblendschale der Witterung ausgesetzt, speziell Kälte und Wärme. Da aber nahezu jedes Material bei unterschiedlichen Themperaturen schwindet, und auch der Verblender dies gerne macht, wurden Dehnungsfugen angeordnet.
    Stellen Sie sich mal die Südseite eines Hauses um die Mittagsseite vor, die Seite wird kräftig angeheitzt, und die Wand Dehnt sich. Die Ostseite dagegen liegt im Schatten, und zieht sich zusammen. Bei einer Starren verbindung würde es nun zu Risse an den Ecken kommen.
    Und deshalb Dehnungsfugen.


    TAMKAT
     
  11. Bodo

    Bodo Gast

    Mein Bauträger meint,

    ... noch besser sind 2-schalige 24-er Wände
    und 4 cm Luft dazwischen.
    Welche Rohdichte sollen die Ziegel haben ?
    Reichen 0,14 RD aus bei o.g. Bauweise ?
    Danke !
     
  12. TAMKAT

    TAMKAT

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    Obwohl ich das alles noch immer nicht nachvolziehen kann.
    Was ist den 0,14 das ist doch gar nichts.

    Wenn schon dann richtig.

    Zweimal 17,5 cm Kalksandstein dazwischen 3 cm Fuge. Rohdichteklasse der Steine 2,0.

    Dann haben Sie traumhafte 71 db.

    Ich würde es den so machen.

    24 cm Kalksandstein Rohdichte 2,0, 10 cm Wärmedämmung, 4 cm Luftschicht, und ein Kalksandsteinverblender.

    So haben Sie einen Wandaufbau von 49,5 cm, erstklassige 72 db, und eine vernümpftige Wärmedämmung.

    TAMKAT
     
  13. Saemmy

    Saemmy Gast

    was wird`n das,

    ein Häusle an der A7 oder gegenüber einem Kinderspielplatz? Was`n mit Fenster, auch aus Kalksandstein? Wäre ja mal was neues. Dachziegel vielleicht auch aus Kalksandstein, wäre mal `ne Idee. Vielleicht sollte man sich derer Baustoffe bediehnen die in der Region gebräuchlich sind.

    Wenn man beim Verblender schon protzen will, dann besser einen Quarzit DF bosiert, aber ansonsten tut`s ja vielfach auch der nochmale Kratzputz....
     
  14. #13 C.. Schwarze, 25. April 2003
    C.. Schwarze

    C.. Schwarze Gast

    oder der T9 in 36,5 + Luft + 11,5 Klinker.
    Aber hurtig jetzt bestellen, ab August soll doch die neue LKW-Maut in Kraft treten(mit der Wirkung von 6-Ökosteuerstufen).
    Dann wirds nix mehr mit dem T9 in Norddeutschland-
    teuerer T9 - wird noch teurer, ja so kann man den Bau auch kaputtmachen.

    zurück zum Silikon
    @TAMKAT
    Tja, dann müssen wohl zig-Gebäude, incl. meins,2geschößig, wegen nicht vorhandener Dehnungsfuge, Risse aufzeigen.
    Sie tun es aber nicht, ist´s Glück, oder liegt´s am Mörtel?
     
  15. TAMKAT

    TAMKAT

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    Es ist Glück, es kann Risse geben, muß es aber nicht.
    Dehnungsfugen sind nach DIN 1053 vorgeschrieben.

    TAMKAT
     
  16. Gast

    Gast Gast

    Wo?

    soll das stehen?
     
  17. bauworsch

    bauworsch Gast

    Soll

    ist das Zauberwort. In der 1053 unter 8.4.3.1. irgendwo ziemlich an Ende unter h) steht: In der Außenschale sollen vertikale Dehnungsfugen angeordnet werden..... mehr net.
    ....
     
  18. Gast

    Gast Gast

    Genauer...........

    So:
    h) In der Außenschale sollen vertikale Dehnungsfugen angeordnet werden. Ihre Abstände richten sich nach der klimatischen Beanspruchung (Temperatur, Feuchte usw.), der Art der Baustoffe und der Farbe der äußeren Wandfläche. Darüber hinaus muß die freie Beweglichkeit der Außenschale auch in vertikaler Richtung sichergestellt sein.
    Die unterschiedlichen Verformungen der Außen- und Innenschale sind insbesondere bei Gebäuden mit über mehrere Geschosse durchgehender Außenschale auch bei der Ausführung der Türen und Fenster zu beachten. Die Mauerwerksschalen sind an ihren Berührungspunkten (z. B. Fenster- und Türanschlägen) durch eine wasserundurchlässige Sperrschicht zu trennen.
    Die Dehnungsfugen sind mit einem geeigneten Material dauerhaft und dicht zu schließen.

    Wobei " Ihre Abstände richten sich nach der klimatischen Beanspruchung (Temperatur, Feuchte usw.), der Art der Baustoffe und der Farbe der äußeren Wandfläche" ja wohl entscheidend ist.

    Was mache ich bei einem erforderlichen Abstand von 15 m, wenn die Wand nur 8 m lang ist? :)
     
  19. Saemmy

    Saemmy Gast

    Manche

    habens mit der DIN 1053 nicht so....

    Konstruktive Fugen sind grundsätzlich zu planen.
     
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  21. Gast

    Gast Gast

    Deswegen

    heißt es ja auch BEMESSUNGS-NORM und nicht Ausführungs-Norm
     
  22. #20 C.. Schwarze, 27. April 2003
    C.. Schwarze

    C.. Schwarze Gast

    Ich kann nicht mit den verschiedenen Normen dienen, meine Informationsquellen beziehen sich leider nur auf Hersteller und Verarbeiterseiten.

    http://www.stucknagel.de/entry/entrybindemittel.html
    ...
    Wasserkalk, hydraulischer Kalk oder hochhydraulischer Kalk eignen sich für Mauer- und für Putzarbeiten im Innen- und Außenbereich, bei denen keine allzu große Festigkeit und Härte, aber eine hohe Dehnfähigkeit verlangt wird.
    ...

    http://www.bockhorner-klinker.de/tipps/baukonstruktion/moertelkunde.html

    http://www.bockhorner-klinker.de/tipps/index.html
    in dem Index sind einge Punkt erklärt, die Antworten auf einige Fragen hier geben hätte konnten (Mauerwerksanker, Auslaugung)

    http://www.bockhorner-klinker.de/tipps/baukonstruktion/bewegungsfugen.html
    mit den Hinweis das der Bewegungsabstand in m bei Verblendmauerwerk mit Luftschicht bis 10 – 12 betragen kann

    Die Kombination des Stein mit dem Mörtel bringt es.
     
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