Schwimmbadwasser - Wärmebedarf/Brennstoffbedarf

Diskutiere Schwimmbadwasser - Wärmebedarf/Brennstoffbedarf im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Moin, habe Neukunden die sich für ein MIni-Bhkw interessieren und ich soll eine Wirtschaftlichkeitsrechnung machen.... Vorhanden ist neben...

  1. #1 tbmaennchen, 29. Mai 2012
    tbmaennchen

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    Moin,

    habe Neukunden die sich für ein MIni-Bhkw interessieren und ich soll eine Wirtschaftlichkeitsrechnung machen....

    Vorhanden ist neben der Ölheizung die für mich kein Problem darstellt, ein alter zur Zeit noch abgeklemmter Innenpool mit Gegenstromanlage...
    Baujahr ca ´75 (7,5x3,5x1,4m) der wieder durch die neuen Besitzer reaktiviert werden soll.
    Nun ist mein Problem, da keine alten Zahlen über Ölverbrauch vorhanden sind, wie rechnet man sowas(Wärme oder Brennstoffbedarf im Betrieb)?? Ich hatte bisher noch nie was mit Schwimmbädern am Hut....

    Gibt es Faustformeln??

    Für einen Anstoss oder Lösungshilfe wäre ich dankbar...manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht...hehe


    Gruß Torsten
     
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  3. #2 D3esperator, 29. Mai 2012
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    zahlt der kunde eig. für diese dienstleistung?
     
  4. #3 wasweissich, 30. Mai 2012
    wasweissich

    wasweissich Gast

    faustformeln sind schon hinfällig , weil der aufbau des beckens unbekannt ist . was du faustförmig gerechnet bekommst ist das einmalige aufheizen auf xx°C über die wassermenge und temperaturdifferenz ... alles andere ist was für einen der sich mit pools auskennt , weil die verluste , die so ein ding produziert sowas von allem möglichen abhängt .....


    aber BHKW und pool passt schon ganz gut zusammen , wobei 7,5x3.5 x1,4 recht wenig wasser ist ....
     
  5. DirkZ1

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    Energie = Masse * spez.Wärmekapazität * Temperaturdifferenz

    Q = m • c • ΔT
    ΔT = 37-7 = 30

    Q = 36750kg * 4,18 kJ/(kg*K) * 30 K

    Q = 4615065 kJ
    Q = 4615 MJ
    Q = 1281 kWh bei einer neuen Befüllung mit Leitungswasser (von 7 auf 37°C)


    Annahme: Temperaturverlust 2°C, ΔT = 2K

    Q = 36750kg * 4,18 kJ/(kg*K) * 2 K
    Q = 307230 kJ
    Q = 307 MJ
    Q = 85 kWh zur Aufrechterhaltung der Temperatur

    Hmm, fast ein bisschen groß die Werte...
     
  6. #5 tbmaennchen, 30. Mai 2012
    tbmaennchen

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    Hi D3esperator,

    tja die Kunden zahlen ja am liebsten garnichts, Erstberatung und Abeit anschauen ist bei uns umsonst, das heißt nicht das die Kunden die Ergebnisse ausgehändigt bekommen!! Erst bei Auftrag, vorher nur zur Angebotserstellung eine gemeinsame Einsicht....
    Leider gilt ja bei Kunden in Zeiten von Onlineshops das Anspruchsdenken auf kostenlose Planung um uns nachher die Preise von Billiganbietern um die Ohren zu hauen....Das sieht man leider auch oft bei Architekten die selber ausschreiben und irgend nen Mist zusammenkopieren meist aus alten Vorlagen und dann von uns erwarten, das wir das am besten noch für sie berichtigen....- kosten darf das natürlich auch nix.....sowas erlebe ich jeden Tag aufs neue.....
     
  7. #6 tbmaennchen, 30. Mai 2012
    tbmaennchen

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    Hallo wasweissich und DirkZ1,

    danke für eure Beiträge! Die Formel die Ihr vorschlagt kenne ich natürlich (siehe Berufsbezeichnung), wie Ihr allerdings auch festgestellt habt, hilft die nicht wirklich weiter bei meiner Aufgabe! Hauptsaächlich brauche ich eine Einschätzung von jemanden, der sich mit Schwimmbädern auskennt.

    @DirkZ1 In meinem Beruf rechnet man mit c= 1,163Wh/(kg*K), dann sparst dir das läßtige umrechenen :)

    Vielleicht tauch hier ja noch ein Schwimmbadgott auf :)

    Gruß Torsten
     
  8. #7 Achim Kaiser, 30. Mai 2012
    Achim Kaiser

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    Bauwerk und Beckenwandverluste kannste wie üblich berechnen.
    Hauptelend ist die Beckenwasserverdunstungswärme .
    Wie hoch die Wärmerückgewinnung aus der Entfeuchtungsanlage ist kannste dir irgendwo abgreifen ;-) Wirkungsgrad je nachdem ob die Energie der Luft oder dem Beckenwasser wieder zugeführt wird.

    Es ist schon ein paar Tage her als ich mich das letzte mal damit beschäftigte. Ich müsste das mal rauskramen was damals für das Schwimmbad rauskam (ist aber nicht wirklich tauglich, da Schwimmbad etwa heutigem Standard entspricht).

    Schwimmbäder aus 1975 sind ohne kräftige Nachbesserungen m.E. nicht betreibbar. Damals waren Ölverbräuche von 8 bis 15 000 l/a je nach Bausubstanz, Beckengröße etc eine ganz normale Hausnummer ....

    Nicht umsonst wurden die Dinger ausser Betrieb gesetzt, da vielen trotz etwas Wechselgeld in der Portokasse das Späßeken zu teuer im Unterhalt und auch zu aufwändig in der Pflege wurde.

    Wenn die Kiste *reaktiviert* werden soll, dann läuft das auf 1x Schwimmbadtechnik in vollautomatischer Ausführung *neu* raus (plus z.B. Beckenabdeckung etc.).... kostet richtig fett Kohle, plus aufpeppen der Gebäudesubstanz (und das ist kein Zuckerschlecken).

    Beim BHKW wirste trotz kräftigem Energiebedarf das Problem haben dass die Kiste schnell zu groß wird ..... da der Grundlastenergiebedarf übers Jahr käumlich für nen Dachs o.Ä. reicht .... MiniBHKW könnte interessant sein aber wie standfest die Dingers schon sind ---> Gretchenfrage.

    Beim kompletten Technikinvest wird der Bauherr schnell dazu tendieren die Finger davon wech zu lassen ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  9. R.B.

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    Da kann er bei dem o.g. Becken allein schon in Richtung 40kWh pro Tag rechnen, und zwar ohne Badebetrieb Wer´s genauer wissen will kramt die VDI raus, ich glaube 2089 oder so ähnlich.

    Hat mir doch keine Ruhe gelassen. Hier ein Auszug:

    Gruß
    Ralf
     
  10. #9 Rosmarin, 30. Mai 2012
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    Ein bisschen ketzerisch: Das nennt man Wettbewerb! Und ich als Kunde bin froh drüber, per Internet Preise ermitteln und vergleichen zu können.
    Dass vllt. die meisten Kunden nicht billig von preiswert (im Sinne von "seinen Preis wert") unterscheiden können, das steht auf einem anderen Blatt. Und dass Kunden nicht für Beratung und Planung bezahlen wollen liegt wohl auch daran, dass sie darin keinen Mehrwert sehen und anscheinend die Planer und Berater den Mehrwert auch nicht immer verdeutlichen/verkaufen können.
     
  11. R.B.

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    Das mag vielleicht noch bei einem MP3-Player funktionieren, oder der neuesten Digi-Cam, aber nicht bei Haustechnik. Dort läuft es ständig auf einen Äpfel-/Birnenvergleich hinaus, und Laie merkt den Unterschied noch nicht einmal.

    Das Problem liegt wohl eher daran, dass der Laie den Hintergrund nicht versteht. Seinen MP3-Player bestellt er ja auch beim Onlinehändler, und das hat (fast?) immer funktioniert. Wozu also braucht man eine Planung?
    Aber was soll´s, Anwälte und Gutachter wollen auch noch was zu tun haben, und so mancher Sparfuchs hat am Ende heftig Lehrgeld bezahlt.

    Gruß
    Ralf
     
  12. Rosmarin

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    Hallo Ralf,
    ich bin da ganz bei Dir, der Laie ist hier meist überfordert. Mit hinreichendem Verständnis ausgestattet halte ich dennoch das Internet eher für Segen als für Fluch. Ich habe aber auch bei dem einen oder anderen Fachbetrieb, mit dem ich mich unterhalten habe, die Einsicht vermisst, dass die Welt nunmal so ist wie sie ist. Statt nun über Internet und Kunden zu schimpfen, hätte ich einen positiven/offensiven Umgang damit erwartet. Statt nur Schlechtreden ein Aufzeigen der Vorteile der Zusammenarbeit mit dem Fachbetrieb. So machen das Geschäft halt diejenigen, die im Marketing besser sind. Und mit der Planung verhält sich das ähnlich.
    Gruß Rosmarin
     
  13. R.B.

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    Handwerker und Marketing, das passt zusammen wie Altbau und Wärmepumpe. ;)

    Manchmal funktioniert´s, meist jedoch nicht.

    Gruß
    Ralf
     
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  15. #13 wasweissich, 30. Mai 2012
    wasweissich

    wasweissich Gast

    das ist nicht ein bisschen ketzerisch ....


    hat mit nicht vermitteln können nichts zu tun .

    hat mit erwartungshaltung die durch sprüche ich bin doch....blöd und ähnliche geweckt wird .
     
  16. #14 Achim Kaiser, 31. Mai 2012
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    /Ketzermodus an
    Womit wir wieder bei den Dampfplauderern, Leuteverarschern und sonstigen Windbeuteln und Rosstäuschern ankommen.

    Heute werden immer noch die selben bis zu 30% gespart die schon vor über 30 Jahren herhalten mussten um die vorletzte Version des Produktes anzupreisen. Wenn sich diese Volksverarscheraussagen dann in der 4. Produktgeneration immer noch nicht bewahrheiten, die Gründung eines weltumspannenden Energieversorgungskonzerns aus Einsparüberschüssen nicht eintreten lässt, die Summierung der versprochenen Einsparpotentiale immer noch kein Perpetuum Mobile ergibt, die ultimativen Lösung aller Energieprobleme hinterm Horizot verpufft, liegts immer am latzhosenbekleideten Montagegoofi, der sich immer noch nicht zum Clon des Badelatschen tragenden Wundererfüllers, dem Gras aus der Tasche wächst, weiterentwickelt hat.
    Der Latzhosenturner weiss genau wer die Prügel für all die Erwartungshaltungen durch die von den Marketingbluffern aufgebauten, geschönten Suggestivaussagen kriegt ....

    /Ketzermodus aus

    Übrigens ....
    ich würde den Teufel tun für ein Schwimmbad aus den 70gern *irgendwas* zu berechnen ohne gesichterte Datenbasis. Was ein Mini-BHKW *kann* steht im Datenblatt. Ob und wieviel dieses Potentials an einer Anlage genutzt werden kann hängt von vielen Parametern ab ... Die zu klären --> Planungsauftag.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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