Setup KfW60

Diskutiere Setup KfW60 im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, nachdem die ersten Finanzierungsfragen geklärt, das Grundstück "gekauft" ist, kommt in 10 Tagen der erste "Vertreter" bzgl....

  1. #1 Advantage, 15. Mai 2008
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    Hallo zusammen,

    nachdem die ersten Finanzierungsfragen geklärt, das Grundstück "gekauft" ist, kommt in 10 Tagen der erste "Vertreter" bzgl. Hausbau.

    Nachdem wir uns einen Haustyp ausgesucht und eine ungefähre Vorstellung der Innenraumaufteilung haben, stellt sich mir als Laie jetzt die Frage, wie man das Haus am besten in den KfW60 Standard bringt. Und bevor jetzt alles mit dem Kopf schütteln: es geht mir darum, ein schlüssiges Gesamtpaket zu schnüren... Sprich z.B.:

    - müssen es 3 fach verglaste Fenster sein oder doch lieber 2 fach, lohnen isolierte Fensterrolläden
    - welche Art der Außenwand / Dämmung sollte es dann in Kombination mit Punkt 1 sein?!
    - lieber Solar aufs Dach oder Wärmepumpe etc.

    Ich habe mich schon durch div Foren geklickt und immer Einzelbeiträge gefunden, die man sich dann zusammenstellt - Frage ist halt nur, ob diese zusammengewürfelte Art und Weise Sinn macht? Vielleicht kann jemand (der hier Erfahrung hat?!) schreiben, wie ein großes "Setup" aussehen könnte oder /und Preis-Leistungstechnisch gut wäre.

    Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine... :(
     
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  3. Bauwahn

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    Was soll's denn werden: Ein Fertighaus oder Typhaus? Dann sind die Randbedingungen vom Lieferanten her schon sehr eingeschränkt, das heisst, ein Gesamtkonzept muss in den Rahmen passen. Bei einem frei geplanten Haus wäre das natürlich anders.
     
  4. #3 Advantage, 15. Mai 2008
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    Wir wollen mit einem Bauträger ein Massivhaus bauen. Wie heisst es so schön: schlüsselfertig (wobei wir z.B. das Gewerk Sanitär, Heizung etc.) anderweitig vergeben.

    Mit Gesamtkonzept meinte ich auch z.B. bestimmte Marke - eher so Mauerwerk außen = xyz cm, 2 fache Rolläden, diese Dämmung etc.
     
  5. mls

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    ich grab mal nen uralten tipp (ich glaub, von rs) aus, sinngemäss:
    schnapp dir ne grosse packung kaffee/tee/bier/wein/miwa - und
    lies dich durchs forum.
    das sollte dir die (vermutlich) grösste investition deines lebens wert sein.
     
  6. #5 Advantage, 15. Mai 2008
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    danke für den tipp - dann vervollständige ich weiter meine Liste aus den Einzelbeiträgen... Falls sich jemand doch schonmal Gedanken über ein KfW60 haus gemacht hat und eine Liste für sich erstellt hat, würde ich mich trotzdem über Infos sehr freuen :-)
     
  7. #6 Advantage, 15. Mai 2008
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    by the way - grad gesheen: gehört hier unter "Altbau" auch nicht hin - vielleicht kann ein Admin diesen thread entsprechend verschieben....
     
  8. ilis

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    Meine Meinung (und wenn ich genug Geld gehabt hätte, hätte ich's wohl sogar gemacht ;) ) Lieber (erstmal) mehr Geld in passive Massnahmen, sprich Dämmung, stecken und nicht mit teurem "Schickimicki" auf KfW-60 Standard kommen. Gute Dämmung hält hoffentlich ein Leben lang (Menschenleben, ggfs nicht Hausleben), Technik muss irgendwann ersetzt werden. Und je teurer die zu ersetzende Technik ist desto schlechter sieht's i.A. mit der Ammortisation aus.
    Und "lohnen" tut sich das Ganze (inkl. übertriebener Dämmung) eigentlich eh' noch nicht wirklich. Und bei "Solar auf's Dach" und "Wärmepumpe" sollte man schon mal überlegen, ob es deutlich (!) teurer wird, das ggfs später nachzurüsten (10-15 Jahre), wenn die Energiekosten dann tatsächlich explodiert sind. Also evtl nur vorbereitende Maßnahmen treffen, so dass später leichter aufgerüstet werden kann.
    Interessant ist natürlich immer ob man tatsächlich ein energiesparendes Haus will, oder auf Krampf eine Förderung will. Schielt man zu sehr auf die Förderung ist das mitunter auch nicht das Wahre. IMHO/YMMV.
     
  9. #8 Advantage, 15. Mai 2008
    Advantage

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    mit der Förderung hast Du Recht. Dies ist auch nicht mein /unser Beweggrund. Allerdings möchte ich halt - Hauptgrund: mit Sicherheit immer weiter steigende Energiekosten - ein sehr gut gedämmtes Haus haben (Komfort...?!). Um den KfW60 Standard zu erreichen, muss nicht zwangsläufig eine andere Energiequelle gebaut werden. Sprich:

    Eine sehr gute Dämmung und dazu eine ganz normale Gas-Brennwertheizung. Zzgl. Blower Door Test und ein Wärmebrücken-Einzelnachweis?! So unsere Vorstellungen (ich gebe zu - eingangs blöd formuliert...).
     
  10. #9 Olaf (†), 15. Mai 2008
    Olaf (†)

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    Sag mal...

    Advantage, aber wie ein KfW60 Haus zustande kommt, weißt Du schon, oder?

    Das ist keine Summe von Einzelmaßnahmen, sondern ein Paket, bei dem die Komponenten ineinandergreifen.

    Letztendlich ist es nicht wirklich entscheidend, ob Du diese oder jene Maßnahme ergriffen hast sondern vielmehr, was der PLANER bei der EnEV-Berechnung rauskriegt.

    Also bleibt eigentlich nur eins (es sei denn, Du willst noch ein kleines Zusatzstudium vorher absolvieren): "Ich möchte bitte ein Haus, dass den KfW 60 Standard erfüllt. Bitte die Berechnung und den vorgesehenen Materialeinsatz vorlegen." Dann lässt Du den Plan von DEINEM Bauleiter (Betreuer oder was weiß ich) prüfen und die Ausführung überwachen.

    Abgesehen davon, dass Du das von der technischen Seite (sorry) eh nicht überblickst, dürfte die Frage sein, ob Deine Ideen und Maßnahmen ausreichen und vor allem ob auch die wirtschaftlichste Lösung (ich gehe davon aus, dass Du die suchst) gefunden wird.

    Du kannst die Einzelkomponenten verändern, (bei einer Sache mehr bei einer weniger) und trotzdem zum angestrebten Ergebnis kommen.

    Ob und was sich lohnt, lässt sich als Einzelaussage gar nicht machen. Um z.B. mal beim 3-Scheibenglas zu bleiben: Ja, wenn die Heizung selbst rel. viel Energie braucht und das MW nicht der Hit ist, nein wenn das andere "dazu" passt.

    Ich kenn das selbst: Plane kann Spaß machen, ist aber in dem Falle überhaupt nicht zielführend.
     
  11. ilis

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    Dann würde ich mich nicht so an den Begriff klammern, denn gerade bei den Massiv-Haus GÜs heißt das dann meist "Hätten sie gerne Paket X oder Y?". Wenn's dir letztlich mehr oder weniger egal ist, ob dein Haus (laut Plan, die Ausführung ist ne andere Sache) 59.8 kWh pro Jahr PRIMÄRenergie (das kommt ja noch dazu: die EnEV schaut auf Primärenergie und nicht auf Endenergie/Kosten) oder 61.8 kWh verbrauchst, bist du evtl etwas flexibler (allerdings wird's dann wahrscheinlich keiner der großen GÜs werden, denen fehlt nämlich die flexibilität) und brauchst nicht irgendwelche Klimmzüge zu machen, um auf die letzte Stelle hinterm Komma zu kommen.
     
  12. Jonny

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    Hör auf mls und Olaf!
    Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

    Lies dich hier durch, vielleicht stösst du auf ein paar 'must haves' und sieh bitte ein das auch aus der Summe der besten Teile nur ein mittelmässiges Gesamtkonzept raus kommen kann.

    Grundlagen: Was ist dir wichtig? Bestimmte Baustoffe? Heizkonzepte? Erstellungskosten? Betriebskosten?


    Grüsse
    Jonny
     
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  14. #12 Advantage, 15. Mai 2008
    Advantage

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    Dann werde ich mal auf meinen Bauplaner hören ;-) Aber das, was der vorschlägt, werdet ihr bewerten düren ;-))))
     
  15. RaHu

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    Ich hab das etwas anders gemacht.

    Ich wusste ich will mit dem T9 bauen (T14 war mit zu schlecht, T12,T10 usw. zu "zerbrechlicht"), ich wusste auch, dass ich das Dach mit Zwischensparrendämmung plus Untersparrendämmung machen will, und da einen U-wert von 0,17 erreichen will. Ich wusste auch, dass ich den Keller mit T16 baue und den Kellerboden unter dem Estrich mir 60mm PUR plus 30mm Systemplatte für Fußbodenheizung mache. Und ich wollte eine WP und eine KWL.

    Mit diesen Daten hab ich mir das dann ausrechnen lassen, ob ich KFW60 erreiche, und was nötig sei um KWF40 zu erreichen. Rausgekommen ist dann etwa 54kWh Primärenergie und auch in etwa 54kWh Heizenergie (ohne die KWL einzurechnen), U-Wert war auch weit genug unter Soll. Also KFW60 erreicht.

    Für KFW40 hätte ich noch machen müssen (da wurde die KWL dann eingerechnet):
    -Den Kller ebenfalls mit T9 bzw. mit 30cm T16+6cm Perimeter
    -Fenster mit Gesamt-U-Wert von 1,0
    -Brauchwassersolaranlage

    Den Keller besser dämmen wollte ich nicht, da der zwar in die Berechnung einfloss, und eine Heizung hat, aber wohl eher selten geheizt und benutzt wird.
    Bessere Fenster hab ich dann tatsächlich genommen, jedoch nur 2-Scheibenglas mit sehr gutem Rahmen Ug=1,1
    Brauchwassersolar wollte ich in Verbindung mit WP gar nicht einsehen. Ich denke das hätte sich nicht gerechnet, was ich da hätte mehr ausgeben müssen im Vergleich zu dem günstigeren Kredit.

    Also wurde es ein "KFW54" mit meinen Vorgaben. Mir ging es nicht darum knapp KFW 60 zu bekommen, sondern ich hatte bestimmte Mindestanforderung, und die lagen eben etwas besser als KFW 60.
     
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