Sind 18cm Zwischensparrendämmung ausreichend?

Diskutiere Sind 18cm Zwischensparrendämmung ausreichend? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, zuerst schon mal DANKE für das sehr informative und hilfreiche Forum :28: Nun zum Thema: Für uns wird gerade von einem BT eine...

  1. nb440

    nb440

    Dabei seit:
    11. Mai 2010
    Beiträge:
    24
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    NT-Ing.
    Ort:
    Leipzig
    Hallo,

    zuerst schon mal DANKE für das sehr informative und hilfreiche Forum :28:

    Nun zum Thema: Für uns wird gerade von einem BT eine Dachgeschosswohnung ausgebaut.

    Der Aufbau ist folgender:
    Firsthöhe 5,5m
    gedämmte Geschossdecke (18cm mit WLG35) und Kaltdach
    innen "Trockenbauwände" doppelt beplankt
    nach Süden senkrechte Terrassenfenster 3fach verglast
    DFF nur nach NO und SW mit Velux 5-Star

    Dachaufbau:
    Ziegel
    Lattung
    Konterlattung
    Unterspannbahn/folie
    Sparren
    Folie
    Lattung
    Gipskartonplatte

    Nun ist eine Zwischensparrendämmung mit 18 cm MW WLG35 vorgesehen.

    Wir sind uns nicht sicher, ob dies bezgl. Hitzeschutz ausreichend ist. Den BT darauf angesprochen, kommt der Kommentar "Sie können soviel dämmen wie Sie wollen, irgendwann ist die Hitze drin. Wirklich Abhilfe schafft nur eine Klimaanlage".

    Ist hier eine Untersparrendämmung bzgl. Hitzeschutz sinnvoll oder verzögert sich die Erwärmung der Innenräume "nur um 2 Tage".

    Ich weiß, was sinnvoll ist, schätzt jeder anders ein! Aber wir hätten gern mal gewusst, welche Erfahrungen jemand mit solcher Dämmung gemacht hat.

    Danke und Grüße

    StS
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. PeMu

    PeMu

    Dabei seit:
    13. Januar 2004
    Beiträge:
    5.636
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauingenieur
    Ort:
    Kornwestheim
    Benutzertitelzusatz:
    Nachdenken kostet extra.
    Die Dämmung ist für den Wärmeschutz am unteren heutigen Level.
    idR. wird 20-24 cm gedämmt.

    Hitzeschutz funktioniert nicht über die Dämmung. 18 oder 24 cm marginal bis egal.
    Sonneneintrag minimieren - Fenster weglassen.
    aktivierbare Speichermassen, Nachtlüftung der Wohnung
    wirksame Hinterlüftung der Dachhaut

    Man beachte: aktivierbar, wirksam.
    ernsthaftes Thema: ab zum Bauphysiker, Hütte individuell planen, nix Bauträger. Das greift zu tief in die Planung und Ablauf ein.

    Oder ein bischen wurschteln und hoffen.
     
  4. mls

    mls Bauexpertenforum

    Dabei seit:
    4. Oktober 2002
    Beiträge:
    13.790
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    twp, bp
    Ort:
    obb, d, oö
    der 1. zug ist weg .. (gscheid planen - ohne deppen an board).

    den 2. zug entern und lokomotivführer spielen .. schwierig.
    probieren kann man´s .. mit dem nötigen realitätsbezug und einem
    ausgeschlafenen fachmann auf eigener seite.

    zum thema "sommerlicher wärmeschutz" oder hitzeschutz wurde hier
    schon viel lesenswertes geschrieben ;)
     
  5. jturtle

    jturtle

    Dabei seit:
    1. November 2009
    Beiträge:
    251
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Raumausstattermeisterin
    Ort:
    Mainz
    ok, ich gebe zu ich habe nicht ganz soviel ahnung, aber macht man nicht des öfteren noch eine dämmung zwischen die letzte lattung bevor der gipskarton aufgebracht wird?? wären je nach lattung auch noch mal min. 3 cm...
    oder bringt die gar nichts??
     
  6. mls

    mls Bauexpertenforum

    Dabei seit:
    4. Oktober 2002
    Beiträge:
    13.790
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    twp, bp
    Ort:
    obb, d, oö
    du brauchst für einen kuchen 5 eier, 1 ist schon im teig, 1 hat die nachbarin ..
    bringts das? ;)

    natürlich kann man den 5-eier-kuchen auch mit nur 2 eiern machen - dann
    aber mit geeigneten kompensationsmassnahmen. ob ne banane
    oder sojamehl/miwa zum gewünschten geschmackserlebnis führen,
    lassen wir mal dahingestellt .. ;)
     
  7. jturtle

    jturtle

    Dabei seit:
    1. November 2009
    Beiträge:
    251
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Raumausstattermeisterin
    Ort:
    Mainz
    von backen hab ich auch keine ahnung...:D
     
  8. Jakari

    Jakari

    Dabei seit:
    28. Februar 2010
    Beiträge:
    225
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Installateur
    Ort:
    Detmold
  9. nb440

    nb440

    Dabei seit:
    11. Mai 2010
    Beiträge:
    24
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    NT-Ing.
    Ort:
    Leipzig
  10. nb440

    nb440

    Dabei seit:
    11. Mai 2010
    Beiträge:
    24
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    NT-Ing.
    Ort:
    Leipzig
    Danke für die Antwort.

    Die Wohnung liegt in einem größeren Verwaltungsbau von ca.1915 und steht unter Denkmalschutz. Weiterhin haben wir diese "schlüsselfertig" gekauft und haben somit (nur) begrenzte Möglichkeiten, individuelle Planer in den Bau mit einzubringen.

    Zur Zeit sind nur die Unterspannbahn und Ziegel drauf/dran. Daher wollten wir, bevor es weiter geht, prinzipiell nur abschätzen, ob für den Hitzeschutz zusätzliche Dämmung hilft. Dies ist (wie bereits geahnt) wohl nicht der Fall.

    Seitens des BTs wurden Fachplaner für den Wärmedämmung und Hitzeschutz beauftragt und ich konnte mir das Fachgutachten anschauen. Hab natürlich nicht allzu viel verstanden :D

    Für den Hitzeschutz sind entsprechend eine 3fach-Verglasung mit außenliegender Lamellenjalousie und die besseren Velux-Scheiben eingeplant. (die je nach Zusage vom Denkmalschutz noch Rollläden bekommen).

    Der Dachspitz ist derzeit als belüftetes Kaltdach ausgeführt.

    Wäremespeichermassen, nehme ich mal an, könnten sicherlich eine Doppelbeplankung der Dachschrägen oder "schwere" Dämmstoffe (Holzfaserplatten?) als Untersparrendämmung sein.

    Über aktivierbaren Speichermassen, falls hiermit PCM-Werkstoffen gemeint sind, habe ich noch nicht viel im praktischen Einsatz für den Wohnungsbau gelesen.

    Gibt es hierzu schon Erfahrungen und ungefähre Kostenabschätzungen?

    Erstmal Danke und Grüße

    StS
     
  11. nb440

    nb440

    Dabei seit:
    11. Mai 2010
    Beiträge:
    24
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    NT-Ing.
    Ort:
    Leipzig
    Naja, die Lok wollten wir nicht entern :D

    Da zZ nur die USB und Ziegel drauf sind, hatten wir nur mal mit dem BT drüber geredet, wie man den Hitzeschutz (bisher 3fach-Verglasung mit aussenliegender Lamellenjalousie und die besseren Velux-Scheiben eingeplant) verbessern kann.
    Ein Weg ist natürlich die Erhöhung der Wärmespeichermassen!
    Wobei Massivwände aus statischen Gründen nicht möglich sind und die Trockenbauwände bereits doppelt beplankt ausgeführt werden.


    Grüße StS
     
  12. mls

    mls Bauexpertenforum

    Dabei seit:
    4. Oktober 2002
    Beiträge:
    13.790
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    twp, bp
    Ort:
    obb, d, oö
    der springende punkt ist masse in der dachfläche.
    wird allerdings von einigen industriekreisen bestritten .. von denen, mit der
    fast masselosen dämmung :p
    naja .. masse bringt man auch anders in die fläche, aber mit schriftlicher
    überprüfung durch den twp. wenn der auch noch die bauphysikalischen
    auswirkungen e. schwer gedämmten installationsebene rechnerisch und
    praktisch im griff hätte? ;)

    DFF sind "solarfallen" .. einzige abhilfe sind aussenrolläden.
     
  13. nb440

    nb440

    Dabei seit:
    11. Mai 2010
    Beiträge:
    24
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    NT-Ing.
    Ort:
    Leipzig
    Masse bekommen wir halt nicht so leicht ins Steildach. Der alte Dachstuhl (liegender Pfettendachstuhl) wurde doch arg geschröpft, so dass der Statiker des öfteren laut aufjammerte.

    Ich könnte mir vorstellen, dass PCM-Werkstoffen (evtl. in Trockenbauplatten) eine Abhilfe sein könnten, wenn diese sich des Nachts ausreichend "abkühlen" könnten.

    Und Außenrollläden auf DFF sind ein Segen, haben wir bei der jetzigen Wohnung massiv gemerkt.
    Hier steht halt (noch) der Denkmalschutz im Weg.

    Grüße StS
     
  14. mls

    mls Bauexpertenforum

    Dabei seit:
    4. Oktober 2002
    Beiträge:
    13.790
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    twp, bp
    Ort:
    obb, d, oö
    ich kenn dein dach nicht, aber das
    glaube ich nicht ohne weiteres, weil man aus einem gesamttragwerk
    oft noch ein paar reserven rauskitzeln kann, die dann ausreichen, um
    durch mehrmasse e. phasenverschiebung von rd. 8-10h zu realisieren.

    mehrmasse bedeutet natürlich mehr aufwand und mehrkosten - auch in der
    planung.
     
  15. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14 Stromfresser, 13. Juni 2010
    Stromfresser

    Stromfresser

    Dabei seit:
    21. September 2008
    Beiträge:
    682
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Elektriker
    Ort:
    Erfurt
    Statt der USB DWD-Platten nehmen bringt schon was. Statt der MiWo Hanfdämmung oder Einblasdämmung, mal rechnen lassen: Höhere Wärmekapazität bei nicht viel höherem Gewicht, leider nur WLG 40 bei Hanf. Wenn keine Insta-Ebene in der Schräge, statt oder zusätzlich zur Dampfbremse OSB-Platten, darauf meinethalben GK, besser ne Lage Schilf und Lehmputz. Aber da wird der TWP schon wieder jammern...
     
  17. nb440

    nb440

    Dabei seit:
    11. Mai 2010
    Beiträge:
    24
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    NT-Ing.
    Ort:
    Leipzig
    Ich bin kein Zimmermeister kann nur ungefähr nachvollziehen, was der Statiker meint:

    Für eine bessere Wohnraumnutzung wurden einige Stützen der Mittelpfette entfernt. Weiterhin wurden beim Kopfband Absteifungen minimiert und auf der einen Dachhälfte die untere Hälfte der Sparren entfernt. Daran kommt nun ein Flachdach zur Wohnraumvergrößerung. Um hier wieder Stabilität reinzubekommen, wurde eine Kehlbalkenlage sowie einige Stahlträger eingebaut.

    Insgesamt wurde recht viel in die Bestandssubstanz tragfähigkeitsminimierend eingegriffen und recht viel zusätzliche Last eingebracht.

    Daher sind laut Statiker die Reserven für "schwerere" Dämmmaterialien recht gering. Und da der Statiker den Gesamtkomplex bearbeitet hat und der Prüfstatiker auch durch ist, sind hier nicht mit endlichen Aufwand Änderungen möglich.

    Wir überlegen zZ, ob wir den ungedämmten Dachspitz (derzeit als Kaltdach ausgeführt, Höhe OK RFB - Firstpfette ca. 2.50m) dämmen lassen und je nach Möglichkeit entsprechende Wärmespeichermassen auf die Geschossdeck (OSB, Holzfaser) realisieren.

    Erstmal vielen Dank für die Hinweise

    Grüße StS
     
Thema: Sind 18cm Zwischensparrendämmung ausreichend?
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. daemmung dach 18cm

Die Seite wird geladen...

Sind 18cm Zwischensparrendämmung ausreichend? - Ähnliche Themen

  1. Größe Gäste-WC und HWR ausreichend?

    Größe Gäste-WC und HWR ausreichend?: Hallo liebe Experten, meine Freundin und ich stehen vor dem ersten eigenen Hausbau. Alles ist neu und auf Papier noch recht abstrakt. Meine...
  2. Zwischensparrendämmung oberstes Geschoss

    Zwischensparrendämmung oberstes Geschoss: Guten Abend zusammen, ich finde es ein super Forum darum habe ich mich gleich mal angemeldet. Wir wollen das oberste Geschoss mit einer...
  3. Wendeplatz zwischen Garage, Haus und Grundstücksgrenze ausreichend?

    Wendeplatz zwischen Garage, Haus und Grundstücksgrenze ausreichend?: Hallo, wir sind kurz vor Abgabe des Baugesuches. Lediglich bei der genauen Position vom Haus und der Garage sind wir noch etwas unsicher. Reicht...
  4. Doppel T Sparren - Zwischensparrendämmung anbringen / Sparren verstärken

    Doppel T Sparren - Zwischensparrendämmung anbringen / Sparren verstärken: Guten Tag zusammen und viele Grüße aus dem Ruhrgebiet. Wir sanieren derzeit eine Doppelhaushälfte aus den späten 50er Jahren. Viele Beiträge hier...
  5. konstruktiver Holzschutz bei BSH-Balkonbalken ausreichend oder nicht

    konstruktiver Holzschutz bei BSH-Balkonbalken ausreichend oder nicht: Hallo, ich hoffe ich bin im richtigen Teilbereich, wenn nicht, verzeiht es mir bitte bzw. verschiebt den Thread in den richtigen. Bei...