Sinn des Estriches / bzw Nachteile beim Bau ohne Estrich

Diskutiere Sinn des Estriches / bzw Nachteile beim Bau ohne Estrich im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Bin durch ein paar Artikel über Betonkernaktivierung auf die Idee gekommen den Estrich eventuell wegzulassen. Nach einigem Suchen nach Gründen...

  1. Bugs

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    Bin durch ein paar Artikel über Betonkernaktivierung auf die Idee gekommen den Estrich eventuell wegzulassen.

    Nach einigem Suchen nach Gründen für einen Estrich war immer wieder die Isolierung und die Trittschalldämmung angeführt.

    Da wir ein Passivhaus planen mit der Bodenplatte innerhalb der thermischen Hülle und meine Überlegung nur für die Bodenplatte (kein Keller) gilt sollten diese beiden Gründe einen Estrich nicht wirklich rechtfertigen.

    Bei der Zwischendecke wird er aus Gründen des Trittschalles und aufgrund einer geplanten Holzdecke nicht zu vermeiden sein.


    Bei bisherigen Fragen hab ich meist ANtworten nach dem Motto " Einen Estrich braucht man einfach, das war schon immer so" bekommen


    Klar ist mir dabei das die Bodenplatte dabei mit einer entsprechenden Genauigkeit ausgeführt werden muß.
     
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  3. sepp

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    wenn ihr mit den trittschall leben wollt/könnt - why not.
    allerdings ist die bodenplatte von unten her zu dämmen (sowieso) und abzudichten.
    und die event. leitungsführung strom/heizung müsst ihr sonstwo unterbringen.

    betonkernaktivierung -
    ich würde in einem EFH niemals eine nicht mehr reversible wärmeerzeugung einbauen.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 7. November 2007
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    Weitere Denkanstöße...

    • Hohe Systemträgheit durch Betonmasse.
    • Erhöhte Anforderungen an Betondeckung, Ebenheit der Sohle, Putzanschlüsse am Wandsockel, Leitungsführung, Leitungsplanung
    • Probleme bei der Ausführung bodengleicher Tür- und Fensterschwellen.
    • Gewährleitungsausschluß durch den (versierten) Bodenleger
    **
    Kostenmäßig dürfte die Ersparniss des Estrichs durch Mehrkosten an anderer Stelle locker weggefressen werden, wenn nicht sogar Mehrkosten entstehen.

    MfG
     
  5. Bugs

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    Sorry, da hab ich mich wohl falsch ausgedrück.
    Durch die Betonkernaktivierung bin ich erst auf das Thema gekommen.
    Eine Solche ist aber nicht geplant.
    Im unteren Geschoß ist als Zuheizung lediglich eine Wand im Wohnbereich mit Wandheizung vorgesehen.

    Die Dämmung der Bodenplatte wird (ist noch nicht ganz geklärt) entweder mit XPS oder Glasschaumschotter durchgeführt.

    Bzgl Trittschall seh ich da keine großen unterschiede zwischen einem Fußbodenaufbau auf der Bodenplatte oder auf dem Estrich.
    Bin aber Laie auf dem Gebiet und freu mich daher über jegliche Tipps von euch.

    Den Punkt mit den Ausführungen der bodengleichen Türen (Eingang+Terasse) hatte ich bisher nicht bedacht.

    bzgl Abdichten: Was würdet ihr hier empfehlen?
    Inwiefern ist denn der Estrich als dichte Ebene anzusehen?
    (Feuchte, Diffusion, Luft,...?!?!)
     
  6. Robby

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    Feuchte und Diffusion währe dann unterseitig zu lösen. Beispielsweise durch Schaumglas mit Deckanstrich und entsprechend ausgeführter (Lastfall?) Bodenplatte bzw. Abdichtung darunter.
     
  7. moep

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    Ich bin zwar auch nur Laie, aber der Estrich sorgt doch nicht nur für eine Trittschalldämmung aus den oberen Geschossen in die unteren Geschosse, sondern auch für eine Trittschalldämmung zwischen den einzelnen Räumen in einem Geschoss und auch von den unteren Geschossen in die oberen Geschosse, oder sehe ich das falsch?
     
  8. #7 Niederbayer, 7. November 2007
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    Richtig.

    Das siehst Du vollkommen richtig. Die Schallübertragung wird im kompletten Haus vermindert.
     
  9. bernix

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    ..wär schön wenn es so wär. Muss mal mit meinem Estrich redenm, vielleicht ist er einsichtig :D:D

    Ernsthaft: Harte Absätze in Verbindung mit Fliesen und in einem Stück gefertigten Anhydritestrich dämmt keinen Trittschall
    gruss
     
  10. Berni

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    Tach Bugs,

    wenn Du alle dämmenden Maßnahmen mal außen vorlässt, brauchst Du nicht unbedingt einen Estrich.
    Du musst eben nur einen Untergrund haben, der zur Aufnahme Deiner Bodenbeläge geeignet ist. Und da ist einiges an Kriterien zu erfüllen.

    Andererseits kannst Du den Beton natürlich auch als Nutzboden herrichten, so dass der Belag entfällt.
    Auch alles eine Frage des Aufwandes und der Planung.

    Zumindest was die trittschalldämmenden Maßnahmen anbelangt, welche zum hohen Wohnkomfort der heutigen Zeit gehört , würden wir wieder um ein Jahrhundert zurückgeworfen.
     
  11. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Geh in ein paar Industriehallen und sehe Dir die Böden an.
    Das wird dich erst mal erwarten - im Durchschnitt. Du wirst optisch Brauchbares und weniger Brauchbares sehen. Willst Du mehr?

    Dann muss das mit mehr Planung/Überwachung und geeignter Firma erledigt werden.
    Allein das Thema Ebenheit einer Bodenplatte ...

    ----------

    Aber mal anders gedacht.
    Gerade die Ideen des kostengünstigen Bauens (siehe Nachbarländer) sehen dann schon eher einen Bodenbelag mit Trittschaldämmung vor. Die gibt es immer noch, von Teppich über PVC bis Kautschuk.
     
  12. Baumal

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    warum nicht ohne estrich?

    nur wenn man sich bewußt hierfür entscheidet, dann den beton nicht unter
    irgendwelchen bodenbelägen verstecken.
    konseqenz daraus ist ein erhöter planungs- und ausführungsaufwand.
     
  13. Berni

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    Möglichkeiten gibt's da schon.
    http://www.bauexpertenforum.de/showpost.php?p=118197&postcount=2
     
  14. mls

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    soso. passivhaus. leicht oder schwer (wände)?
    wenn leicht: dann mit dämmung auf der bopl .. und mit estrich
    (oder mit e. estrichderivat)
     
  15. juwido

    juwido

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    Immer so gemacht ???

    Und dann ist da noch die "Nachkriegslösung" :
    Rohbetondecke-Holzbalken mit Aschenschüttung dazwischen-(oft knarrende)Holzdielen...

    juwido
     
  16. Bugs

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    @mls: Schwere Wände.
    Ich sag mal: Betonwände die in der Styroporschallung verbleiben. (Um hier nicht wieder die Diskussion bzgl Lego usw aufkommen zu lassen!)


    Der Thread sollte in erster Linie dazu dienen um mal rauszufinden welche Vorteile der Estrich hat, da die Möglichkeit ohne zu bauen für mich etwas neues war.

    Aber da der Estrich ohnehin nicht zu den teuersten Sachen zählt ists hier wohl am besten auf´s Altbewährte zurückzugreifen.

    Bei "neuen" bzw. "anderen" Sachen kommt ja meist auch noch hinzu das man keinen Findet der sich damit ausgennt, usw.
    Das kostet dann oft mehr Zeit und Nerven als das bischen ersparte Geld dann wert ist!
     
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  18. Bauwahn

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    Die kostengünstigste Lösung, wenn die Abdichtung geklärt ist:
    Ebenheit mit Kanthölzern auf dünnen Dämmstreifen herstellen und Dielen drauf schrauben. Ölen. fertich. Sogar eine Art Installationsebene ist da.
    Nach ein paar Jahren wird man die Dielen evtl. nochmal aufnehmen und neu verlegen müssen.
     
  19. Robby

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    Man beachte den Einsatz modaler Hilfsverben... "kann" dann müßen die rahmenbedingungen passen ... auch im EFH ist die "Üblichkeit" zur Bewertung herangezogen werden...

    Üblich zum Erstellungszeitraum andere "gleichartige" Bauobjekte...

    Bei einer Sanierung mit Anschlussbebauuung DARF der Schallschutz nicht verschlechtert werden...
     
Thema:

Sinn des Estriches / bzw Nachteile beim Bau ohne Estrich

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