Sinnvolle Zusammenstellung regenerativer Energien für Neubau 2. HJ '16/1. HJ '17

Diskutiere Sinnvolle Zusammenstellung regenerativer Energien für Neubau 2. HJ '16/1. HJ '17 im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Servus miteinander und einen angenehmen Feiertag! In einer Woche steht der Notartermin an, der uns hoffentlich endlich den Baugrund für unser...

  1. Fomes

    Fomes

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    Servus miteinander und einen angenehmen Feiertag!

    In einer Woche steht der Notartermin an, der uns hoffentlich endlich den Baugrund für unser geplantes Traumhäuschen verschaffen soll. Wir sind deshalb dem Planungswahn verfallen. Die Aufgabenverteilung sieht so aus, dass meine Frau vorwiegend das Äußere im Auge behält, während ich mich den "inneren Werten" verschrieben habe. Ich lese seit einiger Zeit die vielen Beiträge hier und muss heute einmal mein (aus völliger Laiensicht!) geplantes Vorhaben zur Diskussion stellen:

    -Prämisse: möglichst geringe tatsächliche monatliche Betriebskosten für das gesamte Haus
    -vollständiger Verzicht auf fossile Energieträger im eigenen Haus (aber bezogener Kraftwerkstrom bleibt "schmutziger" Kraftwerkstrom, klare Sache - ich kann die Welt nicht alleine retten)
    -PV Anlage mit Speicher für weitgehenden Eigenverbrauch

    Mangels hinreichender Kenntnisse und vor allem Zeit sind wir auf Hausbaufirmen angewiesen. Aufgrund des relativ geringen Platzangebots auf unserem Grundstück möchten wir gern ein Fertighaus in Holzständerbauweise daraufstellen, weil Fertighäuser bei gleicher Außenwanddicke idR bessere Dämmwerte als Massivhäuser erreichen und wir so insgesamt einige m² Wohnfläche hinzugewinnen. Es gibt Anbieter, die KfW-40 Häuser standardmäßig herstellen. Und dann gibt es da noch Anbieter, die serienmäßig KfW-40-Plus Häuser errichten. Ein Anbieter (der mit fünf großen Buchstaben "K***A") bietet folgendes (Standard-)Paket:

    -Passivhauswand (36,8 cm dick, U-Wert Gefach = 0,102 W/m²K)
    -Passivhausfenster (U-Wert gesamt = 0,79 W/m²K)
    -gut isoliertes Dach (31,5 cm dick, U-Wert Gefach = 0,111 W/m²K)
    -LWWP für Heizen + Warmwasser in Innen- oder Außenaufstellung, 300 l WW-Speicher
    -Kontrollierte Lüftung mit WRG bis zu 92%
    -PV-Anlage (5,1 kWp)
    -Li-Ionen Energiespeicher (4,7 kWh, 80% Entladetiefe)
    -Endenergiebedarf für Heizung + WW = 10,4 kWh/m²a (nach Hochglanzschönrechnung)

    Hierzu ein paar Fragen. Meine Lieblingsfrage: Findet Ihr das Gesamtpaket gelungen? Dann habe ich gelesen, dass LLWP bis ca. 10 kWh/m2a Endenergiebedarf die energiesparendere Variante ggü. LWWP sein sollen. Machen diese Teile überhaupt Sinn? Ich bin aktuell kein großer Fan von LWWP, noch dazu mit Außeneinheit, die gerne mal ordentlich Krach machen kann. Man muss es sich ja nicht gleich mit den neuen Nachbarn verscherzen. Eine LLWP scheint insofern sowohl energetisch als auch akkustisch die eigentlich bessere Variante zu sein? Auch eine SoleWP wäre möglich und eine viel leisere und effizientere Alternative (?) - hierzu wurde mir aber gesagt, dass das mit Kanonen auf Spatzen schießen wäre.

    In vielen Threads steht früher oder später: Rechne doch einfach mal selbst nach. Das finde ich nicht wirklich einfach, weil man den aktuellen Status Quo überhaupt nicht mit dem geplanten Status KfW-40(Plus) vergleichen kann. Wir wohnen im Moment in einer mittelmäßig gedämmten 80 m² Wohnung mit Heiz-Fernwärme und Elektro-Warmwasser. Unser Bedarf an elektrischer Energie liegt bei ca. 2.550 kWh/a. Im EFH haben wir ca. 160 m² Wohnfläche, eine vermutlich ziemlich gute Gebäudehülle und erzeugen warmes Wasser für Heizung und Gebrauch selbst. Welchen Energiebedarf unsere Heizung tatsächlich hat, kann ich anhand unserer Nebenkostenabrechnung nicht ermitteln, weil diese sich aus einem Verteilungsschlüssel über das gesamte Haus mit x Wohneinheiten berechnet. Wie soll ich aus diesen Grunddaten den vermuteten Verbrauch für das EFH extrapolieren? Mir bleibt dann eigentlich immer nur irgendwelche Energieportale im Netz zu vergleichen, die jeweils deutlich unterschiedliche Werte für eine 4-köpfige Familie im EFH ausspucken. Im Schnitt wird dort mit ca. 4.650 kW/h im Jahr gerechnet. Dann finde ich aber auch Werte, die für Passivhäuser berechnet werden (Schwellenwert: 15kWh/m², den wir mit 10,4 kWh/m² deutlich unterschreiten würden) und nur 2.100 kW/h im Jahr annehmen.

    Ihr seht schon, ich weiß nicht recht, wie ich mir sinnvoller Weise eine Meinung zu dem Thema bilden soll und würde mich freuen, wenn Ihr mir ein paar Tipps und Hinweise geben könntet.

    Ich hoffe, ich bin hier im richtigen Unterforum gelandet, falls nicht, die Bitte an die Admins/Mods um freundliches Verschieben.

    Über alle Antworten freut sich
    --
    Fomes
     
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  3. KyleFL

    KyleFL

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    LLWP haben andere Nachteile:
    hoher Geräuschpegel, Luftzug durch die hohe Luftwechselrate, nur geringer Energieeintrag möglich.

    Eine normale LWP ist sicherlich keine schlechte Wahl. Eine Erdwärmepumpe ist natürlich nochmals besser. Hier kommt es auf den Aufpreis gegenüber der LWP an.

    Den Energiespeicher würde ich nochmal kritisch hinterfragen. Hier sieht momentan die Armortisation noch sehr mies aus. Der Kosten-Nutzen ist dort aktuell immernoch stark negativ.
    Ansonsten ist es kein schlechtes Konzept.

    Cu KyleFL
     
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