Sockelputz platzt ab

Diskutiere Sockelputz platzt ab im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, An unseren Einfamilienhaus BJ 1980, 1/2 Unterkellert, Keller gegossene Wanne, blätter immer wieder der Sockelputz ab. Und zwar nur an...

  1. grobi79

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    Hallo,

    An unseren Einfamilienhaus BJ 1980, 1/2 Unterkellert, Keller gegossene Wanne, blätter immer wieder der Sockelputz ab.
    Und zwar nur an den Stellen die nicht unterkellert sind !

    - Das erste Jahr habe ich selber mit Mörtel aus dem Baumarkt die beschädigten Stellen wieder aufgeputzt. Hat 2 Jahre gehalten.
    - Beim zweiten Versuch habe ich Fachleute rangelassen. Ein Maurer hat die beschädigten Stellen abgeschlagen, einen Primer aufgetragen und Kalk Putz aufgetragen. Hat wieder zwei Jahre gehalten.

    - Der 3te Versuch wurde auch vom Maurer ausgeführt. Es wurde geprüft ob der Sockel im Erdreich noch tragfähig ist. Also wurde stellenweise 1 Meter freigegraben und der Putz im Erdreich untersucht. Da hier seltsamerweise auch direkt unter den betroffenen Stellen nichts locker war teilte man mir mit das keine Feuchtigkeit von unten in den Sockel zieht. Es wurde Salz in der Wand vermutet. Das ganze wurde mit einem Haftgrund der Firma PCI behandelt und dann auch mit Putz für versalzte Untergründe (PCI) wieder aufgeputzt.

    Dieser bislang teurste und umfangreichste Versuch hat nur 1 Jahr gehalten.

    Da die betroffenen Stellen jedes mal grossflächig abgeschlagen werden, wird natürlich auch das Schadensbild immer grösser.
    Der Maurer weiss momentan keinen Rat mehr.
    Diesbezüglich wende ich mich mit meinen Problem an dieses Forum in der Hoffnung Tips für das weitere Vorgehen erhalten zu können.

    Hier Bilder vom frisch verputzten 3ten Versuch:

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    Und hier Bilder vom aktuellen Schaden:

    [​IMG]

    [​IMG]


    Gruss

    Andreas
     
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  3. Vossi

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    Also, wenn es keine Feuchtigkeit im Bauteil ist, was dann? Irgendwas scheint ja von innen nach aussen zu wollen und verhindert auf diesem Weg die Haftung zwischen Putz und Wand. Vllt holst Du Dir mal jemanden der was von Bauschäden versteht. Der kann dann entscheiden was getan werden muss. Und der Maurer kanns dann so ausführen.
    Es gibt sicherlich in Deiner Nähe Bausachverständige für Mauerwerksschäden. Frag mal bei der örtl. HWK nach.
     
  4. grobi79

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    Hallo,

    ich möchte das Thema nochmal aufleben lassen. Nachdem mir Maurer bzw. Putzer nicht weiterhelfen konnten habe ich

    mich an eine Firma gewandt die sich mit Bautenschutz beschäftigt.

    Mein Sockel wurde mittels mehrerer Bohrungen analysiert um erstmal den grundlegenden Aufbau festzustellen.

    Siehe hier:

    [​IMG]


    Erstmal, wie schon vermutet, der Sockel ist feucht !
    Man geht NICHT davon aus das die Feuchtigkeit von vorne kommt.

    Der Putz im Erdreich ist stabil und der Schaden ist immer oberhalb der Erdlinie.
    Da mein Sockel aus Kalksandstein gemauert ist wird vermutet das die Feuchtigkeit von unten kommt ?!? Scheinbar hat Kalksandstein immer mit dem kapilar Effekt zu kämpfen...

    Das viel schlimmere Problem scheint der Feuchtigkeitseintrag von hinten zu sein.
    An meinem Sockelaufbau ist wohl Auffällig das auf dem 36cm Kalksandstein noch ein 20 cm Kalksandstein gemauert wurde. Scheinbar um sich beim giessen der Sole die Verschalung zu sparen ?!?
    Hinter dem 20er Stein kommt eine ca. 10mm dicke Styropor Schicht und dann eine Folie. Die Vermutung geht dahin das im Styropor Wasser hochzieht und dann nach aussen drückt. Das würde auch erklären warum immer der oberste Bereich vom Sockel abplatzt.

    Als Massnahme wurde vorgeschlagen eine Horizontalsperre in höhe des Erdreichs einzubringen (gegen die Feuchtigkeit von unten) und einen speziellen Putz oberhalb der Erdlinie aufzubringen der Wasser ausdunsten lässt.
    Eine möglichkeit den Sockel wirklich trockenzulegen scheint es bei solchen Problemen nicht zu geben ?!?

    Es soll erstmal ein "Probemeter" behandelt werden den ich den 1-2 Jahr beobachten soll. Erst wenn sich dieses Stück bewährt wird das ganze Haus angegangen. Eine Auskunft wie lange diese Lösung hält habe ich leider auch nicht bekommen.

    Ich wollte diesbezüglich mal die Meinung des Forums hören ob die vorgeschlagene Lösung akzeptabel ist bzw. ob man bei Feuchtigkeitseintrag von hinten in den Kalksandstein wirklich machtlos ist.
    Die Firma machte eigentlich einen kompetenten Eindruck. Trotzdem sind die Kosten für die Sanierung sehr hoch und da würde ich mir eine lange Haltbarkeit wünschen.

    Thx !!

    MfG

    Andreas
     
  5. Wieland

    Wieland Gast

    Wie soll denn die waagerechte Sperrschicht eingebaut bzw. hergestellt werden ????

    :hammer:
     
  6. sepp

    sepp

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    ohweh... spezialisten unterwegs!
    der beste putz nützt nix, wenn die falsche farbe vorne drauf kommt!
    und wenn ich dann noch in der skizze "bitumenanstrich" sehe :mauer.
    da hat der putz gar keine andere möglichkeit als abzuplatzen.
    wenn es nach oben keine probleme mit der feuchtigkeit gibt, solltest du auf den kalkzementputz eine silikatfarbe auftragen, aber keine mit nano oder son quatsch, sondern eine richtige (keine baumarkt-) farbe. die verkieselt mit dem putz und lässt die feuchtigkeit wieder raus die von innen oder unten kommt.
    wenn das nix hilft, gibts teuere rückinjektionsmöglichkeiten (ergebnis fraglich) oder einfach eine offene verkleidung mit hinterlüftung auf den kalksandstein. dann isser halt feucht, zusammenbrechen wird er deswegen in den nächsten 50 jahren nicht.
     
  7. #6 max181920, 29. Juli 2011
    max181920

    max181920

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    Silikatfarbe im Sockelbereich ist hier nicht zu empfehlen (sonst immer gerne), da dieser Bindemitteltyp zum teil sehr saugfähig ist - eine Siliconharzfarbe stellt einen Mittelweg dar und würde zumindest die absperrende Wirkung der Bitumenfarbe aufheben, zugleich ist Sie für den Sockebreich gut, da Sie eine geringe Wasseraufnahme bietet. Aber der Bitumenanstrich muss runter...
     
  8. Wieland

    Wieland Gast

    Wenn oben keine Propleme mit Feuchtigkeit vorhanden sind dann, sollte auf den
    Sockel ein diffusionsoffener Sanierputz aufgetragen werden mit mind. 30% Luftporen-
    anteil, dieser Putz nimmt mit den Jahren aufgrund der Salz u. Kalkeinlagerung an
    Qualität zu u.hat eine Technische Lebnsdauer von etwa 20 Jahren ( Sättigung ).
    Ausserdem muss die Sockelfarbe ebenfalls Diffusionsoffen sein.


    :hammer:
     
  9. Wieland

    Wieland Gast

    Aber die Frage mit der waagerechten Sperrschicht war noch nicht beantwortet,


    :hammer:
     
  10. sepp

    sepp

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    und genau das soll auch der sinn der farbe sein!
    Wasseraufnahme und Abgabe, gerade bei kalksandsteinen die von untern / hinten nass werden.
    eine falsche (baumarkt) silikonharzfarbe schafft die wasserdiffusion nicht und der putz freut sich wieder!
     
  11. grobi79

    grobi79

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    Hallo,

    inzwischen liegt mir das konkrete Angebot vor. Die Sanierung sieht zusammengefasst folgendes vor:
    - Alten Sockelputz 10 cm unter Erdreich einschneiden, grade Abbruchkante erzeugen.
    - Schadhaften Sockelputz entfernen, Haftungsmindernde Schichten entfernen.
    - Vorspritzen, Auftragen eines mineralischen Instandsetzungsputz.
    - Horizontalsperre 10 cm unter Erdreich anbringen.
    - Silikatfarbe aufbringen.

    Das ganze wird erstmal an einem "Probestück" von 1 Meter durchgeführt.

    Zusätzlich habe ich erbeten noch einen Probemeter OHNE Horizontalsperre anzulegen.
    Evtl. kommt der Wassereintrag ja nur von hinten und ich könnte mir die horizontalsperre sparen.

    Hört sich das so OK an ?

    Ach ja, ist es ungewöhnlich Silikatfarbe in Schwarz haben zu wollen ??

    MfG

    Andreas
     
  12. Wieland

    Wieland Gast

    Was nützt denn die Horizontalsperre wenn das Mauerwerk das Wasser von hinten
    aufnehmen kann ? Oder kann man davon ausgehen, daß dahinter alles dicht ist ?

    Ich würde die Horizontalsperre wenn überhaupt 10 cm über dem Erdreich plazieren.
    Und eine Rasenborde OK Rasenborde = OK. Sperschicht u. mit Riesel verfüllen.

    :hammer:
     
  13. sepp

    sepp

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    Welche art von horizontalsperre?
    wenn du einen findest der sie dir mischt. :Brille
     
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  15. grobi79

    grobi79

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    Hallo,

    die Horizontalsperre (Siloxan-Material) soll über Bohrlöcher im Niederdruckverfahren eingebracht werden (10-12cm Abstand).Verwendet werden soll Remmers Kiesol IK. Die Wand ist 36cm dick (Kalksandlochstein).

    Im Angebot steht das Aufbringen von Betonacryl nach der Grundierung. Handelt es sich hier auch um einen vergleichbaren Anstrich ? Oder sollte ich auf die Verwendung von Silikatfarbe bestehen ?

    Danke !

    MfG

    Andreas
     
  16. sepp

    sepp

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    ich weiss ehrlich nicht was es bringen soll eine horizontalsperre 10 cm unter OK gelände einzubauen. nur damit der sockelputz trocken bleibt?
    für das geld würde ich den putz abschlagen und eine vorghehängte, offene verkleidung anbringen.
    vergiss die ganzen angebote und suche dir einen fachmann der dir nix verkaufen will.
    Betonacryl? halte ich für völligen unsinn. wird genauso absperren und den putz zum bröseln bringen.
     
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