Solarthermie - Einstellung

Diskutiere Solarthermie - Einstellung im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen. Bei uns im Haus ist eine Buderus- Gasbrennwertheizung mit 300l Warmwasserspeicher und drei Solarpanels (ist so ein Buders Set)...

  1. Imotheb

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    Hallo zusammen.

    Bei uns im Haus ist eine Buderus- Gasbrennwertheizung mit 300l Warmwasserspeicher und drei Solarpanels (ist so ein Buders Set) eingebaut worden.
    Die Heizungsfirma hatte das ganze eingestellt auf 60°C Warmwassertemperatur, und der Warmwasserspeicher wird durch solar auf max. 60°C aufgeheizt.

    In der Beschreibung habe ich gelesen, dass man den Speicher auch auf bis zu 95°C aufheizen könnte. Um die Sonnenwärme besser zu nutzen hab ich jetzt erst mal das umgestellt auf 85°C Solar-max-Temperatur, und 45°C Warmwassertemperatur (so dass bei schlechtem Wetter die Heizung das nur auf 45 Grad aufwärmt).

    Ist das so als Einstellung sinnvoll? Macht es Sinn, das auf 95°C hoch zu setzen?

    Auch etwas komisch war, dass die Handwerker die Einstellung der Kollektorfläche auf 6 qm gesetzt haben (wird für die Ertragsberechnung der Anlage genutzt), obwohl die Kollektoren eine Fläche von je 2,37 qm haben - also 7,11 qm insgesamt.

    Ich bin mir daher auch nicht sicher, wie sinnvoll die anderen Einstellungen sind, die die Firma gemacht hat, z.B. minimale Temperaturunterschiede damit die Solarpumpe anspringt (10 Grad).
     
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  3. Leser112

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    Hierdurch gehen möglich nutzbare Leistungsanteile der Sonne verloren.

    [​IMG]
    Das hängt von den Möglichkeiten der Regelung ab.
    Die würde ich gern mal sehen ;-)
    Welche Temperaturdifferenzen?
     
  4. petra345

    petra345

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    Der Verkäufer einer solchen Anlage konnte mir auf der Messe nicht widerlegen, daß die Baukosten erst nach 60 Jahren durch die ersparten Brennstoffkosten eingespart werden.

    Wartung, Zinsen und sonstige Kosten wurden dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
    Es wird eben gespart, egal was es kostet!
     
  5. Andybaut

    Andybaut

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    ich bin nicht der große Heizungsguru, aber 2 Punkte würde ich überdenken.

    1
    klar ist der Ertrag höher wenn der Speicher bis 95°C aufheizt
    2
    klar ist aber auch, dass bei höheren Temperaturen eine Kalkablagerung größer ist.
    Das kommt nun ganz darauf an wie kalkhaltig das Wasser vor Ort ist und was wie erwärmt wird.

    http://www.ikz.de/ikz-archiv/2002/24/0224030.php

    Aber bei 60°C ist so eine Art Schwelle. Ist das Wasser wärmer, dann fällt deutlich mehr Kalk aus.
     
  6. Imotheb

    Imotheb

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    Die Ertragsberehcnung ist natürlich nicht sehr viel Wert - ein Wert von X kW pro Tag, als Anzeige für die letzten beiden Wochen und Summe seit Einrichtung. Aber irgend nen Anhaltswert muss man ja haben :)

    Temperaturdifferenz meint: Um wieviel grad höher muss die Temperatur im Kollektor gegenüber dem Speicherbereich wo die Solarkollektoren aufheizen sein, damit die Solarpumpe angeschalet wird. Die Pumpe selber wird auch noch per PWM in der Leistung angepasst.



    Zu Kalk: Wir haben mittelhartes Wasser, Härte etwa 14°. Eine Fremdstromanode soll die Kalkablagerung eigentlich zumindest eingrenzen. Ab Werk ist eine Magnesiumanode eingebaut, die allerdings nach oben hin gewechselt werden müsste. Da unser Keller sehr niedirg ist (~ 190 cm Deckenhöhe) geht das nicht, daher wurde diese Fremdstromanode eingebaut.
     
  7. Andybaut

    Andybaut

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    ich verstehe nicht ganz was die Anode mit dem Kalk zu tun hat.
    Kalk ist in Wasser gelöst, Wasser wird heiß, Kalk fällt aus.
    Kalk ist kein Metall und von daher auch nicht an der Anode interessiert.

    Die Anode soll vielleicht andere Bauteile schützen, aber gegen den Kalk....
     
  8. simon84

    simon84

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    Wenn die Anode verkalkt ist erfüllt sie ihren Zweck nicht mehr
     
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  10. #8 Leser112, 31. August 2017
    Zuletzt bearbeitet: 31. August 2017
    Leser112

    Leser112

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    Imaginäre Anzeigewerte von X kW sind völlig wertlos.
    Interessant ist lediglich, wie viele kWh tatsächlich geerntet wurden. Hier ist ein geeichter WMZ erforderlich.
    Das ist korrekt, um Energieentzug aus dem Speicher zu vermeiden. Die dabei sinnvolle Temperaturdifferenz ist jedoch anlagenspezifisch.
    STA sind in EFH für den Betreiber selten wirtschaftlich, genügen aber Nachweisverfahren (EnEV/KfW) auf dem bunten Papier. Bauherren vergessen leider meist, sich eine kWh Ernte/a garantieren zu lassen.
    Diese Erkenntnis ist hier allerdings leider zu spät. Daher sollte man aus der Regelung noch Etwas „herauskitzeln“.
    Bei den Flächen ist die effektive wirksame, nicht die Bruttofläche bedeutend.
    Wichtig auch das Nachlademanagement durch den primären WE.
    http://www.gesbb-energieberatung.de/anlagentechnik/solar.html
     
  11. petra345

    petra345

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    Die Hersteller geben ca. 420 bis 450 kWh im Jahr pro m² Kollektorfläche an. Die Verluste zwischen Kollektor und Speicher muß man davon noch abziehen. Das sind 45 m³ Gas oder 45 l Öl im Jahr ohne diese Verluste.
     
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