Solarthermie - Entscheidungshilfe

Diskutiere Solarthermie - Entscheidungshilfe im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Forumsmitglieder, ich benötige dringend Hilfe zu einer Entscheidung bzgl. einer Solarthermie-Anlage. Die Ausgangsdaten: Dachfläche:...

  1. Gustav

    Gustav

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    Hallo liebe Forumsmitglieder,
    ich benötige dringend Hilfe zu einer Entscheidung bzgl. einer Solarthermie-Anlage.
    Die Ausgangsdaten:
    Dachfläche: ca. 50 qm
    Ausrichtung: Süd
    3,5-Personen-HH
    Befeuerung: Öl
    Brenner: 10 Jahre alt
    Ziel: Warmwasserunterstützung & Heizungsunterstützung (vorwiegend Fußbodenheizung)
    Angeboten wurden mir fast immer 4 Module (u.a. B....; V...)
    Was mich etwas stutzig macht, sind die Angebote für die Größe des Pufferspeichers. Es wurden durchweg Speicher mit 600 bis 750 Litern angeboten.
    Meine Fragen an die Experten:
    1. Macht es nicht Sinn den Pufferspeicher größer zu wählen? Z.B. 1.000 L - Kostet gerade mal gut 100 Euro mehr

    2. Macht es Sinn, den Brenner gegen einen Brennwertkessel auszutauschen?
    (Kosten: incl. Montage: ca. 8.000€ - Öl-Einsparung: ca. 600 l / p.a.)

    3. Reichen 4 Module auf dem Dach aus, damit die Nutzung der Sonnenenergie auch gut genutzt wird?

    Vielen Dank für fachkundige und weiterführende Antworten.
     
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  3. H.PF

    H.PF

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    Aus welchem Grund willst du Solarthermie? Bitte mal mit ein paar Sätzen erläutern...
     
  4. Gustav

    Gustav

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    Hallo H.PF

    Du fragst, weshalb ich Solarthemie einsetzen möchte.

    1. Öl-Verbrauch senken
    2. etwas autarker werden
    3. langfristig Kosten senken

    ich freue mich auf dine Antwort.
     
  5. Julius

    Julius

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    zu 1) Gebäudedämmung verbessern
    zu 2) "etwas autarker" ist ein Widerspruch in sich (entweder ist man autark oder man ist es nicht - mit Solarnutzung kann man es hierzulande aber keinesfalls werden)
    zu 3) Deine Maßnahmen würden die kumulierten Kosten eher erhöhen

    Daher:
    Ist das Geld da und würde ansonsten sein Dasein als Geldanlage fristen?
     
  6. susannede

    susannede

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    Trinkwasser und Heizungsunterstützung sind zwei paar Schuhe.

    TW immer sinnvoll, brauchst etwa 5 m2 Kollektorfläche.

    Heizungsunterstützung bedeutet erst einmal der Heizwärmebedarf ermitteln,
    bzw. diesen dann ggf. durch Dämmmaßnahmen senken.
    Je weniger Bedarf, desto weniger heizen - egal mit was.

    Zur Beurteilung die m2-Zahl der beheizten Wohnfläche heranziehen,
    rechne bei kleiner / wirtschaftlicher Anlage
    0,8 m2 Kollektorfläche pro 10 m2 Wohnfläche und 50 Litern Speicher pro m2 Kollektor.

    Exemplarisch für 130 m2 = 10,4 m2 Kollektorfläche, also 520 Liter-Tank.
    Für eine mittelgroße Anlage die doppelten Werte ansetzen.

    Damit deckst Du im Altbaubereich aber nur irgendwas von 15 - 35 %,
    sag mal: im Mittel 25%, der bisher der durch Öl erbrachten Wärme.
    Rechne Dir das aus.

    Im hochgedämmten Bereich steigt das bis auf's Doppelte.
     
  7. H.PF

    H.PF

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    Seit wann rentiert sich Trinkwassererwärmung über Solar? Sorry...

    Konnte mir noch keiner schönrechnen...

    Wenn man so was will dann bitte auch richtig, also warme Füße machen...
     
  8. susannede

    susannede

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    Jaz...
     
  9. H.PF

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    Also schönrechnerei?

    Bei ca 200 Euro Kosten für Warmwasser im Jahr, da lohnt sich halt nix...
     
  10. susannede

    susannede

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    Ne, Besserwisserei.
     
  11. R.B.

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    Nö, nö, dahinter mach ich mal ein ganz dickes ?

    Deine 5m2 liefern p.a. grob 1.000kWh an thermischer Energie die auch verwertet werden kann (entsprechender WW Bedarf vorausgesetzt). Selbst bei einem alten Öler der kaum optimiert ist, und einem Ölpreis von 90Ct./Liter, sind das Jahreskosten von knapp über 100,- € p.a. die ich durch Solar ersetzen kann. Werkelt da eine WP, Bsp.: Sole mit JAZ > 4, dann sind das weit unter 100,- €, vermutlich irgendwas um 50,- €. (Taschenrechner fragen)

    Wie hoch sind nun die Investitionskosten für die Solaranlage?

    Ich finde Solaranlagen gut, aber nicht mit dem Argument, dass diese wirtschaftlich wären, oder dem Betreiber einen dicken "Gewinn" bescheren. Hier gewinnt nur die Umwelt, und das muss es einem wert sein.

    - Wie hoch ist die Heizlast des Gebäudes? (hilfsweise jährlicher Ölverbrauch, Angabe ob Zusatzheizung vorhanden)
    - Wie hoch ist der WW Bedarf? (anhand der 3,5 Personen schwer einzuschätzen)
    - Dachneigung?
    - Auslegungstemp. der FBH?

    Wie alt ist der Kessel? Einen 10 Jahre alten Brenner würde ich nicht tauschen. Der hat seine Investitionskosten noch lange nicht eingespielt. Ob nur durch den Austausch in Brennwerttechnik die Einsparung erzielt werden kann, darüber kann man streiten. Gegenüber einem "alten" aber optimierten NT Kessel ist die Einsparung überschaubar.

    Es kann schon sinnvoll sein, den Speicher zu vergrößern. Das hängt vom Konzept ab das verfolgt werden soll. Man darf nicht nur die gespeicherte Energiemenge betrachten, sondern man muss auch das Temperaturniveau im Auge behalten. Was nutzen mir beispielsweise 100kWh Ertrag mit 20°C wenn ich diese nicht verwerten kann?

    Der Jahresertrag kann irgendwo unter 200kWh/m2 liegen, aber auch bei 300kWh/m2 oder 350kWh/m2. Entscheidend ist hier das Konzept das verfolgt wird, und vor allen Dingen auch ob man die Erträge zeitnah verwerten kann. Es macht auch einen Unterschied ob ich die Energie in getrennte Speicher lade oder in einen Kombispeicher (WW und Heizung), da ich hier wegen des WW mit hoher Temperatur laden muss.

    Gruß
    Ralf
     
  12. susannede

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    Wieso ist der schwer einzuschätzen - da nimmste den Mittelwert von 45 l / d / Person.
    Bei mir stimmt der annähernd (17 m3 / a = 46,5 l pro Tag).
    Und für den Plantschfaktor 4 Personen rechnen.
    Macht dann 4 x 1,8 kWh/d x 365 = 2628 kWh/a, sag grob 2700 kWh/a.

    Mit dem Wert kommen grob ausgelegt ca. 5m2 Flachkollektorfläche für WW raus.
    Dachneigung mal nicht so wichtig,
    weil die Kollektoren auch noch leicht gekippt werden können.
    Südausrichtung schon.
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Weil ich aus den Zahlen die der Gustav liefert nicht schlau werde, und daher auch das Nutzerverhalten nicht abschätzen kann.

    So "verbraucht" er anscheinend 7.000kWh an el. Strom, was für 3,5 Personen in einem EFH schon relativ viel ist, er schreibt von 600 Liter Einsparung bei Einsatz von Brennwert, wobei man daraus auf einen Ölverbrauch bis zu 6.000Liter p.a. schließen könnte, usw. usw. Beide Punkte sprechen eher gegen ein sparsames Nutzerverhalten, womit aus den 50Liter/Person und Tag schnell mal 80 oder 100Liter/Person und Tag werden können. Dann sieht die Amortisation einer Solaranlage schon ganz anders aus, denn ein paar m2 mehr Kollektorfläche und ein Speicher der ein bischen größer ausfällt, treiben die Kosten nicht so gewaltig in die Höhe.

    Davon kann er dann grob 30-40% durch solar ersetzen, womit wir bei den von mir genannten 1.000kWh p.a. wären.

    Mir ist das alles trotzdem viel zu grob gerechnet....besser gesagt "geschätzt".

    Gruß
    Ralf
     
  14. Gustav

    Gustav

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    Hallo Zusammen,

    vielen Dank für die Diskussionen und Tipps zu meiner Fragestellung.

    Zu den angesprochenen Punkten:

    Das Gebäude ist bereits gedämmt. Zwischen den Mauersteinen und den ausliegenden Riemchen ist eine ca. 7 cm Schicht Dämmung vorhanden.
    Den Dachboden zu dämmen, bringt lt. Energieberatung der Verbraucherzentrale nur 2-3%. Die Kellerdecke kann nur an Teilbereichen gedämmt werden (u.a. wg. Höhe). Und diese Teilbereiche liegen dann unter Räumen, welche nicht, oder kaum genutzt werden (z.B. Garage).

    Nach dieser Berechnung müsste ich 28 qm Kollektorfläche belegen und einen knapp 1.500L Speicher installieren. ich schätze, dass dann Kosten und Leistungen nicht mehr in einem annehmbaren Verhältnis stehen.

    Der jährliche Ölverbrauch liegt bei ca. 6.000l.
    WW-Bedarf? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung!
    Die Dachneigung ist 35° - Süd - Keine Beschattung
    Auslegungstemp? Was muss ich darunter verstehen?

    Mir sind Solar-Pufferspeicher angeboten worden. Machen die Sinn?


    Es wird gefragt, dass die Zahlen zu grob geschätz seien. Was wird noch benötigt?

    Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hat eine Einsparung (Einsatz von Brennwertkessel und Solarkollektoren zur WW und Heizung) von 20 % erbracht!

    Ich freue mich hier auf ein sach-, und fachkundiges Forum gestossen zu sein.

    Gleichzeitig freue ich mich, wenn dieses Forum konkrete Hilfestellung zur optimalen Auslegung der Anlage geben könnte.

    Vielen Dank!!!

    Gustav
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Langsam lichtet sich der Nebel.

    Du hast also etwa 280m2 beheizte Fläche und anhand des Ölverbrauchs geschätzt, eine Heizlast um die 20-24kW.

    Kennst Du Euren gesamten Wasserverbrauch? Mir geht es nur darum abzuschätzen, ob für die WW Erzeugung die typ. 50Liter/Person pro Tag angesetzt werden können (siehe Suse) oder ob mit einem höheren Bedarf gerechnet werden muss. Bei einem geringen WW Bedarf kann ich auch nur wenig solare Erträge verwerten.

    Die Auslegungstemperatur der FBH wäre die höchste Heizwassertemperatur (Vorlauf) die benötigt wird, um bei min. Außentemperatur die Räume noch auf Solltemperatur zu bringen (bzw. auf Solltemp. zu halten). Diese Vorlauftemperatur wird mit steigender Außentemperatur anhand der Heizkurve der Regelung reduziert.

    Heute wird bei einer FBH meist mit 35/30/20 gerechnet, also 35°C VL, 30°C RL und 20°C RT (Vorlauf, Rücklauf, Raumtemperatur).

    Das hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Solarerträge, da ich ja nur "Temperaturen" nutzen kann die über den Auslegungstemperaturen meiner Anlagen liegen.

    Jeder Speicher ist an sich ein Pufferspeicher. Keine Ahnung was Dir da angeboten wurde. Vermutlich ein normaler Speicher.
    Es kann sinnvoll sein, wenn man ein Konzept mit 2 Speichern fährt, also 1 Speicher für WW und 1 Speicher als Puffer für die Heizung. Das Problem ist, dass man 2 unterschiedliche Anforderungen miteinander verheiraten muss, einmal die WW Erzeugung mit relativ hohen Temperaturen und einmal die Heizung mit verhältnismäßig niedrigen Temperaturen. Beides in einem gemeinsamen Speicher führt dazu, dass ich wegen des WW immer mit hoher Temperatur bevorraten muss.

    Wenn ich mir Deine Zahlen so anschaue, und unterstelle, dass der WW bedarf eher gering ist, dann befürchte ich, dass sich eine Solaranlage nur zur WW Erzeugung kaum rechnen wird. Man muss also überlegen, ob und wieviel Erträge man heizungsunterstützend verwerten kann. Vielleicht bietet sich damit die Möglichkeit, dass die Amortisationsrechnung in einen schmerzfreien Bereich kommt. Mit einer Ölheizung kaufst DU die Energie relativ teuer ein, so dass sich solare Erträge vielleicht besser rechnen als bei einem anderen Wärmeerzeuger (WP o.ä.).

    Gruß
    Ralf
     
  16. Gustav

    Gustav

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    Hallo Ralf,

    erneut vielen Dank für deine Anmerkungen und Aufklärungen.

    Der gesamte Jahres-Wasser-Bedarf liegt bei 12 bis 15 cbm. Bedeutet: In der Spitze also 40l p.Tag. Es handelt sich also um den gesamten Wasserverbrauch, nicht WW!
    Der WW-Bedarf ist entsprechend geringer.

    Und nun komme ich immer mehr zu der Meinung, dass es sich wahrscheinlich nicht innerhalb der nächsten 10-15 Jahre rentiert, in eine Anlage zu investieren.

    Der Speicher:
    Angeboten wurden Speicher, der nachfolgend aufgeführten Art:
    Übergabe an den Wasserspeicher per "Glattrohrwärmetauscher"
    Wärmeleitrohr
    externer Plattenwärmetauscher für Trinkwasser.

    Angeblich wird so das Trinkwasser "nur bedarfsgerecht" erwärmt.

    WP hatten wir ebenfalls in Erwägung gezogen. Allerdings:
    Die Erd-WP würde nicht genehmigt (Sole-Gebiet - anerkanntes Bad; Telefonate mit der Bezirksregierung haben diesen Hinweis ergeben. Es gibt nur 1 Erd-WP im Ort. Diese wurde für einen Neubau vor über 10 Jahren gemehmigt)
    Luft-Wasser-WP: Da würden die Nachbarn wohl den Aufstand üben

    Was mich wundert, ist, dass die Energieberatung der Verbraucherzentrale eine Einsparung von über 20% aufweist, wenn ein Brennwertkessel mit solarer HZ-Unterstützung und WW-Bereitstellung installiert würde.

    Wenn ich die Daten hier im Forum lese, dann ist die Einsparung nur ein Bruchteil davon.

    18.000€ Investition für eine Einsparung von 1.000kWh p.a. (lt. Forum)? Das wäre doch eine richtige Fehlallokation von knappen Ressourcen.

    18.000€ Investition für eine Einsparung von 15.000kWh p.a. (lt Energieberatung); Also eine Amortisation nach ca. 15 Jahren, wäre eine Option.

    Wie kommt es zu diesen unterschiedlichen Ergebnissen?

    VG
    Gustav
     
  17. Julius

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    Frag doch mal den Energieberater, für welchen Grad von Einsparung er Gewähr leisten kann/will...!

    Die müssen für ihr weniges Geld recht grob pauschalieren und gehen daher gerne von den jeweils günstigsten Annahmen aus, um eine "optisch schöne" hohe Einsparung vorweisen zu können. Die Realität ist aber differenzierter...
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Das ist schon extrem wenig. Bist Du Dir sicher mit dem 15m3 p.a.? Das wären gerade mal 41Liter pro Tag für 3,5 Personen. Etwas überspitzt formuliert, 1 Klospülung pro Person und Tag. Damit kämen wir niemals hin. Das geht bei uns allein schon für das Waschen der Wäsche drauf.

    Sollte der Bedarf tatsächlich so niedrig sein, dann wird sich Solarthermie für die WW-Erzeugung niemals rechnen.

    Rechnen wir mal ganz grob. Von den 15m3 benötigst Du sagen wir mal 2/3 als WW, also 10m3 p.a, da komme ich auf gerade mal 406kWh p.a. !!!

    Bei Deinen Zahlen rentiert sich das nicht einmal in 50 Jahren.

    Also ein Konzept mit "Frischwasserstation". Das würde ich in Deinem Fall nur in Erwägung ziehen wenn alle anderen Konzepte nicht umsetzbar wären. Aufgrund des geringen WW Bedarfs müsste man aber auch bei einem Speicherkonzept besondere Vorsicht walten lassen, denn selbst ein kleiner Speicher würde bei Deinem Bedarf für 1 Woche ausreichen. Da muss man das Temperaturniveau im Auge behalten, denn sonst läuft man trotz der geringen Speichermenge Gefahr, dass sich Legionellen vermehren.

    Habt Ihr auch mal gefragt, ob ein Flächenkollektor genehmigt würde? Es muss ja nicht immer eine Tiefenbohrung sein.

    Eine LWP würde ich in Deinem Fall nicht einsetzen. Hohe Heizlast bedingt eine "große" WP, die sind erfahrungsgemäß teuer, deutlich lauter, und die geringere JAZ (im Vergleich zu Sole oder DV) macht sich auch negativ bemerkbar.

    Keine Ahnung was Dein "Energieberater" da gerechnet hat. Eine Einsparung von 15.000kWh beim WW ist in Deinem Fall undenkbar, wenn Du "nur" 400kWh für die WW-Erzeugung aufwenden musst. Selbst bei einem miserablen Wirkungsgrad wird man da nicht über 1.000kWh Einsparung kommen.
    Vermutlich wurde noch irgendwie die Heizungsunterstützung mit eingerechnet. Wie er das angestellt hat, das sagt mir meine Glaskugel nicht.

    Gruß
    Ralf
     
  19. Gustav

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    Hallo Zusammen,

    ich habe die Daten nochmals geprüft:

    Wasserverbrauch p. Monat (Durchschnitt die letzten drei Monate): ca. 11 cbm
    Ölverbrauch p. Monat (Durchschnitt die letzten drei Monate): ca. 2.700 kWh (also reiner Ölbedarf für die WW-Zurverfügungstellung - Heizung aus)
    Über Solarkollektoren hätte ich doch wahrscheinlich - mit entsprechend großem WW-Speicher und einer geeigneten Anlage - eine Einsparung in den letzten drei Monaten von mind. 2.000 kWh (geschätzt).

    Wenn ich nun diese ca. 700kWh p. Monat zugrunde lege, käme ich doch p.a. auf mind. ca. 8.500 kWh p.a. Einsparung. Mir ist bewusst, dass es sich hier nur um ca. Schätzungen handelt. Im Sommer scheint die Sonne stärker und länger, als im Winter.
    Allerdings könnte - bei entsprechender Anlage; und dies war meine ursprüngliche Fragestellung - bei dem Einsatz von Solarthermie, ein nicht unerheblicher Anteil für WW und Heizung (ca. 200qm Fußbodenheizung), durch die Sonne umweltschonend zur Energieversorgung beitragen.

    Flächenkollektor:
    Dazu muss Fläche vorhanden sein. Bzw. der z. Z. schön gepflegte Garten müsste neu angelegt werden. Damit bin ich wieder bei den Kosten. Eine Investition in Solarthermie sollte sich halt in 10-15 Jahren rechnen, also amortisieren. Ich bezweifle, dass ein Flächenkollektor dies bei uns könnte...

    Die Angaben des Energieberates beziehen sich auf WW und Heizungsunterstützung. Und genau darauf setze ich: Die relative große Wohnfläche günstiger zu erwärmen. Eine reine WW-Solarthermie schließe ich mittlerweile aus. Das reizvolle an der Sonnennergie ist die Heizungsunterstützung. Mir ist bewusst, dass gerade dann, wenn die Heizung gefordert ist, die Sonne in unseren Beitengraden nur bedingt nutzbar ist.
    Dennoch kann sie helfen die Heizungskosten zu senken.

    Den Effekt im Sommer die WW-Zufuhr fast zu 100% zu nutzen nehme ich gern mit.

    Am WE kann ich die Berechnungen des Energieberates hier einstellen und würde mich über Eure Bewertung freuen.

    Viele Grüße
    Gustav
     
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  21. Julius

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    Wie paßt ein Monatswert von 11m³ zu einem Jahreswert von 15m³...???
    Daher glaube ich Deinen anderen Zahlen erstmal auch nicht.
    Insbesondere ein Ölverbrauch von ca. 270l im Monat NUR FÜR Trinkwassererwärmung kann eigentlich nicht sein!

    Will sagen: Auf gewürfelte Zahlen kann man keine Entscheidung gründen.
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Irgendwie komme ich mit Deinen Zahlen nicht klar. Wie wurden die ermittelt? oder sind das nur irgendwelche theoretische Zahlen die der Energieberater einfach mal angesetzt hat?

    Die 11m3/Monat wären schon denkbar, macht pro Jahr 132m3, ist für 3,5 Personen üppig aber möglich.

    Die 2700kWh für die WW Erzeugung pro Monat erscheint mir etwas hoch, das wären grob 9Liter Heizöl pro Tag. Selbst bei einem schlechten Wirkungsgrad der Anlage erscheint mir das sehr hoch. Ich hätte schlimmstenfalls mit um die 4Liter gerechnet. Bei einer Anlage die auch nur ein bischen optimiert ist, geht das auch mit der Hälfte, sprich unter 2 Liter Heizöl pro Tag.

    Da diese Zahlen für eine brauchbare Schätzung essentiell sind, sollten wir schon genau hinschauen und diese auf Plausibilität überprüfen.

    Je höher Dein "Verbrauch" um so eher kann sich Solarthermie rechnen. Das funktioniert natürlich nicht, wenn die Zahlen nur auf dem Papier stehen und somit völlig praxisfremd sind.

    Das ist schwer zu rechnen. Im Durchschnitt hätte Deine Anlage momentan pro Tag vielleicht nur 10kWh/m2 Kollektorfläche "verwertbar" geliefert, vermutlich deutlich weniger. Damit hättest Du bei entsprechender Kollektorfläche Deinen WW Bedarf decken können, keine Frage. Ob dieser aber so hoch ist wie Deinen Zahlen zu entnehmen ist, das steht in den Sternen.

    Kann ich verstehen. Man muss aber nicht den kompletten Garten umpflügen, es genügt auch ein entsprechend langer/breiter/tiefer Graben. Die Heizlast Deines Gebäudes ist aber relativ hoch, einen dafür passenden Kollektor kriegt man auf einem kleinen Grundstück nicht unbedingt unter.
    Eine Lösung wären dann Tiefenbohrungen, doch die verursachen relativ hohe Kosten.

    Die Strategie ist verständlich. Man muss aber folgenden Punkt beachten. Aufgrund der hohen Heizlast benötigst Du für eine spürbare Entlastung der Heizung eine relativ große Fläche mit Solarkollektoren. Das sorgt im Sommer für Probleme, da solche großen Anlagen im Sommer eine Menge (Wärme)Energie erzeugen die Du nicht verwerten kannst.
    d.h. Genau betrachtet leidet darunter die Effizienz der Anlage. Stelle Dir einfach mal vor, die Anlage wäre so groß, dass sie an einem Sommertag sagen wir mal 200kWh "erzeugt", Du benötigst aber nur 20kWh. Was machst Du mit dem Rest? Speichern bis in den Winter klappt nicht, und am nächsten Sonnentag steht schon wieder diese überschüssige Menge an.
    d.h. Im Sommer musst Du viele Erträge irgendwie vernichten (verschenken), und im Winter liefert die Anlage keine Erträge.

    Für die WW-Erzeugung könnte man auch einmal über eine BW-WP nachdenken. Ob sich das rechnet, da müsste man einmal den Taschenrechner befragen. Bei den aktuellen Strompreisen wird das wohl nicht einfach, aber man sollte alle Varianten einfach mal durchrechnen, auch wenn sie sich später als Sackgasse herausstellen.

    Gruß
    Ralf
     
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    Entscheidungshilfe Wechsel von Öl auf Gas?: Ich nenne jetzt mal die Rahmenbedingungen: Haus Baujahr 1907, Anbau 1977. Wohnfläche 240m². Ca. 1/4 mit Fußbodenheizung => RTL-Steuerung....
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    Solarthermie / Solarzellen / Pufferspeicher: Ein befreundeter Architekt hat uns für die anstehende Heizungserweiterung für den Dachausbau empfohlen einen Pufferspeicher setzen zu lassen und...
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    Entscheidungshilfe Aussenputz Phorenbeton: Guten Abend, ich bitte um Hilfe bei der Auftragsvergabe für den Aussenputz von unserem kleinen Anbau (Phorenbeton). Anbieter K ist unsere...