Solarthermie zur Brauchwassererwärmung oder Heizungsunterstützung?

Diskutiere Solarthermie zur Brauchwassererwärmung oder Heizungsunterstützung? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo. Unser kommendes Haus (Neubau / 2 Erwachsene + 2 Kinder) soll mit Gas beheizt werden und wird mit einer KWL mit Wärmerückgewinnung...

  1. #1 kommender bauherr, 08.02.2018
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    Hallo.
    Unser kommendes Haus (Neubau / 2 Erwachsene + 2 Kinder) soll mit Gas beheizt werden und wird mit einer KWL mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Um die Enev 2016 so gerade einzuhalten müssen brauchen wir noch eine Solaranlage auf dem Dach. Diese soll nur gerade groß genug werden um die Enev dann einzuhalten. Jetzt stellt sich für mich die Frage wofür die gewonnene solare Wärme am sinnvollsten genutzt werden soll.

    1. Zur Brauchwassererwärmung
    oder
    2. zur Heizungsunterstützung
    oder
    3. Kombination von Warmwasser und Heizungsunterstützung (fällt aus meiner laienhaften Sicht raus, da die wahrscheinlich zu wenige Kollektoren vorhanden sein werden.)

    Was meint ihr denn dazu?
     
  2. #2 Andybaut, 08.02.2018
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    Hier gilt es die ENEV Berechnungen genau anzuschauen.
    bei einer KWL wundert es mich, dass man noch was auf dem Dach braucht.
    Das sollten wenn, dann nur minimale Anteile sein.

    Daher würde ich prüfen ob ich nicht durch z.B. bessere Dämmung hier das gleiche ereichen kann.

    Aber wenn sie benötigt und will, dann würde ich auch Brauchwassererwärmung gehen. Dafür reichen kleine Flächen und im Sommer
    kann die Therme aus bleiben.
     
  3. #3 kommender bauherr, 08.02.2018
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    Das ist ein interessanter Ansatz mit der besseren Dämmung. Daran hatte ich nicht gedacht. Könntest du mir evtl. sagen, warum du denkst eine bessere Dämmung (sofern realisierbar) wäre sinnvoller als eine kleine Solaranlage, um so gerade die Enev einzuhalten?
     
  4. #4 Andybaut, 08.02.2018
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    Sinnvoller ist immer relativ.

    Bei dir hört sich das aber so an, als ob du die Solaranlage nicht unbedingt möchtest.
    Daher macht es evtl. Sinn an anderen Stellschrauben zu drehen.

    Die ENEV Berechnungen berücksichtigen ja einerseits die Gebäudehülle und andererseits die Gebäudetechnik.
    Mich wunderst es nun jedoch, dass du bei einer KWL die ENEV oder vielleicht auch das EEWärmeG nicht schaffst.
    Nun kann es ja sein, dass nur noch ein "Hauch" fehlt um die Anforderungen zu erfüllen.
    Diese "Hauch" könnte dann z.B. ein etwas besseres Fenster, ein besseres Dach oder eine bessere Wand sein.
    Je nach Bauteil ist das dann vielleicht teurer oder billiger wie die Solarthermie auf dem Dach.
    Auch die Gastherme wäre zu prüfen. Brennwertgerät ist gesetzt !?

    Wobei ich prinzipiell die Kombination Solarthermie und Gastherme nicht schlecht finde. Auch die Tatsache de Brenner im Sommer nicht
    anzuschalten hat durchaus Charme und ist gut für die Lebensdauer.
     
  5. #5 Fritz531, 08.02.2018
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    ich denke da gibt es bei der EnEv-berechnung noch Optimierungsmöglichkeiten. Beim Brennwertgerät Herstellerkennwerte verwenden. Bei der KWL den Strombedarf prüfen (W/m³). Welcher Wärmerückgewinnungsgrad ist bei der KWL eingestellt ?. Ist bei der Berechnung die Luftdichheitsmessung berücksichtigt ? Wie sind die Wärmebrücken berücksichtigt ?
     
  6. #6 Leser112, 09.02.2018
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    Mit dieser Aussage bestätigst Du meine jahrelangen Erfahrungen.
    Bei GBW ist im Nachweisverfahren eine STA zwangsläufig erforderlich und muß mitgekauft werden.
    Tatsächlich sind STA im praktischen Betrieb in EFH/ZFH jedoch meist unwirtschaftlich.
    EnEV Nachweise haben mit tatsächlichen Verbräuchen absolut Nichts zu tun!

    [​IMG]


    Hinweis:
    Weder EnEV noch KfW garantieren den Bauherren Wirtschaftlichkeit für die Vorhaben! Andernfalls gäbe es die entsprechenden §§ in EnEV bzw. EEWG nicht ;-)

    2. und 3. sind daher jeweils der größere Griff ins wirtschaftliche Klo.
     
  7. #7 petra345, 09.02.2018
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    Sie dient zur Leerung des Kontos!!

    1 m² Solaranlege liefert 400 kWh im Jahr. Das findet man auch im Internet der Hersteller. Das sind 40 l Öl oder 40 m³ Gas. Was die kosten sagen Dir die Versorger.

    Was die Anlage kostet sagt Dir der Händler.
    Rechnen überlasse ich Dir!!

    Wenn Du im Sommer im Süden in Urlaub bist, und die Wärme nicht abrufst, wird die Rechnung noch schlimmer. Abgesehen daß dann die Anlage abgedeckt werden muß, weil sie zu kochen anfängt.

    .
     
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