Sollte ein altes Haus vor Bezug neue Leitungen bekommen?

Diskutiere Sollte ein altes Haus vor Bezug neue Leitungen bekommen? im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, braucht ein Haus aus den 60igern neue Leitungen im Sanitär- und Elektrobereich? Oder kann man da ohne Bedenken nur modernisieren, ohne an...

  1. uli st

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    Hallo, braucht ein Haus aus den 60igern neue Leitungen im Sanitär- und Elektrobereich?
    Oder kann man da ohne Bedenken nur modernisieren, ohne an diese Leitungen zu gehen? Und die nächsten dreizig Jahre drin wohnen?
    Oder müsste man dann jederzeit "mit dem Schlimmsten" rechnen?
    Vielen Dank im Voraus!
     
  2. #2 simon84, 18.08.2018
    simon84

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    Es wäre unwarscheinlich, dass noch nie etwas an dem Haus gemacht wurde.
    Was und wann ist die Frage.

    Für eine Kostenkalkulation würde ich erstmal davon ausgehen, dass du Wasser, Heizung, Abwasser und Elektro komplett machen musst.
     
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  3. uli st

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    Ist das definitiv so. Weil der Makler meint, das sei doch nicht nötig.
     
  4. #4 simon84, 18.08.2018
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    Ein Immobilienmakler verdient, wenn ein Haus verkauft wird. Ist doch klar, dass der dir was vom Pferd erzählt.
    Im Kaufvertrag wird es sicher keinen Passus "die Rohre sind noch gut" geben.

    Nimm dir einen erfahrenen Handwerker, Ingenieur, Architekt oder Sachverständigen zur Besichtigung mit. Ganz wichtig.
     
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  5. uli st

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    Danke, aber ist es denn definitv so, dass bei einem Haus dieses Alters die Rohre ausgetauscht werden sollten?
     
  6. #6 simon84, 18.08.2018
    simon84

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    Meine Kristallkugel sagt mir ja, Rohre und Kabel alle 50 Jahre erneuern ist im Rahmen .

    Davon solltest du für eine Renovierungskostenkalkulation ausgehen.

    Wenn dann das eine oder andere Rohr doch bleiben kann ist doch super
     
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  7. am1003

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    Wir wissen leider nicht, welche Materialen verbaut sind und in welchem Zustand diese sind.
     
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  8. #8 Klaus12345, 18.08.2018
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    Wenn du feststellst dass die Leitungen alt sind würde ich diese neu machen wenn es dein Eigentum ist dann hast du wieder für 20 Jahre Ruhe
     
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  9. 11ant

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    Nicht pauschal und im Rundumschlag.

    Ein Stück weit würde ich das vom örtlichen Kalkgehalt des Wassers abhängig machen.

    Rohre in einem Haus diesen Alters werden nicht mehr aus Blei sein, aber evtl. noch aus Gußeisen. Elektroleitungen an sich dürften da auf einem ausreichend jungen Stand sein, Stromkreiskonzeptionen und Sicherungskästen eher weniger. Auch bei der Heizung würde ich die Systemkonzeption auf den Prüfstand stellen. Aus dieser Zeit sind Radiatoren in Heizkörpernischen üblicher Standard.
     
  10. #10 fundament, 17.10.2018
    fundament

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    Also dem Makler würde ich diesbezüglich jetzt auch nicht das absolute Vertrauen schenken. Wenn, dann vielleicht einen Gutachter beauftragen, der das realistisch einschätzen kann.

    Generell würde ich aber sagen, dass es wahrscheinlich schon Sinn machen kann sich die Leitungen vor einer Modernisierung mal genauer anzusehen. Bei älteren Häusern ist es ja oft so, dass viel in Eigenregie gemacht wurde und keine oder nur lückenhafte Pläne existieren. Stell dir mal vor, ihr fliest jetzt zum Beispiel das Bad neu und dann gibt's nen Wasserrohrbruch. Ihr wisst aber vielleicht nicht, wo die Rohre verlaufen und könnt dann im Bad etliche der neuen Fliesen wieder abklopfen.
     
  11. #11 petra345, 17.10.2018
    Zuletzt bearbeitet: 17.10.2018
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    Es gab in den siebziger Jahren viele Schäden mit Lochfraß an kupfernen Wasserleitungen. Haben sie die ersten 5 Jahre überstanden war das weitere Risiko gering.
    Nicht ganz ernst gemeint, könnte man sagen, was 50 Jahre gehalten hat wird auch weiterhalten.

    Die Frage ist ja auch, welche Ansprüche stellt man heute an eine Installation.

    Eine " *** "- Installation hat heute nach den Unterlagen des Buches: Elektrotechniker-Handwerk, 12 allgemeine Steckdosen in der Küche plus Steckdosen für Radio, Kühlgeräte, Dunstabzug, Lüfter, Backofen, Mikrowelle, Geschirrspüler, Waschmaschine, und Trockner, Bügelstation etc.

    Das Buch müssen die zugelassenen Installateure kaufen und das Eigentum gegenüber dem Beauftragten des EVU nachweisen. Das ist also die Bibel schlechthin.

    In den sechzigern hatte man 3 Sicherungen für den Herd und zwei weitere für alle Verbraucher in der Wohnung.

    Heute ist bei einer Neuinstallation ein SLS-Schalter, ein Überspannungsableiter, Datenschnittstelle, separater Schrank mit Sicherungen für die Verbraucher, mehrere FI-Schutzschalter (RCD) und ein 1100 mm hoher Zählerschrank bei den meisten EVU usw. vorgeschrieben. Materialkosten in Versandhandel über 1500 € ohne Montage. Vom dafür zugelassenen Installateur vermutlich 3500 bis 4000 € für eine einzige Wohnung. Freiwillig ist ein Brandschutzschalter.

    Alte Anlagen genießen aber Bestandsschutz. Also keine Panik aber auch Vorsicht mit der Modernisierung.
    Dem montierten Kupferdraht ist es jedenfalls gleich ob er 50 oder 100 Jahre den Strom leitet.


    .
     
  12. #12 simon84, 17.10.2018
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    Wenn Elektro in Leerrohr verlegt ist, kann man auch einiges nach Einzug machen lassen, Elektro ist nicht so wild.
    Auch wenn eine Anlage Bestandschutz besitzt, so hat man evtl, ja auch kein Interesse an einer Installation mit Nullung und ohne FI/RCD
    sowie einer Steckdose pro Zimmer.


    Abwasser sind die dicksten Rohre, und verstopfen auch gerne mal ohne dass man es gleich merkt.
    Heizung und Wasser, je nach geplanten Reparaturen auch gleich machen. Mindestens gut prüfen lassen.

    Wenns mein Haus wäre und ich das Budget hätte, würde ich erneuern.
     
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