Sommergarten - Vor- und Nachteile - Unterbau - Kosten

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  1. #1 Fenstergriff, 24.11.2013
    Fenstergriff

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    Wir würden gerne einen Sommergarten anbauen lassen. ( Sommergärten sind ähnlich wie Wintergärten, nur als "Leichtbauweise", Einscheibenverglasung und nicht luftdicht )

    Wer hat da schon Erfahrung?

    Unsere jetzige Terasse ist 3 m x 6 m groß. Damit wäre der Sommergarten max. 18 qm groß

    - Die Terrasse besteht als Grundlage aus einer dicken Betonplatte, die schon 20 Jahre ohne irgendwelche Verschiebungen stabil liegt. Die damalige Baufirma war Spezialist für Beton, eine Tiefbaufirma.
    Kann man den Sommergarten auf der Betonplatte installieren?

    - Wie wirkt sich die Abschattung im Wohnzimmer aus, wenn man einen Sommergarten vorbaut?

    - Wie sind die Preise?,
    wir stellen uns 1.100 € pro qm vor ( in Bayern, Höhe beginnend am Haus ungefähr 3 m )
    Für die Markise rechnen wir 2.500 €.
     
  2. papeFT

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    Nach der Beschreibung würde ich den Sommergarten mit einem Anlehngewächshaus vergleichen. Vorteil: Februar bis Anfang Mai und September/Oktober kann man es darin aushalten; im Winter ist es zu kalt; in den Sommermonaten zu heiß - auch bei guter Lüftung. Ohne angepasste Beschattung hat man im Sommer bei Sonnenschein ein Problem oder dauernd Durchzug, um die Wärme los zu werden.
     
  3. #3 Fenstergriff, 27.11.2013
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    Mit Ihren Bedenken haben Sie recht, deswegen wäre es gut, wenn sich jemand mit eigenen Erfahrungen zum Thema Sommergarten äussern würde. Bei uns geht es jetzt richtig los, dieses Jahr sind in der näheren Umgebung zwei Sommergärten erstellt worden, so auch bei einem meiner Nachbarn, ich werde von seinen Erfahrungen berichten.

    Ein Vorteil:
    Ein Wintergarten muss von der Stadt genehmigt werden, ein Sommergarten nicht.

    Ein Nachteil:
    Sowohl Wintergärten, als auch Sommergärten verringern massiv den Lichteinfall durch die anliegenden Fenster, z.B. ins dahinter liegende Wohnzimmer.
     
  4. PeterB

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    Warum soll es deutlich dunkler werden?
    Winter und /oder Sommergarten sollten ein verglastes Dach haben mit Abschattung und wenn die gebraucht wird, ist es auch hell genug.
     
  5. #5 Skeptiker, 04.12.2013
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    Auf welcher juristischen Grundlage fusst diese Aussage?
     
  6. #6 Romeo Toscani, 05.12.2013
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    @Fenstergriff:

    1.) Zum baurechtlichen Thema kenn ich mich in Deutschland nicht aus.
    Bei mir in Ö. ist das auch je nach Bundesland etwas unterschiedlich, wobei grundsätzlich gilt, dass ein Wintergarten als erweiterter Wohnraum zählt, und ein Sommergarten eben nicht.
    Genehmigungspflichtig wär dieser aber auch ab einer bestimmten m² Anzahl.
    Aber bevor du dich auf vagen Erzählungen verlässt, würde ich an deiner Stelle einfach mal bei deiner Gemeinde/Stadt nachfragen, um eine konkrete Information zu bekommen.

    2.) Meine Firma stellt im Jahr zwischen 10 und 20 Wintergärten auf, wobei in den letzten paar Jahren vermehrt die Nachfrage nach Sommergärten kommt.
    Rein vom Produkt her unterscheiden sich die beiden Varianten preislich nicht großartig.
    Gegenüber konventionellen Fenstersystemen, die in Wintergärten zum Einsatz kommen, sind solche Ganzglas-Schiebe oder Falt-Elemente, wie sie beim Sommergarten zum Einsatz kommen nicht besonders günstig.
    Hast du vor, hier aber Rahmenprofile zu verwenden (zb aus Alu, mit 2-fach Verglasung), dann besteht der Unterschied beim Wintergartenprofil einfach dahingehend, dass dort thermisch getrennte Profile zum Einsatz kommen (Außenseite und Innenseite thermisch getrennt, um eine Wärmebrücke zu vermeiden), und die sind nicht soviel teurer.

    Was hier preislich ins Gewicht fallen würde, sind Nebenarbeiten wie Isolierung des Bodens, Installierung einer Heizung, Lüftung usw. Das würde ja beim Sommergarten gänzlich wegfallen.
    Kenne deine Situation aber zu wenig, um hier konkreter zu werden.

    3.) Sommergärten sind im eigentlichen Sinn ein Wetterschutz. Sprich: Dach (Schutz vor Regen/Schnee/Dreck), seitlich zum zumachen (bisschen Windschutz), die Gartenmöbel kannst du drunterstellen und im Winter verrecken vielleicht ein paar Topfpflanzen weniger. Viel mehr solltest du dir vom Produkt Sommergarten aber auch nicht erwarten.
    Die Übergangszeit ist vielleicht ganz praktisch fürs Raumklima, wenn dort ein solarer Energiegewinn stattfindet (quasi eine Zusatzheizung direkt vorm Wohnzimmer ...)
    Im Winter ist er eigentlich nicht nutzbar (muss ja auch nicht gewollt sein), aber ich persönlich finds schlimmer, was er im Sommer macht: Dort kannst du nämlich je nach Umstände mit einem Hitzestau rechnen (trotz Markise), und als Besitzer einer 25 m² Terrasse (die ich im Sommer sehr häufig nutze) wär das für mich persönlich nichts. Dann doch lieber "nur" eine Markise, wo ich dann regulieren kann, wann ich Schatten habe und wann nicht.

    4.) Zitat: "Für die Markise rechnen wir 2.500 €."
    Die günstigeren Markisensysteme (Kompaktmarkisen) sind bei einigen Herstellern in der Größe 6 x 3 Meter gar nicht erhältlich, was die Auswahl einschränkt. Müsste man schauen, wo man was bekommt, ansonsten auf die Premium-Modelle zurückgreifen, die diese Größe schaffen.
    2500 für eine derartige Markise mit Motor, inkl. Montage und Elektroanschlüsse ist eine sehr motivierte Preisvorstellung, aber theoretisch machbar.
    Grundsätzlich gilt: Eine Beschattung von außen ist immer effektiver als eine Beschattung von innen (unter dem Glasdach), aber auch teurer. Hersteller wie zB Markilux oder Bremetall haben gute und günstige Systeme, die man sowohl von unten als auch von oben montieren kann, aber wie gesagt wäre die Größe hier das Problem. Ist grad ungünstig .... zB 5 x 4 Meter wäre wesentlich leichter zu bewerkstelligen.

    5.) Insgesamt ist das eben die Grundsatzfrage: 20 Tausend für die "schlechte" Lösung, oder 30 Tausend für die "gute" Lösung. Beides ist viel Geld....
    Fragt sich, ob man langfristig (20, 30 Jahre lang) froh ist, das gleich "ordentlich" angebaut zu haben, oder ob man sich gleich lange darüber ärgert, wenn man die günstiger Lösung für viel Geld gewählt hat.
    Eine spätere Umrüstung ist in dem Fall auszuschließen.
    Eine mögliche Zwischenlösung wäre es, jetzt erstmal im besserem System nur das Dach (in guter Ausführung) zu bauen samt Außenbeschattung und alles so vorbereiten, dass man zB in 2-3 Jahren die Fronten anbaut, um einen fertigen Wintergarten zu erreichen. Das ist freilich nicht ganz unkompliziert, aber vielleicht finanziell interessant, wenn die Anschaffung zum jetzigen Zeitpunkt das Budget überschreitet, du aber in den nächsten Jahren mehr Möglichkeiten haben solltest.
     
  7. #7 Fenstergriff, 09.03.2014
    Fenstergriff

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    Danke für die ausführliche Antwort!

    Zu Ihrem letzten Punkt zuerst, Geld spielt in diesem Fall nicht die ausschlaggebende Rolle!

    Noch zur Ausgangssituation:
    Wir haben jetzt als Grundlage der Terrasse ein 20 cm starke Betonplatte, die seit 20 Jahren stabil liegt. Sie ist meines Wissens nach durch ungefähr 5 mm Styropor vom Haus getrennt. Bei einem Sommergarten bliebe sie erhalten, ansonsten rechne ich bei einem Wintergarten mit ungefähr 8.000 € für einen neuen Bodenaufbau.

    Bei der Wintergartenversion befürchte ich eine wesentlich stärkere Abschattung des dahinter liegenden Wohnzimmers.

    Als zusätzlicher Wohnraum würde ein Wintergarten nicht gebraucht.


    Noch eine zusätzliche Frage:
    Wir haben nur einen kleinen Garten. Sollten wir eventuell den Sommergarten nicht über die ganze Fläche der Bodenplatte bauen, sondern nur über einen Teil. Was wäre eine gute Flächenaufteilung? Wir haben an dieser Hausfront zwei Glastüren (Wohnzimmer, Küche) sodass der Sommergarten und die verbleibende Terrasse getrennt betreten werden könnten.
     
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