Specht in Dämmschicht

Diskutiere Specht in Dämmschicht im Hilfestellung für Neulinge Forum im Bereich Sonstiges; Hallo seit etwa zwei Wochen hackt ein Specht an der Fassade, die Putzschicht ist bereits durch, das Loch ist gut sichtbar von aussen (das Nest...

  1. gema

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    Hallo

    seit etwa zwei Wochen hackt ein Specht an der Fassade, die Putzschicht ist bereits durch, das Loch ist gut sichtbar von aussen (das Nest in der Styropor-Dämmschicht ist aber nocht nicht fertig!). Wir haben den Specht schon sechsmal verscheucht - aber er ist sehr hartnäckig.

    Hat jemand Erfahrung, was können wir dagegen unternehmen? Danke im voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    gema
     
  2. Julius

    Julius

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  3. Lebski

    Lebski Gast

    Katze mit Bauschaum im Loch befestigen.

    Loch zumachen. So oft, bis die Nestbauzeit vorbei ist.
     
  4. sniper

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  5. #5 Ralf Wortmann, 07.10.2014
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    Ich würde es mit einem Specht-Nistkasten versuchen und diesen in unmittelbarer Nähe aufhängen und das Loch in der Fassade verschließen.
    Wichtig ist aber der geringe Einfluglochdurchmesser von nur 6 cm, siehe hier:

    http://www.vogelhaus-nistkasten.de/nistkaesten/einflugloch-nistkasten/

    Ich habe aber keine Erfahrungen, ob das zum Erfolg führt.
     
  6. #6 Anda2012, 07.10.2014
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    Von der Bauleitung zum Formularausfüllen
    Ich glaub, ich hatte mal so Krähennachbildungen an einer Hauswand gesehen, sozusagen als Vogelscheuche. Finde aber Ralfs Vorschlag viel besser.
     
  7. #7 SirSydom, 07.10.2014
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    abkn... äh ..utschen.

    Was darf man eigentlich, die Viecher stehen ja unter Naturschutz?
    Vergrämen ist i.O.?
     
  8. Taipan

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    Nachmessen, ob die Putzschicht mindestens so dick ist, wie in der Systembeschreibung des Herstellers gefordert. Specht verscheuchen und Mängelanzeige schreiben.
     
    arch gefällt das.
  9. #9 Wachtlerhof, 07.10.2014
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    Wenn der Specht da Gefallen dran findet, hast keine Chance. Wir haben in einer Parkwohnanlage eine Whg., dort gibt es ein paar Spechte, die genau selbiges machen. Jedes Jahr müssen mehrere Spechtlöcher wieder zu gemacht werden, manches Jahr sogar mehrfach. Wenn die Spechte mit dem Nestplatz fertig sind, ziehen gleich andere Singvögel in die Löcher ein.

    Das geht jetzt schon über 20 Jahre so. Da gibt es nix, was dieses verhindert.

    LG - Gisela
     
  10. R.B.

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    Wenn ich mir das avatar Bildchen vom sniper so anschauen, kommt mir schon eine Idee.......

    Aber wir achten ja den Naturschutz, also Specht einfangen und ihm einen Stoßdämpfer auf den Schnabel montieren.

    Normalerweise hat ein Specht keinen Grund für dieses Verhalten, sprich den Bau von Höhlen in einer Fassade. Er bevorzugt Bäume weil er dort auch ausreichend Futter findet. Das Problem ist halt, dass wir immer mehr Bäume abholzen, vor allem ältere Bäume fallen schnell der Kettensäge zum Opfer. Dadurch entziehen wir den Spechten ihre Lebensgrundlage. Spechte haben üblicherweise kleine Reviere und fliegen nur kurze Strecken, also schauen sie sich nach Alternativen um. Erst wenn das "Revier" nichts mehr her gibt, legen sie auch weitere Strecken zurück um ein neues Revier zu finden.
    Wenn also so ein Specht eine Fassade als Alternative entdeckt, dann wird er die Chance wahrnehmen, da er keine anderen Optionen hat.

    Es stellt sich also die Frage, ob man ihm nicht weitere Optionen anbieten sollte. Da finde ich den o.g. Vorschlag mit den Nistkästen ganz gut. Das wird aber auch nur dann funktionieren, wenn die Umgebung dazu passt, sprich wenn im Umkreis nicht alles abgeholzt wurde. Dann wird ein Specht eher eine Nistkasten in einem Baum annehmen, als irgendwo an einer Fassade eine Höhle zu bauen.

    Ist das Umfeld bereits so ruiniert, dass der Specht sowieso kaum eine Überlebenschance hat, dann wäre zu überlegen, ob man ihn nicht einfangen und umsiedeln kann. Es versteht sich aber von selbst, dass man so etwas niemals in Eigenregie machen sollte.
     
  11. #11 Wachtlerhof, 08.10.2014
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    Also in unserer Parkwohnanlage stehen sehr viele große und auch schon alte Bäume. Ist auch direkt an einem Landschaftsschutzgebiet angegrenzt (wenn auch mitten in der Stadt). Die Spechte hätten dort schon viele andere Möglichkeiten aber irgendwie finden sie die Fassaden einfach toll.

    LG - Gisela
     
  12. R.B.

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    Ich habe jetzt lange überlegt, und schließlich habe ich den Grund für das Verhalten gefunden.

    Die Politik ist schuld, genauer gesagt die EnEV !

    Früher konnte der Specht in seinem Holzbau noch mit dem üblichen Nistmaterial die U-Werte der EnEV einhalten. Die Bäume waren dicker, dementsprechend konnte er auch eine dicke Dämmschicht einbringen. EnEV erfüllt.
    Mit den letzten Verschärfungen hat er aber ein Problem, vor allen Dingen weil es kaum noch richtig dicke Bäume gibt. Jetzt braucht er Material mit einer besseren WLG. Er kann aber schlecht in den Baumarkt fliegen und EPS mit WLG032 kaufen, weil die Verpackungsgröße viel zu groß ist ("Geiz ist geil" gilt auch bei Spechten, und zudem hat ein Specht nur eine begrenzte Transportfähigkeit), und online bestellen kann er auch nicht weil der online-Shop mit der Bestell- bzw. Lieferadresse nichts anfangen kann.

    Fazit: Will ein Specht die neue EnEV erfüllen, dann bleibt ihm gar nichts anderes übrig als in eine WDVS Fassade zu bauen.

    Schau Dir mal den Bußgeldkatalog an:
    http://www.enev-online.com/enev_pra...strafgeld_ordnungswidrigkeiten_uebersicht.htm

    Wie soll ein Specht das jemals bezahlen? Da wäre der NaBu gefordert, damit für Spechte automatisch §25 der EnEV Anwendung findet. Sonst hört das mit den Fassaden nie auf. :konfusius
     
  13. #13 Wachtlerhof, 08.10.2014
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    LG - Gisela
     
  14. #14 tgaeb01, 12.10.2014
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    Im Oktober bauen die meisten Vögel keine Nisthöhlen. Es ist die Nahrungssuche, die zu solchem Verhalten führt und der Aufbau der Wandkonstruktion, der Spechte anlockt! Einfach mal an eine typische WDVS Konstruktion anklopfen! "Hohl" verspricht Nahrung, da wird dann fleißig gehämmert ;-)
    Der Vorschlag von Julius ist nicht verkehrt, allerdings so kompliziert muß man es nun auch wieder nicht machen.
    Feinkörniger Scheibenputz als äußeren Abschluß bietet keiner Spechtkralle Halt. Schließlich kein Kolibri!
    Zudem wird anderem Getier (Marder, Ratten) das Aufentern in den Dachstuhl deutlich vermiest.
    Wer allerdings "Aufstiegs- und Haltehilfen" mit grobstrukturiertem AP bereitstellt, muß sich nachträglich nicht wundern.
    Es ist auch eine Verantwortung des Planers, rechtzeitig auf solche unangenehmen Nebenerscheinungen hinzuweisen!
     
  15. gema

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    Danke für die zahlreichen Antworten. Das Problem mit einem Hausspecht ist also nicht neu!
    War ein paar Tage weg - das Loch wurde zwischenzeitlich wieder fachgerecht verschlossen - aber der Hausspecht ist unbeeindruckt. Heute konnte ich ihn wieder aufscheuchen!
    Die Anregungen aus dem Forum greife ich auf und werde erst mal eine Vogelattrappe besorgen - Maßnahmen gem. EnBV kommen später.
    Und im Frühjahr kommt bei Bedarf die Variante mit dem Nistkasten.
    Also weiter auf der Lauer liegen ....
     
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