Speichermasse & Energieverbauch

Diskutiere Speichermasse & Energieverbauch im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich suche einen Wandaufbau für ein EFH und habe eine allgemeine Frage zur Speichermasse von Wänden. Für den sommerlichen Hitzeschutz...

  1. KlaraB

    KlaraB

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    Hallo,

    ich suche einen Wandaufbau für ein EFH und habe eine allgemeine Frage zur Speichermasse von Wänden.

    Für den sommerlichen Hitzeschutz ist eine hohe Speichermasse sinnvoll. (Stichwort: Temperaturamplitudendämpfung)

    Aber wie ist es bitte im Winter, wenn man unter sonst gleichen Bendingungen (konstanter U-Wert) die Speichermasse ändert?

    Wie wirkt sich bitte die Wärmespeicherfähigkeit des Wandaufbaus auf den Energieverbrauch aus? Gibt es dafür einen rechnerischen Nachweis?

    Gruß, KlaraB
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Was hat hier die Wärmespeicherfähigkeit mit dem Energieverbrauch zu tun?

    Gruß
    Ralf
     
  4. KlaraB

    KlaraB

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    hallo Ralf,

    vielen Dank, genau das ist auch meine Fragen.

    Was hat die Wärmespeicherfähigkeit mit dem Energieverbrauch zu tun?

    Ist die Wärmespeicherfähigkeit sehr hoch, dann könnte mehr Energie aus dem Sommer im Winter zur Verfügugn stehen.

    Gruß, KlaraB
     
  5. #4 hobbyhausbauer, 9. Dezember 2011
    hobbyhausbauer

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    Hallo KlaraB,

    richtig. Nur wird so viel Masse / gespeicherte Energie wohl nicht zur Verfügung stehen, dass man Sommerhitze in den Winter retten kann.

    Hans
     
  6. sepp

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    hätte man diese "bezahlbare" speichereinheit gefunden, bräuchte man sich keine gedanken mehr machen.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    So weit die Theorie.

    Die Frage ist aber, wie möchte man den "Speicher" so gut dämmen, dass er bis zum Winter keine Wärme verliert?
    Und natürlich stellt sich auch die Frage, wieviel Wärmekapazität hat mein "Haus" überhaupt?

    Gruß
    Ralf
     
  8. Lukas

    Lukas

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    Ich fürchte, daß diese Gedanken akademisch sind. Die Übergangszeit wird das unbemerkt "verheizen". Für einen tatsächlichen Effekt braucht es wohl viel mehr Volumen.
    Speichermasse ist aber sicher der Behaglichkeit zuträglich, weil kurzzeitige Abkühlungen durch Lüftung oder Ähnliches besser gepuffert werden.

    Gruß Lukas
     
  9. bernix

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    ...sieh es mal so: Es gibt Häuser, die die diesen Effekt nutzen....allerdings über den Umweg Solarkollektoren und innenliegender gedämmter Speicher mit einem Volumen von 50.000l plus minus...
    Mit den löchrigen Wandsteinen kanns du vielleicht eine Zeitlang die Amplitude dämpfen...aber von Tag zu weiterem heißen Tag sehr schnell nur auf einem steigenden Temperaturniveau...denn was mal drin ist...kriegt man ganz kurzfristig (über Nacht) oft nicht mehr heraus....
     
  10. fmw6502

    fmw6502

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    hmm, es gibt noch einen Effekt zu beachten: je größer die Speichermasse, desto weniger muß ggfs. die Heizung takten d.h. das verbrauchsmäßig schlechte Einschalten wird weniger

    den Effekt würde ich aber nicht überschätzen bzw. deswegen Innenwände aus Beton wollen

    Gruß
    Frank Martin
     
  11. Hendrik42

    Hendrik42

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    Wir haben, wie man so schön und irreführend sagt, massiv gebaut. Also unser Erdgeschoss ist Putz, Poroton, Mineralwolle, Klinker (von Innen nach Außen). Darauf Betondecke. Unser Dachgeschoss ist Rigipsplatte, Folie, Mineralwolle bzw. Holzsparren, Folie, Tonziegel.

    Im Sommer ist es im Erdgeschoss noch tagelang angenehm, wenn es im Dachgeschoss schon (zu) warm ist. Die Wärme schlägt da schneller durch. Irgendwo wurde mal angeregt, dass durch doppelte Rigipsplatten zu verzögern, ich weiß aber nicht, ob und wie sehr das tatsächlich hilft. Phasenwechselmaterial wäre eine andere Option, aber das ist, glaube ich, noch nicht bezahlbar. Oder man macht das Dach aus Stein, das habe ich auch schon gesehen.

    Die Wärmespeicherfähigkeit wirkt sich nicht wirklich auf den Energieverbrauch aus. Da kommt es darauf an, wieviel Wärme durch ein Bauteil durchgeht...
     
  12. Lukas

    Lukas

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    Was ist das denn? Ist das der Bruder des Heatballs?

    Gruß Lukas
     
  13. roro

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    Nein im Gegensatz zu den nicht ganz ernst zu nehmenden Heatballs sind Phasenwechselspeicher oder auch Latentwärmespeicher sinnvoll.

    Siehe

    http://de.wikipedia.org/wiki/Latentwärmespeicher
     
  14. Lukas

    Lukas

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    Das ist mir schon klar, hat aber nix mit Wandaufbau zu tun.
     
  15. planfix

    planfix Gast

    man kann den effekt der speicherfähigkeit auch nahezu unbewußt nutzen.
    das machen dann innenbauteile wie: beton und estrichbauteile, oder innenwände mit möglichst hoher rohdichte.

    vergleiche alte vorstellung:
    baracke kühlt schnell aus, wird schnell warm
    old castl, wird ewig nicht warm, speichert aber gut

    im wesentlichen hat sich da nix geändert, bei besserer dämmung dauerts nur etwas länger ;)
     
  16. #15 Alfons Fischer, 12. Dezember 2011
    Alfons Fischer

    Alfons Fischer

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    ich meine, über den Einfluss der Wärmespeicherkapazität gab es mal eine Untersuchung von/an der Uni Kassel...
    von Prof. Hauser oder so...
    Oder ging es dabei um den Einfluss der Nachtabsenkung, abhängig vom Wärmeschutzniveau? Oder um beides?
    Wenn mal in meinem Archiv bin, schau ich mal nach meinen alten Unterlagen...
     
  17. bernix

    bernix

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    ...doch Lukas....das Zeug hat auch in der Baubranche einzug gehalten.
    Zwar nicht im Fliesenbereich, aber...

    bei Putzen und speziellen Gipskartonplatten. Den werden diese Latentwärmespeicherkügelchen beigemischt. Die bewirken, dass bei einer bestimmten Temperatur (sagen wir 24°) die Wand (deutlich) mehr Wärme speichern kann...die Temperatur erstmal also nicht weiter steigt (oder langsamer)
    Nachteil: die Kosten und wenn der Speicher voll ist und sich wegen insgesamt zu hoher Temperaturen nicht entladen kann, dann gehts ungebremst weiter...
     
  18. ilis

    ilis

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    [​IMG]

    Das sind die Temperaturkurven (Sensor: Arexx TSN-TH70E) vom Dachboden und Flur oben meiner Dackelgarage. Zeitraum letzte woche bis heute; Samstag war meine Heizung ausgefallen, wurde heute Mittag behoben.

    Dachboden habe ich im Sommer ausgebaut/gedämmt mit 180mm WLG035. In der Kehlbalkendecke zum OG habe ich die Dämmung dringelassen (war vorher ja ungeämmt(unbeheizt). Grundfläche etwas unter 40m^2, Dachneigung 48° und Stehhöhe in der Mitte ca. 2.30m - den Rest kann man sich dann ja ausrechnen.

    Der Flur ist klein (3-4 qm?), nach unten hin über die Treppe offen und von den "normalen" Innenwänden 11.5 Ytong umschlossen.

    Der Temperaturverlauf auf der Grafik kommt von der "Taktung" meiner Heizung, da ich nur 4 "Heizperioden" verwende um den Brenner weniger ackern zu lassen.

    Jedenfalls sieht man IMHO ganz schön den Einfluss der "speichermasse" (hpts Betondecke) im Flur vs (praktisch) keine Speichermasse im Dachboden.
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Nicht zu vernachlässigen die Tatsache, dass der Dachboden große Flächen gegen Außentemperatur hat, während der Flur praktisch von beheizten Räumen umschlossen und relativ klein ist.

    Die Heizphasen (ansteigende Flanken) lassen den Effekt besser erkennen, auch wenn über Heizlast/Leistung noch nichts bekannt ist.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. ilis

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    Das ist aber (IMO) vernachlässigbar. Flur hab ich jetzt nur reingenommen, weil es der einzige Raum mit Sensor aber ohne häufige "Benutzung" ist (Schlafzimmer kann man zb sehen, wann ICH ins Bett gehe ;) )
    Aufm Dachboden sind die Schwankungen einfach viel extremer als in allen anderen Räumen, die wiederum alle ein sehr ähnliches Verhalten zeigen. Das läßt sich (IMO) nur erklären, wenn man die im DB fehlende Speichermasse berücksichtigt, die ja alle anderen Räume haben.

    Aber ich fand's schon trotzdem "schön", dass trotz Heizungsausfalls über 2 Nächte (ausgerechnet die mit Minusgraden ...) immerhin so viel Wärme gespeichert war (bzw durch Nutzung eingetragen wurde), dass die Hütte (außer Dachboden halt) nicht unter 18° ausgekühlt ist.
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Wie schon geschrieben, die Speichermasse spielt sicherlich eine Rolle, aber es gibt weitere Faktoren. Das schnelle Auskühlen des Dachbodens ist auch auf Transmissionsverluste zurückzuführen. Immerhin ist das dT zur Außentemperatur sehr hoch im Vergleich zum dT zu benachbarten Räumen.
    Ein weiterer Faktor sind Verluste durch Lüftung/Leckagen die "unter dem Dach" üblicherweise höher liegen als bei einem Raum im EG oder OG, der komplett von anderen Räumen eingeschlossen ist.

    Bei mir macht sich das beispielsweise so bemerkbar, dass bei einem Absenken die RT nach 5 Stunden um 1K niedriger liegt wenn es draussen stürmt, im Vergleich zu Windstille. Dabei war/bin ich der Meinung, dass alles "dicht" ist, aber anscheinend liege ich da falsch. Der Sommer wird´s zeigen, da mache ich mich wieder auf die Suche.

    Gruß
    Ralf
     
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