Stadt will keinen Wasseranschluss herstellen

Diskutiere Stadt will keinen Wasseranschluss herstellen im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, ich habe einen Anruf von einem Mitarbeiter der Stadtwerke bekommen. Dieser hat mir gesagt, dass man leider mein Haus nicht mit...

  1. #1 abinseigenheim, 25.07.2017
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    Hallo zusammen,

    ich habe einen Anruf von einem Mitarbeiter der Stadtwerke bekommen.
    Dieser hat mir gesagt, dass man leider mein Haus nicht mit einem Wasseranschluss ausrüsten kann. Auf meine Frage "wieso" und "wie man es sich denn vorstellen würde, wie man ein Haus ohne Wasser bewohnen soll." wurde mir gesagt, dass die Frischwasserleitung immer auf dem direkten Weg ins Haus gelegt werden muss und dabei nicht unter Bodenplatten entlang gegangen wird. Außerdem würde maximal eine 90° Biegung möglich.

    Bei unserem Haus ist es nun so, dass der Technikraum nicht auf der Straßenseite liegt (das Grundstück wird von der Straße her erschlossen), sondern auf der gegenüberliegenden Seite im Haus. Neben dem Haus ist noch eine Garage (mit kompletter Bodenplatte). Entsprechend müsste man jetzt mit der Wasserleitung seitlich an der Garage vorbei, um dann von oben in den Technikraum zu gelangen.

    Wasser.jpg

    Laut Architekt sollte das alles kein Problem sein - entsprechend weist er jede Schuld von sich.
    Auch wenn die Leitung jetzt länger ist, ist das (auch nach meinem Verständnis) immer noch der direkteste Weg, den man nehmen kann ohne unter Bodenplatten zu verlegen. Die Aussage mit den 90° macht für mich auch keinen Sinn...
    Wer kann mir hierzu etwas sagen? Gibt es dort irgendwelche Verbindlichen Vorgaben?

    Alternativ wurde mir jetzt angeboten, dass ich einen zusätzlichen Zählerschacht auf meinem Grundstück setzen soll. Die Stadt würde dann den Anschluss bis zu dem Zählerschacht vornehmen... Alles andere, wie ich dann mit dem Wasser ins Haus komme, ware dann mein Problem... ich gebe zu, dass ware die letzte Alternative - allerdings würde ich gerne vermeiden, einen dritten Schacht zu setzen - mal davon abgesehen, dass die Garageneinfahrt dann nur noch auch Schachtabdeckungen bestehen würde, wären das auch wieder Extra-Kosten die nicht eingeplant waren.

    Ich bedanke mich auf jeden Fall schon einmal für eure Tipps. :-)

    Viele Grüße
    Torsten
     
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  3. #2 Onkel Dagobert, 25.07.2017
    Onkel Dagobert

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    Nur mal zum Verständniss:
    Wie ist der aktuelle Stand? Haus geplant, beantragt, im Bau, fast fertig?

    Wie auch immer der Stand ist sehe ich schon den Architekten in der Pflicht. Der sollte solche Vorschriften kennen bzw. sich nach diesen Informieren, bevor er etwas plant. Kann dir das allerdings nicht rechtssicher begründen.
    Gibt es denn in der Garage keine Möglichkeit? Ist aber warscheinlich nicht beheizt, oder?
     
  4. #3 abinseigenheim, 25.07.2017
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    Das Haus ist fertig geplant und bereits teilweise in der Produktion im Werk. Änderungen am Haus sind also nicht mehr möglich.

    Wie gesagt - der Architekt sagt: Wieso stellen die sich so an? Das ist doch der direkte Weg. Und die Wasserwerke sagen nö, geht zwei mal um die Ecke... ist nicht der direkte Weg.
    Die Idee mit der Garage kam auch schon hoch - allerdings müsste ich dann sicherstellen, dass in der Garage immer >0°C sind... was ich mit einer unbeheizten Garage natürlich nicht garantieren kann.
     
  5. #4 Onkel Dagobert, 25.07.2017
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    Ich würde den Ball erstmal zum Architekten zurückspielen. Er hat meines Erachtens eine Planung abgeliefert die nicht bzw. nur mit (vorher nicht kommunizierten) und erheblichen Mehrkosten verbunden ist (zus. Schacht).
    Soll er doch mit den Wasserwerken reden warum die sich "so blöd anstellen".
     
  6. #5 Onkel Dagobert, 25.07.2017
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    Zwischenzeitlich vielleicht nach Alternativen suchen ob man irgendwo im Haus den Wasseranschluss herstellen kann.

    Zur Garage: ich gehe mal davon aus dass es eine geschlossene aber unbeheizte Garage ist. Erfahrungsgemäß sinkt die Temperatur in solchen Räumen selten unter null. Für diesen Fall könnte man einen (elektrischen) Frostwächter installieren, der die Temperatur auf +5°C hält. Aber auch das ist mit dem Wasserwerk abzustimmen.
     
  7. #6 abinseigenheim, 25.07.2017
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    Hmmm, okay - dann werde ich noch einmal mit dem Architekten sprechen - einen einsichtigen Eindruck hat er aber bei mir nicht hinterlassen.
    Erschwerend kommt bei mir halt auch nocht dazu, dass bei mir die Zeit drückt... ab nächster soll es hier losgehen... ich kann ja jetzt nicht deswegen das komplette Bauprojekt auf Eis legen. :-/

    Oh man hey... da vergeht einem echt der Spaß bevor alles überhaupt begonnen hat.

    Grüße
    Torsten
     
  8. #7 driver55, 25.07.2017
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    Noch bevor der erste Spatenstich erfolgt, lädt man alle Versorger (Frischwasser, Abwasser, "Strom", Telekom) - wenn möglich - zu einem gemeinsamen Termin auf die "Baustelle" ein (ist genaugenommen ja noch keine...) und spricht genau diese Punkte durch...

    Auch muss man doch im Vorfeld Angebote von den Versorgern für das Verlegen der Medien einholen...

    Situation ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
     
  9. #8 Onkel Dagobert, 25.07.2017
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    Schließe mich driver55 an: Entweder der Archi kennt die Versorger und weiß wie die ticken, ooooder man bespricht das vorher. Da werder noch passiert ist sehe ich, wie gesagt, den Architekten in der Pflicht. Vor allem soller mal ganz schnell einen Termin mit den Versorgern machen.
    Wie sind denn die Einführungen der Medien in das Haus geplant? Spätestens da muss der Architekt doch was mit den Versorgern abstimmen.
    Hat der Architekt denn die komplette Planung im Auftrag? Oder war das nur ne Sparversion...
     
  10. #9 abinseigenheim, 25.07.2017
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    Der Architekt hat mir gegenüber gesagt, er hätte alles abgestimmt bzw. wüsste was verlangt wird. Dem Vertraue ich natürlich erstmal so lange bis ich was gegenteiliges höre (was ich ja jetzt in dem Fall gemacht habe)
    Laut Auftrag hat der Architekt sich um alle Planungsdetails zu kümmern was mit dem Hausbau zu tun hat. Sprich er hat die Planungsverantwortung für das Haus, notwendige Geländeanpassungen, sowie Ver- und Entsorgungsleitungen. Das hat er bis jetzt auch alles gemacht - nur scheinbar eben nicht mit der notwendigen Sorgfalt. :-/

    ---EDIT:---

    Die Angebote von den einzelnen Versorgern (Strom, Wasser, Telefon) habe ich... für alle anderen ist die Trassenführung kein Problem... zu Anfang habe ich auch von der Wasserversorgung nichts negatives gehört. Nur als ich dann mal nachgefragt habe, wo denn meine Bestätigung bleibt, hat man mir dann gesagt, dass das so nicht geht.
     
  11. #10 Onkel Dagobert, 25.07.2017
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    Na, dann hat der Archi nicht alles erschöpfend abgestimmt. Also nachsitzen...
    Hoffe er ist da einsichtig und kümmert sich. Allerdings könnte das ne teure Nummer werden. Bin mal gespannt wie er sich da aus der Affäre ziehen will.
     
  12. #11 msfox30, 25.07.2017
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    Also bei uns gehörte dies zum Bauantrag dazu. Sprich, die Bestätigung, wie der Anschluss ins Haus gelangt, kam von den Versorgern und wurde dem Bauantrag beigelegt.
     
  13. #12 1958kos, 25.07.2017
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    ist in Bayern auch so.
     
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  15. #13 abinseigenheim, 25.07.2017
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    Wir bauen hier per Bauanzeige (ein genehmigter Bauantrag ist also nicht notwendig)
    Damit bestätigt der Architekt, dass das BAuvorhaben dem Bebauungsplan entspricht... dem Bebauungsplan konnte ich allerdings nichts diesbezüglich entnehmen.
     
  16. #14 Leser112, 25.07.2017
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    Hast Du den selbst beauftragt oder ist es ein Erfüllungsgehilfe des GU/GÜ?
    Jeder erfahrene, freiplanende Architekt hätte den HAR(Technikraum) vermutlich im Haus nach vorn in Richtung der öffentlichen Versorgung (Straße) angeordnet. Und nicht hinten in einer Ecke versteckt ;-)

    Selbst beim Bauanzeigeverfahren müssen die Versorgungszusagen der Versorger sowie deren Randbedingungen vorher eingeholt werden.

    Die Stadwerke wollen endlos verlegen, was hier auch noch ginge (Bogenverlegung). Den Mehrpreis müsste der Verursacher tragen.

    Die anderen Medien kommen auch noch!
     
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