Stadtwerke Wasserzähler um 10-20% ungenau? Über Kleinstmenge eine Prüfung möglich?

Diskutiere Stadtwerke Wasserzähler um 10-20% ungenau? Über Kleinstmenge eine Prüfung möglich? im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir verbrauchen ca. 100-150m³ Wasser p.a. Die Abweichung zu den summarischen Zwischenzählern ist jeoch dieses Jahr enorm und liegt...

  1. #1 Christian123, 11.01.2023
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    Hallo zusammen,
    wir verbrauchen ca. 100-150m³ Wasser p.a. Die Abweichung zu den summarischen Zwischenzählern ist jeoch dieses Jahr enorm und liegt wöchentlich überprüft bei 10-20% zum Stadtwerkezähler. Ich hatte dies ursprünglich der Gartenwässerung zugeordnet, was aber im Winter bei zugedrehter Leitung nicht der Fall ist. Leitungsundichtigkeiten sind nach Prüfung ausgeschlossen, da bei Abwesentheit auch kein Verbrauch ist und die Leitungen zu den Zwischenzähler offen und trocken sind.

    Ich habe jetzt 1L Wasser an einer Entnahmestelle entnommen. Der direkte Zwischenzähler zeigt 1L, der der Stadtwerke knapp 1,2l, wobei die Zählerablesung nur m³ zulässt gibt es ja noch die Rädchen die theprtetisch sogar 0,1l genauigkeit bieten.

    Die Stadtwerke sagen, die sind geeicht und man könne nur die m³ ablesen und sowas wäre in seinen 20J. Betriebzugehörigkeit noch nie vorgekommen. Wer hat Erfahrung wie man damit umgeht?
     
  2. #2 Fred Astair, 11.01.2023
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    Die Summe der Trockenläufer-Zähler ist immer kleiner als der Verbrauch am Nassläufer-Hauptzähler.
    Grund liegt am großen Schlupf der Trockenläufer.
    Um zu einer gesicherteten Meinung zu kommen, müsstest Du größere Mengen (Badewanne) auslitern.
    Grundsätzlich kann jeder Kunde eine Überprüfung des Zählers verlangen. Hat er Recht, trägt der Messstellenbetreiber die Kosten, im anderen Falle der Kunde, wobei ich im Moment nicht weiß, welche Toleranzen zulässig sind.
     
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  3. #3 Christian123, 11.01.2023
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    Danke für die Rückmeldung. Dasst ja echt der Hammer. Bis zu 10% darf der Zähler mehr messen ohne dass es scheinbar eine rechtliche Konsequenz gibt. Hier ist das Ganze gut beschrieben.

    https://kgvnord-dd.de/Dokumente/messfehler.pdf

    Ich müsste also mit Volldampf 10l abfüllen und sehen was da rauskommt um mal grob zu sehen ob es passt. Also kann man grob sagen: je langsamer man Wasser verbraucht um so ungenauer wird zu Lasten des Verbrauchers abgerechnet. Also zack, wieder 100-200 p.a weg ohne dass man was machen kann......
     
  4. #4 Maape838, 11.01.2023
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  5. #5 Christian123, 11.01.2023
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    bei uns lag lt. Rechnung 2021 Wasser+Abwasser bei 5,70 € x 150m³ * 20% = 171Eur
    ;-)
     
  6. #6 Maape838, 11.01.2023
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    Du bezogst dich auf
    15m3x 5,70 = 85,50 ( ein Stück von 100 weg und ganz viel von 200)
    :bierchen:
    Mehrberechnung ist trotzdem ärgerlich.
    Bleib dran und berichte was du gemacht hast. Interessiert mich auch privat
     
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  7. #7 Christian123, 11.01.2023
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    ....ist halt schon ärgerlich, vor allem wenn man merkt wie derzeit über die Gewinninflation abgezockt wird.... Bei den Stromabrechnung genau der selbe Mist. Statt Grundversorgung (48ct.) wird man ohne Rücksprache grundsätzlich in den HOME-Tarif (43ct.) mit höherer Grundgebühr gesteckt. Das schöne ist, dass ja ab 1.1.23 ja auf 40ct. gedeckelt wird und die Stadtwerke sich so kleckerweise noch mehr einstecken, obwohl die Strom- und Gaspreise im Sinkflug sind und deren Argumentation mit den Langfristverträgen und teuren Einkäufen im MIX hinkt....

    ....die Abweichungen beim Wasser schwanken halt dieses Jahr extrem. Von 5% bis 19%, aber im letzten Jahr waren es "nur" 8% in Summe, was ich dem Garten zugeordnet hatte. Frage mich halt woher das plötzlich kommt. Ich werde das jetzt nochmal ein paar Wochen beobachten und eine größere gemessen Menge entnehmen wenn ich sie brauche und dann berichten.....
     
  8. #8 titan1981, 12.01.2023
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    es steht dir frei den Anbieter zu wechseln, wenn es einen gibt der am Jahresende für dich günstiger ist, sollte man grundsätzlich wechseln.

    ggf. sind deine eigenen Zähler auch nicht mehr das was sie einmal waren. die Zähler des Netzbetreibers werden auch regelmäßig getauscht und gegen neu geeichte ausgetauscht.
     
  9. #9 Fred Astair, 12.01.2023
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    Beim Trinkwasser geht das aber nur durch einen Umzug in ein anderes Versorgungsgebiet.
    Wäre mir doch etwas umständlich.
     
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  10. #10 titan1981, 12.01.2023
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    er sprach als letztes teurer gewordenen Strompreisen, bzw. Grundgebühren.

    Am Wasser kann er in der Tat nicht viel machen außer weniger zu verbrauchen. Ob die Messungen des Verbrauches stimmen kann er bei dem Netzbetreiber bemängeln. Dann wird geprüft und es kostet denjenigen der nicht recht hatte...

    Wohnen im Wohnwagen wäre die Lösung zur not jeden Tag wo anders ;) Kosten technisch kann ich hierzu aber nichts sagen.
     
  11. #11 nordanney, 12.01.2023
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    Strammer Wasserverbrauch, ein Großteil für den Garten? Schon mal über Gartenwasserzähler nachgedacht? Da spart Ihr richtig Geld, da Abwasser dann nicht zu bezahlen ist. Dann tut der ggf. falsche Verbrauch auch im Portemonnaie nicht mehr so weh.
     
  12. #12 titan1981, 12.01.2023
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    das kommt auf die Anzahl der Personen die im Haus leben an. Wenn es 30 sind wären 150m³ im Jahr wenig. Sind es 2 ist es viel. Der Durchschnittsverbrauch in Deutschland liegt zur Zeit bei 127l pro Person und Tag. Das wären ca. 46m³ im Jahr pro Person. Also sollten demnach ca. 3 Durchschnittspersonen in dem Haus leben.
     
  13. #13 nordanney, 12.01.2023
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    Das ist richtig. Doch in der Statistik ist (Klein)Gewerbe enthalten. Privatpersonen verbrauchen im Schnitt deutlich weniger.
     
  14. #14 titan1981, 12.01.2023
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    kommt aber auch drauf an ob die Bewohner dauerhaft zu hause sind oder zum arbeiten außer Haus gehen. Das macht eine Menge aus. Wer nicht zuhause ist braucht kein Wasser und deutlich weniger Strom / Heizung. Das kann man schön bei Strom, Wasser, Warmwasser und Heizung ablesen.
     
  15. #15 klappradl, 12.01.2023
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    Laut Statistik des Umweltbundesamt macht das 9% aus. Also eher nicht "deutlich" weniger.
     
  16. #16 seaway, 13.01.2023
    Zuletzt bearbeitet: 13.01.2023
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    Es schwankt regional ganz erheblich und hängt auch an der Nutzung und Struktur.
    Wenn ich hier auf "meine" große Wasseruhr kucke komm ich auf ca. 105 Liter/Einwohner/Tag.
    (hier: "meine Wasseruhr" = IDM Wasserzähler am Ausgang des Wasserwerks / bei ca. 90.000 versorgten Kunden mit wenig Industrie).

    Bzgl. Wasseruhr gibts da nicht viel zu sagen. Die werden geeicht angeschafft nach offiziellen Normen und Regeln. Die "Eichqualität" erlaub natürlich auch eine gewisse Abweichung. Grundsätzlich gibt es auch Messeinrichtungen die exakter auf den Liter genau messen. ABER ne Wasseruhr mit der Messgenauigkeit wie du gerne hättest, so bei dir zu Hause eingebaut, dass auch die Messung gemäß Herstellervorgaben stattfindet kostet natürlich deutlich mehr in der Anschaffung als der Wasserzähler der aktuell bei dir verbaut ist. (Hier mal die Ausbaugröße prüfen).
    Ich versuchs mal nicht ganz sauber zu formulieren:
    Die jährliche "günstigere" Grundgebühr deiner Wasseruhr berücksichtigt bereits die Ungenauigkeit. Denn die ist massiv günstiger als die erforderliche Grundgebühr für einen Wasserzähler mit Toleranz gegen 0% den du gerne hättest. Somit sollte das gesamte oben beschriebene Gedankenspiel auf +/- 0 herauslaufen. Im Zweifel eher zu deinen Gunsten.
     
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  17. #17 Christian123, 21.01.2023
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    Zum Thema: Ich befürchte die Wasserleitung nach draußen hat ein Leck. Der Zwischenhahn nach draußen war ggf. nicht richtig zu. Die Zirkulationspumpe ist wohl auch kaputt, daher dauert es auch so lange bis warmes Wasser kommt und wir ballern so auch noch mehr durch. WW/Woche liegt bei 400L bei 2Erw.+1Kind, was wohl eher unterdurchschnittich ist und bei den Vormietern enorm hoch war.

    Die Unschärfe zum Hauptzähler zu den Nebenzählern liegt aber weiter bei 7-10%. Aber: als ich jetzt mal schnell direkt an der Hauptwasseruhr 5L abgezapft habe, war der Uhrenverbrauch verblüffend genau zur Abfüllmenge. Bei langsamer Abfüllmenge war der Zwischenzähler aber recht genau. Wenn man langsam zapft lief der 0,1l-Zähler ungleichmäßig. Wenn man sich die Unteranzeigen vom Hauptzähler ansieht, dann scheint das irgendwie alles nur richtig zu gehen, wenn wie oben geschrieben richtig mit Dampf Wasser verbraucht wird. Keine Ahnung ob am Ende der Gesamtverbrauch passt, aber mit 7% bei 50m² kann ich noch leben vor allem wenn dann am Ende der Trockenzähler am Ende weniger anzeigt.
     
  18. #18 Hercule, 21.01.2023
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    Luxusprobleme.
    Wegen dem Ukrainekrieg und unserer Politik zahle ich im Betrieb jetzt 1400 € mehr für Strom im Monat.
    "DAS" stört mich "ETWAS" mehr. Aber das darf man ja gar nicht laut sagen weil man sonst als Kollaborateur an die Wand gestellt wird.
    Mund halten und brav zahlen ist das Motto der Zeit.
     
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