Statik Dachausbau

Diskutiere Statik Dachausbau im Bastelecke Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen. Wir würde gerne unseren Dachboden ausbauen. Bei unserem Nachbarn wurde der Dachboden beim Bau des Hauses direkt zum Wohnraum...

  1. #1 MarcelSimone, 07.12.2023
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    Hallo zusammen.

    Wir würde gerne unseren Dachboden ausbauen. Bei unserem Nachbarn wurde der Dachboden beim Bau des Hauses direkt zum Wohnraum ausgebaut. Ich habe die statische Berechnung von unserem Haus (anbei) kann dort aber nicht erkennen, wie der Dachboden belastet werden darf. Ich würde gerne folgende Platten verlegen:

    GIFAfloor PRESTO 32 52,5kg pro m² + GIFAfloor PRESTO 18 29,5 pro m²

    In die 18ner soll dann eine Fußbodenheizung eingefräst werden. Dies könnte aber zur Reduzierung des Gewichtes weggelassen werden. Das Zimmer soll als Kinderzimmer genutzt werden. Kann jemand aus der statischen Berechnung erkennen, wie der Boden belastet werden darf ?

    Vielen Dank und Beste Grüße,
    Marcel
     

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  2. #2 chillig80, 08.12.2023
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    Für die Kehlbalken (Pos. 3) 200kp/m² (Pauschal) und für die StB-Decke (Seite 9 oben) über EG 300kp/m² (150 Belag / 150 Nutzlast). Für den Hausgebrauch darf man das 1:1 in kg umrechnen.

    Ob die damals die Mittelpfette wirklich als echten Überzug (S3 unten) für den Spitzboden ausgeführt haben wäre noch zu prüfen, weil sonst stimmt das mit den 200kp niemals...
     
  3. #3 simon84, 08.12.2023
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    Ich finde es etwas speziell einen teuren trocken Estrich zu verbauen um den dann teuer wieder zu fräsen etc
    So noch nie gesehen aber wird dann bestimmt Ultra teuer und ist halt kein Standard System
    Glaube auch nicht dass eine 18er Platte zum fräsen geeignet ist, von der bleibt ja dann nix mehr über

    bei 5cm aufbauhöhe und wenn nach unten keinerlei Dämmung nötig ist geht vermutlich „normale“ FBH und fliess Estrich
     
  4. Oehmi

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    Es gibt doch von Fermacell fertig gefräste Trockenestrichplatten.
    Ist aber tatsächlich sauteuer.
    Dann würde ich eher FBH unter Trockenestrich legen. Ist zum einen günstiger und man spart sich einen Arbeitsschritt.
     
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  5. #5 simon84, 08.12.2023
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    Denke auch allerdings wird man bei allen Lösungen statisch hart an der Grenze kratzen und das sollte sich jemand vor Ort anschauen und man sich nicht blind auf Pläne verlassen die ggf. Anders ausgeführt wurden
     
  6. #6 matschie, 08.12.2023
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    Nicht vergessen dass die 200kp/m² schon inklusive der unteren Decke sind, je nachdem was UNTER den Kehlbalken hängt bleibt da nicht mehr viel Last übrig.
    Du hast jetzt schon rd. 80kg/m², dazu das was unten drunter ist, bestimmt auch 30-40kg/m², dazu Belag, dann darfst du den Kehlbalken nicht mehr betreten nachdem der Ausbau fertig ist.

    Völlig unabhängig davon ob es auch tatsächlich so ausgeführt wurde.
     
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  7. #7 simon84, 08.12.2023
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    Wenn es nicht unbedingt FBH sein muss kann man sich auch mal Wand / dachschrägen als Heizflächen anschauen, oder normale Heizkörper bzw. Sockelheizung / Konvektoren
    Würde mich nicht auf FBH versteifen sondern so bauen wie es die Situation und der geplante Grundriss am besten hergeben

    trockenestrich geht bestimmt auch mit weniger als 32+18 mm

    Knauf Brio hat da auch was im Programm zb
     
  8. #8 MarcelSimone, 11.12.2023
    Zuletzt bearbeitet: 11.12.2023
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    Erst einmal vielen Dank für die ganzen Antworten. 2 kranke Erwachsene + 2 kranke Kinder hatten kurzzeitig die Prios verschobene . Die Kombination der Knauf Presto 32mm+18mm ist extra für das einfräsen einer FBH gedacht und tatsächlich kommt das einfräsen günstiger als die fertigen platten zu kaufen + ich spare etwas aufbauhöhe. Zum Thema Gewicht unter den Balken: Hier ist „nur“ eine Gipskartonplatte ca.: 9 kg/m² + Klemmfilz ca.: 5 kg/m². Ich würde einfach auf 20 kg/m² aufrunden.

    Ich habe mir ein Angebot von einem Statiker geholt ~900€ :(

    Vom Bau habe ich noch die folgenden Bilder:
     

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  9. #9 simon84, 11.12.2023
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    Lass die FBH weg und mach normalen trocken Estrich wäre mein tip ! Das wird noch viel günstiger
     
  10. #10 chillig80, 11.12.2023
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    Man sieht auf den Bildern zwar die Mittelpfette, aber nicht das was da eigentlich interessant ist...

    Auf Seite 3 der Statik ist unten eine kleine Zeichnung mit der Mittelpfette. Diese Pfette ist gleichzeitig ein Überzug für die Kehlbalkendecke. Die Kehlbalken sollten an der Pfette "hängen". In der Zeichnung ist das zur Verdeutlichung für begriffsstutzige Zimmerleute nochmal mit zwei kleinen "Pfeilen" (oben über der Mittelpfette und unten unter dem Kehlbalken) dargestellt, das ist noch einmal der dezente Hinweis darauf, was man nach dem Wort "Überzug" als Fachmann eigentlich schon wissen müsste.

    Und genau das sieht man auf den Bildern vom Bau nicht, also ob die Kehlbalken wirklich direkt an der Pfette "hängen", ob es da wirklich eine direkte (eher brachiale) "Verschraubung" von den Kehlbalken an der Mittelpfette gibt. Diese "12 Nägel 46/130" zur Verbindung von Kehlbalken und Sparren sind was anderes, die alleine reichen mE bei Weitem nicht um da einen echten Überzug in der "umgelenkten" Situation draus zu machen, an dem die ganze Decke dann direkt "hängt".

    Ich hoffe das war verständlich, ich weiß nicht wie ich es noch einfacher erklären könnte...
     
  11. #11 chillig80, 11.12.2023
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    Die Bilder gefallen mir übrigens sehr gut. Das ist der Gegenbeweis für manche Theorien, denen zufolge man "früher" eh keine zweischaligen Wände gebaut hat, Pfetten eh niemals an den Fugen getrennt hat, die Mauerwerkskronen nie gegen Niederschläge abgedeckt hat, eh keine Dehn- und Arbeitsfugen in Vormauerungen vorgesehen hat, etc... Das sind die selben Theorien, denen zufolge es darum heute auch nicht schlimm sei, wenn man das alles einfach weglässt...
     
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