Statik Holzbalken

Diskutiere Statik Holzbalken im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo Liebe Gemeinde, nach ein Feuchtigkeitsproblem musste die Decke abgerissen werden. Nun soll die Decke wieder mit Fermacellplatten 10mm...

  1. #1 bullet23, 08.06.2021
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    Hallo Liebe Gemeinde,

    nach ein Feuchtigkeitsproblem musste die Decke abgerissen werden. Nun soll die Decke wieder mit Fermacellplatten 10mm verkleidet werden. Zusätzlich soll in der Mitte eine Fläche von ca. 2x3 qm mit Gipskartonplatten abgehängt werden bezüglich Strahler. Ein Bild habe ich angehängt wie es aussehen soll. Meine frage wäre jetzt, ob es von der Statik her in Ordnung wäre? Die Balken haben einen Durchmesser von 4,8cm x 20cm.
    Ich bedanke mich im Voraus.
     

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  2. #2 simon84, 08.06.2021
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    Was war denn vor dem Abriss an der Decke und ist das was neu montiert wird schwerer als zuvor ? Falls ja um wieviel kg / qm ?
     
  3. #3 bullet23, 08.06.2021
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    Grüß dich,

    vorher waren auch Gipsfaserplatten gleiche Stärke. Das einzige was jetzt dazu kommt, wäre die Zusatzdecke aus Gipskartonplatten und die erforderlichen Metallprofile. Sagen wir 5qm Gipskartonplatten. Die Gipskartonplatten wiegen pro Stück ca. 22 kg (2,5qm).
     
  4. Alex88

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    kein Problem, wenn in beide Balken Abhänger für das Deckensegel verschraubt werden
     
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    Mich stört etwas die Farbe der Balken. Die sehen typisch grün wie tauchimprägniert aus.
    Wenn ja, dass ist im Wohnraum eiegentlich verboten.
     
  6. Alex88

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    nicht ganz richtig

    Die neue DIN 68800 wird in der Holzbranche nach wie vor heiß diskutiert. Immer wieder gibt es Interpretationen, die für den Hochbau mit Holz irreführend und falsch sind. Dazu gehört vor allem die Aussage, dass das Imprägnieren bzw. ein chemisch vorbeugender Holzschutz jetzt generell verboten sei.

    Dem ist nicht so. Die DIN 68800 ist zunächst einmal kein Gesetz, sondern eine technische Regel. Sie beinhaltet dementsprechend auch kein grundsätzliches Verbot von Holzschutzmitteln. Vielmehr verlangt sie diese, wenn ganz bestimmte Schutzziele zu beachten sind. Sollte das gleiche Schutzziel aber durch "besondere bauliche Holzschutzmaßnahmen" (DIN 68800-2) erreicht werden können, dann sind diese zu bevorzugen.

    Ist es allerdings nicht möglich, ein Schutzziel allein durch die baulichen Maßnahmen sicherzustellen, so müssen bei den nicht dauerhaften Holzarten sogar Holzschutzmaßnahmen mit Holzschutzmitteln (DIN 68800-3) vorgenommen werden.
     
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  7. #7 DerSchreiner, 08.06.2021
    Zuletzt bearbeitet: 08.06.2021
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    Hallo

    Erstmal fehlen noch viele Informationen was Simon84 schon erwähnt hat..

    um deinen Maximalen Bigemoment zu rechen, bräuchte man die Länge der Balken und die Holzart, und am besten wäre noch die Sortierklasse ( ist aber schlecht möglich noch rauszufinden).. Die Balken auf dem Bild schauen schon mal gut aus keine großen Risse und große Äste soweit zu erkennen und kein Kriechen etc was gut ist.

    Formacell mit 10mm hat eine Rohdichte von 50kg/m^3 das entspricht 50g/dm3

    und dieses "leichte" Gewicht zusätzlich zur Decke auf alle Balken dessen Abstand alle geschätzte 1,20m von einander sind, ist also alles gut normal, auch wenn die Balken 5 Meter lang wären solche Dimensionen bestehen bei Pfetten die mehrere KN tragen müssen mit einer höheren Holzfeuchte.
     
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    Ok, wieder etwas gelernt. Danke.
     
  9. #9 bullet23, 08.06.2021
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    Mich auch. Das Haus ist Bj 1987. Ich hatte die Überlegung die Oberfläche zu versiegeln um die Schadstoffe die ausdunsten zu reduzieren. Müsste natürlich was ökologisches sein.
     
  10. #10 petra345, 08.06.2021
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    Mein Lehrer für Holzbau, es gibt ja fast keine und damit keine andere Meinung, vertrat die Ansicht, daß trockenes Holz keinen chemischen Schutz braucht.

    Wenn es sich bei dem grünen Mittel um ein Pilzmittel handeln soll, hätte ich keine Bedenken dort zu Wohnen und zu Schlafen.

    Ein Mittel gegen Schadinsekten möchte ich nicht im Wohnbereich haben!

    Bei allen statischen Überlegungen sollte man nicht vergessen, diese hohen Balken gegen Verdrillen zu sichern!
    Es muß also oben und unten immer mal wieder ein Brett, dieses Verdrillen verhindern.
     
  11. JPtm

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    Ich bin da echt Laie, aber glaubst du, nach 34 Jahren dünstet da noch irgendetwas nennenswertes aus? Kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
     
  12. #12 DerSchreiner, 08.06.2021
    Zuletzt bearbeitet: 08.06.2021
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    Ja klar hat jedes Holz eine eigene Dauerhaftigkeitsklasse, wie das Holz sich selber Schützt, aber grundsätzlich gibt es dafür sogenannte Gefährdungsklassen für Holz am Bau wo es geregelt ist von 1 bis 5 ab wann Wasserlösliche Holzschutzmittel verwendet wird mit den jeweiligen Prüfprädikaten z.b ein " P " für schutz gegen Pilzebefall auf Lasuren etc

    Ich denke nicht das es ein Vollschutz oder ein Tiefenschutz ist. Ich gehe von einer Lösemittelhaltigen Grundierung/impägnierung aus mit den (" Dachlatten "Grün pigmenten ) die händisch aufgetragen wurde ( Rundschutz c.a 1cm ins Holz ) . Ich denk nicht das jemand solche Balken taucht oder durch Fluten mit Unterdruck behandelt hat bzw bestellt hat, für diesen Zweck was die Balken bewirken sollen bzw dafür auch noch geblecht haben soll, das wäre sehr unnötig aber ja zum Thema, selbst das wäre im geschlossen Innenbereich nicht wirklich perfekt . LG
     
  13. #13 bullet23, 08.06.2021
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    ja klar. Es gibt nicht umsonst die ganzen Reportagen gerade über Altbau und Schadstoffe. Gerade weil damals noch Sachen verarbeitet worden, die mittlerweile verboten sind. Die können über Jahre hinweg ausdunsten. Da das schonmal offen ist, wäre das eigentlich sinnvoll. Die Frage wäre nur mit was..? Eine Möglichkeit wäre eventuell Schelllack, soll auch eine Sperrwirkung haben und wäre auch nicht schädlich.
     
  14. Alex88

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    Was aus so einer Frage alles werden kann…. :mauer
     
  15. #15 bullet23, 08.06.2021
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    soll ich ein neues Thema extra dafür erstellen?
     
  16. Berndt

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    Nö, hast doch schon alle Tips bekommen
     
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