Streifenfundamente in freiem Wasser Problem

Diskutiere Streifenfundamente in freiem Wasser Problem im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo an alle, nachdem ich nun lange mitgelesen habe, stelle ich heute mal meine erste Frage. Unser Bodengutachten ergab: sand-schluffige Böden,...

  1. andreasmo

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    Hallo an alle,
    nachdem ich nun lange mitgelesen habe, stelle ich heute mal meine erste Frage.
    Unser Bodengutachten ergab: sand-schluffige Böden, freies Wasser bei 2,25 m, nach Beendigung der Bohrarbeiten Anstieg bis 1,05 m unter GOK.
    Der tragfähige Boden steht auf den Höhenknoten zwischen -0,5 und -2,9 m an. Es wird empfohlen, das Wohnhaus insgesamt mittels tiefergeführter Streifenfundamente auf dem tragfähigen Boden zu gründen. Es ergeben sich somit Magerbetonunterfütterungen unter den eigentlichen Fundamenten von ca. 0,1 bis 2,3 m.(+0,6m normale Fundamente). Erdeingebundene Bereiche sind mit einer Drainage zu versehen. ... Ist die Funktionsfähigkeit der Drainage nicht auf Dauer gegeben, muss gegen aufstauendes Sickerwasser abgedichtet werden. Zum Grundwasserniveau gibt es keine langfristigen Aufzeichnungen.

    Nun meine Frage: ist das ein Problem, denn ein Teil der Fundamente liegt dann ja im freien Wasser ?

    Meine zweite Frage: Architekt plant eine Drainage mit Sickergrube, den Überlauf in Kanalisation abzuleiten. Haltet ihr das für sinnvoll, oder lieber gleich weiße/schwarze Wanne ? Das Grundstück hat Hanglage. Zum geplanten Haus noch: Am unteren Ende des Grundstücks kommt Garage außerhalb Wohnhaus, dann Garage im Wohnhaus, dann Arbeitszimmer, dann Treppe, alles im "Keller", wobei dieser bei +0,3m GOK beginnt. Hinter dem Arbeitszimmer/ Treppe liegen dann als Kellerräume noch Waschküche, Vorratsraum und Heizungskeller. Am oberen Ende des Grundstücks sind wir dann mit dem EG ebenerdig. Es stehen also nur zwei Mauern in der Erde, eine zum Hang hin und eine wird nach hinten noch halb aufgefüllt.

    So, vielen Dank schon mal für eure Hilfe

    Andreas
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 7. September 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Zur Frage 2:

    Erstmal klären, ob der Anschluß einer Drainage (auch nur des Überlaufs) zulässig ist. Wird oft nicht genehmigt!
    Dann die Frage - ist das Grunstück hangig? Sonst macht die Versickerung nämlich 0,0 Sinn!

    ZU Frage 1) Keller als Weisse Wanne bauen!
     
  4. andreasmo

    andreasmo

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    Das Grundstück liegt am Hang (zwischen unterer Grenze und obererer Grenze etwa 2,8 m).
    Unter der Annahme, das die Drainage so genehmigt wird, muss dann wirklich eine weisse wanne gebaut werden?
    Meine Frage 1 bezieht sich ja nur auf die Streifenfundamente, die Bodenplatte liegt ja 2,5 m über dem freien Wasser.
    Unabhängig vom Grundwasser spiele ich ja mit dem Gedanken der weißen wanne wegen des aufstauenden Sickerwassers.
    Ob das dann jedoch nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen ist?
     
  5. Gast036816

    Gast036816 Gast

    wenn die grundwasserentnahme genehmigt wird, solltest du wissen was an gw-entnahme per anno in cbm zu erwarten ist. dann erkundige dich, was das pro jahr kostet. dann wirst du dich fuer die weisse wanne entscheiden und die drainage weglassen. das einleiten von grundwasser in das kanalsystem kann teuer werden. das ist jedoch regional unterschiedlich.
     
  6. andreasmo

    andreasmo

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    Hallo,

    danke für die Antworten. Irgendeine Größen-Ordnung, mit welchen Mehrkosten ich für die Weiße Wann rechnen muss (frage ich natürlich noch unseren Architekten, nur mal so als Anhalt) ?
    Grundfläche Wohnhaus etwa. 10,5 * 10,5 m. Garage etwa 3 * 7 m. Lichte Höhe 2,45 m. Bisher war geplant den Keller aus Porenbeton zu erstellen, da dann keine zusätzliche Perimeterdämmung notwendig wäre.
    Einzelpreis für den Keller habe ich nicht im Kopf, jedoch Gesamtpreis für den Rohbau (Mauerwerk+ Betonarbeiten) von 115000 € (brutto). Neben dem Keller gibt es noch ein Vollgeschoss und
    zur Straßenseite Kniestock, höhe 1,2 m (wegen Bebauungsplan), zum Garten hin Vollgeschoss.
     
  7. andreasmo

    andreasmo

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    Hallo nochmal,

    Architekt meinte, dass weiße wanne keine Option wäre, da uns dann das Wasser in die Garage laufen würde. In die Wanne kann es ja nicht. Dann würde es so lange in der Erde den Hang hinablaufen,
    bis es dann zu unserer Einfahrt kommt und dann eben in die (etwa 30 cm) tiefer gelegene Garage laufen. Was haltet ihr davon ?
     
  8. Gast036816

    Gast036816 Gast

    was soll man davon - die frage ist eher, was plant dein architekt?

    wie tief steht die garage im aufstauenden sickerwasser?
     
  9. andreasmo

    andreasmo

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    Gehen wir davon aus, dass die untere Grenze des Grundstücks auf 0 liegt, so beginnt die Garage bei Höhenlage 0,3 m. Dann steigt das Grundstück weiter an. Am Ende der Garage etwa 0,8m.
    Dann geht es weiter, bis wir am Ende des Grundstücks bei 2,8 m erreichen. Das ganze deshalb, da die Straße eben so verläuft. Ich habe eine Skizze des Kellers hinzugefügt. Links ist die Garage, die rote Linie die Straße. Es ist geplant, das Gelände entlang des Kellers ähnlich verlaufen zu lassen wie die Straße.

    Soweit ich das sehe, steht die Garage gar nicht im aufstauenden Sickerwasser, es kann nur sein, dass Wasser aus den höher gelegenen Grundstücksteilen dann am Keller entlang in die Garage läuft,
    falls ohne Drainage gebaut wird.
     
  10. #9 Manfred Abt, 7. September 2012
    Manfred Abt

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    zur Frage bzgl. Fundamente in Wasser: richtig ausgeführt und richtig gebaut gar kein Problem, wenn Fundamente in wassergesättigtem Boden stehen. So würde ich das eher formulieren, sie "liegen ja nicht in freiem Wasser".

    Zum Rest fällt Bewertung ohne entsprechende Pläne/Skizzen schwer bzw. ist unmöglich.

    Aspekte bzgl. Klärungsbedarf Zulässigkeit der Drainage sind bereits genannt.

    Garage bzw. Garagenrampe kann man ja problemlos in die WW einbeziehen.
     
  11. andreasmo

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    Ich versuche, heute mittag mal die Ansichtsskizze des Architekten hochzuladen. In meinem Fotoalbum ist jedoch eine von mir zusammengefrickelte Skizze enthalten

    Was ich an der Aussage meines Architekten nicht verstehe, ist dass doch der Boden nicht viel versickern lässt, er lässt also Wasser sehr schwer durch.
    Nehmen wir mal an, ich würde das folgende machen: ich baue eine Garage als weiße wanne, da sie auf der Straße abgewandten Seite im Boden steckt. Direkt neben der Garage fange ich an, einen Hang aufzuschütten, also genau parallel zur Straße. Kann dann durch diesen Hang wirklich soviel Sickerwasser ausdringen, der auf meine Garageneinfahrt läuft ?
    Ist es nicht eher so, dass das Wasser, das nicht versickert und von diesem Hang kommt, ein viel größeres Problem darstellt für meine Garageneinfahrt?
     
  12. H.PF

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    Schichtenwasser kann schon sehr viel werden. Woanders nennt man das eine Quelle und daraus werden dann Bäche gespeist. Das muß man dann irgendwie abfangen und in den Griff bekommen...
     
  13. andreasmo

    andreasmo

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    straße-grundstück.jpg
    Hier mal noch meine Skizze.
     
  14. Manfred Abt

    Manfred Abt

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    hübsch
     
  15. #14 Ralf Dühlmeyer, 7. September 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Die Skizze mag irgendwann bei Sotheby´s Geld bringen - Licht ins Dunkel bringt sie nicht
     
  16. Gast036816

    Gast036816 Gast

    die skizze bringt bei sotheby auch nichts, es fehlt ein drittes element in einem besonderen farbton.
     
  17. andreasmo

    andreasmo

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    Ja, habe ich dann auch festgestellt, als ich sie hier auf der Seite gesehen habe :-)
    Deshalb hier die Straßenansicht, wie sie der Architekt gemalt hat. Der Straßenverlauf ist dabei grün eingezeichnet, geht von links unten nach rechts oben.
    strasse003.jpg
     
  18. Manfred Abt

    Manfred Abt

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    o.k., so langsam wirds klarer, aber wir bräuchten mal:

    • einen notfalls schematischen Lageplan, mir Darstellung Grundstück, Haus, Garage, geplanter Lage der Drainage

    Wie ist denn das Gefälle in die andere Richtung, evtl. Schnitt

    mit "klären, ob der Anschluss der Drainage zulässig ist" meinte R.D. übrigens Anschluss an einen öffentlichen Kanal, ich weiß nicht, ob das richtig verstanden wurde

    ansonsten im Lageplan auch eintragen, wo die Sickergrube für die Versickerung des Drainagewassers hinkönnte.
     
  19. andreasmo

    andreasmo

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    Ich habe keinen Plan der geplanten Drainage. Anbei jedoch mal der Lageplan aus dem Bodengutachten, aus dem der gründungsfähige Boden hervorgeht.
    Nullpunkt ist die Laterne, OK FB UG = +0,45. Laut Bodengutachten ist freies Wasser bei -2,25 m. Deshalb würden die geplanten Streifenfundamente in der linken unteren Ecke im Wasser stehen. Das zu meiner ursprünglichen Frage.
    lageplan006.jpg

    Das Gefälle in die andere Richtung sieht man in folgender Ansicht

    Tut mir leid, dass ich nicht mehr Informationen geben kann.
    Meiner Ansicht nach müsste eine Versickerungsgrube auf dem Lageplan links unterhalb der Garage liegen.

    Ich habe verstanden, dass ich das mit der Verbandsgemeinde abklären muss, ob der Überlauf in die Kanalisation gehen darf.
     

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  21. Gast036816

    Gast036816 Gast

    die herstellung von fundamenten im wasser ist kein problem. betonieren ist unter wasser möglich.

    du solltest die garage ebenfalls als weisse wanne - bodenplatte und den anteil der wände, die bei einem anstieg des schichtenwassers betroffen sein können - ausbilden. lass die drainage sausen, dann sparst du dir die kosten für drainage und die lebenslangen einleitgebühren, die sicher in zukunft auch angehoben werden. wenn das schichtenwasser für die garage zum problem wird, setzt einen luftdohlen hangseitig mit 60 cm breite im lichten vor die garage, einstiegöffnung von oben vorsehen.
     
  22. andreasmo

    andreasmo

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    Was ist denn ein Luftdohlen?
     
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