Stromkosten Funktionsheizen

Diskutiere Stromkosten Funktionsheizen im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, seit einer Woche liegt mein Zementestrich und in 2 Wochen soll die Wärmepumpe in Betrieb gehen. Eine Luftwärmepumpe wird...

  1. #1 ECA2010, 30.01.2012
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    Hallo zusammen,

    seit einer Woche liegt mein Zementestrich und in 2 Wochen soll die Wärmepumpe in Betrieb gehen.

    Eine Luftwärmepumpe wird demnächst nicht wirklich viel bringen wenn wir laut Wettervorhersage -15°C bekommen werden, ich würde den Wirkungsgrad dann mal ungefähr einer Elektro-Direktheizung gleichsetzen.

    Jetzt überlege ich natürlich ob ich zumindest diese Tiefst-Temperaturen abwarten soll und mit dem Funktionsheizen erst anfangen soll wenn es wieder ein bisschen wärmer geworden ist.

    Allerdings habe ich keine Ahnung von welchen Dimensionen an Stromkosten wir sprechen. Genau kann man sowas nie sagen, ist schon klar. Aber ich hab schon so Zahlen gelesen wie 1500 - 2000 €?

    Ich hab ein kleines Haus mit 105 qm Wohnfläche (überall FBH), trotzdem denke ich das wird nicht wenig sein.

    Hat denn jemand von euch zb den Estrich im Winter mit einer Elektroheizung funktionsgeheizt und weiß noch ungefähr wieviel Strom dafür gebraucht wurde?

    Was meint ihr denn, macht es Sinn, diese Temperaturen abzuwarten, oder macht es nicht mehr so viel Unterschied ob ich jetzt von -10 auf 55 oder von +5 auf 55 Grad hochheize, im Verhältnis meine ich? Im Bereich von 100-200 € denke ich gar nicht darüber nach aber wenn es im Bereich von 500-1000€ liegt, schon :-)

    Vielen Dank schon mal
    ECA
     
  2. Uwe!

    Uwe!

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    also ich hab's nicht gerechent, nur Bauchgefühl. Bei uns war das max. 500€, allerdings im Spätzherbst, dafür die Wände noch ungedämmt und größere Fläche. Also aus dem Bauch würde ich sagen, dass Du beim Verschiebem sicher nciht mehr als Deine 100-200€ einsparst. 1000€ sind es sicher nciht.

    Aber wie sieht Dein Zeitplan aus? Kannst Du überhaupt warten? Wenn es nciht eilt ist das natürlich eine Option. Dem Estrich ist es egal wann das Funktionsheizen kommt.
     
  3. R.B.

    R.B.

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    Unabhängig von der Leistungszahl würde ich mich fragen, ob die LWP unter diesen Bedingungen überhaupt die erforderlichen Temperaturen für ein Funktionsheizen erzeugen kann. Gibt´s einen el. Heizstab zur Unterstützung?

    Was den Energiebedarf, und somit auch die Kosten, betrifft, kann man munter raten. Restfeuchte Estrich, Luftfeuchte, Temperaturen, das alles hat einen Einfluß auf die "Stromkosten".

    Stromkosten von 1.500,- € oder gar 2.000,- € halte ich jedoch für utopisch. Für 2.000,- € kriege ich mit WP Tarif etwa 12.000kWh an el. Strom. Selbst wenn die Arbeitszahl der LWP schlecht sein sollte, wären das immer noch etwa 25.000kWh Wärme. Damit könntest Du 3 Häuser von Deiner Sorte ein ganzes Jahr beheizen.

    Meine Glaskugel sagt, ein Stromverbrauch von 3.000kWh bis 5.000kWh sollte ausreichen für Funktions- und Belegreifheizen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #4 nachttrac, 31.01.2012
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    Gerade wenns draussen richtig kalt ist, ist der Zeitpunkt fürs Funktionsheizen ideal. Durch die niedrige Luftfeuche Aussen kann man bestens die Feuchte Innen Rauslüften :konfusius
     
  5. Lukas

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    Kleine Korrektur:)

    Gruß Lukas
     
  6. #6 Achim Kaiser, 31.01.2012
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    Na ich denke mal ... wenns die Temperaturen tatschlich gibt, dann muss das Gebäude eh auf Temperatur gehalten werden.

    Natürlich würde ich den Zeitpunkt fürs Funktionsheizen etwas verschieben, wenn die Zeit nicht drückt. Man muss sich nicht die schlechtesten Bedingungen ausgucken um einen Belastungstest zu machen ... der läuft bei -15 Grad sowieso.

    Wenn das Wetter etwas milder ist sind die Leistungszahlen der LWP deutlich besser ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  7. #7 coroner, 31.01.2012
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    Servus,
    mein Estrich kam letzten Winter Anfang Dezember... jaja, der blöde kalte 2010/2011er Winter.
    Stromzähler kam kurz nach Weihnachten und der hatte dann zum Einzug im Februar ca. 6500kWh drauf (!).
    Da lief auch ne gewisse Zeit noch ne 16kW Heizpatrone drüber und ein paar Trockner... aber so im Großen und ganzen.... Achso, 360m² gabs hochzuheizen.
     
  8. #8 maveric00, 31.01.2012
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    Hallo,

    dann komme ich noch 'mal mit meiner Horrorzahl: 18 kW Elektro-Direktheizung in die Fußbodenheizung (da Wärmepumpe wg. Rückrufaktion kurzfristig nicht lieferbar), allerdings das gut 3-Fache Deiner Fläche; Anhydrit-Estrich (konventionell, nicht Fließ-) und Gipsputz neu, Haus teilweise nicht gedämmt / teilweise keine luftdichte Ebene. Aussentemperaturen (Nov/Dez. 2010) -10 - -15°C: Für das Funktionsheizen und Belegreifeheizen gingen rund 22.000 kWh 'drauf. Ich schätz' mal, dass ich damit in Zukunft rund 5 Jahre das Haus werde heizen können...

    Nimmt man aber ein COP von ~2 an (falls die Wärmepumpe das alleine schaft, bei mir hat die 18kW-Heizung unter den Randbedingungen maximal 43 °C Vorlauf geschafft), und 1/3 der Fläche, dann bist Du wohl so mit ~4.000 kWh, also unter 1000 Euro dabei.

    Falls Du kein Zeitproblem hast, kann sich das Warten dann lohnen, wenn Du dann nicht mit einem E-Stab unterstützen musst; ob der COP nun ~2 oder ~2.5 ist, macht deutlich weniger aus. Wenn eine Stromdirektheizung bei -10°C eingesetzt werden muss, dann verdoppeln sich die Stromkosten (und die Differenz könnte dann durchaus im Bereich 1000 Euro liegen).

    Richtig weiss man's aber erst nachher :o

    Schöne Grüße,
    Martin
     
  9. #9 ECA2010, 31.01.2012
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    Hallo zusammen,

    Vielen Dank für eure Erfahrungen und Glaskugelbefragungen :-)

    Ich hab jetzt nochmal andersrum gedacht: meine WP hat einen 8KW Heizstab und der Bivalenzpunkt ist bei -7 Grad. Bei minus 15 wird's wohl hauptsächlich über den Heizstab laufen.

    Das Programm läuft über 14 Tage, das wären dann bei voller Leistung 8 x 24h x 14 Tage = 2688 kWh maximal

    Oder? Wahrscheinlich ist dann eher die Gefahr dass die 55 Grad gar nicht erreicht werden, oder? Wenn ich mir eure Zahlen so anschaue?

    Danke
    ECA
     
  10. R.B.

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    zzgl. Stromverbrauch der WP. Ich denke die wird parallel zum Heizstab laufen.

    Gruß
    Ralf
     
  11. #11 ECA2010, 31.01.2012
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    Laut Diagramm der WP ist die Heizleistung bei minus 15 Grad bei ca. 3 kW.

    Also wären das dann insgesamt 8+3 kW? Wobei die Leistungsaufnahme wahrscheinlich ein bisschen weniger ist als 3kW wenn ich das richtig verstanden habe, also reden wir vielleicht von insgesamt 10 kW Stromverbrauch? Bin da keinExperte obwohl ich mal Physik hatte, sorry :-)
     
  12. R.B.

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    Nö, die Heizleistung ist höher als die el. Leistung. Details müsste man den technischen Unterlagen entnehmen können, dort sind normalerweise solche Details spezifiziert.

    Gruß
    Ralf
     
  13. #13 Bulla2000, 01.02.2012
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    Bulla2000 Gast

    Wir haben das im Frühherbst gemacht und hatten bei unserer KHZ 60 einen Verbrauch von ca. 1500 kwh. Den Tipp von oben frische ich mal auf, Du kannst gerade jetzt bei tiefen Frosttemperaturen viel Feuchtigkeit aus dem Haus bringen, indem Du mehrmals am Tag alle Fenster komplett auf machst und nach 5min wieder komplett schließt. Kalte Luft, wenig Luftfeuchte, nimmt also viel auf. Quasi als willkommende Unterstützung und kostenlos dazu.
     
  14. #14 ECA2010, 04.02.2012
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    Danke für eure Antworten, wir werden das jetzt so machen, vielleicht ist die schlimmste Kälte dann ja auch schon rum.

    Mal was anderes:

    Am Rand zwischen Estrich und Wand ist ja eine Fuge mit Folie/Dämmung. Die steht ja so ca 5-10 cm über. Im Bereich der Haustür hat sich das so ausgewirkt, dass die Haustür nicht mehr dicht geschlossen hat weil das eingequetscht wurde.

    Bei den Temperaturen jetzt hat sich das so ausgewirkt, dass dort Feuchtigkeit heruntergetropft und gefroren ist, direkt auf dem Estrich. Das härt sich für ich so an als würde sich da mit Sicherheit ein Frostschaden bemerkbar machen (wann und wie weiß ich jetzt nicht).

    Das müsste ich sofort als Mängelrüge einreichen oder?
     
  15. Lebski

    Lebski Gast

    Äh, was kann der Estrichleger dafür, wenn deine Tür nicht richtig abdichtet? Er kann ja nur die Tür zumachen nach der Arbeit. Nochmal reingehen zum Kontrolieren geht ja nicht. Und der Überstand muss bis Bodenbelag bleiben, erst nach deren Verlegung darf man die Randstreifen abschneiden. (Ist nicht Sache des Estrichlegers)

    Ein Frostschaden ist unwahrscheinlich, wenn der Estrich schon mehrere Tage alt war.
     
  16. #16 driver55, 04.02.2012
    driver55

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    Noch ein paar Zahlen...

    Bei uns waren es im Feb. 2009 4100kWh direkt über den Heizstab der WP für 130m².
     
  17. #17 ECA2010, 04.02.2012
    ECA2010

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    @ Lebski: ich muss ja nicht 5 cm stehen lassen wenn dann die Tür nicht mehr zugeht, oder? 2 cm reichen auch...

    Die Eisschicht hat sich vom ersten Tag an gebildet und einen Schaden deswegen nehme ich ganz sicher nicht auf meine Kappe. Kein Grund, mich anzupampen :-)
     
  18. Lebski

    Lebski Gast

    Wie stellt man fest, dass sich eine Eisschicht gebildet hat, obwohl man 3 Tage nicht in den Bau darf? War es überhaupt so kalt zu dem Zeitpunkt? Und warum wurde dann der Estrich gemacht? Bei Einbau und 3 Tage danach muss es +5° C haben, so wird es in den Normen verlangt.

    Wenn ich jemand anpampe, hört es sich anders an.
     
  19. 2IngO3

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    Kurze Frage nebenbei...läuft das Funktionsheizprogramm ohnehin nicht "nur über den Heizstab"???!!! :think

    Wir stehen momentan vor dem selben Problem. Unsere Heizung wird gerade installiert und wenn alles glatt läuft soll nächste Woche das Funktionsheizprogramm starten. Temperaturen liegen jetzt wieder im akzeptablen Winterbereich. Unser Estrich (ZEmentestrich) liegt auch schon vier Wochen. Viel FEuchtigkeit ist da nicht mehr drin. Wobei das auch nix mit dem Funktionsheizen unbedingt zu tun hat. Da wird der Estrich (haut mich nicht, ist nur mein Laienwissen) nur an seine Grenzen gebracht damit die maximale Ausdehnung erreicht ist und nachher nicht mehr viel passieren kann.

    Was den Frost im Bau betrifft bei frischem Estrich. Wir hatten bei den hammer Minusgraden über Nacht einen kleinen Bauheizer laufen. War dann so um die
    +6-7 °C...hat gereicht um den Estrich vorm erfrieren zu schützen.
     
  20. #20 Nestor0180, 14.02.2012
    Nestor0180

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    Hi,
    bei uns war es so das der Estrichleger gesagt hat man solle nach einer Woche (Anhydritestrich) mit dem Beheizen des Estrichs anfangen. Für jede Woche die man zu spät mit dem heizen beginnt könne man die doppelte Zeit hinten dran hängen, so seine Aussage.(Irgendwie würden sich die Poren schließen und so die Feutigkeit langsamer entweichen, was weiß ich) Leider haben wir erst ca. 3 Wochen später unsere L-W WP in Betrieb nehmen können. Es dauerte ca. 11 Wochen bis unserer Estrich trocken war :o (2 Bautrockner incl.)
    Keine Ahnung warum. Ob es stimmt was der Estrichleger erzählt hatte. Oder eventl. falsche Mischung, mmhh man weis es nicht.
    Jedenfalls wird bei den jetzigen Außentemperaturen auf jedenfall der Heizstab mitlaufen.
    Über die Kosten beim Funktionsheizen und Belegreifheizen (das 2x durchgeführt wurde)kann ich dir nur soviel sagen das es bei weiten weniger war als erwartet.
    Die Kohle muss halt mit eingerechnet werden.

    Ich würde direkt damit anfangen. Außerdem, wie bereits vorher erwähnt, hast du zur Zeit die optimalen Außentemperaturen zum lüften.

    Gruß
     
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