Stromleitung neben Gasleitung erlaubt?

Diskutiere Stromleitung neben Gasleitung erlaubt? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Moin, ich habe das Problem, dass ich eine Stromleitung aus dem 2. Stock in den Keller bringen muss, bzw will und nur den Weg über einen...

  1. honney

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    Moin, ich habe das Problem, dass ich eine Stromleitung aus dem 2. Stock in den Keller bringen muss, bzw will und nur den Weg über einen Versorgungsschacht nehmen kann.

    Nun meine Frage dazu, ist es erlaubt ein Kabel neben den 3 dort verlaufenden Gasleitungen reinzuwerfen? Gibt es da Mindestabstände?

    würde sich um ein 3x1,5qmm NYM-Kabel handeln und die 3 Gasleitungen sind einfache 22mm Kupferleitungen.

    Danke schonmal für die Antworten:28:
     
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  3. Julius

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    Im Prinzip von elektrischer Seite keine Einwände.Schließlich wird die Gasleitung ja nicht heiß.
    Aber die NYM muß auf der ganzen Länge abgefangen werden! Es reicht also nicht, sie nur oben zu befestigen, während der Rest frei herunterhängt...

    Was ist mit dem Querschnitt? 1,5mm² ist bei größeren Längen je nach Last unzureichend.
    Wofür dienmt die Leitung?
     
  4. honney

    honney

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    ist nur eine Versorgungsleitung für Lichtstrom, also nur 2x 36 Watt Leuchtstoffröhren hängen dran, evtl. mal nen Akkuladegerät oder ne kleine Bohrmaschine für 5 Löcher aber mehr nicht, also keine Leistung abgefordert mit nem Kühlschrank o. ä.

    sind auch nur ca. 10m!

    würde es oben festschellen bzw. durch die 11,5er-Wand bohren und dann einputzen und unten am Austrittsloch festschellen und von dort die 2 Meter rüber zu meinem Keller dann mit Rohr und Schellen.
     
  5. Julius

    Julius

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    DAS wäre dann genau die (häufig anzutreffende) spätfolgenträchtige falsche Montage!!! :Baumurks

    Wenn keine weiteren Befestigungen (mindestens jeden Meter) möglich ist, muß die NYM mit z.B. einem Seil (Stahldraht oder Kunststoff) verbunden werden (Kabelbinder oder Hängeschellen) und dann DIESES oben gut befestigt werden. Die Leitung muß am oberen Ende dann ne Entlastungsschlaufe bekommen, damit insbesondere ihr Umlenkpunkt NICHT auf Zug beansprucht wird.

    Weiter deutet Deine Beschreibung auf die Versorgung einer Schukosteckdose hin. Dann ist nicht auf die tatsächliche Belastung auszulegen, sondern auf die Mögliche (gemäß der Stromkreissicherung). Daher dann bei 1,5mm² z.B. nur mit 10A oder ggf. 13A absichern, aber nicht mit 16A.
    Entscheidend ist übrigens nicht allein die Länge DIESES (Erweiterungs-?)Abschnitts, sondern die Gesamtstrecke von der Sicherung bis zur letzten Steckdose!

    Außerdem:
    Steckdose dort NUR zulässig, wenn dieser Stromkreis mit einem 30mA-FI geschützt ist!!!
     
  6. honney

    honney

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    Hallo, danke für die Info, ich werde das Kabel abhängen wie beschrieben ...

    aber die Leitung hat nur ca. 2m aus dem Versorgungsschacht raus zum Sicherungskasten, im Schacht ca.8m und zu meinem Keller ca. nochmal 4m, also insgesamt nur 14-15m, das ist vom Leitungswiderstand ja kein Problem.

    Wieso darf eine Schukosteckdose denn nicht mit 16A abgesichert werden? Sind das neue mir nioch nicht bekannte Regeln?
    Ich habe vor 20 Jahren ne Lehre als Energieelektroniker beendet aber danach nicht mehr in dem Bereich gearbeitet, bin also für alle Wissensneuigkeiten dankbar :)
     
  7. Julius

    Julius

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    Darf im Grenzfall schon, aber in der Praxis führt das dann eben doch immer wieder zu Schäden (Brand), da das heutige Steckermaterial schon mit 16A hochgradig belastet ist, aber ein B (oder C)16A weit über 20A locker eine Stunde lang fließen läßt, bevor er abschaltet. Also ist dann entweder ein (teurerer) K16A zu verwenden (der bei Überlast viel früher abschaltet), oder eben ein B/C13A oder B/C10A.
    Darüberhinaus gibt es noch die eherne Grundregel, daß die Absicherung nicht höher zu wählen ist, als notwendig.

    Weiterhin ist aufgrund der thermischen Belastung die Absicherung einer Leitung von nur 1,5mm² mit 16A je nach Verlegeart, Umgebungstemperatur, Zahl der belasteten Adern und Häufung sowieso nicht mehr zulässig.
    Gegenüber früher hat man die zulässige Belastbarkeit aus der Erfahrung zahlreicher Leitungsbrände etwas gesenkt und stärker differenziert.

    Fazit:
    Stromkreise mit mehreren Steckdosen oder mit einer allgemeinen (so wie in Deinem Fall) sollte man tunlichst generell NICHT mit 16A absichern. Falls doch (und die Leitung dafür ausreichend belastbar ist), eben mit K16A.
    Eine Absicherung mit B/C16A sollte man nur bei separat abgesicherten Einzelsteckdosen verwenden, die einem bestimmten Gerät fest zugeordnet sind (z.B. WaMa, SpüMa, WW-Kleinspeicher etc.). Dort bietet dann das Betriebsmittel den Schutz vor Überlast und die Sicherung kann sich auf den Kurzschlußschutz beschränken.
    Allerdings brauchen meist nur ältere Haushaltsgroßgeräte überhaupt noch 16A. Nahezu alle modernen sind auf 10A/13A ausgelegt (weil in anderen Ländern der 230V-Gruppe 16A-Absicherung aus gutem Grund noch nie üblich war - in Deutschland ist sie eigentlich auch nur eine im 2. Weltkrieg zur Einsparung von Kupfer/Alu eingeführt Notmaßnahme gewesen, aber manche Provisorien halten sich eben lange...).
     
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  9. honney

    honney

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    Danke für diese Infos, werde das alles berücksichtigen, zudem natürlich auch das absichern jeder Steckdose über einen FI, war doch jetzt so oder? ;)

    und kein Flachkabel mehr unter Putz?
     
  10. Julius

    Julius

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    Gut.

    Ja, JEDE neue Steckdose muß über einen 30mA-FI-Schutzschalter geschützt werden.
    Sollte man aber generell für ALLE Stromkreise einrichten.
    Bietet den besten Personen- und Brandschutz.

    Stegleitung im oder unter Putz ist nach wie vor zulässig, aber (wie schon immer) NICHT in Feuchträumen (also auch nicht im Keller oder im Freien) und neuerdings auch generell NICHT mehr in Badezimmern.
     
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