Stundensatz im Angebot vs Rechnung

Diskutiere Stundensatz im Angebot vs Rechnung im Baupreise Forum im Bereich Rund um den Bau; Moin! Habe einen Fachbetrieb beauftragt, meinen Rasen zu "verbessern" (Boden abtragen, Sand einarbeiten, Mutterboden drauf, planum, Rasen...

  1. ilis

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    Habe einen Fachbetrieb beauftragt, meinen Rasen zu "verbessern" (Boden abtragen, Sand einarbeiten, Mutterboden drauf, planum, Rasen ansäen). Vorher natürlich Angebot eingeholt. Angebot war 32 Stunden zu je 33,- Euro (bitte nicht Stundensatz diskutieren, wir sind hier in Norddeutschland aufm platten Land, da leben Handwerker billiger und können/müssen auch billiger arbeiten). Arbeit so weit ok. (Erste) Rechnung habe ich moniert, weil plötzlich nur noch allgemein "Arbeitseinsatz" aufgeführt war, ohne Zeit und Stundensatz. Lag knapp unter 32*33, aber es haben nicht 2 Mann 2 Tage gearbeitet, sondern 2 Mann einen Tag (Chef + Helfer) und zusätzlich (vorab) der Chef noch extra einen "halben" Tag - ich käme dann auf 20 Stunden.
    Neue Rechnung jetzt aufgeschlüsselt nach "Chef" und "Helfer", wobei der Helfer 7.5 Stunden für 33,- Euro in Rechnung gestellt wird (also dem Satz aus dem Angebot) und der Chef 10.5 Stunden mit 45,- Euro.

    Ist das "üblich"? Ist sowas "okay"?

    Der Rechnungspreis liegt unter dem Preis des Angebots, aber dort waren die einzelnen Positionen mit Mengen aufgeschlüsselt und deshalb ging ich davon aus, dass ich letztlich das bezahle, was geliefert/geleistet wurde (sonst wäre es ja ein "Pauschalpreis" gewesen, oder?). Dazu bin ich auch bereit, aber ich finds schon merkwürdig, dass man erst Stundensatz "x" anbietet und hinterher Stundensatz "y" abrechnet - und y>x ...
     
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  3. #2 Manfred Abt, 2. Mai 2013
    Manfred Abt

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    ist nicht in Ordnung
     
  4. #3 Gast036816, 2. Mai 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    du kannst die rechnung zurückweisen und ihmmitteilen, dass die abrechnung nicht dem angebot und nicht dem auftrag entspricht, das hat aber meistens ärger zur folge. besser ist es, die rechnung einmal gemeinsam durchzusprechen, vielleicht klärt sich dann vieles auf.
     
  5. #4 feelfree, 2. Mai 2013
    feelfree

    feelfree Gast

    Also wenn ich eine Rechnung bekäme, deren Angebotspreis mal locker um 30% UNTERschritten wurde, dann würde ich einen Luftsprung machen und ziemlich schnell zahlen.
    Und wenn ich ein Handwerker wäre und mir jemand so eine Rechnung auch noch strittig machen würde, dann würde ich wohl de Welt nicht mehr verstehen und in Zukunft dafür sorgen, dass meine Arbeitszeiten die Angebotszeiten nicht unterschreiten.
     
  6. ilis

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    Wegen Material und Masch.Einsatz ist die Gesamtrechnung 10% unter dem Angebotspreis. Aber darum gehts ja nicht. Wenn einer sagt, er braucht für Arbeit XY 40 Stunden und dann tatsächlich nur 20 Stunden braucht, soll ich froh sein, wenn ich 30 Stunden bezahle? DAS kann's ja wohl nicht sein. Im übrigen enthält die Rechnung noch ein paar andere "Fragwürdigkeiten", die ich so aber nicht "beweisen" kann. Jedenfalls sieht das ganze so aus, als hätte man sich gesagt, "mit Betrag xx wäre er einverstanden gewesen, jetzt fummeln wir mal so rum, dass wir auch ungefähr dahin kommen".
     
  7. #6 RMartin, 3. Mai 2013
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    Abrechnung nach Stundenlohn birgt häufig hohes Konfliktpersonal zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

    Wie ist denn in Eurem Vertragsverhältnis beispielsweise die Fahrtzeit vereinbart? Was ist mit der Zeit, die die Leute brauchen um den LKW/ Kleinbus auf deren Lager zu be- und später wieder zu entladen? Usw.

    Wenn ganz klar definiert ist, dass lediglich die reine Arbeitszeit vor Ort (also auf der Baustelle) abgerechnet werden darf und somit alle anderen für diesen Auftrag anfallenden Tätigkeiten nicht abgerechnet werden dürfen (dies dann quasi über einen erhöhten Stundenverrechnungssatz mit aufgefangen werden muss), dann solltest Du tatsächlich nur die 20 Stunden (also die vor Ort gearbeitete Zeit) bezahlen.

    Bzgl. Stundenpreis sehe ich jedoch auch nur die 33 €/h für gerechtfertigt.
     
  8. #7 baufix 39, 3. Mai 2013
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  9. R.B.

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    Jepp. Man könnte den Faden jetzt weiter spinnen. Waren sie wirklich "nur" 8h vor Ort? Gibt´s Stundenzettel?

    Gruß
    Ralf
     
  10. #9 Thomas B, 3. Mai 2013
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    Ich lege noch einen drauf:

    Gibt's unterschriebene Stundenzettel?
     
  11. Julius

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    Und haben sie auch die ganze Zeit der Anwesenheit gearbeitet?
    Wie schnell??
    Wie effektiv???
     
  12. #11 Thomas B, 3. Mai 2013
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    .....in einem Stundenzettel wird nicht die Effektivität/ Geschwindigkeit was auch immer festgehalten....da könnte man sicher am Ende länger drüber diskuteren, als die Länge der ausgeführten Arbeiten
     
  13. Torian

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    Und wieso wurde so schnell gearbeitet wo der AG doch auch 32h bezahlt hätte?? ;-)
     
  14. ilis

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    ?
    Es wurden angeboten:
    32 Std Arbeitseinsatz a' 33,- Euro => 1.056 Euro
    Es wurden (ursprünglich) berechnet:
    - Arbeitseinsatz - => 1.000 Euro

    Hat den Vorteil, dass man die "gesparten" 12 Stunden (in meinem Fall) jemand anders in Rechnung stellen kann. Denn die Gartenbauer haben ja wegen des langen Winters genug zu tun. Vermutlich haben sie mehr Arbeit als Zeit.

    Ok:
    "Vereinbart" war: Mi, Do den Kram machen.
    Passiert: Am Mo. kommt Cheffe und sagt, dass er am Di schon mal mit dem Bagger anfängt. Am Di dann ab Mittag Arbeit mit dem Bagger (Rasen absoden). Am Mittwoch dann zwei Mann, unter anderem mit Bagger die Soden (die noch aufm "Haufen" lagen) in nen Container verfrachtet. Danach Bagger Ende.
    ANGEBOTEN wurde Bagger 1 Tag. Berechnet wurde Bagger ZWEI Tage. Ist de facto korrekt, aber wenn ich das gewußt hätte, hätte ich gesagt, nee nee komm man schön am Mittwoch morgen mit deinem Bagger - denn dann wäre der Bagger nur einen Tag in Betrieb gewesen

    Fakt ist: Angeboten und berechnet wurden ZWEI (7 kubikmeter) container "inklusive Entsorgung". Wurden auch berechnet. Ich habe aber persönlich nur EINEN Container gesehen und der Erd/Rasenhaufen war auch locker mengenmäßig in einem zu fassen. Beweisen kann ich es nicht

    Fakt ist: Angeboten und berechnet wurden 4 kubikmeter Sand. Der Männe, der den Kram eingearbeitet hat und mit dem ich über die Erfolgsaussichten gesprochen habe, meinte im Gespräch "das wird schon, wir haben schließlich fast ZWEI Kubikmeter Sand eingearbeitet". ??? Ja was denn nu? VIER oder ZWEI? Ist mir latte, weil ein Kubik 9 Euro kostet, aber "komisch" finde ich das schon.

    Alles in allem eher suboptimal gelaufen ...
     
  15. H.PF

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    ^Lass dir die Kippscheine zeigen für die Container. Wenn die die nicht vorlegen können...

    Achja, Lieferschein Sand könntest du auch fordern...
     
  16. #15 Gast036816, 3. Mai 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    entsorgungsnachweise musst du dir auf jeden fall im original geben lassen. das material war dein eigentum, du warst der veranlasser, du bist auch in der nachweispflicht wo das material geblieben ist. lieferscheine können ebenfalls als abrechnungsgrundlage zu grunde gelegt werden.
    steht der bagger auf deiner baustelle still oder tuckert stundenlang im standgas vor sich hin, brauchst du den nicht zu bezahlen, sondern nur die tatsächlich angefallenen leistungszeiten.
     
  17. ilis

    ilis

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    So hab jetzt mit dem Kerle und seiner Frau/Mitarbeiterin geredet.
    Angesprochen auf die Diskrepanz beim Stundenlohn meinte SIE zuerst, dass der Chef nunmal teurer sei und außerdem viele Kunden verlangen, dass ER kommt. Mag sein. Ich hab's nicht verlangt und hätte man mir einen Aufpreis angekündigt, HÄTTE ich es auch nie verlangt. Dann hieß es, man sei nur deshalb schneller gewesen, weil ja der Chef mitgearbeitet hat und er als Meister halt viel besser mit den Maschinen um kann. Armes Handwerk, kann ich da nur sagen! Alle Gesellen sind Pfuscher! Komisch, dass die baggerfahrenden Gesellen, die ich bislanf gesehen habe, auch sehr virtuos mit nem Bagger um konnten. Wegen der anderen Punkte konnten wir uns nicht einigen und ich halt nix beweisen. Zahl ich halt die Rechnung und hake das unter "Lebenserfahrung" ab. Insgesamt jedenfalls weder Werbung für "DAS Handwerk" oder für die legale Beschäftigung eines Fachbetriebs. Beim nächsten Mal bin ich dann schlauer und machs wie alle ...
     
  18. H.PF

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    Mhhh... Machs wie alle... Vielleicht liegt das Handwerk ja auch darnieder in Friesland weil es alle so machen?


    HIER machen es nicht alle so... Und hier wird das auch recht streng kontrolliert, was ich sehr gut finde :) ICH mache nie was "so wie alles machen". Die paar Euros gehen mir am Arsch vorbei, dafür kann jederzeit eine Buchprüfung meine Bücher komplett zerlegen, die finden da nix
     
  19. H.PF

    H.PF

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    Dafür find ich allerdings 33 Euro so günstig, das man davon eigentlich kaum leben kann... Oder bin ich zu anspruchsvoll?
     
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  21. R.B.

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    Nö, das ist wirklich knapp. Kommt auch darauf an, wie der Chef seine Betriebskosten im Griff hat, und wie hoch die Auslastung ist. Aber das muss er selbst wissen.

    Gruß
    Ralf
     
  22. ilis

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    Schon mal "hier oben" gelebt?

    Kumpel ist von Whaven nach Velbert gezogen (Apotheker) und der jammert auch ständig, dass da alles deutlich teurer ist. Wobei das auch alles völlig latte ist, denn niemand hindert ihn (oder andere) daran, einen anderen Stundenlohn ANZUBIETEN. Aber das ganze dann erst auf der Rechnung zu machen, ist ein kleines bißchen unschön!
     
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