Styropor oder Mineralwolle????

Diskutiere Styropor oder Mineralwolle???? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; ...und verhungert?

  1. thejack

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  3. Manufact

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    Ich bin kein Experte für WDVS.
    Meine persönliche Meinung ist.
    1. Welche Kostenkalulation wird denn bezüglich der Jährlichen Instandsetzungskosten einer auf Styrol-basierten (Styropor) Fassade gemacht
    (Diese scheint ja nach "google" massiv erhöht gegenüber nicht gedämmten Fassaden zu sein, einige Quellen berichten, das es sich allein aus diesem Grund nicht lohnt zu dämmen)
    2. Die Brennbarkeit von Styropor-Fassaden ist definitiv gegeben
    3. Laut einer räsonablen Anzahl von Berichten ist die Kostenersparnis nicht wirklich gegeben und die vorhandenen Mittel könnten eher für eine optimale Heizungsanlage investiert werden.
    4. Die Algen-Pilz-Bildung auf WDVS-Fassaden ist erhöht, da optimale Bedingungen für Algen/Pilz-Wachstum

    Bezüglich Mineralfaserdämmung sollten sich andere Mitglieder äußern.

    P.S:
    2 meiner Nachbarn haben vor 3 Jahren gedämmt - bei jedem schon das 3te Specht-Loch.
     
  4. Canyon99

    Canyon99

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    @Manufact Sehe das im Prinzip genauso. Ich würde mir keinesfalls irgendwelche Platten aus Polystyrol an die Fassade kleben. Nicht nur allein wg. der Brandgefahr, sondern auch die Entsorgung solcher Platten dürfte dann später lustig & vor allem teuer für den Bauherrn werden.

    Wenn für mich überhaupt ein WDVS in Frage käme, dann auf Basis von Mineralschaumplatten. Was ich so gelesen habe, sind diese Platten biologisch unbedenklich, da rein mineralisch. Außerdem sind Dämmplatten aus Mineralschaum wie Steinwolleplatten sowie Perlite überhaupt nicht brennbar.

    Auch das Entsorgen ausgedienter Mineralschaumplatten ist vergleichsweise unproblematisch: Platten aus Mineralschaum sollten sich ohne großen Aufwand zurück bauen lassen und können dann als herkömmlicher Bauschutt deponiert werden.

    Aber auch bei diesen Platten habe ich noch nichts eindeutiges bezg. Algen-/Pilzbildung gehört. Das ist für mich neben der kommerziellen Augenwischerei daß sich ein WDVS rechnet die größte Problematik. Alleine in unserer Nachbarschaft gibt es dafür wunderbare Beispiele...

    Wir selbst haben nur einen 5cm Wärmedämmputz auf einem 30er Callimax Blähtonstein und genau 0,0 Algen oder Pilze auf der Fassade trotz eines schlicht nicht vorhandenen Dachüberstandes. Und die energetischen Werte sind für mich absolut ok.
     
  5. Lexmaul

    Lexmaul

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    Ich hab ein Teil WDVS und keine Algen und das Brandthema ist ja wohl im EFH eher Panikmache...

    Es kommt immer auf die äußeren Umstände und den Putz an, ob man Algen bekommt. Das sieht beim reinen Putzbau auch nicht besser aus...
     
  6. Canyon99

    Canyon99

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    Na ja, das Brandthema ist evtl. im EFH zwar überbewertet, das Thema spätere Sanierung / Entsorgung von Polystyrol basierenden WDVS würde ich dafür umso höher gewichten...

    Ich bin ja durchaus bei dir, daß die äußeren Umstände entscheidend sind. Aber Fakt ist nun mal auch, daß die Funktion einer Wärmedämmung im Kern darin besteht, den Wärmestrom aus dem Gebäude heraus zu vermindern. Dies führt zwangsläufig dazu, dass die Oberfläche der Fassade gerade im Herbst & Winter kälter wird. Dies kann dann aber auch tatsächlich bewirken, dass die Fassade von Häusern mit WDVS bei feuchtem Wetter länger und öfter feucht ist als bei Häusern in konventioneller Technik. Deswegen erhöht eine wirksame Wärmedämmung – gleich mit welchem Dämmmaterial sie arbeitet – tatsächlich das Risiko einer Veralgung.

    Die äußeren Umstände im Umfeld unseres Hauses sind z.B. alles andere als günstig: Ein geringer bzw. nicht vorhandener Dachüberstand, den wir aus designtechnischen Gründen wollten, viele Pflanzen nahe an der Fassade und ein Standort direkt an einem kleinen Bachlauf im Taunus. Dazu viel frische & saubere Luft. Trotz dieser eigentlich idealen Bedingungen für Algen oder Pilze auf der Fassade, haben wir nichts dergleichen, auch nicht auf der Nordseite des Hauses.

    Einige Häuser in der Nachbarschaft mit einem WDVS haben dagegen wirklich mit Veralgung zu kämpfen…

    Also ich werde bei der Renovierung unseres neuen Domizils jedenfalls auch wieder OHNE WDVS planen. Da kommt ein rein mineralischer Perlit Wärmedämmputz als Unterputz und dann ein feinkörniger Kratzputz als Oberputz. Energetisch sicher nicht ganz so effektiv, aber dafür habe ich langfristig meine Ruhe bezgl. Optik der Fassade.
     
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