T12 oder T9 - was ist wirtschaftlicher

Diskutiere T12 oder T9 - was ist wirtschaftlicher im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Experten, bin jetzt schon eine ganz Weile am Lesen im Forum aber mir immer noch nicht sicher ob meine Entscheidung richtig ist:...

  1. #1 Psion1977, 21. April 2015
    Psion1977

    Psion1977

    Dabei seit:
    21. April 2015
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Frankfurt
    Hallo liebe Experten,

    bin jetzt schon eine ganz Weile am Lesen im Forum aber mir immer noch nicht sicher ob meine Entscheidung richtig ist:

    Der GU mit dem wir unser Haus bauen wollen arbeitet normalerweise mit T12 ich hatte jetzt noch mal den Mehrpreis für T9 (ungefüllt) angefragt dieser beträgt ca. EUR 8.000 bei 140qm Wohnfläche. So wie ich das sehe wird sich dieser Aufpreis wirtschaftlich wohl nie amortisieren oder sehe ich das falsch? Auch was die Stegdicken und "Verputzbarkeit" anbelangt scheinen mir die Steine relativ gleich und da der GU wohl mit dem T12 mehr Erfahrung hat spricht wohl alles für T12 oder?

    Danke für Eure Hilfe
    Psion
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    Ich würde zuerst einmal prüfen, ob Du mit dem T12 überhaupt die EnEV einhalten kannst.
    Kriegst Du zur Einhaltung der EnEV weitere Baustellen die Geld kosten, dann könnte der Preisvorteil dahinschmelzen, und Du hast trotzdem nur eine mäßgi wärmedämmende Wand. Da kann es dann sinnvoller sein den besseren Ziegel zu nehmen.
     
  4. #3 Zellstoff, 21. April 2015
    Zellstoff

    Zellstoff

    Dabei seit:
    7. Juli 2012
    Beiträge:
    2.932
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    München
    Benutzertitelzusatz:
    hat mal was vernünftiges gelernt
    Da würde ich mir vorab mal den EnEV Nachweis rechnen lassen. Mit T12 kann das spannend werden...

    edit: Ralf war schneller
     
  5. Anda2012

    Anda2012

    Dabei seit:
    10. September 2012
    Beiträge:
    1.205
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.- Ing. Arch
    Ort:
    Nürnberger Land
    Benutzertitelzusatz:
    Von der Bauleitung zum Formularausfüllen
    genau mein Gedanke: mit T12 ? Wie soll denn das gehen? oder ein Tippfehler? evtl. T10?
     
  6. #5 Zellstoff, 21. April 2015
    Zellstoff

    Zellstoff

    Dabei seit:
    7. Juli 2012
    Beiträge:
    2.932
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    München
    Benutzertitelzusatz:
    hat mal was vernünftiges gelernt
    der T10 wäre aber keine 8k günstiger als der T9. ;)
     
  7. Anda2012

    Anda2012

    Dabei seit:
    10. September 2012
    Beiträge:
    1.205
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.- Ing. Arch
    Ort:
    Nürnberger Land
    Benutzertitelzusatz:
    Von der Bauleitung zum Formularausfüllen
    Mittagsmüdigkeit, nicht genau hingeschaut. ;-)
     
  8. Jan81

    Jan81

    Dabei seit:
    8. März 2009
    Beiträge:
    2.847
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Fachinformatiker
    Ort:
    Sarstedt
    T12 mit Dämmung vielleicht ;)
     
  9. #8 Zellstoff, 21. April 2015
    Zellstoff

    Zellstoff

    Dabei seit:
    7. Juli 2012
    Beiträge:
    2.932
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    München
    Benutzertitelzusatz:
    hat mal was vernünftiges gelernt
    ich glaub eher, dass da noch ein paar Paletten T12 rumstehen die weg müssen. Den EnEV Nachweis kann man ja "kreativ" gestalten...und unter dem Putz sieht man später eh nicht mehr, obs ein T10 oder T12 war :D

    @ Psion: ernthaft; in vernünftiger Kombination aller Dämmmassnahmen kommt man aktuell idR wirtschaftlich kaum an einem T9 (ggf. noch T10) vorbei, wenn man die EnEV einhalten will. Bei T12 muss entweder getrickst werden oder an anderer Stelle massiv über Normalmaß gedämmmt werden.

    Bevor jetzt evtl. einige schreien: woher willst Du das wissen? ich weiß es nicht, nur gesundes Bauchgefühl. Daher der saubere Hinweis: Vorab EnEV Berechnung zeigen (und prüfen) lassen, wie mit T12 die Anforderungen erfüllt werden können.
     
  10. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    T12 in 36cm ergibt einen U-Wert von etwa 0,3W/m2K. Bei 42cm sind´s dann etwa 0,27W/m2K und bei 49cm ist man dann bei etwa 0,24W/m2K. Man muss auch aufpassen, ob man den gewünschten Ziegel überhaupt überall bekommen kann. Gerade bei den großen Formaten (49cm) könnte das je nach Region gar nicht so einfach werden.
    Beim T9 könnte man wohl bereits mit 36cm die EnEV erfüllen, bei 42cm wäre man schon bei einem U-Wert von 0,2W/m2K.

    Schlechter als 0,2W/m2K würde ich heute keinen Wandaufbau mehr machen, zumal die 0,2 einfach zu erreichen sind. Aber darüber kann man geteilter Meinung sein.
     
  11. Zellstoff

    Zellstoff

    Dabei seit:
    7. Juli 2012
    Beiträge:
    2.932
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    München
    Benutzertitelzusatz:
    hat mal was vernünftiges gelernt
    seh ich ja genauso...mit einem 49er T12 (gibts sowas überhaupt?) könnte man also durchaus realistisch die EnEV einhalten, aber: da kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der 8k günstiger ist als ein "EnEV Min" üblicher 36,5 T9.
    Der Preisunterschied kann sich eigentlich nur ergeben bei gleichen Wandstärken und da gehe ich jetzt mal schwer von 36,5 aus, bei beiden...

    Oder doch wie Jan vermutet 24er T12 (+12 WDVS) vs. 36,5er T9... und das WDVS berechnet man "extra"? Das wär ja die Krönung :(
     
  12. Thomas B

    Thomas B

    Dabei seit:
    17. August 2005
    Beiträge:
    11.181
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.Ing.
    Das mag vor 10 Jahren auch ganz hervorragend gegangen sein, da damals die Anforderungen noch geringer waren. T12 + Wärmedämmung, geht natürlich!

    Mein letztes Ziegelhaus mit einem T10 habe ich 2009 geplant. Mit einem T12 hatte ich noch nie das Vergnügen. Insofern kann ich mir auch nicht vorstellen, daß das überhaupt hinhauen kann!

    ...wobei ich vom T9 ungefüllt abraten würde. Dieser hat sehr dünne Stege. Auch an der Innen- u. Außenseite. Ein echter Bröselkeks. Habe da keine so tollen Erfahrungen. Besser den gefüllten (Perlite o. MiWo) mit kräftigen Außen- und Innenstegen.

    EUR 8.000 Mehrpreis. Wurde dieser vor oder nach dem Unterschreiben des Vetrages aufgerufen...?
     
  13. reezer

    reezer

    Dabei seit:
    9. Oktober 2014
    Beiträge:
    958
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Rentner
    Ort:
    Bayern
    anscheinend geht allerhand
    Kunde möchte T14 49 cm (natürlich ohne WDVS)
    der Energieberater sagt, das ist kein Problem

    natürlich ist der ein wenig "filigran", und der gefüllte ist "stabil".
    ist halt eine Preisfrage.

    bei einem Haus mit 140 qm Wohnfläche kann ich mir diese Summe schwer vorstellen als Preisdifferenz von zwei ungefüllten Steinen
     
  14. Psion1977

    Psion1977

    Dabei seit:
    21. April 2015
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Frankfurt
    Euch schon einmal vielen Dank. Habe den GU bzw. den Verkäufer mal auf die Thematik Enev angesprochen und da wurde er ganz still :-). Wenn der GU hier schon "patzt" scheint er wohl nicht so zuverlässig zu sein (hatte aber bisher einen guten Eindruck gemacht - na ja bin mal auf die finale Reaktion gespannt). Und ja der Preisunterschied war T12 zu T9 36,5 beide ungefüllt. So ich nehme mal für mich mit wenn Neubau dann mit min. T9 wenn das Budget noch reicht besser T9 gefüllt - wobei das wohl noch mal ein schmerzhafter Aufpreis ist. Aber noch mal DANKE für Eure Antworten hat mir sehr geholfen - und unterschrieben ist noch nix :-)
     
  15. Jan81

    Jan81

    Dabei seit:
    8. März 2009
    Beiträge:
    2.847
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Fachinformatiker
    Ort:
    Sarstedt
    Ich persönlich würde so ein GU nicht nehmen, der versucht blödsinn dem Kunden zu verkaufen. Ich würde auch nicht T9 36,5 cm heut zu Tage bauen. Mir persönlich wäre es zu wenig Dämmung.
     
  16. Thomas B

    Thomas B

    Dabei seit:
    17. August 2005
    Beiträge:
    11.181
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.Ing.
    Naja T9-P (oder MW) ist schon recht gut, wenngleich es zum fast gleichen Preis den T8-P gibt. Da würde ich dann schon zum T8 tendieren. T10...T12 geht aber gar nicht (mehr).

    Der Mehrpreis von EUR 8.000 ist schon gewaltig. Bei geschätzten 180 - 200m2 Fassadenflläche wären das immerhin um die 40 EUR/m2 Aufpreis.

    Ein T8-P habe ich gerade eben verbauen lassen. Kosten je m2 (inkl. MwSt.): EUR 130

    Immerhin: Deine Verhandlungsposition ist ja nicht eben schlecht, wenn Du noch nicht unterschrieben hast....Ob der GU es drauf hat bleibt zu prüfen....
     
  17. Zellstoff

    Zellstoff

    Dabei seit:
    7. Juli 2012
    Beiträge:
    2.932
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    München
    Benutzertitelzusatz:
    hat mal was vernünftiges gelernt
    Da widerum bin nicht dabei. da kommt es schlicht auf die Kosten an. Ob Du nun einen T7 oder einen T9 in 36,5 nimmst, hat keine relevanten Auswirkung auf den Komfort, sprich Oberflächentemperatur innen.
    Die rechnerische Heizkostenersparnis liegt aktuell im zweistelligen € Bereich/a, je nach Energieträger und Heizverhalten etwas mehr oder weniger.
    Wenn nun ein GU z.b. 5000€ mehr für den T7 gegen den T9 aufruft, kann man selber Annahmen machen und rechnen ob/wann sich das rechnet.

    Und das sagt jemand, der mit W07 (das Pendant zum T7) gebaut hat und heute der Meinung ist, die 3.800€ Mehrpreis für T7 vs. T10 wären besser in andere Dinge gesteckt worden.
     
  18. Thomas B

    Thomas B

    Dabei seit:
    17. August 2005
    Beiträge:
    11.181
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.Ing.
    Das Thema ist halt auch Nachhaltigkeit!

    Natürlich wird man (jetzt mal das Bsp.- des TE hergenommen) sobald keine EUR 8.000 Heizkostenersparnis generieren können.

    Aber: Sollte man sich mit dem Gedanken tragen (müssen) das Haus evtl. einmal wieder veräußern zu wollen/ müssen, dann ist es natürlich schon gut, wenn es solide und auch dämmtechnisch gut gebaut wurde.
     
  19. Zellstoff

    Zellstoff

    Dabei seit:
    7. Juli 2012
    Beiträge:
    2.932
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    IT
    Ort:
    München
    Benutzertitelzusatz:
    hat mal was vernünftiges gelernt
    Ich versteh ja was gemeint ist und bin ja prinzipiell dabei, aber das ist auch zu kurz gesprungen. Einen Käufer interessiert es nicht, ob da ein T9 oder T7 verbaut wurde. Den Interessieren die realen Energiekosten der letzten Jahre. Ob da nun 700€ oder 750€/a stehen wird keinem vom Kauf abhalten oder als Argument für Verhandlungen dienen weil das im Rauschen des Nutzerverhaltens untergeht. Eher wird gesagt: da ist aber keine Garage/Carport, das kostet ja mind noch 8000€...oder: der Maschendrahtzaun ist aber schon sehr windig, den zu ersetzen kostet ja auch gleich ein paar Tausender...Du verstehst was ich sagen will?
     
  20. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  21. R.B.

    R.B.

    Dabei seit:
    19. August 2005
    Beiträge:
    48.841
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    Dipl.Ing. NT
    Ort:
    BW
    das stimmt so aber nicht. Du darfst das nicht mit der aktuellen Marktsituation vergleichen, wo man alles verkaufen kann. Denke daran, ab 2021 ist bei Neubauten "Niedrigstenergiebdarf" Pflicht, und wie das im Detail aussehen wird, das wird uns die zukünftige EnEV zeigen. Die Richtung ist klar. Da kann es dann schon einen Unterschied beim Preis ausmachen, ob man ein Haus verkauft das (kurzfristig) saniert werden muss, oder ein Haus das der dann geltenden EnEV entspricht oder einfach ertüchtigt werden kann. Da reden wir dann schnell über mehr als 5T€ oder 8T€ Preisunterschied.

    Du machst den Fehler und gehst vom aktuellen Marktumfeld aus und schaust auch zu sehr auf Deine Region. Da kriegt man alles los, Hauptsache 4 Wände und ein Dach über´m Kopf. Das muss in 10 Jahren aber nicht auch so sein. Wenn dann die Masse der Häuser am Markt gut gedämmt ist, und natürlich alle Neubauten Niedrigsternergiehäuser sind (egal wie es dann definiert sein wird), dann wird sich das beim Preis bemerkbar machen. Momentan werden auch massenhaft 70er Jahre Bauten gekauft und umfangreich saniert. Warum wohl? Weil sich selbst die Sanierung noch rechnet.
     
  22. Jan81

    Jan81

    Dabei seit:
    8. März 2009
    Beiträge:
    2.847
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Fachinformatiker
    Ort:
    Sarstedt
    Und in was z.B. ? Für die Klima in dem BMW? Den genau dafür geben Leute Geld aus, aber kein Geld um Energie zu sparen.
     
Thema:

T12 oder T9 - was ist wirtschaftlicher

Die Seite wird geladen...

T12 oder T9 - was ist wirtschaftlicher - Ähnliche Themen

  1. Dachsanierung wirtschaftlich

    Dachsanierung wirtschaftlich: Guten Tag liebe Experten, ich habe vor 3 Jahren 2 MFH Baujahr 1961 gekauft und mich nun dazu entschlossen die Dächer zu erneuern. Die Häuser...
  2. T9 Kleben oder doch Leichtmörtel

    T9 Kleben oder doch Leichtmörtel: Hallo, welche vor und Nachteile hat das Verwenden von Leichtmörtel LM21 bzw. Kleber bei T9 Steinen mit 42,5 cm? Wie unterscheiden sich die...
  3. Empfehlung des Energieberaters - Einschätzung der Wirtschaftlichkeit

    Empfehlung des Energieberaters - Einschätzung der Wirtschaftlichkeit: Hallo zusammen, wir besitzen ein Haus aus den 70ern mit einer Ölbetriebenen Zentralheizung, die Heißluft durch verschiedene Schichte in die...
  4. Schlagmann T12 Aussenwand - Schallschutz verbessern

    Schlagmann T12 Aussenwand - Schallschutz verbessern: Hallo, ich benötige Tipps für die Verbesserung des Schallschutzes unsere T12 Aussenwand (Schlagmann 42,5cm) Wir wollten demnächst unseren...
  5. Lüftungröhre an der Aussenwand Poroton T9

    Lüftungröhre an der Aussenwand Poroton T9: Hallo, mir liegt meine KWL Lüftungsplanung vor, und folgendes: Hersteller/Planer schlägt Innen-Wände Zu-Luftsröhre (75er) in OG bei eine...