Taupunktberechnung

Diskutiere Taupunktberechnung im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo nochmal, ich habe jetzt im Internet rumgesucht und auch Software zum Berechnen von Taupunkten etc. gefunden. Allerdings gibt es da wohl...

  1. #1 Herr Dekkers, 8. Januar 2007
    Herr Dekkers

    Herr Dekkers Gast

    Hallo nochmal,

    ich habe jetzt im Internet rumgesucht und auch Software zum Berechnen von Taupunkten etc. gefunden. Allerdings gibt es da wohl feine Unterschied zw. Taupunkt und maximal zulässiger Oberflächentemperatur bei best. Dampfdrücken etc.

    Kann mir evtl. jemand sagen ob meine Werte in Ordnung sind, oder Tauwasser an der Wand anfallen kann?

    Innentemperatur 23°C
    Luftfeuchte 47%

    Temperatur direkt VOR der Wand gemessen 21,9°C
    Luftfeuchte direkt VOR der Wand gemessen 87%

    Die Wand ist 24cm dick Betonverfüllziegel mit 1cm Gipsputz
    Die Wand steht auf 25cm Bodenplatte und hat keine Sperrschichten
    Die Bodenplatte steht auf 3cm EPS WLG035
    Bodentemperatur angenommen 8°C

    Wie kann ich nun herausfinden, ab welcher Temperatur auf der Wandoberfläche Tauwasser ausfällt?
     
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  3. Bruno

    Bruno

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    Die Zahlen passen nicht zusammen. Raumluft von 23° und 47% rel. Feuchte hat bei 21,9° ca. 50% rel. Feuchte, aber nicht 87%. Wohin fließt Wärme ab? Eine Außenwand wird das wohl nicht sein. Die Annahme 8° für das Erdreich ist eine reine Annahme. Mitten unter einem Gebäude mit wenig gedämmter Bodenplatte ist die höher.

    Zur Frage ab wann Tauwasser anfällt: bei Raumluft von 23° und 47% rel. Feuchte ist das bei +11° der Fall.

    http://www.holzfragen.de/seiten/lfe_rechner.html
     
  4. #3 Herr Deckers, 9. Januar 2007
    Herr Deckers

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    Hallo Bruno,

    also, erstmal zu den Temperaturwerten die nicht zueinander passen:

    Die Temperatur wurde mit einem ganz normalen Thermometer/Hygrometerkombigerät gemessen, indem ich das Gerät mit der Messöffnung zur Wand einfach an die Wand gestellt habe. Das ist natürlich eine sehr ungenaue Meßmethode, schon alleine weil wohl das Gerät Toleranzen hat. Außerdem wird ja auch nicht die genaue Oberflächentemperatur gemessen.

    Aber Deine Ausführungen machen mich doch nachdenklich. Könnte es denn sein, daß die an dieser Stelle durchnäßte Wand eine höhere Luftfeuchte direkt an der Meßstelle verursacht, die erst mit zunehmendem Abstand von der Wand abnimmt? Wenn ich das Thermometer/Hygrometer nur 5mm von der Wand abrücke komme ich nämlich nur auf 70% Luftfeuchte.

    Wohin die Wärme abfließt? Die Frage habe ich nicht ganz verstanden. Die feuchte Stelle ist an einer Mauer zwischen Heizraum und Wohnraum. Auf der Wohnraumseite ist es hinterm Schrank in Bodennähe (also zur Bodenplatte hin) spürbar feucht, auf der Heizraumseite ist es (soweit mit einem Ziegel ohne Putz überhaupt fühlbar) trocken. Daher eben auch meine Vermutung mit der Kondensationsfeuchte. Der Heizraum wird gar nicht geheizt, dort steht lediglich ein gedämmter Fußbodenheizungsverteiler und eben die Heizung. Der Heizraum hat meist so 17-18°C. Im Winter natürlich wesentlich weniger.

    Wie kann man denn nun feststellen ob es Kondensationsfeuchte ist oder ein Wasserschaden?
     
  5. Bruno

    Bruno

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    In der Ausgangsfrage stand keine Silbe von "durchnässt". Meine Frage, wohin Wärme abströmt, zielte darauf, ob es sich um eine Außenwand, eine Innenwand oder eine Wand zu einem unbeheizten Bereich handelt. Auch darüber stand nichts da.

    Also: bei den Raumwerten 23°/47% kann Kondenswasser nur auf Bauteilen entstehen, die unter +11° kalt sind. Diese Temperatur kommt auf Innenwänden beheizter Räume nicht vor. Außerdem hat die Wand ja eher 21° als 11°. Also handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Wasserschaden.
     
  6. #5 Herr Deckers, 9. Januar 2007
    Herr Deckers

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    Entschuldigen Sie bitte, falls meine Fragestellung etwas zu unpräzise war.

    Also:

    1) Es ist eine Innenwand
    2) Betonverfüllziegel d=24cm
    3) Steht auf der Bodenplatte
    4) Wasserflecken "nur" bis max. 50cm über OK-Bodenplatte
    5) Keine horizontale Sperrschicht im Mauerwerk
    6) Die Feuchtigkeit ist nur hinter dem Schrank fühlbar.

    Deswegen kam ich auf die Idee mit dem Tauwasser. Aber Sie haben recht, so kalt kann die Mauer eigentlich gar nicht sein.

    Deswegen habe ich nun folgende Meßdaten mit Meßgeräten aus unserer Firma erstellt um das mal zu prüfen. Es weicht zwar etwas ab, aber kommt im groben auf das selbe raus:

    Im Raum 22,5°C bei 57% RF macht einen Taupunkt von 13,56°C. So kalt fühlt sich die Mauer tatsächlich nicht an.

    Aber wieso ist dann die beheizte Mauerseite naß und die kalte und unverputzte Mauerseite zumindest fühlbar trocken? Ich habe mal Probeseite die unverputzte Wand naßgesprüht. Die Farbveränderung ist deutlich sichtbar. Der Poroton fühlt sich auf der anderen seite nicht nur trocken an sondern sieht auch trocken aus.

    Wie kann man denn eindeutig feststellen ob es nun Tauwasser ist oder ein Wasserschaden? Gibt es da ein vielversprechendes Verfahren?
     
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  8. Cemo

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    hallo,
    du schreibst das du Software zum Berechnen von Taupunkten gefunden hast, kannst du mir die İnternet adressen geben, ich haben auch den gleichen problem
     
  9. Uwe!

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